Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Fußball-Weltmeisterschaften der Frauen; zur Weltmeisterschaft der Männer siehe Fußball-Weltmeisterschaft; zu weiteren Fußball-Weltmeisterschaften siehe Fußball-Weltmeisterschaft (Begriffsklärung).
Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen
Logo
Voller Name FIFA Women's World Cup
Verband FIFA
Erstaustragung 1991
Mannschaften 24
Spielmodus Rundenturnier
(6 Gruppen à 4 Teams) /
K.-o.-System (ab Achtelfinale)
Titelträger Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
Rekordsieger Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA (3 Siege)
Rekordspieler US-AmerikanerinUS-Amerikanerin Kristine Lilly (30 Spiele)
Rekordtorschütze BrasilienBrasilien Marta (15 Tore)
Website www.fifa.comVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Weltmeister
Fußballnationalmannschaft der Vereinigten Staaten (Frauen) Japanische Fußballnationalmannschaft Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen Norwegische Fußballnationalmannschaft der Frauen

Die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen, offiziell FIFA Women's World Cup oder FIFA Frauen-Weltmeisterschaft, ist ein Frauenfußballturnier für Nationalmannschaften, das seit 1991 im vierjährigen Turnus immer ein Jahr nach dem Turnier der Männer stattfindet und vom Weltfußballverband FIFA organisiert wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Bevor 1991 die erste offizielle Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in China ausgetragen wurde, fanden bereits einige internationale, meist inoffizielle Turniere für Frauen-Nationalmannschaften statt.[1] Die ersten zwei Turniere hatte die Fédération Internationale et Européenne de Football Féminin (FIEFF) organisiert: 1970 in Italien die Coppa del Mondo mit sieben Teilnehmern und 1971 in Mexiko die Mundial mit sechs Mannschaften.

Zwischen 1978 und 1987 fanden auf Taiwan vier Turniere namens Women’s World Invitation Tournament mit bis zu 14 Mannschaften statt, an dem neben Teams aus Asien, Ozeanien und Nordamerika auch der mehrfache deutsche Frauenmeister SSG 09 Bergisch Gladbach teilnahm und 1981 und 1984 gewann.

Zwischen 1982 und 1988 wurden in Italien fünf als Women’s Mundialitos bezeichnete Turniere mit vier beziehungsweise sechs Mannschaften ausgetragen. Bei diesen Turnieren nahm 1984 erstmals die BR Deutschland teil und musste sich nach zwei Siegen in der Gruppenphase erst im Finale den Italienerinnen geschlagen geben.

1988, drei Jahre vor der ersten WM, fand in China, nun schon unter Obhut der FIFA, das sogenannte Women’s FIFA Invitational Tournament mit zwölf Nationalmannschaften aus allen sechs Fußballkontinenten statt, welches vom späteren Weltmeister Norwegen gewonnen wurde.[2] Eine deutsche Mannschaft war hier nicht am Start.

Regelwerk[Bearbeiten]

Qualifikation[Bearbeiten]

Um an der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen teilnehmen zu dürfen, müssen sich die Nationalmannschaften qualifizieren. Während bei den meisten Konföderationen die jeweilige Kontinentalmeisterschaft gleichzeitig die Qualifikation ist, führt die UEFA seit 1999 eine separate Qualifikation durch. Bei den Weltmeisterschaften 1991 und 1995 dienten noch die jeweiligen Europameisterschaften als Qualifikation. Das Gastgeberland ist automatisch für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Den einzelnen Kontinentalverbänden stehen abhängig von der Spielstärke unterschiedlich viele Startplätze zu. Europa stellte zuletzt mit 4,5 Qualifikanten und dem Gastgeber das größte Kontingent. Es folgte Asien mit drei Plätzen und Nordamerika mit 2,5 Plätzen. Die drittplatzierte Mannschaft der Nordamerikameisterschaft und der Fünfte der Europa-Qualifikation ermittelten in Hin- und Rückspiel einen Teilnehmer. Südamerika und Afrika standen je zwei Plätze zu, während Ozeanien eine Mannschaft stellte.

