Crédit Agricole

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  Crédit Agricole SA
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Staat FrankreichFrankreich Frankreich
Sitz Paris
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN FR0000045072
BIC AGRIFRPPXXX[1]
Gründung 2000
Website www.credit-agricole.fr
Geschäftsdaten 2012[2]
Bilanzsumme 1.842 Mrd. Euro
Mitarbeiter 150.000
Leitung

Unternehmensleitung

Dominique Lefebvre[3]

Crédit Agricole SA (CASA) mit Sitz in Paris ist das börsennotierte Zentralinstitut der genossenschaftlich organisierten Crédit Agricole-Gruppe, eine der größten französischen Geschäftsbanken.

Die Bank ist eine der 30 Großbanken, die vom Financial Stability Board (FSB) als „systemically important financial institution“ (systemisch bedeutsames Finanzinstitut) eingestuft wurden.[4] Sie unterliegt damit einer besonderen Überwachung und strengeren Anforderungen an die Ausstattung mit Eigenkapital.[5]

Genossenschaftliche Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Crédit Agricole Gruppe ist eine genossenschaftliche Bankengruppe, die neben der börsennotierten Credit Agricole S.A. (CASA) 39 Caisses Régionales de Crédit Agricole Mutuel (genossenschaftliche Regionalkassen) umfasst, die wiederum aus insgesamt 2544 Einzelgenossenschaften bestehen. Die börsennotierte Credit Agricole S.A. (CASA) wird zu 56,3 % gemeinschaftlich von den Regionalkassen gehalten und hält selber ca. 25 % von deren Anteilen. Die gesamte Credit Agricole-Gruppe betreibt weltweit 11.500 Filialen und hat nach eigenen Angaben rund 54 Millionen Kunden.

Geschäftsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Privatkundengeschäft: Während die Caisses Régionales das ländliche Gebiet voll abdecken, besitzt LCL (aus dem ehemaligen Crédit Lyonnais hervorgegangen) eine große Marktpräsenz in den Großstädten. Diese Kombination verleiht der Gruppe einen führenden Marktanteil in vielen Teilen des französischen Territoriums. International ist die Bank im Privatkundengeschäft in Italien (Cariparma), Marokko (Crédit du Maroc), Ägypten (Crédit Agricole Egypt), Serbien (Crédit Agricole Srbija), Ukraine (Crédit Agricole Bank) und Polen (Crédit Agricole Bank Polska) vertreten.
  • Spezialisierte Finanzdienstleistungen: Konsumentenkredit, welches in Frankreich unter dem Namen Sofinco firmiert und in Deutschland über die Creditplus Bank vertreten ist; Factoring; Leasing, Versicherungen und Vermögensverwaltung.
  • Finanzierungs- und Investmentbank: Crédit Agricole Corporate & Investment Bank (ehemals Calyon), die als Grosskunden agiert. Crédit Agricole Corporate & Investment Bank ist ursprünglich hervorgegangen aus der Fusion der Banque de l’Indochine mit der Banque de Suez zur Banque Indosuez und Teilen des 2002 erworbenen Crédit Lyonnais. Hierdurch verfügt Crédit Agricole auch in den ehemaligen französischen Territorien Asiens über eine ausgezeichnete Marktpräsenz. In dieser Sparte ist auch Crédit Agricole Cheuvreux sowie CLSA, der Effektenbroker der Gruppe angesiedelt
  • Festgeldangebote über die Credit Agricole Consumer Finance in Deutschland
  • Weitere spezialisierte Filialen

Börsendaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Crédit Agricole ist ein an der Euronext-Börse in Paris notiertes Unternehmen, das auch dem französischen Börsenindex CAC40 angehört.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2010 wurde Crédit Agricole zusammen mit zehn anderen Banken vom Conseil de la Concurrence zu einer Geldbuße in Höhe von 381 Millionen Euro verurteilt. Die Banken hatten eine Verabredung getroffen, der zufolge sie von Januar 2002 bis Juli 2007 von ihren Kunden 4,3 Cent Scheckgebühren je Scheck verlangten, um Extragewinne zu erzielen. Dies betraf 80 % der in Frankreich verwendeten Schecks. Bis 2002 war der Scheckverkehr in Frankreich kostenfrei. Nach dem Einschreiten der Bankenaufsicht, die die Gewinne „unrechtmäßig“ nannte, wurde diese Praxis beendet. Die Banken dieses Kartells wurden außerdem für überzogene Gebühren mit zusammen 3,8 Millionen Euro bestraft. Crédit Agricole spielte nach Ansicht des Conseil de la Concurrence eine führende Rolle im Kartell, weswegen ihre Strafe 10 % höher ausfiel. Sie wurde um weitere 20 % erhöht, da Crédit Agricole bereits im Jahr 2000 wegen Wettbewerbsbehinderung zu einer Strafe verurteilt worden war.[6][7]

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Crédit Agricole ist insbesondere durch seine Tätigkeit als Sponsor des gleichnamigen Radsportteams weltweit bekannt, das an der UCI ProTour, insbesondere an der Tour de France teilnahm und die Embleme der Bank trug. Die Radrennfahrer Greg LeMond, Bobby Julich, Jens Voigt, Stuart O’Grady, Thor Hushovd, Christophe Moreau, Jaan Kirsipuu und Magnus Bäckstedt gehörten zum Team.

Bereits seit 1974 engagiert CA sich finanziell auch im Fußball, als die Bankengruppe zunächst Amateurvereine förderte. Zehn Jahre später – und inzwischen seit mehr als drei Jahrzehnten – wurde sie einer der Hauptsponsoren des französischen Fußballverbands FFF, unterstützt seit dem Jahr 2000 auch die Männer- und die Frauennationalmannschaft, fördert aber zusätzlich weiterhin den Amateurfußball.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag im BIC Directory beim SWIFT
  2. http://www.credit-agricole.com/en/Investor-and-shareholder/Financial-reporting/Credit-Agricole-S.A.-financial-results/2012
  3. Dominique Lefebvre élu Président du Conseil d'administration de Crédit Agricole S.A. Pressemitteilung. Crédit Agricole S.A., 4. November 2015, abgerufen am 13. Juli 2016 (französisch).
  4. Policy Measures to Address Systemically Important Financial Institutions. In: Financial Stability Board (FSB), 4. November 2011 (PDF-Datei; 105 kB)
  5. Update of group of global systemically important banks (G-SIBs). In: financialstabilityboard.org, 1. November 2012 (PDF; 43 kB)
  6. Collusion in the banking sector. Pressemitteilung der Autorité de la concurrence vom 20. September 2010, abgerufen am 9. Februar 2011
  7. Frankreichs Banken sollen Millionen zahlen. In: Handelsblatt, 21. September 2010, abgerufen am 9. Februar 2011
  8. Le Crédit Agricole, amateur de foot. In: France Football, 4. April 2017, S. 72

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Crédit Agricole – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien