Tobin Heath

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Tobin Heath
20130323 - PSG-Juvisy - 087 (cropped).jpg
Tobin Heath, PSG-Juvisy, 2013
Personalia
Name Tobin Powell Heath
Geburtstag 29. Mai 1988
Geburtsort Basking Ridge, New JerseyUSA
Größe 168 cm
Position Mittelfeld, Angriff
Juniorinnen
Jahre Station
PDA Wildcats
2002–2004 Ridge Red Devils
2006–2010 North Carolina Tar Heels
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
2004–2005 New Jersey Wildcats 7 0(1)
2007 Jersey Sky Blue 5 0(5)
2009 Pali Blues [1]6 0(1)
2010 Hudson Valley Quickstrike 5 0(5)
2011 Atlanta Beat 3 0(0)
2012 Sky Blue FC 12 0(0)
2012 New York Fury 1 0(0)
2013– Portland Thorns FC 59 (12)
2013 → Paris Saint-Germain (Leihe) 8 0(4)
2013–2014 → Paris Saint-Germain (Leihe) 7 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
USA U-14
2003–2004 USA U-16
2004–2005 U-17
U-20 14 (2)
2006 U-21
2009 U-23
2008– USA 156 (30)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 29. April 2019

2 Stand: 7. Juli 2019

Tobin Powell Heath (* 29. Mai 1988 in Basking Ridge, New Jersey) ist eine US-amerikanische Fußballspielerin. Sie spielt seit 2008 für die US-amerikanische Nationalmannschaft, mit der sie 2015 und 2019 den WM-Titel gewann.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heath beim Aufwärmen vor dem Freundschaftsspiel gegen Kanada am 17. September 2011

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heath begann mit dem Fußballspielen auf der Ridge High School. Nach Einschreibung an der University of North Carolina spielte sie für die North Carolina Tar Heels women’s soccer mit denen sie dreimal den NCAA-Titel gewann.

2012 spielte sie für New York Fury in der Women’s Premier Soccer League Elite.

In der Saison 2013 spielte sie in der neugegründeten National Women’s Soccer League, der höchsten amerikanischen Profiliga im Frauenfußball für den Portland Thorns FC.[2] Am 25. Januar 2013 unterschrieb sie einen Sechsmonatsvertrag beim französischen Division 1-Verein Paris Saint-Germain.[3] Am 3. Februar 2013 erzielte sie gleich in ihrem Debüt ihr erstes Division 1 Ligue Tor für PSG.[4] Nach dem Ende der Saison in Frankreich, in der sie in acht Spielen vier Tore erzielte und Vizemeister wurde, kehrte sie zurück nach Portland. Am 31. August 2013 stand sie mit den Thorns in ihrem ersten Finale und steuerte als „Spielerin des Spiels“ ein Tor zum 2:0-Sieg bei. Danach ging es wieder nach Paris, wo sie aber in sieben Spielen ohne Tor blieb.

In der National Women’s Soccer League 2016 belegte sie mit den Portland Thorns zwar nach der Punktspielrunde den ersten Platz, scheiterte im Playoff-Halbfinale aber am späteren Sieger Western New York Flash. Heath wurde aber als beste Vorlagengeberin in das NWSL Best XI-Team gewählt. 2017 kam sie aufgrund einer Knöchelverletzung nur zu vier Einsätzen, war aber im Finale, das mit 1:0 gegen North Carolina Courage gewonnen wurde dabei. 2018 kam sie auf 19 Einsätze in denen ihr acht Tore gelangen. Das Finale wurde erneut erreicht, diesmal aber mit 0:3 gegen North Carolina Courage verloren.

Nationalmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heath durchlief alle US-Jugendmannschaften und gehörte 2006 mit 18 Jahren als drittjüngste Spielerin zur U-20-Mannschaft die bei der U-20-Weltmeisterschaft Vierter wurde, nachdem sie sowohl im Halbfinale als auch im Spiel um Platz 3 jeweils im Elfmeterschießen verlor. Mit der U-20-Mannschaft gewann sie bei den Panamerikanischen Spielen 2007 die Silbermedaille. Im Januar 2007 wurde sie erstmals zum Training der A-Nationalmannschaft eingeladen und machte am 18. Januar 2008 gegen Finnland ihr erstes A-Länderspiel. Beim ersten Spiel des Algarve Cups am 5. März 2008 erzielte sie mit dem 2:0 ihr erstes Länderspieltor beim 4:0-Sieg gegen China.[5] In allen vier Spielen des Algarve Cups wurde sie in der zweiten Halbzeit eingewechselt.

Als jüngste Spielerin des US-Aufgebots für die Olympischen Spiele in Peking kam sie in drei Spielen zu Kurzeinsätzen. 2009 kam sie zu zwei weiteren Länderspielen, 2010 brach sie sich früh in der WPS-Saison den Knöchel und kam daher erst beim Vier-Nationen-Turnier im Januar 2011 wieder zu Einsätzen. Sie gehörte als drittjüngste Spielerin zum Kader der USA für die Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland.[6] Im zweiten WM-Spiel gegen Kolumbien wurde sie in der 62. Minute eingewechselt und kam somit zu ihrem ersten WM-Spiel.[7] Im Viertelfinale gegen Brasilien, das die USA nach einem 2:2 n.V mit 5:3 im Elfmeterschießen gewannen, wurde sie in der 108. Minute eingewechselt, konnte aber keine Akzente mehr setzen. Nach dem Halbfinalsieg gegen Frankreich, bei dem sie wieder eingewechselt wurde, stand das US-Team im Finale gegen Japan. Auch hier wurde Heath kurz vor Schluss eingewechselt. Drei Minuten nach ihrer Einwechslung gelang Japan der 2:2-Ausgleich und erneut musste das Elfmeterschießen entscheiden. Hier trat Heath als dritte Schützin an, aber auch ihren Schuss konnte die japanische Torhüterin halten. Da zuvor auch Shannon Boxx und Carli Lloyd nicht verwandeln konnten, ging das Elfmeterschießen mit 3:1 an Japan und das US-Team gewann Silber.

