STMicroelectronics

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STMicroelectronics N.V.[1]
Logo der STMicroelectronics N.V.
Rechtsform Naamloze Vennootschap
ISIN NL0000226223
Gründung 1987
Sitz Genf, Schweiz[2]
Leitung Carlo Bozotti
(CEO und Chairman)
Mitarbeiter 48.000 (2012)[2]
Umsatz 8,49 Mrd. US-Dollar (2012)[2]
Branche Halbleiter
Website www.st.com
BW
Eine 486er-CPU von SGS-Thomson

STMicroelectronics N.V. ist der größte europäische Halbleiterhersteller. Das Unternehmen ist als Aktiengesellschaft in Amsterdam eingetragen, hat seinen Hauptsitz aber in Genf.[2] Die Firma ging zunächst als SGS-Thomson im Juni 1987 aus einer Fusion zwischen der italienischen SGS Microelettronica und der französischen Thomson Semiconducteurs hervor, seit 1998 nennt sie sich STMicroelectronics. Die Aktien von STMicroelectronics sind an der New York Stock Exchange, an der Euronext in Paris (CAC40) und an der Borsa Italiana in Mailand (FTSE MIB) gelistet.

STMicroelectronics bietet ein sehr breites Produktspektrum von Chips für die Automobilindustrie über Flashspeicher zu komplexen SoC für die Telekommunikations- und Unterhaltungselektronikindustrie an. Zu den größten Kunden zählen Nokia, Hewlett-Packard und Bosch. Das Unternehmen ist in den vier wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt vertreten (Europa, USA, Asien-Pazifik und Japan) mit einer großen Präsenz in Europa (Grenoble/Crolles, Tours und Rousset in Frankreich, Mailand und Catania in Italien). Am 22. Mai 2007 gab STMicroelectronics gemeinsam mit Intel bekannt, dass beide Unternehmen ihre Aktivitäten im Bereich der Flashspeicher in dem gemeinsamen Unternehmen Numonyx zusammenlegen werden. Sowohl Intel (45,1 %) als auch ST (48,6 %) werden eine Minderheitsbeteiligung an dem neuen Unternehmen halten, das wie STM seinen Hauptsitz in der Schweiz haben soll.[3]

Am 10. Juli 2007 gab das Unternehmen bekannt, bis 2010 die Werke in den US-Bundesstaaten Texas und Arizona sowie ein Werk in Marokko zu schließen. Davon seien rund 4.000 Mitarbeiter betroffen, von denen die meisten in Transfergesellschaften unterkommen oder Übergangsgelder erhalten sollen. Die Kosten für Abschreibungen und die Schließung der Werke sollen sich den Angaben zufolge auf 270 bis 300 Millionen US-Dollar belaufen. Die jährlichen Einsparungen dürften bei 150 Millionen US-Dollar liegen.

Am 25. Januar 2008 wurde die Übernahme von Genesis Microchip Inc., einem Halbleiterhersteller im Bereich Display-Prozessoren, abgeschlossen.[4]

2009 gründete man zusammen mit Ericsson das Joint-Venture ST-Ericsson, an dem beide Unternehmen mit je 50 % beteiligt waren. Dieses wurde 2013 wieder aufgelöst.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: STMicroelectronics Mikroprozessoren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • www.st.com – Internetpräsenz STMicroelectronic

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag im Handelsregister des Kantons Genf
  2. a b c d st.com: Company Information
  3. Intel, STMicroelectronics, and Francisco Partners Establish a new leader in Flash memories. 22. Mai 2007, archiviert vom Original am 6. März 2008, abgerufen am 22. Mai 2007 (Pressemitteilung).
  4. STMicroelectronics Completes Acquisition of Genesis Microchip. 25. Januar 2008, archiviert vom Original am 3. März 2008, abgerufen am 9. Juni 2010 (Pressemitteilung).
  5. Gescheiterte Kooperation: Ericsson und STMicro lösen Joint Venture auf. Handelsblatt. 18. März 2013. Abgerufen am 23. Januar 2014.

46.1647726.101564Koordinaten: 46° 9′ 53″ N, 6° 6′ 6″ O; CH1903: 496728 / 113470