Endrunde[Bearbeiten]

Die qualifizierten Mannschaften spielen mit dem vorher bestimmten Gastgeberland in einem ca. drei Wochen dauernden Turnier um den Titel des Weltmeisters. In der ersten Turnierphase, der Gruppenphase, sind die Mannschaften nach dem Zufallsprinzip in sechs Gruppen mit jeweils vier Mannschaften unterteilt, wobei einige Mannschaften nach gewissen Kriterien (Gastgeber, Weltmeister, FIFA-Rangliste) gesetzt und die anderen Mannschaften aus vorwiegend regional orientierten Lostöpfen (Europa, Südamerika, Afrika, Asien) gezogen werden. Damit soll verhindert werden, dass zwei Mannschaften aus einem Kontinent in der Vorrunde aufeinandertreffen. Eine Ausnahme bildet Europa, da es sich bei mehr europäischen Teilnehmern als Gruppen nicht verhindern lässt, dass zwei europäische Nationalmannschaften in der Vorrunde aufeinandertreffen.

Jede Mannschaft spielt in der Vorrunde je einmal gegen jede andere Mannschaft. Ein Sieg wird mit drei Punkten, ein Unentschieden mit einem Punkt bewertet. Die Gruppenersten und -zweiten erreichen das Viertelfinale, während die Gruppendritten und -vierten ausscheiden. Sollten zwei oder mehrere Mannschaften punktgleich sein, gibt es mehrere Kriterien, die eine Entscheidung herbeiführen. Zunächst zählt das bessere Torverhältnis. Sollte dieses ebenfalls gleich sein, zählt die Anzahl der geschossenen Tore. Ab 2015 wurde die Anzahl der Teilnehmer von 16 auf 24 erhöht. Dies hat zur Folge, dass nun wie bei den Männern zwischen 1986 bis 1994 die vier besten dritten ihrer jeweiligen Gruppe ebenfalls in die nächste Runde einziehen. Es wird nun zusätzlich ein Achtelfinale ausgetragen.

Ab dem Viertelfinale bzw. ab 2015 dem Achtelfinale geht es im K.-o.-System weiter. Das bedeutet, dass nur der Sieger in die nächste Runde einzieht, während der Verlierer ausscheidet. Steht es nach den regulären 90 Minuten unentschieden, geht das Spiel in die Verlängerung. Bei den Weltmeisterschaften 1999 und 2003 wurde die Verlängerung nach der Golden-Goal-Regel gespielt, d.h. die Mannschaft, die in der Verlängerung das erste Tor erzielt, gewinnt das Spiel. Durch ein solches Golden Goal von Nia Künzer wurde die deutsche Mannschaft 2003 Weltmeister. Diese Regel wurde jedoch wieder abgeschafft, so dass seit 2007 wieder eine komplette Verlängerung gespielt wird. Sollte nach der Verlängerung immer noch kein Sieger feststehen, wird das Spiel im Elfmeterschießen entschieden.

Im Viertelfinale trafen bis 2011 die Gruppenersten auf einen Gruppenzweiten einer anderen Vorrundengruppe. Frühestens im Finale könnten zwei Mannschaften aus der gleichen Vorrundengruppe erneut aufeinandertreffen. Die Verlierer des Halbfinales spielen im sogenannten „kleinen Finale“ um den dritten Platz. Die Gewinner des Halbfinales spielen im Finale um den Weltmeistertitel. Der Weltmeister erhält einen Pokal und darf den Titel bis zur nächsten Weltmeisterschaft tragen.

2007 erhielten die Teilnehmer erstmals Preisgelder. 2011 wurde der Betrag erhöht, der Weltmeister erhielt in Preisgeld von 1.000.000 $, der Vizeweltmeister 800.000 $.[3]

Die von der FIFA 2007 erwogene Erweiterung des Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 Mannschaften bei der Weltmeisterschaft 2011 wurde zunächst wieder verworfen. Erst seit der Weltmeisterschaft 2015 wird mit 24 Mannschaften ausgespielt, dabei findet zudem erstmals eine Achtelfinalrunde statt.[4]

Für die WM 2019 wurde das Bewerbungsverfahren im März 2014 eröffnet.[5] Wie die Veranstalter der beiden Turniere 2011 und 2015 soll der 2019-Ausrichter im Jahr davor nach Möglichkeit auch die U-20-Weltmeisterschaft ausrichten, die wie der FIFA-Konföderationen-Pokal bei den Männern als Generalprobe für die WM-Endrunde angesehen wird.

Frühere Reglements[Bearbeiten]

Bei den ersten beiden Weltmeisterschaften nahmen nur 12 Nationalmannschaften am Turnier teil. Die Mannschaften wurden in drei Gruppen zu je vier Mannschaften aufgeteilt. Neben den Gruppensiegern und -zweiten erreichten die zwei besten Gruppendritten das Viertelfinale.

Zur Weltmeisterschaft 1999 wurde das Teilnehmerfeld von 12 auf 16 Mannschaften vergrößert. Zudem galt die so genannte Golden-Goal-Regel, die aber 2004 wieder abgeschafft wurde.

1991 betrug die Spielzeit 2 x 40 Minuten; ggf. um 2 x 10 Minuten verlängert, wie bei zwei Spielen im Viertelfinale. Seit 1995 gelten die bei Männern üblichen Regeln mit Spielzeiten von 2 x 45 Minuten und 2 x 15 Minuten in der Verlängerung.

1991 bestanden die Kader aus 18 Spielerinnen, von 1995 bis 2003 waren es 20, seit 2007 sind es 21 Spielerinnen. 1991, 1999 und 2003 standen zwei Torhüterinnen im Kader, 1995 und wieder ab 2007 drei.

Erstteilnahmen[Bearbeiten]

Bei den bislang sieben ausgetragenen Fußballweltmeisterschaftsendrunden gab es insgesamt 32 Teilnehmer. Brasilien, Deutschland, Japan, Nigeria, Norwegen, Schweden und die USA haben bisher bei allen Turnieren teilgenommen. Die nachfolgende Übersicht zeigt, bei welcher Endrunde welches Land erstmals teilnahm:

Jahr Erstteilnehmer
1991 Brasilien 1968Brasilien Brasilien China VolksrepublikVolksrepublik China China DanemarkDänemark Dänemark DeutschlandDeutschland Deutschland
ItalienItalien Italien JapanJapan Japan NeuseelandNeuseeland Neuseeland NigeriaNigeria Nigeria
NorwegenNorwegen Norwegen SchwedenSchweden Schweden Chinese TaipeiChinese Taipei Chinese Taipei Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
1995 AustralienAustralien Australien EnglandEngland England KanadaKanada Kanada
1999 GhanaGhana Ghana MexikoMexiko Mexiko Korea NordNordkorea Nordkorea RusslandRussland Russland
2003 ArgentinienArgentinien Argentinien FrankreichFrankreich Frankreich Korea SudSüdkorea Südkorea
2007 keiner
2011 ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea KolumbienKolumbien Kolumbien
2015 SchweizSchweiz Schweiz ThailandThailand Thailand SpanienSpanien Spanien KamerunKamerun Kamerun
Costa RicaCosta Rica Costa Rica ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste NiederlandeNiederlande Niederlande EcuadorEcuador Ecuador

Die Turniere im Überblick[Bearbeiten]

Jahr Gastgeber Finale Spiel um Platz drei
Sieger Ergebnis 2. Platz 3. Platz Ergebnis 4. Platz
1991 China Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
USA
2:1 NorwegenNorwegen
Norwegen
SchwedenSchweden
Schweden
4:0 DeutschlandDeutschland
Deutschland
1995 Schweden NorwegenNorwegen
Norwegen
2:0 DeutschlandDeutschland
Deutschland
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
USA
2:0 China VolksrepublikVolksrepublik China
China
1999 USA Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
USA
0:0 n.V.
5:4 i.E.
China VolksrepublikVolksrepublik China
China
BrasilienBrasilien
Brasilien
0:0 n.V.
5:4 i.E.
NorwegenNorwegen
Norwegen
2003 USA DeutschlandDeutschland
Deutschland
2:1
n.GG.
SchwedenSchweden
Schweden
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
USA
3:1 KanadaKanada
Kanada
2007 China DeutschlandDeutschland
Deutschland
2:0
BrasilienBrasilien
Brasilien
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
USA
4:1 NorwegenNorwegen
Norwegen
2011 Deutschland JapanJapan
Japan
2:2 n.V.
3:1 i.E.
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
USA
SchwedenSchweden
Schweden
2:1 FrankreichFrankreich
Frankreich
2015 Kanada Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
USA
5:2 JapanJapan
Japan
EnglandEngland
England
1:0 n.V. DeutschlandDeutschland
Deutschland
2019 Frankreich

Ranglisten[Bearbeiten]

nach Ländern
Rang Land Titel Jahr(e) 2. 3. 4.
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3 1991, 1999, 2015 1 3
2 DeutschlandDeutschland Deutschland 2 2003, 2007 1 2
3 NorwegenNorwegen Norwegen 1 1995 1 2
4 JapanJapan Japan 1 2011 1
5 SchwedenSchweden Schweden 1 2
6 BrasilienBrasilien Brasilien 1 1
7 China VolksrepublikVolksrepublik China China 1 1
8 EnglandEngland England 1
9 KanadaKanada Kanada 1
FrankreichFrankreich Frankreich 1
nach Konföderationen
Rang Konföderation Titel 2. 3. 4.
1 UEFA Logo.png UEFA 3 3 3 5
2 CONCACAF logo.svg CONCACAF 3 1 3 1
3 Afc.svg AFC 1 2 1
4 CONMEBOL logo.svg CONMEBOL 1 1
5 CAF 2009 Logo.svg CAF
Oceania Football Confederation logo.svg OFC

Rekordspielerinnen[Bearbeiten]

Homare Sawa (2015): Erste Spielerin, die bei sechs WM-Endrunden eingesetzt wurde.
Birgit Prinz (2008): 14 Tore für Deutschland in 24 Spielen bei 5 Endrunden
Nadine Angerer (2013)
Endrunden-Teilnahmen
Rang Spielerin Teiln. Turniere
1 JapanJapan Homare Sawa 6 1995, 1999, 2003, 2007, 2011, 2015
BrasilienBrasilien Formiga 1995, 1999, 2003, 2007, 2011, 2015
3 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kristine Lilly 5 1991, 1995, 1999, 2003, 2007
NorwegenNorwegen Bente Nordby 1991*, 1995, 1999, 2003, 2007
DeutschlandDeutschland Birgit Prinz 1995, 1999, 2003, 2007, 2011
DeutschlandDeutschland Nadine Angerer 1999*, 2003*, 2007, 2011, 2015
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Christie Rampone 1999, 2003, 2007, 2011, 2015
KanadaKanada Karina LeBlanc 1999*, 2003, 2007*, 2011, 2015*
9 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joy Fawcett 4 1991, 1995, 1999, 2003
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julie Foudy 1991, 1995, 1999, 2003
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mia Hamm 1991, 1995, 1999, 2003
NorwegenNorwegen Hege Riise 1991, 1995, 1999, 2003
China VolksrepublikVolksrepublik China Sun Wen 1991, 1995, 1999, 2003
DeutschlandDeutschland Bettina Wiegmann 1991, 1995, 1999, 2003
BrasilienBrasilien Pretinha 1991, 1995, 1999, 2003
BrasilienBrasilien Kátia 1995*, 1999, 2003, 2007
BrasilienBrasilien Tânia 1995, 1999, 2003, 2007
DeutschlandDeutschland Sandra Minnert 1995, 1999, 2003, 2007
DeutschlandDeutschland Sandra Smisek 1995, 1999, 2003, 2007
NigeriaNigeria Maureen Mmadu 1995, 1999*, 2003, 2007
KanadaKanada Andrea Neil 1995, 1999, 2003, 2007
AustralienAustralien Cheryl Salisbury 1995, 1999, 2003, 2007
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Briana Scurry 1995, 1999, 2003, 2007
BrasilienBrasilien Andréia 1999*, 2003, 2007, 2011
DeutschlandDeutschland Ariane Hingst 1999, 2003, 2007, 2011
KanadaKanada Erin McLeod 2003*, 2007, 2011, 2015
KanadaKanada Christine Sinclair 2003, 2007, 2011, 2015
NorwegenNorwegen Solveig Gulbrandsen 1999, 2003, 2007, 2015
NorwegenNorwegen Trine Rønning 2003, 2007, 2011, 2015
NigeriaNigeria Precious Dede 2003*, 2007, 2011, 2015
NigeriaNigeria Onome Ebi 2003, 2007, 2011, 2015
SchwedenSchweden Therese Sjögran 2003, 2007, 2011, 2015
AustralienAustralien Melissa Barbieri 2003, 2007, 2011, 2015
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Abby Wambach 2003, 2007, 2011, 2015
JapanJapan Kozue Andō 1999, 2007, 2011, 2015
JapanJapan Aya Miyama 2003, 2007, 2011, 2015
BrasilienBrasilien Marta 2003, 2007, 2011, 2015
BrasilienBrasilien Cristiane 2003, 2007, 2011, 2015
NigeriaNigeria Perpetua Nkwocha 2003, 2007, 2011, 2015
KanadaKanada Rhian Wilkinson 2003, 2007, 2011, 2015
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Shannon Boxx 2003, 2007, 2011, 2015
BrasilienBrasilien Rosana 2003, 2007, 2011, 2015
KanadaKanada Diana Matheson 2003, 2007, 2011, 2015

