Grönländische Fußballnationalmannschaft

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Grönland
(Dänemark)
Kalaallit Nunaat
Grønland
Grønlands Boldspil Union.svg
Spitzname(n) "Polar-Bamserne"
(dt. Die Polar-Teddybären)
Verband Grönländischer Fußballverband
Konföderation NF-Board
Technischer Sponsor Hummel
Trainer Jens Tang Olesen
Kapitän Niklas Kreutzmann
Heimstadion Nuuk-Stadion
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
FaroerFäröer Färöer 6:0 Grönland GronlandGrönland
(Sauðárkrókur, Island; 2. Juli 1980)
Höchster Sieg
GronlandGrönland Grönland 16:0 Sark SarkSark
(Blanche Pierre, Guernsey; 1. Juli 2003)
Höchste Niederlagen
FaroerFäröer Färöer 6:0 Grönland GronlandGrönland
(Sauðárkrókur, Island; 2. Juli 1980)
GuernseyGuernsey Guernsey 6:0 Grönland GronlandGrönland
(Hamnavoe, Shetlandinseln; 13. Juli 2005)
Menorca Menorca 6:0 Grönland GronlandGrönland
(Åland-Inseln; 29. Juni 2009)
(Stand: 5. August 2009)

Grönland bemüht sich als autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark schon seit längerer Zeit, Mitglied sowohl in der FIFA als auch in der UEFA oder CONCACAF zu werden. Bisher verweigert jedoch der Weltverband die Mitgliedschaft. Als Begründung wurde zunächst ein fehlender Naturrasenplatz genannt. Seit 2006 dürfen internationale Wettbewerbsspiele auch auf Kunstrasen ausgetragen werden. Seit September 2010 verfügt Grönland über einen solchen Platz in Qaqortoq. Im September 2010 legte FIFA-Präsident Blatter das Argument nach, Voraussetzung für die Aufnahme sei die Existenz eines souveränen Staates und dessen Anerkennung durch die UNO.[1]

Zudem können Verbände von Gebieten, die nicht unabhängig sind, nur dann Mitglied werden, wenn der Verband des Staates, zu dem das Gebiet gehört, dem zustimmt (vgl. Art. 10 Nr. 6 der FIFA-Statuten), wie es auch bei den Färöern der Fall war. Grönland ist als Teil des Königreichs Dänemark Mitglied des NF-Board, des Fußballverbandes für Nationalmannschaften, die nicht Mitglieder der FIFA sind.

Trotz dieser Tatsache existiert aber bereits seit 1971 ein eigener Fußballverband, der Kalaallit Nunaanni Isikkamik Arsaattartut Kattuffiat (dänisch: Grønlands Boldspil Union, GBU). 1971 wurde auch gleich eine eigene Liga gegründet, in der seitdem alljährlich ein Meister ausgespielt wird.

Die Grönländische Fußballnationalmannschaft in Nordzypern

Die grönländische Fußballnationalmannschaft, die zeitweise vom deutschen Sepp Piontek trainiert wurde, absolviert von Zeit zu Zeit inoffizielle Länderspiele größtenteils gegen Mannschaften, die ebenfalls nicht Mitglied der FIFA sind. So spielt man beispielsweise regelmäßig bei den Island Games gegen Mannschaften aus Guernsey, Jersey, Gibraltar oder Åland. 2006 nahmen die Grönländer am FIFI Wild Cup in Hamburg teil, welches im Stadion des FC St. Pauli, dem Stadion am Millerntor, ausgetragen wurde. Für Aufsehen sorgte man im Sommer 2001, als im Kopenhagener Vorort Vanløse eine grönländische Auswahl gegen eine Vertretung Tibets spielte. Trotz großer Proteste seitens der chinesischen Regierung in Peking gegen jegliche Bemühungen, Tibets Autonomiestatus zu unterstreichen, fand das Spiel statt. 5.011 Zuschauer sahen die Partie, die Grönland mit 4:1 gewann. Piontek konnte bei diesem Spiel kurioserweise nur auf zwei seiner bewährten Nationalspieler zurückgreifen - wegen eines Transportstreikes in Grönland konnten die übrigen Spieler nicht nach Dänemark reisen. So mussten kurzerhand grönländische Studenten, die Piontek nie spielen gesehen hatte, aushelfen.

Bekannte grönländische Fußballspieler[Bearbeiten]

Bekanntester in Grönland geborener Fußballspieler ist der dänische Nationalspieler Jesper Grønkjær, der mit Dänemark an der Weltmeisterschaft 2002 sowie an der Europameisterschaft 2004 und an der Weltmeisterschaft 2010 teilnahm.

Bekanntester Spieler der Nationalmannschaft ist Mannschaftskapitän Niklas Kreutzmann, der in der 2. dänischen Liga für Aarhus Fremad spielt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel vom 16. September 2010 bei France Football