Laon

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Laon
Wappen von Laon
Laon (Frankreich)
Laon
Region Picardie
Département Aisne
Arrondissement Laon
Kanton Hauptort von 2 Kantonen
Gemeindeverband Laonnois.
Koordinaten 49° 34′ N, 3° 37′ O49.5633333333333.6236111111111Koordinaten: 49° 34′ N, 3° 37′ O
Höhe 63–183 m
Fläche 42,00 km²
Einwohner 25.219 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 600 Einw./km²
Postleitzahl 02020
INSEE-Code
Website Laon

Oberstadt von Laon mit der Kathedrale
.

Die französische Stadt Laon zählt 25.219 Einwohner (Stand 1. Januar 2013) und ist die Hauptstadt (préfecture) des Départements Aisne. Die historisch bedeutsame Stadt verfügt über viele mittelalterliche Bauwerke, darunter die berühmte Kathedrale von Laon. Mit der historischen befestigten Altstadt auf einem Tafelberg besitzt Laon die größte zusammenhängende unter Denkmalschutz stehende Fläche Frankreichs.

Lage[Bearbeiten]

Laon liegt im Norden Frankreichs; die etwa 160 m bis 175 m ü. d. M. und ca. 143 km (Fahrtstrecke) nordöstlich von Paris bzw. ca. 55 km nordwestlich von Reims gelegene Oberstadt auf einem fast zwei Kilometer langen Kalksteinfelsen überragt die Unterstadt um etwa 100 m.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2012
Einwohner 6.691 10.091 15.434 21.931 26.265 25.317

Das anhaltende Bevölkerungswachstum ist in erster Linie auf die Zuwanderung aus den ländlichen Gebieten im Umland zurückzuführen. Erst in den letzten Jahren scheint eine Stagnation einzutreten.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Das Umland von Laon ist seit Jahrhunderten landwirtschaftlich geprägt, wobei die Viehzucht heutzutage kaum noch eine Rolle spielt. Die Stadt selbst diente als Marktort sowie als Handwerks- und Geschäftszentrum. Heute befindet sich hier die Industrie- und Handelskammer des Département Aisne; kleinere Gewerbebetriebe haben sich nahe der Autobahn A-26 angesiedelt.

Geschichte[Bearbeiten]

Um 500 gründete Bischof Remigius von Reims das Bistum Laon. Laons Wohlstand beruhte im Mittelalter auf Weinbau und Handel. Ein Volksaufstand in Laon im Jahre 1112 kostete nicht nur den Bischof Gaudry das Leben, sondern setzte auch die romanische Kirche in Flammen. Es folgte ab 1155 der Baubeginn der gotischen Kathedrale, die bereits nach 80 Jahren fertiggestellt war.

In der Schlacht bei Laon am 9. und 10. März 1814 wurden die französischen Truppen von den Preußen geschlagen und zum Rückzug gezwungen. Im Ersten Weltkrieg war Laon von 1914 bis 1918 Sitz der deutschen Militärkommandantur, während die Frontlinie am „Chemin des Dames“ verlief. Im Zweiten Weltkrieg waren auf den Flugplätzen um Laon starke Luftwaffen-Einheiten konzentriert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zahlreiche Bauten der Stadt sind als Monuments historiques anerkannt:

  • Kathedrale Notre Dame: Die Kathedrale von Laon ist eine der bedeutendsten frühgotischen Kathedralen Frankreichs. Der weitreichende Einfluss ihrer Architektur ist nicht nur in der englischen Gotik nachweisbar, sondern auch am Limburger, Bamberger und Naumburger Dom.
  • ehemaliger Bischofs-, heute Justizpalast neben der Kathedrale
  • Templerkapelle aus dem 12. Jahrhundert
  • Klosterkirche St. Martin: Kirche aus dem 12. Jahrhundert und Klostergebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
  • Stadtbefestigung: 7 km erhaltene Stadtmauer mit den Stadttoren Porte d, Porte des Cheminzelles und Porte de Soissons
  • Soldatenfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg: Am Rande der Stadt gibt es einen deutschen Soldatenfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg. Etwa 3500 deutsche Soldaten sind hier bestattet worden.
  • Rennstrecke (Eröffnung geplant 2015) auf dem ehemaligen Militärflugplatz Laon-Couvron.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]