Luis León Sánchez

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Luis León Sánchez Straßenradsport
Luis León Sánchez (2012)
Luis León Sánchez (2012)
Zur Person
Vollständiger Name Luis León Sánchez Gil
Spitzname LL Sánchez
Geburtsdatum 24. November 1983
Nation SpanienSpanien Spanien
Disziplin Straße
Infobox zuletzt aktualisiert: 5. Februar 2017

Luis León Sánchez Gil (* 24. November 1983 in Murcia, Spanien) ist ein spanischer Radrennfahrer.

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sánchez fuhr von 2004 bis 2006 für Liberty Seguros. In dieser Zeit gewann er 2005 die Tour Down Under. 2007 wechselte er zu Caisse d’Epargne, ab 2011 fuhr er für das Lotto NL-Jumbo. Im Frühjahr 2008 gewann er eine Etappe bei Paris-Nizza. 2009 gewann er dieses Rennen sowie die Mittelmeer-Rundfahrt.

Bis 2012 gewann Sánchez insgesamt vier Etappen der Tour de France. 2008 sicherte er sich den Sieg der siebten Etappe der Tour de France. Bei der Tour de France 2009 setzte er sich auf der achten Etappe von Andorra nach Saint-Girons im Schlusssprint gegen Sandy Casar durch und entschied die Etappe für sich. 2011 gelang Sánchez auf der neunten Etappe nach Saint-Flour sein dritter Tageserfolg bei der Tour de France. Er konnte sich aus einer Fluchtgruppe heraus im Ziel erneut gegen Sandy Casar und Thomas Voeckler durchsetzen. 2012 entschied er die siebte Etappe für sich.

2008, 2009 und 2011 wurde Sánchez spanischer Meister im Einzelzeitfahren. 2012 gewann er das Eintagesrennen Clásica San Sebastián. 2012 wiederholte er diesen Erfolg und siegte beim Circuit Cycliste Sarthe. 2012 hatte er Etappensiege bei Paris–Nizza, der Vuelta a Castilla y León und der Tour de Romandie.

2012 startete Sánchez bei den Olympischen Spielen in London. Im Straßenrennen belegte er Rang 14, im Einzelzeitfahren Platz 32.

Bei der Vuelta a España 2014 gewann Luis León Sánchez die Bergwertung.

Doping-Gerüchte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sánchez wurde von spanischen Medien verschiedentlich mit dem Dopingskandal Fuentes in Verbindung gebracht, bestritt jedoch jeglichen Kontakt mit Fuentes. In der Folge musste Sánchez zugeben, im Jahre 2007 mit dem ebenfalls umstrittenen Michele Ferrari zusammengearbeitet zu haben. Er bestritt jedoch, dass in diesem Zusammenhang Doping eine Rolle gespielt habe. Nachdem im Januar 2013 die niederländische Zeitung NRC Handelsblad detailliert von Sanchez´ Verbindungen zu Fuentes berichtete, wurde er vorübergehend bis zum Mai von seinem Team TLJkin Pro Cycling suspendiert.[1] Diese Suspendierung wurde aufgehoben, da nach Angaben des Teams keine Hinweise auf Verbindungen zu Fuentes gegeben seien. Gleichwohl wurde Sanchez im Oktober 2013 aus seinem bis 2015 laufenden Vertrag herausgekauft, was durch einen Teamsprecher wie folgt begründet wurde: „Sein Name taucht in zu vielen Fällen auf.“[2]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luis León Sánchez Gil ist ein älterer Bruder des Fußballspielers Pedro León. Ein weiterer Bruder der beiden, León Sánchez Gil, ein ehemaliger Radsportler, kam am 30. Oktober 2005 bei einem Unfall mit einem Quad ums Leben.[3] Seitdem widmen beide Sportler ihre Siege bzw. Tore dem verstorbenen Bruder.[4]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004
2005
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016

Grand Tours-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Pink jersey Giro d’Italia 35
Yellow jersey Tour de France 108 62 26 10 57 64 48
red jersey Vuelta a España DNF 72 9 53 DNF 56 33 26

Legende: DNF: did not finish, Fahrer hat eine Etappe nicht beendet

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Luis León Sánchez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Team Blanco suspend Luis Leon Sanchez. In: Cycling News. 2. Februar 2013, abgerufen am 27. November 2016 (englisch).
  2. Belkin kauft sich aus Vertrag mit Luis Léon Sanchez heraus. radsport-news.com, 9. Oktober 2013, abgerufen am 9. Oktober 2013.
  3. Susan Westemeyer: León Sánchez Gil dead in accident. In: Cycling News. 1. November 2005, abgerufen am 5. Februar 2017 (englisch).
  4. Los cuatro hijos de Pedro León. In: El Periódico de Aragón. Abgerufen am 5. Februar 2017 (spanisch).