* kursiv ohne Einsatz

Kristine Lilly (2010): Spielerin mit den meisten WM-Einsätzen
Endrunden-Spiele
Rang Spielerin Spiele Turniere
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kristine Lilly 30 1991, 1995, 1999, 2003, 2007
2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Abby Wambach 25 2003, 2007, 2011, 2015
3 BrasilienBrasilien Formiga 24 1995, 1999, 2003, 2007, 2011, 2015
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julie Foudy 1991, 1995, 1999, 2003
DeutschlandDeutschland Birgit Prinz 1995, 1999, 2003, 2007, 2011
JapanJapan Homare Sawa 1995, 1999, 2003, 2007, 2011, 2015
7 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joy Fawcett 23 1991, 1995, 1999, 2003
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mia Hamm 1991, 1995, 1999, 2003
9 NorwegenNorwegen Bente Nordby 22 1995, 1999, 2003, 2007
NorwegenNorwegen Hege Riise 1991, 1995, 1999, 2003
DeutschlandDeutschland Bettina Wiegmann 1991, 1995, 1999, 2003
12 China VolksrepublikVolksrepublik China Sun Wen 20 1991, 1995, 1999, 2003

Mehr als 30 Spiele waren bis einschließlich 2007 nicht möglich.

Marta (2010) schoss die meisten WM-Tore.
Endrunden-Tore
Rang Spielerin Tore Turniere
1 BrasilienBrasilien Marta 15 2003, 2007, 2011, 2015
2 DeutschlandDeutschland Birgit Prinz 14 1995, 1999, 2003, 2007
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Abby Wambach 2003, 2007, 2011, 2015
4 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michelle Akers 12 1991, 1999
5 China VolksrepublikVolksrepublik China Sun Wen 11 1991, 1995, 1999, 2003
DeutschlandDeutschland Bettina Wiegmann 1991, 1995, 1999, 2003
7 NorwegenNorwegen Ann Kristin Aarønes 10 1995, 1999
DeutschlandDeutschland Heidi Mohr 1991, 1995

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Silke Rottenberg (2008): Beste Torhüterin 2003

Seit 1999 erhält der Weltmeister im Frauenfußball den FIFA Women’s World Cup, einen 46,5 cm hohen Pokal. Außerdem dürfen die Nationalmannschaften für jede gewonnene Weltmeisterschaft einen Meisterstern auf dem Trikot tragen. Die deutsche Nationalmannschaft trägt seit der WM 2007 zwei Sterne, bis zu ihrem ersten Titelgewinn 2003 trug sie über dem Logo des DFB die drei Sterne der Herrenmannschaft. Die deutschen Spielerinnen trugen zudem von 2009 bis 2011 auf dem Trikot auf der rechten Seite das FIFA-Trophy-Badge für den aktuellen Weltmeister.

Am Ende jeder Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen werden Auszeichnungen an die besten Spielerinnen und an das fairste Team verliehen. Aktuell gibt es fünf verschiedene Auszeichnungen:

  • adidas Goldener Ball für die beste Spielerin
  • adidas Goldener Schuh für die erfolgreichste Torschützin
  • adidas Goldener Handschuh für die beste Torhüterin
  • Hyundai "Beste junge Spielerin" für die beste Spielerin unter 20 Jahren
  • FIFA Fairplay-Award für das fairste Team
Jahr Goldener Ball Goldener Schuh (Tore) Goldener Handschuh Beste junge Spielerin FIFA Fair Play Award
1991 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carin Jennings Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michelle Akers (10) nicht vergeben nicht vergeben DeutschlandDeutschland Deutschland
1995 NorwegenNorwegen Hege Riise NorwegenNorwegen Ann Kristin Aarønes (6) SchwedenSchweden Schweden
1999 China VolksrepublikVolksrepublik China Sun Wen BrasilienBrasilien Sissi / China VolksrepublikVolksrepublik China Sun Wen (7) China VolksrepublikVolksrepublik China China / NeuseelandNeuseeland Neuseeland
2003 DeutschlandDeutschland Birgit Prinz DeutschlandDeutschland Birgit Prinz (7) DeutschlandDeutschland Silke Rottenberg 1 [6] China VolksrepublikVolksrepublik China China
2007 BrasilienBrasilien Marta BrasilienBrasilien Marta (7) DeutschlandDeutschland Nadine Angerer NorwegenNorwegen Norwegen
2011 JapanJapan Homare Sawa JapanJapan Homare Sawa (5) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hope Solo AustralienAustralien Caitlin Foord JapanJapan Japan
2015 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carli Lloyd DeutschlandDeutschland Célia Šašić (6) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hope Solo KanadaKanada Kadeisha Buchanan FrankreichFrankreich Frankreich
1 Auszeichnung nicht bei der FIFA erwähnt, aber auf dfb.de gemeldet.

Rekorde[Bearbeiten]

  • Längste Serie ohne Niederlage: Deutschland 15 Spiele (2003, 2007 und 2011)
  • Längste Serie ohne Gegentor: Deutschland 6 Spiele (2007)
  • Längste Siegesserie: Norwegen 10 Spiele (1995 bis 1999)
  • Meiste Tore: USA - 112 Tore
  • Einzige Mannschaft, die immer das Halbfinale erreichte: USA
  • Meiste Endspielteilnahmen: USA (1991, 1999, 2011 und 2015)
  • Spielerin mit den meisten Endspielteilnahmen: Birgit Prinz (1995, 2003, 2007)
  • Erste Spielerin, die 3 Tore in einem Spiel erzielte: Carolina Morace am 17. November 1991 beim 5:0 von Italien gegen Chinese-Taipeh.
  • Einzige Spielerin, die 3 Tore in einem Finale erzielte: Carli Lloyd (2015)
  • Einzige Spielerin, die 5 Tore in einem Spiel erzielte: Michelle Akers am 24. November 1991 im Viertelfinale USA gegen Chinese-Taipeh (Endstand 7:0), darunter ein Hattrick.
  • Schnellste Tore: Lena Videkull (Schweden) am 19. November 1991 gegen Japan (Endstand 8:0) nach 30 Sekunden, Marie-Laure Delie (Frankreich) am 17. Juni 2015 gegen Mexiko nach 34 Sekunden, Melissa Tancredi (Kanada) am 20. September 2007 gegen Australien (Endstand 2:2) nach 37 Sekunden und Lori Chalupny (USA) am 18. September 2007 gegen Nigeria zum 1:0-Endstand in der 54. Sekunde.[7]
  • Schnellstes Eigentor: Ifeanyi Chiejine (Nigeria) am 24. Juni 1999 im Spiel gegen die USA in der 2. Minute (Endstand 1:7) und Daiane (Brasilien) am 10. Juli 2011 im Spiel gegen die USA in der 2. Minute (Endstand 3:5 i.E.)
  • Ifeanyi Chiejine (* 17. Mai 1983) ist auch die jüngste Spielerin, die zum Einsatz kam. Mit 16 Jahren und 34 Tagen kam sie am 20. Juni 1999 im Spiel gegen Nordkorea zum Einsatz.[8]
  • Älteste Spielerin in einem WM-Spiel war die amerikanische Abwehrspielerin Christie Rampone, die im Finale am 5. Juli 2015 (5:2) gegen Japan 11 Tage nach ihrem 40. Geburtstag eingewechselt wurde. Die langjährige Spielführerin bekam die Kapitänsbinde von Carli Lloyd und reckte gemeinsam mit Abby Wambach den WM-Pokal in die Höhe.

