Kloster San Juan de Ortega

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Gemeinde Barrios de Colina: San Juan de Ortega
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Barrios de Colina: San Juan de Ortega
Kloster San Juan de Ortega (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Burgos
Comarca: Villafranca Montes de Oca
Koordinaten 42° 23′ N, 3° 26′ WKoordinaten: 42° 23′ N, 3° 26′ W
Höhe: 1007 msnm
Einwohner: 22 (2012)INE
Postleitzahl: 09199
Ortskennzahl: 09044000400
Nächster Flughafen: Burgos
Verwaltung
Amtssprache: Kastilisch
Bürgermeister: José Manuel Pérez Rodríguez, (PP)
Website: www.sanjuandeortega.com

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Das Kloster San Juan de Ortega ist ein als Pilgerstation am Jakobsweg bekanntes und zur Gemeinde Barrios de Colina gehörendes Dorf in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Kloster San Juan de Ortega

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es liegt 16 Kilometer östlich der Provinzhauptstadt Burgos am westlichen Rand des bergigen Waldgebietes der Montes de Oca.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst als Hospital und Kapelle im frühen 12. Jahrhundert als Gründung des Heiligen Johannes von Ortega errichtet, wird es erstmals schriftlich im Jahre 1138 in einem Dokument des Papstes Innozenz II. erwähnt, in dem dieser die Einsiedelei unter seinen persönlichen Schutz stellt. Die ursprünglich unwegsame und von wilden Tieren bewohnte und wegen Räuberbanden gefürchtete Gegend wurde auf Betreiben des Gründervaters für den damaligen Pilgerverkehr zugänglich gemacht. Im Jahr 1150 begann dann der Bau der überwiegend aus damaliger Zeit erhaltenen Klosterkirche, in der sich auch bis heute das romanische Grabmal des Gründers befindet.

Das Kloster ist heute nicht mehr bewohnt, bietet aber eine Pilgerherberge.

Kapitelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt einige beachtenswerte Kapitelle in der Kirche, wie vor allem das mit dem dreiteiligen Weihnachtszyklus. Es zeigt die Verkündigung durch den Erzengel Gabriel, der vor der Jungfrau Maria kniet. Daneben ist Maria beim Besuch ihrer Cousine Elizabeth zu sehen. Ferner ist die Geburt Christi und die Verkündigung bei den Hirten auf dem Felde dargestellt.[1] Zweimal im Jahr während der Tagundnachtgleiche, also auch neun Monate vor der Geburt zur Empfängnis am 21. März, wird dieses Kapitell kurz vor Sonnenuntergang von Sonnenstrahlen beleuchtet.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anguita Jaen, Jose Maria : Der Jakobsweg - Ein praktischer Reiseführer für den Pilger. Editorial Everest, León 2008. ISBN 978-84-241-0422-1.
  • Míllan Bravo Lozano: Praktischer Pilgerführer. Der Jakobsweg. Editorial Everest, Léon 1994, ISBN 84-241-3835-X.
  • Rohrbach, Carmen: Jakobsweg. Wandern auf dem Himmelspfad. München 2003, ISBN 3-442-71081-2.
  • Barbara Haab: Weg und Wandlung: zur Spiritualität heutiger Jakobspilger und -pilgerinnen, Band 15 von Praktische Theologie im Dialog, Seite 115, Verlag Saint-Paul, 1998, ISBN 9783727811593.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard Eichinger: San Juan de Ortega, eichinger.ch, April 2013, abgerufen am 24. Dezember 2015
  2. Gerhard Brückel: Kloster "San Juan de Ortega", Kastilien und León, kathedralen.net, Juli 2012, abgerufen am 24. Dezember 2015
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