Sascha Benecken

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Sascha Benecken Rennrodeln
Sascha Benecken Foto: Kosecki
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 14. Februar 1990
Geburtsort SuhlDeutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR
Größe 178 cm
Gewicht 74 kg
Beruf Polizeimeister
Karriere
Disziplin Doppelsitzer
Verein RT Suhl, BRC 1924 Ilsenburg
Trainer Norbert Hahn
Jan Eichhorn
Astrid Müller
Raimund Bethge
Nationalkader seit März 2012, A
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 3 × Gold 3 × Silber 1 × Bronze
EM-Medaillen 4 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
FIL Rennrodel-Weltmeisterschaften
0Silber0 2012 Altenberg Doppelsitzer
0Gold0 2012 Altenberg Team
0Silber0 2013 Whistler Doppelsitzer
0Silber0 2016 Königssee Doppelsitzer
0Gold0 2017 Innsbruck-Igls Doppelsitzer
0Gold0 2017 Innsbruck-Igls Teamstaffel
0Bronze0 2017 Innsbruck-Igls Doppelsitzer Sprint
FIL Rennrodel-Europameisterschaften
0Bronze0 2012 Paramonowo Doppelsitzer
0Gold0 2013 Oberhof Doppelsitzer
0Gold0 2013 Oberhof Teamstaffel
0Gold0 2016 Altenberg Doppelsitzer
0Gold0 2016 Altenberg Teamstaffel
0Silber0 2017 Königssee Doppelsitzer
Rennrodel-U23WMVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
0Bronze0 2011 Cesana Doppelsitzer
FIL Rennrodel-Juniorenweltmeisterschaften
0Silber0 2009 Nagano Einsitzer
0Bronze0 2010 Innsbruck/Igls Einzsitzer
Platzierungen im Rennrodel-Weltcup
 Debüt im Weltcup November 2010
 Weltcupsiege 13 (ohne Staffel)
 Gesamtweltcup DS 1. (2014/15, 2016/17)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Doppelsitzer 19 16 9
 Sprint Doppelsitzer 5 3 1
 Team-Staffel 8 0 1
letzte Änderung: Saisonende 2016/17
Benecken gemeinsam mit dem Bundespolizeipräsidenten a.D. Seeger 2012 bei der Saisonabschlussfeier der Bundespolizeisportschule
Eggert und Benecken beim Gewinn der WM-Silbermedaille 2012 in Altenberg

Sascha Benecken (* 14. Februar 1990 in Suhl) ist ein deutscher Rennrodler, der auch als Musiker tätig ist.

Herkunft und Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowohl sein Vater als auch dessen Bruder waren bereits Mitglieder der Junioren-Nationalmannschaft in der Nordischen Kombination der DDR. Dadurch nahm er bereits im Kindergarten an einer Spiel- und Sportgruppe teil, von der er dann zum Handball und 1999 nach einer Sichtung im Sportunterricht zum Rennrodeln wechselte.

Schule und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2003 wechselte Sascha Benecken an das Sportgymnasium Oberhof und in das dortige Internat. Im Juni 2009 legte er das Abitur ab und bewarb sich erfolgreich bei der Bundespolizei, wo er in der Bundespolizeisportschule in Bad Endorf bis Oktober 2013 die Ausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst zum Polizeimeister absolvierte.

Leistungssportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benecken ist seit 1999 Mitglied des Rodelteams Suhl. Seit seiner Kindheit durchlief er den Weg von der allgemeinen Sportgruppe über die Fördergruppe des Vereines. Damals wurde dreimal wöchentlich nach der Schule kindgerecht Athletik trainiert und zusätzlich ganzjährig gerodelt.

Benecken wurde 2003 als Doppelhintermann (Gutberlet/Benecken) an das Sportgymnasium delegiert und verließ damit die Heimtrainer Theisinger, Gräfner und Lösch, um weiter am Sportgymnasium zu trainieren. In den darauffolgenden Jahren wurde er durch die Trainer Lehmann, Münchmeyer, Frielinghaus und den Junioren-Nationalmannschaftstrainer Witter ausgebildet. Während seiner Jugendzeit fuhr Benecken zunächst sowohl im Einzel als auch im Doppel.

Juniorenzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst 2005 qualifizierte Benecken sich im Einzel für drei Jugend-A-Weltcups, welche er alle gewinnen konnte. Von da an startete er nur noch im Einzel. Er qualifizierte sich 2006, obwohl auch noch für die Jugend A startberechtigt, für den Junioren-Weltcup und schaffte mit seinem ersten Junioren-Weltcupsieg am 13. Januar 2007 den Sprung zur Juniorenweltmeisterschaft, wo er auf der Olympiabahn in Cesana Platz sechs belegen konnte.

Benecken wurde Bestandteil der Junioren-Nationalmannschaft und gewann 2008 den Junioren-Gesamtweltcup und erkämpfte erneut den 6. Platz bei der Junioren-WM in Lake Placid. 2009 wurde er sowohl Junioren-Vizeweltmeister, als auch Gesamtweltcup-Zweiter. Am 31. Januar 2010 gewann er in Innsbruck-Igls bei seiner vierten und letzten Juniorenweltmeisterschaft Bronze und empfahl sich somit als B-Kaderqualifikant für die deutsche Rennrodelnationalmannschaft.

Weiterer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das deutsche Trainerteam um Norbert Loch entschied gemeinsam mit Toni Eggert und Sascha Benecken, dass diese beiden ab der Saison 2010/11 als Doppel starten. Bei ihrem ersten gemeinsamen Einsatz im Weltcup belegte das Duo am 27. November 2010 den sechsten Platz. Bei ihrem Heimweltcup in Oberhof erreichten sie das erste Mal einen Podestplatz im Weltcup. Im Gesamtweltcup 2010/11 belegten sie am Ende den 4. Platz. Bei ihrem WM-Einstand 2011 konnten sie auf Rang 10 fahren.

In der Saison 2011/12 begannen Eggert und Benecken im Weltcup in Innsbruck mit dem 5. Platz, belegten Platz vier in Whistler und Platz drei in Calgary. Nach dem Jahreswechsel starteten sie mit Platz drei in Königssee und konnten dann in Oberhof ihren ersten Weltcupsieg erringen. In den weiteren Rennen wurden sie zum Beispiel in St. Moritz Zweite hinter Linger/Linger. Insgesamt konnten sie sich 2011/12 Bronze im Gesamtweltcup sichern.

Bei der Heimweltmeisterschaft im erzgebirgischen Altenberg wurden die Beiden Vizeweltmeister hinter Linger/Linger und in der Team-Staffel gemeinsam mit Felix Loch und Tatjana Hüfner Weltmeister. Dafür wurde er mit seinem Teamkameraden Toni Eggert mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.

Auf der Heimbahn ihn Oberhof gewannen Eggert/Benecken bei der Europameisterschaft 2013 die Titel im Doppel und im Team. Bei der Weltmeisterschaft 2013 in Whistler lagen Wendl/Arlt vor ihnen.

In der Saison 2013/14 haben sie an acht von neun Weltcuprennen teilgenommen und gewannen zwei davon, waren viermal Zweite und einmal Dritte. Beim Weltcup in Winterberg stürzten sie auf Platz zwei liegend kurz vor dem Ziel. Saisonhöhepunkt waren die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, bei denen sie mit Platz acht Olympisches Diplom erreicht haben

2014/15 gewann das Duo mit je vier ersten und zweiten Plätzen erstmals die Gesamtwertung des Weltcups. Bei der Weltmeisterschaft und bei der Europameisterschaft verfehlten Eggert/Benecken mit den Rängen vier und sieben dagegen die Medaillenränge.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits mit vier Jahren lernte Benecken im Kindergarten Blockflöte. Er brachte sich mit 13 Jahren selbst das Gitarrespielen bei und gründete die Band „Unkreativ“.

Plexic[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den darauffolgenden Jahren sammelte er gemeinsam mit Freunden erste Erfahrungen auf Bühnen mit Aufführungen von eigener deutschsprachiger Musik unter dem Namen „Plexic“. Im Frühjahr 2007 bekam er die Möglichkeit, in einem Studio Demoaufnahmen zu machen, die dann als 5-Titel-Album veröffentlicht wurden. Im Sommer 2007 nahm er mit seiner damaligen Band an einem Thüringer Bandcontest teil, bei dem sie viertbeste Schülerband Thüringens wurden.

Adrenalin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benecken bewarb sich im Sommer 2007 mit seiner Band für den offiziellen Titelsong zur Rennrodel-Weltmeisterschaft 2008 in Oberhof. Dafür nahm er eine bereits bestehende Melodie eines eigenen Songs, schrieb den Text mit einem Bandmitglied um und spielte ein Demotape ein. Mit diesem Tape setzten sie sich gegen fünf andere Bewerberbands durch und bekamen den Zuschlag. So wurde im Spätsommer 2007 der offizielle Titelsong Adrenalin in den X-Studios Friedrichroda aufgenommen und von Eric Jeitner produziert. Ein Musikvideo folgte. Im Februar 2008 erreichte Adrenalin in den deutschen Auflegecharts Platz 36. Dies war der Höhepunkt und zugleich das Ende des Projektes „Plexic“, da sich die Wege der Mitglieder anschließend aus beruflichen und schulischen Gründen trennten.

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benecken spielte mit seiner Band im Sommer 2007 auf einem Benefizkonzert, bei dem der gesamte Erlös dem Kinderhospiz Mitteldeutschland zugutekam.

Seit 2010 ist er gemeinsam mit Eggert Pate des Weißen Rings und unterstützt die Kampagne „Sportler setzen Zeichen“

Des Weiteren unterstützt Benecken den Vorstand des Rodelteams Suhl im Bereich „Marketing“ und „Kontakt Spitzensport – Verein“. Als ausgebildeter C-Trainer und Kampfrichter wird er immer wieder bei Wettkämpfen im Kinder- und Jugendsport eingesetzt.

Im Sommer 2012 organisierte Benecken ein Benefiz-Volleyballspiel in Suhl, bei dem seine Trainingsgruppe um David Möller, Andi Langenhan, Ludwig und Co. gegen den VfB 91 Suhl für den Nachwuchs spielten.

2013 unterstützte Benecken als Schirmherr die bundesweite Veranstaltung Großer Stern des Sports sowie den Schulwettbewerb der IHK-Südthüringen „Unsere Beste Neunte“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sascha Benecken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien