Laupen

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Laupen
Wappen von Laupen
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Bern-Mittellandw
BFS-Nr.: 0667i1f3f4
Postleitzahl: 3177
Koordinaten: 584356 / 194342Koordinaten: 46° 54′ 0″ N, 7° 14′ 0″ O; CH1903: 584356 / 194342
Höhe: 489 m ü. M.
Fläche: 4,12 km²
Einwohner: 3093 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 751 Einw. pro km²
Gemeindepräsident: Urs Balsiger (SVP)
Website: www.laupen.ch
Laupen vom Schloss aus gesehen

Laupen vom Schloss aus gesehen

Karte
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Laupen (französisch veraltet Loyes) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Schweizer Kantons Bern.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1339 1850 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010
Einwohner ca. 250 641 1418 1607 2139 2261 2512 2734 2813

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung (Loupa) stammt aus dem Jahr 1032. 1264 wurde der Ort von Rudolf von Habsburg erobert. 1267 folgte Peter von Savoyen, aber bereits 1269 wurde Laupen von Rudolf von Habsburg zurückerobert. 1275 verlieh er dem Ort die Handfeste nach dem Muster der Handfeste der Stadt Bern.[2] 1310 verpfändete König Heinrich VII. seine Rechte an Laupen an die Stadt Bern, die nach 1324 einen Landvogt in Laupen stationiert. Die wachsenden Spannungen zwischen Bern und Freiburg führten 1339 zum Laupenkrieg zwischen der Stadt Bern und ihrer Burgundischen Eidgenossenschaft einerseits und dem von den Herren von Burgund und Habsburg unterstützten Freiburg anderseits, aus dem Bern als Sieger hervorging. In Laupen waren 600 Berner als Besatzung stationiert, denen 6000 Berner und Verbündete zu Hilfe kamen, wonach die Entscheidung in der Schlacht auf dem Bramberg fiel. Königin Agnes von Ungarn vermittelte den Frieden; Laupen blieb bei der Stadt Bern, die sich nun als führende Regionalmacht im Aaretal etablieren konnte.

1356 wird eine Kapelle St. Pankraz und Katharina als Filiale von Neuenegg erwähnt. Seit der Reformation ist Laupen ein eigenes Kirchspiel. Die heutige Kirche wurde in den Jahren 1734–1736 neu erbaut und 1947–1948 renoviert. Im Inneren befindet sich eine Renaissance­kanzel (um 1660). Es gibt hier ein Glasgemälde von Adolf Kreuzer, das Rudolf von Erlach darstellt, sowie jene von Paul Zehnder (1949).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2015 waren die Folgenden: SVP 28,3 %, SP 24,2 %, BDP 15,4 %, FDP 9,9 %, glp 7,0 %, GPS 6,0 %, CVP 3,0 %, EVP 2,4 %, Piraten 1,7 %.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Poststelle Laupen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1846 errichtete die Post in Laupen eine Postablage in der Marktgasse. 1855 wurde diese Ablage zu einem «Bureau» erhoben. Die 1861 neu in Betrieb genommene Postkutsche von Laupen nach Flamatt und die ebenfalls neue Bahnlinie Bern–Balliswil gewährleisteten die Verbindung nach Bern.[4] Das Postlokal in Laupen wurde 1893 um eine Telefonzentrale erweitert, welche 1936 automatisiert wurde. 1913 zog die Poststelle Laupen an den Bärenplatz, wo sie sich heute noch befindet (Stand 2017).[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Laupen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Ernst Theodor Gaupp: Deutsche Stadtrechte des Mittelalters, mit rechtsgeschichtlichen Erläuterungen. Band 2. Josef Max, Breslau 1852, S. 57–58 (online in der Google-Buchsuche).
  3. Wahlen 2015 : Resultate der Gemeinde Laupen. Kanton Bern, abgerufen am 19. März 2016.
  4. Anne-Marie Dubler: Thörishaus. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 4. Oktober 2012, abgerufen am 26. April 2017.
  5. PTT-Archiv: Post-199 A 0003 Poststellenchronik KPD Bern, 1849-1997 (Serie). Abgerufen am 26. April 2017.