Heath stand im Kader für das Olympische Fußballturnier in London und wurde in allen sechs Spielen eingesetzt. Im Finale gegen Japan am 9. August 2012 gewann sie zum zweiten Mal die Goldmedaille.

Sie wurde auch für den US-Kader der WM 2015 berufen. Sie kam in sechs Spielen zum Einsatz. Im ersten Gruppenspiel gegen Australien wurde sie in der 68. Minute für Christen Press eingewechselt. Gegen Schweden wurde sie nicht berücksichtigt. Im letzten Gruppenspiel gegen Nigeria stand sie dann in der Startelf, wurde aber nach 80 Minuten ausgewechselt. Die für sie eingewechselte Christie Rampone stellte dadurch mit ihrem ersten Einsatz bei der WM acht Tage vor ihrem 40. Geburtstag einen neuen Altersrekord auf. In der Finalrunde stand sie dann immer in der Startelf, wurde aber im Halbfinale gegen Deutschland beim Stand von 1:0 ausgewechselt. Die für sie eingewechselte Kelley O’Hara erzielte dann mit ihrem ersten Länderspieltor den 2:0-Endstand. Im Finale gegen Japan erzielte sie beim 5:2-Rekordsieg das letzte Tor und wurde erstmals Weltmeisterin.

Am 19. August 2015 machte sie im Rahmen der Victory Tour beim 7:2 gegen Costa Rica ihr 100. Länderspiel.

Sie gehörte ebenfalls zum Kader für das Qualifikationsturnier für die Olympischen Sommerspiele 2016, das die USA gewannen. Dabei wurde sie nur beim 10:0 im letzten Gruppenspiel gegen Puerto Rico nicht eingesetzt. Im Halbfinale gegen Trinidad & Tobago und im Finale gegen Kanada erzielte sie jeweils ein Tor.[8] Sie wurde als beste rechte Mittelfeldspielerin ins Allstar-Team des Turniers gewählt.[9] Bei den Olympischen Spielen scheiterte sie mit ihrer Mannschaft aber bereits im Viertelfinale durch Elfmeterschießen an den von ihrer früheren Nationaltrainerin Pia Sundhage trainierten Schwedinnen, so dass die USA erstmals nicht das Finale erreichten. 2017 hatte sie verletzungsbedingt nur vier Länderspieleinsätze und kam 2018 erst im Juni dazu ihre Nationalmannschaftskarriere fortzusetzen. Sie gewann das Tournament of Nations 2018 und half mit vier Toren mit den CONCACAF Women’s Gold Cup 2018 zu gewinnen. Durch den Sieg beim Gold Cup qualifizierten sich die USA für die WM 2019. Am 1. Mai 2019 wurde sie für die WM 2019 nominiert.[10] Bei der WM wurde sie in sechs Spielen eingesetzt. Nur im Gruppenspiel gegen Chile, als die meisten Stammspielerinnen nicht eingesetzt wurden, saß auch sie auf der Bank. Ein Tor gelang ihr zwar nicht, aber im Gruppenspiel gegen Schweden wurde einer ihrer Torschüsse von einer Gegnerin ins eigene Tor gelenkt und als Eigentor der Schwedin gewertet. Durch ihren Finaleinsatz gehört sie zu den sechs Spielerinnen, die dreimal in einem WM-Finale standen, hat von diesen aber die wenigsten Einsatzminuten in den Finalspielen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tobin Heath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pali Blues - 2009 Statistics (Memento vom 3. Februar 2014 im Internet Archive), uslsoccer.com (englisch). Abgerufen am 23. Januar 2014
  2. ussoccer.com: NWSL Announces Allocation of 55 National Team Players to Eight Clubs (Memento vom 4. März 2013 im Internet Archive)
  3. Tobin Heath joins Paris Saint-Germain - Women's team - PSG.fr
  4. Americans Abroad: Tobin Heath scores in PSG debut
  5. U.S. Women Defeat China, 4-0, To Open 2008 Algarve Cup (Memento vom 13. Oktober 2013 im Internet Archive)
  6. 2011 FIFA Women's World Cup Roster. Archiviert vom Original am 14. Mai 2011; abgerufen am 26. August 2014 (englisch).
  7. FIFA.com: USA machen Traumstart perfekt
  8. ussoccer.com: „WNT Defeats Canada 2-0 to Win 2016 CONCACAF Olympic Qualifying Championship“
  9. concacaf.com: „TSG announces CWOQ Best XI, Awards“ (Memento vom 3. März 2016 im Internet Archive)
  10. ussoccer.com: Meet the USA's 2019 FIFA Women’s World Cup Team