Sandro Wagner

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Sandro Wagner
Wagner, Sandro SVW 10-11 WP.JPG
im Trikot von Werder Bremen (2011)
Spielerinformationen
Geburtstag 29. November 1987
Geburtsort MünchenDeutschland
Größe 194 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
1990–1995 FC Hertha München
1995–2006 FC Bayern München
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2006–2008 FC Bayern München II 44 0(2)
2007–2008 FC Bayern München 4 0(0)
2008–2010 MSV Duisburg 36 (12)
2010–2012 Werder Bremen 30 0(5)
2010–2011 Werder Bremen II 18 0(7)
2012 → 1. FC Kaiserslautern (Leihe) 11 0(0)
2012–2015 Hertha BSC 71 0(7)
2013–2014 Hertha BSC II 3 0(1)
2015–2016 SV Darmstadt 98 32 (14)
2016– TSG 1899 Hoffenheim 42 (15)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2008–2009 Deutschland U21 8 0(4)
2017– Deutschland 7 0(5)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 26. November 2017

2 Stand: 14. November 2017

Sandro Wagner (* 29. November 1987 in München) ist ein deutscher Fußballspieler. Er steht beim Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge in München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wagner begann als Dreijähriger beim FC Hertha München mit dem Fußballspielen[1] und wechselte 1995 in die Jugendabteilung des FC Bayern München.[2] Dort durchlief er sämtliche Jugendmannschaften und rückte 2005 in die Regionalliga-Mannschaft auf, in der er am 27. Mai 2006 (34. Spieltag) – beim 1:1 im Heimspiel gegen Eintracht Trier – debütierte.

Er absolvierte die Vorbereitung auf die Saison 2007/08 mit der ersten Mannschaft. Aufgrund der Ausfälle von Jan Schlaudraff, Lukas Podolski und Luca Toni gab er am 21. Juli 2007 im Ligapokal gegen Werder Bremen sein Pflichtspieldebüt in der Profimannschaft. Am 25. Juli 2007 erzielte er im Halbfinale desselben Wettbewerbs beim 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart, als er in der Startformation stand, sein erstes Profitor.

Am 11. August 2007 (1. Spieltag) gab er beim 3:0-Sieg im Heimspiel gegen Hansa Rostock – in der 87. Minute für Miroslav Klose eingewechselt – sein Bundesligadebüt.

Wechsel und Leihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. Juni 2008 unterschrieb er einen Zweijahresvertrag beim Zweitligisten MSV Duisburg. Kurz vor dem Ende der Transferperiode wechselte Wagner am 31. Januar 2010 zum SV Werder Bremen. Er unterschrieb einen bis zum 30. Juni 2014 laufenden Vertrag. Im Gegenzug wurde Kevin Schindler bis zum Saisonende an den MSV verliehen. Nach fast drei Jahren seit seinem letzten Einsatz in der Bundesliga (1:1 im Spiel Hamburger SV gegen Bayern München am 2. September 2007) bestritt er am 21. August 2010 (1. Spieltag) bei der 1:4-Niederlage im Auswärtsspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim wieder ein Spiel in der höchsten Spielklasse, als er in der 73. Minute für Tim Borowski eingewechselt wurde. Sein erstes Bundesligator erzielte er am 6. März 2011 (25. Spieltag) beim 3:1-Sieg im Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg mit dem Tor zum 1:0. Am 19. März 2011 beim 3:1-Sieg im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Nürnberg verwandelte er zwei Elfmeter und traf damit erstmals zweimal in einem Spiel.

Am 19. Januar 2012 wechselte Wagner für eineinhalb Jahre auf Leihbasis zum Ligakonkurrenten 1. FC Kaiserslautern.[3][4] Am Wochenende nach seiner Verpflichtung, am 21. Januar 2012 (18. Spieltag), spielte der FCK gegen Werder Bremen. Für dieses Spiel wurde er noch nicht berücksichtigt, darauf hatten sich beide Vereine geeinigt. So kam er erst am 28. Januar 2012 (19. Spieltag) gegen den FC Augsburg zu seinem Debüt über 90 Minuten.

