Geraint Thomas

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Geraint Thomas Straßenradsport
Geraint Thomas (2015)
Geraint Thomas (2015)
Zur Person
Spitzname G
Geburtsdatum 25. Mai 1986
Nation Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Disziplin Bahn, Straße
Team(s)
2007–2009
2010–
Barloworld
Team Sky
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
IOCIOC Olympiasieger - Mannschaftsverfolgung 2008, 2012
Weltmeisterschaften
Weltmeister Weltmeister – Mannschaftsverfolgung 2007, 2008, 2012
UCI WorldTour
E3 Harelbeke 2015
Gesamtwertung Paris–Nizza 2016
Letzte Aktualisierung: 1. März 2017

Geraint Thomas, MBE (* 25. Mai 1986 in Cardiff), Spitzname "G",[1] ist ein britischer Bahn- und Straßenradrennfahrer aus Wales. Er wurde zweifacher Olympiasieger und dreifacher Weltmeister in der Mannschaftsverfolgung und gewann die UCI WorldTour-Rennen E3 Harelbeke 2015, Paris–Nizza 2016 und Critérium du Dauphiné 2018.

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 wurde Geraint Thomas zusammen mit Steve Cummings, Mark Cavendish und Ed Clancy britischer Meister in der Mannschaftsverfolgung auf der Bahn. Auf Empfehlung von Heiko Salzwedel wurde Geraint im Jahre 2005 in das T-Mobile Development Programm aufgenommen und erhielt die Chance, als Stagiaire beim Team Wiesenhof zu starten.

Bei der Bahn-Radweltmeisterschaften 2006 in Bordeaux wurde Thomas Vizeweltmeister in der Mannschaftsverfolgung mit Steve Cummings, Rob Hayles und Paul Manning. Im März gewann der Waliser beim Punktefahren der Commonwealth Games die Bronzemedaille. Kurz darauf gewann er das luxemburgische Etappenrennen Flèche du Sud. In der Saison 2007 fuhr Thomas für das britische Professional Continental Team Barloworld. Mit jenem Team nahm er im selben Jahr an der Tour de France teil und war mit damals 21 Jahren der jüngste Teilnehmer.

Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewann das britische Quartett mit Geraint Thomas, Bradley Wiggins, Paul Manning und Ed Clancy Gold in der Mannschaftsverfolgung vor Dänemark und Neuseeland. 2011 wurde Thomas Europameister in der Mannschaftsverfolgung (mit Clancy, Steven Burke und Peter Kennaugh). Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2012 in Melbourne wurde er mit dem britischen Team Weltmeister in der Mannschaftsverfolgung. Außerdem konnte er 2012 bei den Olympischen Spielen in London den Olympiasieg in der Mannschaftsverfolgung mit Steven Burke, Ed Clancy und Peter Kennaugh wiederholen.

2014 gewann Geraint Thomas das Straßenrennen bei den Commonwealth Games in Glasgow für die Mannschaft von Wales. Bei diesem Rennen waren 139 Fahrer gestartet, von denen wegen starken Regens lediglich zwölf das Ziel erreichten. Thomas wiederum gewann das Rennen mit einem Vorsprung von einer Minute und 21 Sekunden, obwohl er auf den letzten Kilometern eine Reifenpanne gehabt hatte.[2]

Thomas nahm erstmals 2007 an der Tour de France teil und beendete das Rennen als 140. Bei der Tour de France 2013, 2015 und 2016 fuhr er als Helfer des jeweiligen Gesamtsiegers Chris Froome teil und belegte 2015 und 2016 jeweils den 15. Platz, wobei er 2015 bis zur 18. Etappe Rang vier der Gesamtwertung belegte, den er nach einem Einbruch auf der 19. Etappe verlor.[3]

Im Jahr 2015 gewann nach einer Attacke auf den letzten vier Kilometern aus einer dreiköpfigen Spitzengruppe mit dem E3 Harelbeke sein erstes Rennen der UCI WorldTour.[4] Sein zweites WorldTour-Rennen gewann er bei Paris–Nizza 2016, bei dem er seine Gesamtführung auf der letzten Etappe nach einem Angriff von Alberto Contador mit vier Sekunden verteidigte.[5]

Thomas sollte in der Saison 2017 den Giro d’Italia als Kapitän bestreiten und anschließend Froome bei der Tour de France zu unterstützen.[1] Die Italienrundfahrt musste er jedoch nach der 12. Etappe aufgeben aufgrund von Knieschmerzen aufgeben, die Folge eines Massensturzes der neunten Etappe.[6] Bei der Frankreichrundfahrt gewann er das Auftaktzeitfahren und verteidigte das Gelbe Trikot des Gesamtführenden bis zur 4. Etappe, musste das Rennen nach einem Sturz auf einer Abfahrt der neunten Etappe, bei dem er sich einen Schlüsselbeinbruch zuzog, aufgeben.[7]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geraint Thomas wurde mit der Aufnahme in die Hall of Fame des europäischen Radsportverbandes Union Européenne de Cyclisme geehrt. 2015 wurde er zum Radsportler des Jahres von Wales gewählt.[8]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge auf der Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005
2007
2008
2009
  • MaillotReinoUnido.PNG Britischer Meister – Einerverfolgung
2011
2012

Erfolge auf der Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006
2010
  • Mannschaftszeitfahren Tour of Qatar
  • MaillotReinoUnido.PNG Britischer Meister – Straßenrennen
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018

Grand-Tour-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Pink jersey Giro d’Italia 118 80 WD
Yellow jersey Tour de France 140 67 31 140 22 15 15 DNF
red jersey Vuelta a España 69

Legende: DNF: did not finish, Fahrer hat eine Etappe nicht beendet WD: withdrawal, Fahrer hat die Rundfahrt nach einer Etappe abgebrochen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geraint Thomas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Sam Dansie: G wie Giro. In: Procycling, Deutsche Ausgabe. März, 2014, S. 26 ff.
  2. Sadhbh O'Shea: Thomas wins gold for Wales in Commonwealth Games road race. cyclingnews.com, 3. August 2014, abgerufen im 6. August 2014 (englisch).
  3. Thomas war „heute ein verdammt kleiner Ikea-Nagel“. radsport-news.com, 24. Juli 2015, abgerufen am 17. April 2017.
  4. Thomas feiert den größten Erfolg seiner Karriere. radsport-news.com, 27. März 2015, abgerufen am 17. April 2017.
  5. Thomas siegt mit vier Sekunden Vorsprung auf Contador. radsport-news.com, 13. März 2016, abgerufen am 17. April 2017.
  6. Das Knie schmerzt - Thomas steigt beim Giro d´Italia aus. radsport-news.com, 19. Mai 2017, abgerufen am 9. Juli 2017.
  7. Schlüsselbeinbruch: Froomes Edelhelfer Thomas ausgeschieden. radsport-news.com, 9. Juli 2017, abgerufen am 9. Juli 2017.
  8. Thomas walisischer Radsportler des Jahres. radsport-news.com, 9. November 2015, abgerufen am 12. November 2015.