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Prysmian

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Prysmian S.p.A.
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Rechtsform Società per azioni
ISIN IT0004176001
Gründung 2011
Sitz Mailand, Italien Italien
Leitung
  • Massimo Battaini, CEO
Mitarbeiterzahl 32.608[2]
Umsatz 19,65 Mrd. EUR[2]
Branche Kabel
Website www.prysmian.com
Stand: 31. Dezember 2025

Die Prysmian S.p.A. ist ein italienischer Kabelhersteller mit Sitz in Mailand. Das Unternehmen ist der größte Kabelhersteller der Welt und an der Borsa Italiana im Leitindex FTSE MIB gelistet.

Prysmian betreibt 109 Produktions- und 30 Forschungsstätten in 50 Ländern, in denen rund 33.000 Mitarbeiter beschäftigt sind.[2]

Prysmian ist auf die Herstellung und Verlegung von Erdkabel und Seekabel spezialisiert, die zur Übertragung und Verteilung von Strom dienen. Das Unternehmen produziert darüber hinaus Spezialkabel für anspruchsvolle Industrieanwendungen sowie Kabel für den Bau- und Infrastrukturbereich. Für die Telekommunikation umfasst das Produktspektrum Kupferkabel, optische Kabel und Glasfaserkabel. Zu den Produkten gehören unter anderem auch Freileitungs-Leiterseile sowie Kabel und Leitungen, die besonders widerstandsfähig gegen hohe Temperaturen, Feuer, ionisierende Strahlung und chemische Substanzen sind.[3]

Kabelleger Leonardo Da Vinci der Prysmian Group
Erdkabel der Prysmian Group

Am 28. Juli 2005 veräußerte Pirelli seine Kabelaktivitäten mit einem Unternehmenswert von 1,3 Milliarden Euro an Finanzinvestoren unter Führung der US-amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs, die daraus die Prysmian S.p.A. bildeten.

Am 1. Juni 2008 übernahm das deutsche Tochterunternehmen Prysmian Kabel und Systeme GmbH (Berlin) den Kabelhersteller Facab Lynen GmbH & Co. KG in Eschweiler, betrieb ihn unter dem Namen Prysmian-Kabelwerk Lynen und schloss das Werk Ende 2012. Damit verfügt Prysmian in Deutschland noch über Werke in Berlin, Neustadt bei Coburg, Neumünster, Nordenham, Nürnberg, Schwerin und Wuppertal.

Im Dezember 2017 gab Prysmian die Übernahme des Wettbewerbers General Cable bekannt.[4]

Prysmian erhielt im Februar 2022 den Auftrag, für das HGÜ-Seekabel NeuConnect 725 km Kabel zu produzieren.[5]

Prysmian übernahm 2024 den texanischen Mitbewerber Encore Wire um 4,2 Mrd. US-Dollar.[6]

Am 2. April 2014 verhängte die Europäische Kommission gegen die elf beteiligten Hersteller im Hochspannungs-Kabelkartell Geldbußen von insgesamt knapp 302 Millionen Euro. Prysmian erhielt mit 104,61 Millionen Euro die höchste Geldbuße aller Beteiligten.[7]

Commons: Prysmian – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Corporate bodies. Prysmian S.p.A., abgerufen am 20. März 2026.
  2. 1 2 3 Integrated Annual Report 2025. (pdf) Prysmian S.p.A., abgerufen am 20. März 2026.
  3. Our Businesses. Prysmian S.p.A., abgerufen am 17. September 2025.
  4. Prysmian übernimmt General Cable, Pressemeldung Prysmian, abgerufen am 11. Mai 2019
  5. Prysmian Wins EUR 1.2 Billion Contract to Deliver UK-Germany Interconnector
  6. Prysmian shares rise as Italian cable maker seen as winner amid US copper tariffs, Reuters vom 9. Juli 2025
  7. Europäische Kommission: IP/14/358 Pressemitteilung vom 2. April 2014