National Women’s Soccer League

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National Women’s Soccer League
Voller Name USSF National Women’s Soccer League
Abkürzung NWSL
Verband USSF
Erstaustragung 2013
Hierarchie 1. Liga
Mannschaften 10
Meister Western New York Flash (1. Titel)
Rekordmeister FC Kansas City (2 Titel)
Rekordspieler Lauren Barnes,
Christine Nairn
(je 85 Einsätze)
Rekordtorschütze Kim Little (32 Tore)
Website www.nwslsoccer.comVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Region Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte StaatenVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Kartenformat

Die National Women’s Soccer League ist die derzeit einzige Profiliga im Frauenfußball in den Vereinigten Staaten. Sie nahm im Jahr 2013 mit zunächst acht Franchises den Ligabetrieb auf und wurde zur Saison 2016 schrittweise auf zehn Teilnehmer erweitert. Mit der WUSA (Spielbetrieb von 2001 bis 2003) und der WPS (2009–2011) gab es bereits zuvor zwei kurzlebige professionelle Frauenfußballigen in den USA.

Finanzielle Unterstützung erfährt die Liga durch die Fußballverbände der USA, Kanadas und Mexikos (siehe Abschnitt Player Allocation).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. November 2012 wurde die Gründung einer neuen Profiliga im US-Frauenfußball bekanntgegeben.

Saison 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Premierensaison der NWSL startete am 13. April 2013 mit dem Spiel FC Kansas City gegen Portland Thorns FC. Erste Torschützin war die Mexikanerin Renae Cuéllar, die in diesem Spiel das 1:0 erzielte (Endstand 1:1) und erster Tabellenführer wurde der Sky Blue FC, welcher als einziger Verein sein Auftaktspiel gewinnen konnte.[1] Den ersten Trainerwechsel nahmen die Washington Spirit vor, die am 1. Juli ihren Trainer Mike Jorden freistellten. Sein Nachfolger wurde der bisherige Trainer des Washingtoner Reserveteams, Mark Parsons.[2] Im weiteren Saisonverlauf musste zudem Lisa Cole ihren Posten als Cheftrainerin der Boston Breakers räumen, für die letzten vier Saisonspiele fungierte Cat Whitehill als Spielertrainerin Bostons. Die Meisterschaft der regulären Saison konnte die Franchise der Western New York Flash erringen, zudem zogen der FC Kansas City, der Portland Thorns FC und der Sky Blue FC in die Play-offs ein. Im Finalspiel um die erste Meisterschaft in der NWSL bezwangen die Portland Thorns die Mannschaft der Western New York Flash am 31. August 2013 durch Treffer von Tobin Heath und Christine Sinclair mit 2:0.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaften 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. November 2012 wurde bekanntgegeben, dass acht Franchises an der Saison 2013 teilnehmen würden.[3] Vier davon tragen Namen, die auch schon an der WPS teilnehmende Franchises trugen. Zur Saison 2014 erweiterte die Franchise der Houston Dash das Teilnehmerfeld der NWSL, zur Saison 2016 stießen die Orlando Pride hinzu.

National Women's Soccer League
Mannschaft Stadion Kapazität Stadt Gegründet Beitritt NWSL
Boston Breakers Jordan Field 4.000 Boston, Massachusetts 2008 2013
Chicago Red Stars Toyota Park 22.000 Bridgeview, Illinois 2007 2013
Houston Dash BBVA Compass Stadium 22.000[4] Houston, Texas 2013 2014
FC Kansas City Swope Soccer Village 3.557 Kansas City, Missouri 2012 2013
Orlando Pride Camping World Stadium 60.219 Orlando, Florida 2015 2016
Portland Thorns FC Providence Park 21.144 Portland, Oregon 2012 2013
Seattle Reign FC Memorial Stadium[5] 6.000 Seattle, Washington 2012 2013
Sky Blue FC Yurcak Field 5.000 Piscataway, New Jersey 2007 2013
Washington Spirit Maryland SoccerPlex 5.126 Germantown, Maryland 2012 2013
Western New York Flash Rochester Rhinos Stadium 13.768 Rochester, New York 2008 2013

Player Allocation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die detaillierten Ergebnisse der jährlichen Allocations finden sich in den jeweiligen Saisonartikeln

Zu Jahresbeginn werden jedem der an der kommenden Saison teilnehmenden Franchises im Rahmen eines Zuweisungsverfahrens Nationalspielerinnen der USA und Kanadas zugeteilt. Das Gehalt dieser Spielerinnen übernehmen die abstellenden Nationalverbände, um die Personalkosten der Franchises möglichst niedrig zu halten und den Spielerinnen dennoch Einsätze auf professionellem Niveau zu ermöglichen. Bis 2015 nahm auch der mexikanische Fußballverband an diesem Mechanismus teil, allerdings war zuletzt keine der vier zugewiesenen mexikanischen Spielerinnen in der NWSL zu Ligaeinsätzen gekommen.

College-Draft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Erster Draft-Pick Franchise
2013 Zakiya Bywaters (UCLA Bruins) Chicago Red Stars
2014 Crystal Dunn (North Carolina Tar Heels) Washington Spirit
2015 Morgan Brian (Virginia Cavaliers) Houston Dash
2016 Emily Sonnett (Virginia Cavaliers) Portland Thorns FC
2017 Boston Breakers

Der NWSL-College-Draft wird jährlich im Januar im Rahmen der NSCAA Convention durchgeführt. Vertreter der an der NWSL teilnehmenden Franchises können dort in mehreren Runden College-Spielerinnen unter Vertrag nehmen. Während 2013 die Franchise der Chicago Red Stars überraschend Zakiya Bywaters als erstes auswählte, wurden in den Folgejahren jeweils zuerst Spielerinnen gedraftet, die bereits während ihrer Hochschulzeit erste Einsätze in der US-Nationalmannschaft aufweisen konnten.

Seit dem Jahr 2014 ist der College-Draft für Besucher öffentlich zugängig, 2016 wurde er erstmals in Form eines moderierten Livestreams im Internet übertragen.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Spiele werden kostenfrei im Internet über die Videoplattform YouTube übertragen. In der Saison 2013 waren die Boston Breakers die einzige Franchise, die für die Übertragungen ihrer Heimspiele eine Gebühr verlangte.

Am 18. April 2013 unterzeichnete die NWSL einen Vertrag mit Fox Sports Networks über die TV-Übertragung von neun Spielen der Saison 2013, darunter die drei Play-off-Spiele. Zur Saison 2014 sicherte sich ESPN die TV-Übertragungsrechte ausgewählter Partien der zweiten Saisonhälfte.[6]

Cheryl Bailey, NWSL-Direktorin von 2012 bis 2014.

NWSL-Direktor/-CEO[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cheryl Bailey (2012–2014)
  • Jeff Plush (seit 2015)

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Mannschaft absolvierte in der regulären Saison 22 Spiele und traf dabei auf jeden Gegner zwischen zwei- und viermal.

Saison 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Erweiterung des Teilnehmerfeldes um Houston Dash wurde die Saison auf 24 Spieltage verlängert. Jedes Franchise spielte gegen jedes andere je dreimal, dabei hatte jedes Team an 12 Spieltagen Heimrecht.

Saison 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der vom 6. Juni bis 5. Juli ausgetragenen Fußball-Weltmeisterschaft 2015 wurde die NWSL-Saison 2015 auf 20 Spieltage verkürzt und zudem während der Gruppenphase der WM unterbrochen.

Saison 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz Erweiterung des Teilnehmerfeldes um die Orlando Pride auf insgesamt 10 Teams wurden erneut 20 Spieltage ausgetragen. Dabei traf jedes Team je zweimal auf jedes andere (Heim- und Auswärtsspiel). Zudem spielte jedes Team in einem zusätzlichen Heim- und Auswärtsspiel gegen einen Lokalrivalen. Aufgrund der Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro wurde die Saison im August für vier Wochen unterbrochen.

Play-offs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bestplatzierten vier Mannschaften spielen in einem Play-off bestehend aus zwei Halbfinals und einem Finale die Meisterschaft der NWSL aus. Heimrecht in den Play-off-Spielen hat jeweils die Mannschaft, welche sich in der regulären Saison besser platzieren konnte. Seit der Saison 2015 findet das Meisterschaftsfinale in einem zu Saisonbeginn bestimmten Stadion statt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trophäen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erstplatzierte Franchise der regulären Saison erhält den sogenannten NWSL Shield, während der Gewinner des Finalspiels um die Meisterschaft mit der sogenannten NWSL Championship Trophy ausgezeichnet wird. Beide Trophäen ziert das Logo der NWSL.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die ausgezeichneten Spielerinnen und Trainer siehe die jeweiligen Saisonartikel

Nach dem Ende der regulären Saison verleiht die NWSL Auszeichnungen für die erfolgreichste Torschützin, die wertvollste Spielerin, sowie die jeweils beste Nachwuchsspielerin, Torhüterin, Verteidigerin und den besten Trainer. Außerdem wird eine Elf der Saison gewählt, die NWSL Best XI. Stimmberechtigt bei der Wahl sind Journalisten, Vereinsvertreter und Spielerinnen der NWSL.

Titelträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnehmer an den Play-offs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Erster Zweiter Dritter Vierter
2013 Western New York Flash FC Kansas City Portland Thorns FC Sky Blue FC
2014 Seattle Reign FC FC Kansas City Portland Thorns FC Washington Spirit
2015 Seattle Reign FC Chicago Red Stars FC Kansas City Washington Spirit
2016 Portland Thorns FC Washington Spirit Chicago Red Stars Western New York Flash

NWSL Championship-Spiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Meister Vizemeister Ergebnis Zeitpunkt Spielort Schiedsrichterin
2013 Portland Thorns FC Western New York Flash 2:0 31. August 2013, 20:00 Uhr Sahlen’s Stadium, Rochester Kari Seitz
2014 FC Kansas City Seattle Reign FC 2:1 31. August 2014, 15:00 Uhr Starfire Sports, Tukwila Margaret Domka
2015 FC Kansas City Seattle Reign FC 1:0 1. Oktober 2015, 21:30 Uhr Providence Park, Portland Katja Koroleva
2016 Western New York Flash Washington Spirit 2:2 n.V., 3:2 i.E. 9. Oktober 2016, 17:00 Uhr BBVA Compass Stadium, Houston Matthew Franz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. fifa.com: Finalträume und der Beginn einer neuen Ära
  2. Jeff Kassouf: Official: Last-place Spirit fire coach Mike Jorden, equalizersoccer.com (englisch). Abgerufen am 18. Juli 2013.
  3. neue Frauenprofifußballiga gegründet
  4. Dynamo welcome NWSL expansion team: Houston Dash. Abgerufen am 12. Dezember 2013.
  5. Joshua Mayers: Reign FC confirms its new home will be Seattle Memorial Stadium (englisch) In: Sounders FC Blog. The Seattle Times. 6. Februar 2014. Abgerufen am 24. April 2014.
  6. NWSL AND ESPN ANNOUNCE NATIONAL BROADCAST AGREEMENT. nwslsoccer.com (englisch). Abgerufen am 27. August 2014.