Nach dem Abstieg des FCK aus der Bundesliga kehrte Wagner nach Bremen zurück. Dort fand er im Kader der Profis keine Berücksichtigung mehr und trainierte fortan mit der zweiten Mannschaft.[5] Außerdem wurde ihm nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen.[6] Ende Juli 2012 wechselte Wagner schließlich zum Zweitligisten Hertha BSC. Er unterschrieb einen bis zum 30. Juni 2014 gültigen Vertrag und erhielt im Kader von Trainer Jos Luhukay das Trikot mit der Rückennummer 33.[7]

Durchbruch in Darmstadt und Hoffenheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2015/16 wurde Wagner vom Bundesligaaufsteiger SV Darmstadt 98 verpflichtet, der ihn mit einem Zweijahresvertrag ausstattete.[8] Mit 14 Toren in 32 von 34 Punktspielen trug er zum Klassenerhalt bei.

In einem Interview im April 2016 löste er mit der Aussage, dass „Fußballer teilweise zu wenig verdienen“, ein negatives Medienecho aus.[9]

Zur Saison 2016/17 verpflichtete ihn die TSG 1899 Hoffenheim und stattete ihn mit einem bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag aus,[10] der im Juli 2017 bis 2020 verlängert wurde.[11]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen ersten Länderspieleinsatz bestritt Wagner für die U-21-Nationalmannschaft in der Duisburger MSV-Arena beim 0:0 gegen Israel am 9. September 2008, als er in der 68. Minute für Rouwen Hennings eingewechselt wurde. Nach weiteren vier Spielen wurde er von Trainer Horst Hrubesch für die U-21-Europameisterschaft 2009 in Schweden nominiert. Bis zum Finale musste er vornehmlich auf der Bank Platz nehmen. Im zweiten Vorrundenspiel gegen Finnland und im Halbfinale gegen Italien wurde er jeweils in der Schlussphase eingewechselt. Im Endspiel gegen England stand er dann für den gelbgesperrten Ashkan Dejagah von Beginn an auf dem Platz und erzielte die Tore zum 3:0 und 4:0. Sein Tor zum 4:0-Endstand wurde zum Tor des Monats Juni 2009 gewählt. Dies war auch sein letztes Spiel in der U-21-Nationalmannschaft.[12][13]

Joachim Löw nominierte Wagner in den Kader der A-Nationalmannschaft für das vom 17. Juni bis 2. Juli 2017 in Russland stattfindende Turnier um den Konföderationen-Pokal.[14] Sein A-Länderspieldebüt gab er am 6. Juni 2017 in Brøndby beim 1:1 im Testspiel gegen die dänische Nationalmannschaft. Vier Tage später, am 10. Juni 2017, wurde er im WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino eingesetzt und erzielte drei Tore.[15] Beim Konföderationen-Pokal kam Wagner beim 3:2-Sieg im ersten Gruppenspiel gegen Australien zum Einsatz und gewann letztlich mit der Mannschaft den Titel. Mit der Nationalelf qualifizierte er sich im selben Jahr für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland. In seinen ersten fünf Länderspielen erzielte Wagner fünf Treffer im DFB-Trikot. Dies war zuletzt Ronald Worm in den 1970er Jahren gelungen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft
Vereine

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sandro Wagner – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neuer Stürmer im Zebrastall. In: derwesten.de, 10. November 2008
  2. Steckbrief. In: bayernbaeda.de
  3. Werder Bremen-Presseservice: Sandro Wagner wechselt auf Leihbasis nach Kaiserslautern. In: presseportal.de, 19. Januar 2012, abgerufen am 18. November 2017.
  4. Sandro Wagner wird ein Roter Teufel. In: fck.de, abgerufen am 18. November 2017.
  5. Werder Bremen-Presseservice: Sandro Wagner trainert ab sofort bei der U 23. In: presseportal.de, 6. Juli 2012, abgerufen am 18. November 2017.
  6. Björn Knips: Keine Nummer mehr für Wagner, In: Kreiszeitung Syke, 4. Juli 2012
  7. Sandro Wagner ist Herthas neue Nummer 33. In: herthabsc.de, 27. Juli 2012, abgerufen am 18. November 2017.
  8. Pressemitteilung (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive) auf der Homepage des SV Darmstadt 98
  9. Sandro Wagner: Fußballer verdienen teilweise zu wenig. In: sueddeutsche.de, abgerufen 23. April 2016
  10. Meldung auf kicker.de
  11. TSG verlängert mit Sandro Wagner. In: achtzehn99.de, 9. Juli 2017
  12. Spiele der U-21 auf dfb.de
  13. Übersicht U-21-Spiele 2008 auf dfb.de
  14. Kader. Website des DFB, abgerufen am 17. Mai 2017
  15. 7:0 gegen San Marino: DFB-Team in Torlaune. In: dfb.de. Abgerufen am 10. Juni 2017.
  16. Tor des Monats Juni 2009. In: Sportschau.de