Varia[Bearbeiten]

Jahr Orte Stadien Meldungen1 Teams Spiele Tore Tore Zuschauer Zuschauer Gelbe Karten Gelbe Karten Gelb-Rote Karten Gelb-Rote Karten Platzverweise/Rote Karten Platzverweise/Rote Karten
1991 4 6 49 12 26 99 3,81 510.000 19.615 32 1,23 0 0,00 1 0,04
1995 5 5 55 12 26 99 3,81 112.213 4.316 70 2,69 2 0,08 2 0,08
1999 8 8 88 16 32 123 3,84 1.214.209 37.944 77 2,41 1 0,03 4 0,13
2003 6 6 98 16 32 107 3,34 679.664 21.240 65 2,03 0 0,00 1 0,03
2007 5 5 119 16 32 111 3,47 1.190.971 37.218 81 2,35 2 0,06 0 0,00
2011 9 9 126 16 32 86 2,69 845.711 26.428 63 1,97 0 0,00 4 0,13
2015 6 6 136 24 52 146 2,81 1.353.506 26.029 112 2,15 1 0,02 2 0,04
2019 11 11 24 52
 Jeweilige Rekordmarke
1 Gezählt werden die fristgerecht abgegebenen Meldungen unabhängig davon, ob ggfs. vor Beginn der Qualifikation zurückgezogen bzw. nicht angetreten wurde; einschließlich Titelverteidiger und Gastgeber.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karel Stokkermans: Women's World Cup - Infos zu den Vorläufern. In: rsssf.com. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation, 4. November 2011, abgerufen am 28. Juli 2013 (englisch).
  2. Countdown: Nur noch 88 Tage. In: fifa.com. FIFA, 10. März 2015, abgerufen am 10. März 2015.
  3. FIFA Women's World Cup Germany 2011™ History & Numbers Statistical Kit 2. In: fifa.com. FIFA, abgerufen am 29. Juli 2013 (PDF; 949 kB, englisch).
  4. Blatter: Frauenfussball entwickelt sich überall. In: fifa.com. FIFA, 31. Juli 2010, abgerufen am 29. Juli 2013.
  5. Bewerbungsverfahren für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019™ und sieben weitere Wettbewerbe eröffnet. In: fifa.com. FIFA, 6. März 2014, abgerufen am 6. März 2014.
  6. Bilderserie Große Ehrung für Silke Rottenberg: FIFA-Präsident Joseph Blatter zeichnet sie als beste Torhüterin der WM 2003 aus. Sie hatte maßgeblichen Anteil am Titelgewinn, den die Mannschaft 2007 wiederholte. (Quelle: dpa) in der ZDFmediathek, abgerufen am 26. Januar 2014
  7. 50 Fakten zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™. In: fifa.com. FIFA, 23. März 2011, abgerufen am 4. April 2014 (PDF; 327 kB).
  8. Die FIFA nennt in ihrer Statistik als ihr erstes Spiel das Spiel gegen Dänemark am 27. Juni 1999 [1] (PDF; 335 kB), in einer anderen FIFA-Statistik steht sie aber schon in der Aufstellung des Spiels gegen Nordkorea am 20. Juni 1999 [2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien