Schweizer Luftwaffe

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Schweizer Luftwaffe
Forces aériennes suisses (frz.)
Forze aeree svizzere (ital.)
Aviatica militara svizra (rät.)
Swiss Air Force badge.svg

Badge der Schweizer Luftwaffe
Aufstellung 31. Juli 1914
Land SchweizSchweiz Schweiz
Streitkräfte Schweizer Armee
Teilstreitkraft Luftwaffe
Grobgliederung Luftwaffenstab
Luftwaffenausbildungs- und -trainingsbrigade
Fliegerärztliches Institut
Militärflugplatz Alpnach
Militärflugplatz Dübendorf
Militärflugplatz Emmen
Militärflugplatz Locarno
Militärflugplatz Meiringen
Militärflugplatz Payerne
Aussenstandort Sion
Lehrverband Fliegerabwehr 33
Kommandant
Kommandant der Luftwaffe Divisionär
Bernhard Müller
Stellvertretender Kommandant Luftwaffe Brigadier
Werner Epper
Insignien
Flugzeugkokarde Roundel of Switzerland.svg
Blériot Eindecker auf dem Flugplatz Beundenfeld in Bern mit der Ballonhalle, erster Standort der Fliegertruppe
Flugzeugtypen der Schweizer Luftwaffe zwischen 1960 und 1996

Die Schweizer Luftwaffe (französisch Forces aériennes suisses, italienisch Forze aeree svizzere, rätoromanisch Audio-Datei / Hörbeispiel Aviatica militara svizra?/i) ist die Luftstreitkraft der Schweizer Armee. Bis zum Ende des Jahres 1995 lautete die Bezeichnung FF Trp (Flieger Flab Truppen) bzw. Flugwaffe (fliegender Teil).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pionierzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lastwagen der Ballon-Pionierkompanie I in Bern
Flugzeuggeschwader in Linie aufgestellt auf dem Flugplatz Dübendorf

Die Anfänge der Schweizer Militäraviatik gehen auf das Jahr 1892 zurück, als zwei Vertreter des Generalstabsbureaus mit dem berühmten Ballonfahrer Spelterini aufstiegen, um den militärischen Nutzen speziell von Fesselballons zur Beobachtung zu prüfen. Im Jahr 1897 beantragte der Bundesrat beim Parlament die nötigen Mittel und 1900 rückten Freiwillige zur ersten Luftschiffer-Rekrutenschule in Bern ein.[1] 1912 rief die Schweizerische Offiziersgesellschaft zu einer Nationalspende für das Militärflugwesen auf. Das Resultat von 1,7 Millionen Franken übertraf die Erwartungen.[2]

Leutnant Oskar Bider mit seinen Fliegeraspiranten in Dübendorf

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs änderte sich die negative Einstellung der Behörden, die mit der Fraglichkeit der Miliztauglichkeit der Fliegerei begründet worden war. Am 31. Juli 1914 wurde der Kavallerie-Instruktor und Pilot Theodor Real mit der Aufstellung einer Fliegertruppe betraut. Er beschlagnahmte drei an der Landesausstellung in Bern ausgestellte Flugzeuge. Die ersten zehn ausgebildeten schweizerischen Piloten, darunter acht Romands, rückten zum Teil mit ihren eigenen Flugzeugen und Mechanikern in Bern-Beundenfeld ein, wo bei der Kaserne auch schon eine Ballonhalle bestanden hatte, und bildeten die neugeschaffene Fliegertruppe. Der Flugpionier Oskar Bider wurde zum Chefpiloten ernannt.

Um die im Krieg erforderlichen weiteren Flugapparate zu beschaffen, erteilte im Mai 1915 der Bundesrat der K+W in Thun den Auftrag, sechs Flugzeuge nach den Entwürfen des Schweizers August Haefeli zu bauen. Im Dezember 1914 wurde vom improvisierten Flugplatz Beundenfeld nach Dübendorf übersiedelt; der erste Aussenposten war Claro im Tessin. Die Piloten traten während des Kriegs selten in Aktion und konzentrierten sich deshalb auf Ausbau und Schulung. Am Ende des Krieges verfügte die Truppe mit ihren 62 Piloten über 68 Flugzeuge. Allerdings war der Kommandant Theodor Real schon 1916 wegen der mangelnden finanziellen Mittel zurückgetreten, nach dem Kriegsende war der weitere Aufbau der Fliegertruppen aufgrund der Sparbemühungen des Bundes nur sehr eingeschränkt möglich. Erst 1930 wurde die alleinige Beobachtungsaufgabe der Fliegertruppe durch Kampfaufgaben ergänzt und dazu Jagdflugzeuge Dewoitine D-27 beschafft. Die deutsche Aufrüstung blieb auch in der Schweiz nicht unbemerkt und mündete in der Beschaffung von C-35-Doppeldeckern und dem Erwerb von Lizenzen zum Bau der Morane.[3]

Aufgrund der politischen Entwicklung in Europa wurde im Oktober 1936 die Fliegertruppe zur Waffengattung erklärt. Die Abteilung für Flugwesen und Fliegerabwehr mit einem Divisionär an ihrer Spitze wurde geschaffen. Bereits 1935 war mit dem Aufbau einer wirkungsvollen Fliegerabwehr begonnen worden. Innert kürzester Zeit wurde der Bestand an Flugzeugbesatzungen verdoppelt. Die erste Serie der in Deutschland bestellten Me-109-Jagdflugzeuge traf noch rechtzeitig vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs ein.

Gottlieb Duttweiler (LdU) reichte im Oktober 1937 ein Postulat ein, in dem die Regierung aufgefordert wurde, durch eine Delegation in den USA Flugzeuge zu kaufen mit dem Ziel die Luftwaffe auf 1000 Flugzeuge zu vergrössern. Der Bundesrat lehnte den Antrag ab, da er lieber die eigene Flugzeugindustrie fördern wollte. Duttweiler propagierte unter dem Schlagwort <<1000 Flugzeuge>> daraufhin in Die Tat einen Ausbau der Luftwaffe auf 1000 Flugzeuge und die Ausbildung von 3000 Piloten zu von ihm errechneten Kosten von 300 Millionen Franken mit der Argumentation, das eine starke Luftwaffe gerade ein kleines Land mit wenigen Soldaten stark in der Landesverteidigung machen würde. Dazu plante er eine Volksinitiative für eine Wehrabgabe von einem Prozent zur Finanzierung von 1000 Flugzeugen sowie der Förderung des Fliegens und der Schweizer Flugzeugindustrie. Zum selben Zweck gründete er die Genossenschaft In Memoriam Bider/Mittelholzer/Zimmermann.[4] Nachdem Duttweiler auch mit einer Motion zur Erreichung dieses Ziels mehrfach im Parlament unterlegen war, begann der LdU mit Unterstützung der Sozialdemokraten im Februar 1939 eine Unterschriftensammlung für eine Volksinitiative. Die für nur eineinhalb Monate angesetzte Sammlung verfehlte das angestrebte Ziel von mehreren hunderttausend Unterschriften mit 92 199 deutlich. Daraufhin beschloss Duttweiler nach einem weiteren halben Jahr und nach Beginn des Zweiten Weltkriegs die Initiative nicht einzureichen. Obwohl die Initiative ohne greifbares Ergebnis blieb, erleichterte sie dem Bundesrat die Erhebung eines Wehropfers und auch der Wehrwille der Bevölkerung wurde gestärkt.[5]

Im Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schweizer Flieger- und Fliegerabwehrtruppen mobilisierten am 28. August 1939, drei Tage vor dem Kriegsausbruch. Sie verfügten über 86 Jagd- sowie 121 Beobachtungs- und Erdkampfflugzeuge. Von den 21 Fliegereinheiten galten nur drei als kriegstüchtig; fünf besassen keine Flugzeuge. Die Lücke wurde sukzessive durch den Ankauf weiterer Messerschmitt Bf 109 und in Lizenz gefertigter französischer Morane-D-3800 (beide Typen Jäger) geschlossen. 1943 nahm das Eidgenössische Flugzeugwerk in Emmen seinen Betrieb auf. In kürzester Zeit zog sich die Fliegertruppe ins Schweizer Reduit zurück. Es entstanden geschützte Flugzeugkavernen, zum Beispiel in Alpnach, Meiringen und Turtmann. 1942/1943 wurde der Fliegerschiessplatz Ebenfluh/Axalp in Betrieb genommen. Das 1941 gegründete Überwachungsgeschwader konnte ab 1943 aktiv eingreifen. 1944 wurde versuchsweise ein Nachtgeschwader gebildet, das 1950 wieder aufgelöst wurde.

Die Fliegertruppe stand gemeinsam mit der sich im Aufbau begriffenen Fliegerabwehr, teils gesamthaft, teils in Ablösungen im Aktivdienst. In den ersten Kriegsmonaten kamen die Flieger- und Fliegerabwehrtruppen nur sporadisch zum Einsatz. Erst als am 10. Mai 1940 die deutsche Offensive gegen Westen und damit die zweite Generalmobilmachung der Armee ausgelöst wurde, mehrten sich die Grenzverletzungen durch deutsche Flugzeuge.

Die Fieseler Fi 156 Storch bewährten sich besonders bei Einsätzen im Gebirge auf extrem kurzen Pisten

Die Schweizer Besatzungen erfüllten insbesondere Anfang Juni entschlossen ihre defensive Aufgabe. Die Fliegertruppe schoss im Luftkampf elf Flugzeuge der deutschen Luftwaffe ab (sechs Kampftage). Sie hatte aber in dieser Zeit auch selber drei Todesopfer zu beklagen (zwei abgeschossene Schweizer Flugzeuge). In der Folge protestierte die Reichsregierung am 6. Juni 1940 gegen die schweizerischen Angriffe auf deutsche Flugzeuge, die sich nach ihrer Darstellung grösstenteils im französischen Luftraum befunden oder die schweizerische Lufthoheit nur irrtümlich verletzt hätten. Deutschland verlangte Schadenersatz und eine Entschuldigung durch den Bundesrat. Um der Schweiz einen Denkzettel zu verpassen, wurden Saboteure in die Schweiz geschickt, die am 16. Juni 1940 zwischen 22 und 24 Uhr Sprengstoffanschläge auf den Flugplätzen Spreitenbach, Bözingen, Payerne und Lausanne durchführen sollten. Bis zum 16. Juni konnten dank der Wachsamkeit ziviler und militärischer Stellen alle Saboteure verhaftet werden.[6]

In einer zweiten – noch schärferen – Note vom 19. Juni 1940 bezeichnete die deutsche Reichsregierung die Abschüsse als flagranten feindseligen Akt und drohte der Schweiz im Wiederholungsfalle Sanktionen und Vergeltungsmassnahmen an (die Schweiz erhielt weniger der wichtigen Kohle von Deutschland). Am 20. Juni (und bis Ende Oktober 1943) verbot General Guisan deshalb aus politischen Gründen Luftkämpfe über schweizerischem Hoheitsgebiet. Am 1. Juli 1940 entschuldigte sich der Schweizer Bundesrat bei der deutschen Reichsregierung für allfällige Grenzverletzungen durch schweizerische Piloten, ohne solche einzugestehen. Am 16. Juli liess die deutsche Reichsregierung daraufhin verlauten, die Fliegerzwischenfälle seien beigelegt.

Im September 1944 gab es noch einen Abschuss eines Schweizer Flugzeuges mit Todesfolge, diesmal durch eine US-Besatzung.

Im Zweiten Weltkrieg wurden 6501 Grenzverletzungen gezählt, 198 fremde Flugzeuge landeten auf Schweizer Hoheitsgebiet, 56 stürzten ab.

Die aus Occasionsbeständen der US-Luftwaffe nach dem Krieg günstig erworbenen P-51 Mustang waren nach dem Zweiten Weltkrieg mit 130 Exemplaren (+1 internierte Maschine?) von 1948 bis 1958 bei der Schweizer Luftwaffe im Einsatz.

Düsenfliegerei bei der Schweizer Luftwaffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon 1946 erprobte die Schweizer Flugwaffe vier Düsenflugzeuge des Typs Vampire Mark I.[7] Aufgrund der positiven Resultate wurde eine erste Serie von 75 Vampire der verbesserten Version „Mark 6“ beschafft. Die britische Vampire besass noch einen Rumpf aus Holz. Am 20. März 1950 begann die Umschulung der ersten Fliegerstaffel, die vom Milizoffizier Arthur Bill kommandiert wurde. Ein Pilot brauchte im Durchschnitt 27 Flugstunden, um das einsitzige Düsenflugzeug sicher steuern zu können. Damit wurden Bedenken, dass der Vampire nicht miliztauglich sei, widerlegt. Ab 1960 wurden Schleudersitze eingebaut, bis zu diesem Zeitpunkt durften die Flugzeuge nur von unverheirateten Piloten geflogen werden. Der «Vämpi» war nach der Beschaffung einer weiteren Serie von 100 Flugzeugen bis 1990 als Schulflugzeug im Einsatz.

In den 1950er Jahren erreichte der Kalte Krieg zwischen dem Westen und dem Ostblock einen Höhepunkt. Auch die Schweiz rüstete stark: Es wurden zum Beispiel nie zuvor und auch nie nach dieser Periode so viele Kampfflugzeuge neu hinzugekauft. Lieferant war ausschliesslich Grossbritannien: zuerst die genannten Vampires, dann fast ohne Unterbruch 250 De Havilland DH.112 Venoms und ab 1958 – unabhängig vom Abbruch des zusätzlich laufenden Projekts FFA P-16 und des schon zuvor abgebrochenen Projekts N-20 Aiguillon – schliesslich noch über 100 Hawker Hunter, eines der damals fortschrittlichsten Jagdflugzeuge überhaupt, das seine Wendigkeit über lange Jahre hinweg noch bei der Patrouille Suisse unter Beweis stellte. Noch vor der Beschaffung der Hunter war die Schweiz das erste Land der Welt, dessen Kampfstaffeln ausschliesslich mit Strahlflugzeugen ausgerüstet waren.

Eine Delegation erprobte 1959 in Italien die G-91 und in Schweden die Saab Draken; beim Draken war insbesondere die Sicht des Piloten abzuklären und zu modifizieren.[8] In den 1960er Jahren wurde unter erheblichen politischen Nebengeräuschen (Mirage-Affäre) mit der Mirage ein Abfangjäger mit der Fähigkeit zu doppelter Überschallgeschwindigkeit beschafft (siehe Historische Luftfahrzeuge)

Bodenorganisation bei der Schweizer Luftwaffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Februar 1968 wurde im Rahmen einer Reorganisation die Flugplatzbrigade 32 gegründet, welche die Fliegerbodentruppen auf allen Militärflugplätzen der Schweiz, rund 16'000 Angehörige der Armee umfasste.[9] Sie war in einen Brigadestab, drei Flugplatzregimenter sowie eine Leichtflugplatzabteilung gegliedert. Sie umfasste drei Flugplatz-Regimente, regiment aerodrome 1 Wallis, Flugplatzregiment 2 Berner Oberland und Westschweiz, Flugplatzregiment 3 Zentralschweiz und Tessin, sowie eine schweizweit tätige Leichtflugplatzabteilung. In Kombination mit dem BAMF, Bundesamt für Militärflugplätze, stellte diese Organisation mit deren ZV Zentralverwaltung in Dübendorf eine äusserst robuste und schlagkräftige Struktur dar, die innerhalb von 48 Stunden mit einer Mobilmachung durchgehend aktiviert werden konnte. Der Kontrollbestand der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen lag am 15. März 1986 bei 80'419 Angehörigen der Armee.[10]

Flugzeugbeschaffung Siebziger- und Achtzigerjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bei der Beschaffung unterlegene Black Hawk UH-60 bei der Erprobung auf dem Waffenplatz Chur

Im Jahr 1971 wurde die Beschaffung von 30 Werks-revidierten Huntern beschlossen. Ein unterschriftenreifer Kauf von 60 Corsair A-7G führte 1972 zu so grossen Meinungsverschiedenheiten, dass am Ende weder die A-7 noch die aus der Mirage konstruierte Milan S beschafft wurde. Stattdessen wurde eine Tranche von weiteren 30 Huntern als Occasionen bezogen.[11] 1972/73 lag auch eine Offerte zum Kauf von A-4B Skyhawk-Flugzeugen vor, anfänglich gebrauchte, danach neue Flugzeuge.[12]

Am 27. August 1975 beschloss das Parlament die Beschaffung von 66 F-5E Tiger und sechs F-5F Tiger. Die Northrop F-5 setzte sich in der Evaluation gegen die F-4 Phantom II, Dassault Mirage F1 und Saab 37 Viggen durch, nachdem die Hawker Siddeley Harrier, Fiat G.91Y und Douglas A-4N Skyhawk schon früher aus der Evaluation ausgeschieden waren.[13] Mit dem Rüstungsprogramm 1981 wurden weitere 32 F-5E und sechs F-5F beschafft. Alle F-5 wurden in den USA hergestellt und die Endmontage im Eidgenössischen Flugzeugwerk Emmen (F+W) durchgeführt.[14]

Nachdem 1979 vier Helikopter-Typen auf ihre Eignung überprüft worden waren, traf am 28. Februar 1980 eine UH-60 Black Hawk in Emmen ein, um gegen den zweiten verbliebenen Typ, den Prototyp des Super Puma evaluiert zu werden. Peter Regli leitete die Evaluation. Das Rennen machte der Super Puma, in der Schweiz nach dem Beschaffungsjahr 1986 und der Bezeichnung Transport Helikopter auch TH86 genannt. Die ersten drei Maschinen trafen ab 14. August 1987 ein und ab 23. Mai 1991 folgten zwölf weitere Maschinen als TH89. Die drei TH86 wurden auf den leicht modifizierten Stand des TH89 gebracht.[15]

An der Sitzung des Rüstungsausschusses vom 10. Mai 1983 wurde aufgrund einer Eingabe des Kommandanten der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen vom 19. April 1983 das Projekt für ein «neues Jagdflugzeug» in die Wege geleitet. Am 3. Oktober 1988 Beschloss der Bundesrat die Beschaffung von 34 Kampfflugzeugen F/A-18.[16]

Autobahnen als Startbahnen im Kalten Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Abschnitten einiger Schweizer Autobahnen wurde die Leitplanke durch zwei Kilometer lange Stahlseile ersetzt. Mit dem Ende des Kalten Kriegs und den Restrukturierungen der Schweizer Armee wurden laufend Objekte aus dem Inventar der militärischen Infrastruktur entlassen, darunter auch verschiedene Nationalstrassen-Bauten. Mit der Armeereform 1995 wurde das Konzept der Flugplätze auf Nationalstrassen vorübergehend aufgegeben. Es wird momentan kein Unterhalt mehr betrieben und kein Einsatz mehr erprobt. Jedoch erachtet die Schweizer Luftwaffe die Fähigkeit der Dezentralisierung weiterhin für notwendig. Dazu gehören nach wie vor Operationen von zivilen Flugplätzen, ehemaligen Militärflugplätzen und von Autobahnabschnitten.[17]

Bambini-Code und Brevity Code[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siehe: Bambini-Code, die ehemalige Sprache der Piloten der Schweizer Luftwaffe
  • Siehe: Brevity Code, seit 1998 von der Schweizer Luftwaffe verwendeter NATO-Code

Geschichte ab 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

F/A-18-Initiative 1992/93[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweizer F/A-18

Als im Frühjahr 1992 beide Kammern des Parlaments der Beschaffung von 34 Kampfflugzeugen des Typs F/A-18 zugestimmt hatten, gelang es der GSoA nach eigenen Angaben innerhalb 32 Tagen, fast 500'000 Unterschriften für eine Initiative gegen dieses Vorhaben zu sammeln. Am 9. Juli 1992 stellte die Bundeskanzlei fest, dass die Initiative mit 181`707 gültigen Unterschriften zustande gekommen war.[18][19] Konkret wollte die Initiative einen Kauf von Kampfjets bis im Jahre 2000 verhindern.[20] Armeekreise bekämpften auch diese zweite GSoA-Initiative. Sie wurde als Armeeabschaffung in Raten bezeichnet. Die zweite GSoA-Initiative wurde am 6. Juni 1993 abgelehnt, allerdings waren 42,8 % der Abstimmenden für einen Verzicht auf die Flugzeuge.[21] Das Abstimmungsbüchlein suggerierte des Weiteren einen Ersatz von damals kaum mehr vorhandenen 130 Huntern durch „nur“ 34 F/A-18.[22] Tatsächlich wurden jedoch die ebenfalls 34 Mirage S ersetzt, die während des ganzen Kalten Krieges das Rückgrat der Luftverteidigung gebildet hatten. Die F/A-18 wurden explizit dafür beschafft und nicht für die aufgegebene Rolle der Hunter.[23]

Erste Brevetierung von Helikopterpilotinnen 1995[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. Juni 1995 wurden erstmals Frauen als Militärpilotinnen im Offiziersrang brevetiert. Es waren dies die Helikopterpilotinnen Ines Meier, Sibylle Meier, Annette Müller und Katja Stucki hatten die 68-wöchige Ausbildung absolviert, woran sich 26 Wochen des Abverdienens anschlossen.[24] Die Ausbildung für Frauen auf Kampfflugzeugen war zu dem Zeitpunkt in der Schweiz noch nicht vorgesehen.[25]

Umbenennung in Luftwaffe 1996[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flieger- und Fliegerabwehrtruppen einschliesslich deren fliegender Teil Flugwaffe wurden im Rahmen der Reorganisation EMD 95 per 1. Januar 1996 in Luftwaffe umbenannt. Diese Bezeichnung entspricht internationaler Usanz. Erste Beschriftungen Swiss Air Force wurden auf den Verbindungsflugzeugen Learjet und King Air erstellt, danach erhielten die Super-Puma-Helikopter im Rahmen ihrer Einsätze im Kosovo[26] ab 1999 auffällige Beschriftungen, die später bei allen Hubschraubern und Transportflugzeugen durch kleinere, permanente Beschriftungen ersetzt wurden.

Volksinitiative «Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten» 2005/2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein Helvetia Nostra lancierte unter der Federführung von Umweltschützer Franz Weber die eidgenössische Volksinitiative «Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten», welche am 3. November 2005 eingereicht wurde.[27] Im Rahmen eines neuen Stationierungskonzepts wurde die Fliegerstaffel 11, die F/A-18-Kampfflugzeuge fliegt, per 1. Januar 2006 von Dübendorf nach Meiringen verlegt, wodurch dort die Flugaktivitäten zunahmen. Die Initiative wollte die Erholungsgebiete des Tourismus vor Fluglärm schützen, indem sämtliche militärische Übungsflüge mit Kampfflugzeugen in Friedenszeiten verboten werden sollten. Die Volksabstimmung wurde am 24. Februar 2008 mit 31,9 % Ja-Stimmen und einem Ständemehr (0:20 6/2) deutlich abgelehnt.[28] In der vom Fluglärm direkt betroffenen Gemeinde Meiringen wurde der Initiative mit 926 (52 %) zu 856 Stimmen zugestimmt.[29]

Mit einem am 10. Mai 2010 an das VBS gerichteten Begehren forderten die Stiftung Giessbach dem Schweizervolk und weitere Kläger (Hoteliers und Einzelpersonen) die Überprüfung der Rechtmässigkeit der in den Jahren 2006 bis 2009 durch die Flugbewegungen der Kampfjets verursachten Lärm- und Schadstoffimmissionen im Gebiet von Meiringen und Umgebung. Am 23. November 2010 verfügte das VBS, nicht auf das Begehren einzugehen, worauf die Kläger am 6. Januar 2011 den Fall an das Bundesverwaltungsgericht weiterzogen. Dieses verpflichtete das VBS mit dem Urteil vom 7. September 2011 nun doch, zum Begehren Stellung zu nehmen,[30][31] was das Bundesgericht bestätigte.[32]

Stationierungskonzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Luftwaffe hat ein sogenanntes Stationierungskonzept ausgearbeitet, das vor allem bei den Kampfflugzeugen Auswirkungen auf die Anzahl der Flugbewegungen hat. Die Gesamtzahl der verbleibenden Flugbewegungen, basierend auf dem ursprünglich geplanten Stationierungskonzept, wurden mit 20'950 (Start und Landungen pro Jahr) für Payerne festgelegt, an zweiter Stelle steht Emmen (17'500). Es folgten Sion (11'180), Locarno (8'500) und Meiringen (7'436). Die Anzahl der Flugbewegungen in Alpnach sind noch nicht festgelegt. Momentan gibt es dort 16'000 Starts und Landungen vor allem mit Helikoptern.

Initiative Gegen die Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Volksinitiative der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee für ein Beschaffungs-Moratorium bis 2019 kam am 8. Juni 2009 zustande. Am 25. August 2010 hatte sich der Bundesrat entschieden, die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges aus finanziellen Gründen bis spätestens 2015 zu verschieben. Daraufhin zog die GSoA ihre Initiative zurück, da der angestrebte Zeitraum ohnehin erreicht würde.

Ablehnung neue Abfangjäger-Beschaffung durch Volksentscheid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Ersatz der F-5 Tiger in Erwägung gezogen wurden der Eurofighter Typhoon (Deutschland, Vereinigtes Königreich, Italien, Spanien), Saab JAS-39 Gripen (Schweden), Dassault Rafale (Frankreich)[33], während McDonnell Douglas eine Offerte für die F/A-18E/F Super Hornet (USA) wieder zurückgezogen hatte. Dies vermutlich nicht ganz freiwillig, sondern weil die Schweden und Franzosen das ganze System offerierten, während die Schweiz bei der F/A-18 nur eine Exportversion offeriert bekam. Ebenfalls wären die F/A-18E/F aufgrund ihrer Grösse (+30 %) in den Schweizer Flugzeugkavernen nur sehr eingeschränkt manövrierbar gewesen. Weil der Teilersatz finanziell aufwändig und politisch heikel war, wurden auch kostengünstigere Varianten wie etwa der Erwerb gebrauchter Kampfflugzeuge, primär F/A-18C/D, geprüft. Weiter hatte das VBS am 20. April 2011 entschieden, doch eine Modernisierung der F-5 Tiger zu prüfen.[34]

Am 18. Mai 2014 lehnte die Schweizer Stimmbevölkerung durch Volksentscheid mit 53,4 % der Stimmen die von Bundesrat und Parlament am 30. November 2011[35] beantragte Anschaffung eines neuen Kampfjets Saab Gripen ab.[36] Schon die Finanzierung der Beschaffung gelang nicht im ersten Anlauf[37] und gleich zwei Gruppen, jene aus dem links-grünen Bündnis "Stop-Gripen", welche das Referendumkomitee bildete, sowie eine aus dem bürgerlich-liberalen[38] Lager, bekämpften die Beschaffung. Die eigentlich zu ersetzenden F-5 Tiger würden nach Angaben im Jahr 2015 bis mindestens 2017 im Einsatz bleiben.[39]

Ersatz für die Aufklärungsdrohne ADS 95[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Ersatz der Aufklärungsdrohnen ADS 95 wurde 2012 eine fliegerische Evaluation durchgeführt. Die Super Heron der Firma Israel Aerospace Industries stand der Hermes 900 HFE von Elbit Systems bei der Evaluation gegenüber. Im Juni 2014 fiel die Wahl auf das Drohnensystem Elbit Hermes 900, es handelt sich um ein unbewaffnetes Aufklärungsdrohnen-System.[40] Mit dem Rüstungsprogramm 2015 wurde der Kauf von sechs modifizierten[41] Elbit Hermes 900 beschlossen, die bis 2019 die verbliebenen 15 ADS-95 ersetzten werden.[42]

Erste Kampfjetpilotin 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor 2004 war es Frauen nicht möglich, Kampfjetpilotin in der Schweizer Luftwaffe zu werden. Fanny Chollet (* 1991) schloss im Jahr 2017, auf dem Pilatus PC-21, die taktische Grundausbildung ab und begann 2018 mit der Ausbildung auf dem Kampfjet F/A-18.[43] Chollet ist die zehnte Schweizer Militärpilotin und die erste F/A-18 Pilotin ausserhalb Nordamerikas. Sie ist bei der Fliegerstaffel 18 eingeteilt.[44]

Einsätze im Ausland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ab Ostern 1999 wurden Super-Puma-Transporthelikopter in Albanien dem UNO-Hochkommissariat für das Flüchtlingswesen (UNHCR) zur Verfügung gestellt.[45] Dies war die erste humanitäre Mission der Schweizer Luftwaffe im Ausland.[46] Ihr Nachfolger ist die Swisscoy-Mission, die seit 1999 für jeweils drei Jahre verlängert wurde, letztmals im Jahr 2017 bis 2020.[47]
  • Drei Super Puma Helikopter wurden im Jahr 2005 nach Sumatra geflogen, um dort Hilfseinsätze zugunsten der Opfer der Tsunami-Katastrophe zu fliegen.[48]
  • Im Jahr 2010 flogen drei Cougar-Helikopter in Israel Löschflüge.[49]
  • Im August 2017 kamen drei Super-Puma-Helikopter bei Waldbränden in Portugal zum Einsatz.[50]

Zukunftsplanungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BODLUV 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Bezeichnung BODLUV 2020 lief das Projekt der Modernisierung der bodengebundenen Luftabwehr. Es ist vorgesehen, die drei heutigen Systeme (Stinger, Rapier und Flugabwehrkanone) durch zwei Systeme mit kurzer und mittlerer Reichweite zu ersetzen, die in das FLORAKO-System eingebunden werden können und so die gesamten boden- und luftgestützten Komponenten miteinander vernetzen.[51] Im Gegensatz zu den jetzt verwendeten Systemen sollen prinzipiell alle Flugkörper vom Flugzeug bis hin zu Lenkflugkörpern bekämpft werden können.[52] Evaluiert wurden MBDA UK mit dem CAMM-ER, Diehl Defence mit IRIS-T SLM und Rafael Defence System mit Iron Dome. Im September 2015 wurde bekannt, dass Thales Suisse SA als Generalunternehmerin auf Schweizer Seite das Projekt BODLUV 2020 MR (mittlere Reichweite) massgeblich begleitet hatte.[53] Nach dem Bekanntwerden von Mängeln[54][55] wurde das Projekt am 22. März 2016 durch Bundesrat Guy Parmelin sistiert.[56] Es wird nun erst ein Gesamtkonzept für die Luftverteidigung und die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges ausgearbeitet. In diesem Gesamtkonzept, Air2030 wird wieder neu über BODLUV-Systeme beraten.[57]

Beschaffung Transportflugzeug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das VBS hatte nach ausgiebiger Evaluation der Alenia C-27J Spartan und der CASA CN-235 die Beschaffung von zwei CN-235 vorgeschlagen. Dies wurde 2004 jedoch im Parlament abgelehnt. Anfang 2015 wurden mehrere Motionen von Politikern eingereicht mit der Forderung, dass die Luftwaffe nun doch zwei Transportflugzeuge beschaffen soll.[58][59]

Air2030[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Modernisierungsprojekt Air2030 beinhaltet drei Komponenten:

  1. Beschaffung einer bodengestützten Luftabwehr mit Raketen mittlerer Reichweite. sozusagen Wiederherstellung der Fähigkeit die mit der Ausserdienststellung der Bristol Bloodhound BL-64 aufgegeben wurde.
  2. Beschaffung neuer Kampfflugzeuge um die gesamte Flotte der verbliebenen F-5 Tiger und F/A-18 durch weniger dafür modernere Kampfflugzeuge zu ersetzen.
  3. Beschaffung eines neuen Luftraumüberwachungs- und Führungssystem um das bestehende FLORAKO System zu ersetzen.
  • BODLUV

Nach der Sistierung des Projektes BODLUV 2020 soll im Rahmen des Projekts Air2030 ab 2019 ein neues Flugabwehrraketensystem evaluiert werden.[60] In der engeren Auswahl stehen die Systeme David’s Sling (Israel & Vereinigte Staaten), SAMP/T (europäisches Konsortium) sowie MIM-104 Patriot (Vereinigte Staaten). Nachdem vom Hersteller Rafael keine Offerte zum Davids Sling-Raketenabwehrsystem eintraf, schied das System aus dem Auswahlverfahren aus.[61] Israelischen Quellen berichteten später, die Vereinigten Staaten haben Israel unter Druck gesetzt, das Davids Sling-Raketenabwehrsystem zugunsten von Raytheons MIM-104 Patriot-System, aus dem Air2030-Wettbewerb herauszuhalten.[62]

Der Typenentscheid soll bis Ende 2020 fallen. Die Einführung des neuen Systems ist für 2025 angedacht.[63] Die Beschaffung wird gebündelt mit der Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges und wird als Planungsbeschluss ausgeführt, zu welchem eine Volksabstimmung möglich ist.[64]

  • Luftraumüberwachung

Mit dem Programm Air2030 wird auch ein Nachfolgesystem für das FLORAKO eingeführt. Als erste Etappe des FLORAKO-Ersatz wurden Anfang Oktober 2018 in Dübendorf Container zur Systemdemonstration und Prüfung durch die armasuisse von den der Anbietern, Thales (Frankreich), SAAB (Schweden) und Raytheon (USA), aufgestellt.[65][66]

  • Neues Kampfflugzeug

Im April 2016 initiierte Bundesrat Guy Parmelin die Vorbereitungsarbeiten zum Kauf eines neuen Kampfflugzeuges. Eine durch eine Begleitgruppe unterstützte Expertengruppe wurde mit der Klärung grundlegender Fragen zu Bedarf, Vorgehen und industriellen Aspekten beauftragt.[67] Am 30. Mai 2017 wurden deren „Empfehlungen der Begleitgruppe zur Evaluation und Beschaffung eines neuen Kampfflugzeugs“ publiziert.[68] Im Bericht werden vier Optionen aufgezeigt: Option 1: Ersatz der heutigen Kampfflugzeugflotte durch rund 55 (bzw. 70) Kampfflugzeuge und eine umfassende Erneuerung und Leistungssteigerung aufseiten der bodengestützten Luftverteidigung, Finanzbedarf: ca. 15–18 Mia. Franken; Option 2: Ersatz der heutigen Kampfflugzeugflotte durch rund 40 moderne Mehrzweckkampfflugzeuge und Erneuerung der bodengestützten Luftverteidigung, Finanzbedarf: ca. 9 Mia. Franken; Option 3: Ersatz der heutigen Kampfflugzeugflotte durch rund 30 neue Kampfflugzeuge und eine erhebliche Leistungssteigerung aufseiten der bodengestützten Luftverteidigung, Finanzbedarf: ca. 8–8,5 Mia. Franken; Option 4: Beschaffung von rund 20 neuen Kampfflugzeugen bei gleichzeitigem Weiterbetrieb der F/A-18-Flotte und Erneuerung der Mittel der bodengestützten Luftverteidigung, Finanzbedarf: ca. 5 Mia. Franken. Sowohl die Maximal- als auch die Minimalvariante hätten dabei aus politischen beziehungsweise Tauglichkeitsgründen wenig Erfolgsaussichten.[69] Die Beschaffung wird gebündelt mit der Beschaffung eines Flugabwehrsystems und wird als Planungsbeschluss ausgeführt, zu welchem eine Volksabstimmung möglich ist.[64] Getestet werden die fünf Flugzeugtypen, in Alphabetischer Reihenfolge der Herstellernahmen, Airbus Eurofighter Typhoon, Boeing F/A-18F, Dassault Rafale B, Lockheed Martin F-35A und Saab 39E. Am 13. Juni 2019 gab armasuisse bekannt, dass mit dem Gripen E keine Testflüge durchgeführt werden. Als Grund wird angegeben, dass der Gripen E momentan noch bei keiner Luftwaffe im operativen Dienst sei. Zum Zeitpunkt der geplanten Testflüge existieren erst drei Vorserienmaschinen der Version E. Ein Angebot von SAAB, die Tests mit Gripen C/D oder F (NG) durchzuführen, wurde abgelehnt.[70]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe wird von Divisionär Bernhard Müller geführt. Dem Kommandanten sind nebst dem Luftwaffenstab, dem Einsatz Luftwaffe, mit der Operationszentrale der Luftwaffe und sämtlichen Flugplatzkommandos, dem Fliegerärztliches Institut (FAI) auch die drei Lehrverbände Flieger 31, Flab 33 und Führungsunterstützung 30 unterstellt. Die Lehrverbände umfassen bei der Luftwaffe – im Gegensatz zum Heer – auch die Einsatzverbände.

Fliegerstaffeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweizer Luftwaffe ist ein Flugzeug in der Regel nicht dauerhaft bei einer bestimmten Staffel eingeteilt. Dies gilt im Besonderen und traditionell bei den Milizstaffeln, deren Piloten nur einige Wochen pro Jahr im Dienst sind. Auf einem Flugzeug aufgebrachte Markierungen liessen also kaum Rückschlüsse auf den Verwender zu. Auch Staffelflugzeuge mit einer Sonderbemalung wie die F/A-18 J-5017 von der Fliegerstaffel 17 werden von anderen Staffeln benutzt.

Die Milizpiloten der Schweizer Luftwaffe stammten bis zum Ende der Hunter-Ära aus allen möglichen zivilen Berufen, unter den Piloten gab es damals auch hauptberufliche Landwirte.

Bild Name Status Home base Flugzeugtyp Historie Bemerkung
Staffeln Details 06.JPG Fliegerstaffel 1 Rokh Inaktiv Militärflugplatz Dübendorf F-5E Hawker Hunter, DH.100 Vampire, C-3036,Fokker C.V, Häfeli DH-5 Kommandant der Patrouille Suisse war Mitglied der Fl St 1 die Teil der Fl St 1 war.[71]
FlSt2old.jpg Fliegerstaffel 2 Inaktiv Payerne F-5E Hawker Hunter, DH.112 Venom, DH.100 Vampire, Militärflugplatz Ulrichen, Turtmann [72]
Fliegerstaffel 3 Inaktiv Flughafen Sion Mirage IIIRS Hawker Hunter, de Havilland DH.112 Venom Recon vers, D-3800, C-3603, Dewoitine D.27 [73]
Swiss Air Force Squadron 4 Emblem.JPG Fliegerstaffel 4 Inaktiv Payerne Mirage IIIRS Hawker Hunter, de Havilland DH.112 Venom, DH.100 Vampire AFB Turtmann, Sankt Stephan [74]
Swiss Air Force 5 Squadron Emblem.JPG Fliegerstaffel 5 Lynx Inaktiv Interlaken Hawker Hunter DH.100 Vampire, Häfeli DH-5 Astronaut Claude Nicollier war Pilot bei der Fl St 5.
CP.AV.6.JPG Fliegerstaffel 6 Ducks aktiv Payerne F-5E Me109, C-36 [75][76]
Swiss Air Force 7 Squadron Emblem.JPG Fliegerstaffel 7 Inaktiv Militärflugplatz Meiringen Hawker Hunter DH.112 Venom, DH.100 Vampire, Me109, Fokker C.V, AFB Ambri, Interlaken [77]
Staffeln Details 03.JPG Fliegerstaffel 8 Destructors aktiv Militärflugplatz Meiringen F-5E AFBFlugplatz Buochs [78] F-5E J-3073 Staffelflugzeug mit Sonderlackierung
Fliegerstaffel 9 Inaktiv Flughafen Sion DH.112 Venom DH.100 Vampire, Me109,D-3801,Dewoitine D.27,Fokker C.V [79]
Fliegerstaffel 10 Inaktiv Flugplatz Buochs Dassault Mirage IIIRS de Havilland DH.112 Venom recon, de Havilland DH.100 Vampire, C-3603, P-51 Mustang alle mit Fotokameras ausgerüstet[80][81][82]
Staffeln Details 07.JPG Fliegerstaffel 11 Tigers aktiv Militärflugplatz Meiringen F/A-18 Dübendorf, F-5E, Hawker Hunter, de Havilland DH.100 Vampire, D-3801 Mitglied des NATO Tiger Meet[83], F/A-18C J-5011, Staffelflugzeug mit Sonderlackierung[84]
FlSt12new.jpg Zielflugstaffel 12 aktiv Militärflugplatz Emmen Pilatus PC-9/ F-5E Hawker Hunter, C-36 [85]
Staffeln Details 05.JPG Fliegerstaffel 13 Inaktiv Payerne F-5E de Havilland DH.112 Venom, D-3800 Morane, AFB Turtmann, Meiringen Ambri [86]
Instrumentenfliegerstaffel 14 aktiv Militärflugplatz Dübendorf Pilatus PC-7 de Havilland DH.100 Vampire, Pilatus P-3 [87]
Swiss Air Force 15 Squadron Emblem 4080.JPG Fliegerstaffel 15 Inaktiv Sankt Stephan Hawker Hunter de Havilland DH.112 Venom, de Havilland DH.100 Vampire, D-3801, Me109, Payerne im letzten Jahr erhielt ein Hunter eine «Papyrus» Lackierung, Flugzeug ist nun in Privatgebrauch[88]
Mirage III FlSt16.jpg Fliegerstaffel 16 aufgelöst Flughafen Sion F-5F Mirage IIIS, de Havilland DH.112 Venom und DH.112 R1, de Havilland DH.100 Vampire, P-51 Mustang C-3603, C-36,Fokker C.V, Buochs
Mirage IIIS FlSt -17.jpg Fliegerstaffel 17 Falcons aktiv Payerne F/A-18 Mirage IIIS, de Havilland DH.112 Venom, D-3802, C-3603, Häfeli DH-5 Dewoitine D.27 AFB Flugplatz Buochs, Militärflugplatz Emmen, Flugplatz Raron Staffelflugzeug F/A-18C J-5017 mit „Falcons“-Lackierung[89][90]
Staffeln Details 02.JPG Fliegerstaffel 18 Panthers aktiv Payerne F/A-18 Staffelflugzeug F/A-18C J-5018 mit „Panthers“-Lackierung.[91]
19 Sqn Swiss Air Force.JPG Fliegerstaffel 19 Swans aktiv Flughafen Sion F-5E Potez 25,Morane D-3800 P-51 Mustang, de Havilland DH.112 Venom, Hawker Hunter Staffelflugzeug F-5E J-3038 mit „Swans“-Lackierung.[92]
Swiss Air Force Squadron 20 Emblem.jpg Fliegerstaffel 20 Inaktiv Militärflugplatz Mollis Hawker Hunter de Havilland DH.112 Venom, de Havilland DH.100 Vampire, P-51 Mustang, D-3801 [93]
Swiss Air Force 21 Squadron Emblem.JPG Fliegerstaffel 21 Inaktiv Flugplatz Raron Hawker Hunter de Havilland DH.112 Venom, de Havilland DH.100 Vampire, P-51 Mustang, Dewoitine D.27, Me109,AFB Flugplatz Buochs, Turtmann, Militärflugplatz Dübendorf [94][95]
Staffel 24.JPG Fliegerstaffel 24 aufgelöst Militärflugplatz Emmen Pilatus PC-9 / F-5F Hawker Hunter Trainer Staffel 22 und Staffel 23 wurden nie gegründet.
Lufttransport Staffel 1 aktiv Payerne AS 532UL, AS 332M-1, EC635 Alouette III [96]
Alouette3 alpnachLT2.jpg Lufttransport Staffel 2 Inaktiv Militärflugplatz Dübendorf Alouette III Aérospatiale Alouette II, Piper Super Cub, Flugplatz Triengen [97]
Emblem LT3.jpg Lufttransport Staffel 3 aktiv Militärflugplatz Dübendorf AS 532UL, AS 332M-1, EC635 [98]
Emblem LT4.jpg Lufttransport Staffel 4 aktiv Militärflugplatz Dübendorf AS 532UL, AS 332M-1, EC635, B190, DHC-6, B350 Super Puma T-316 mit Staffelsymbol
Lufttransport Staffel 5 aktiv Payerne AS 532UL, AS 332M-1, EC635 Alouette IIIDornier Do 27
Lufttransport Staffel 6 aktiv Militärflugplatz Alpnach AS 532UL, AS 332M-1 EC635 [99]
PC-6Abzeichen.JPG Lufttransport Staffel 7 aktiv Militärflugplatz Emmen Pilatus PC-6 [100]
Lufttransport Staffel8.jpg Lufttransport Staffel 8 aktiv Militärflugplatz Alpnach AS 532UL, AS 332M-1 EC635 Aérospatiale Alouette III [101]

Andere Staffeleinheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Name Status Homebase Flugzeugtyp Historie Bemerkung
Alouette3 BFK.jpg Berufsfliegerkorps aktiv Militärflugplatz Dübendorf HQ alle Flugzeugtypen ehemals UeG Überwachungsgeschwader[102]
Emblem LTDB.jpg Lufttransportdienst des Bundes aktiv Flughafen Bern-Belp Cessna Citation Excel, DHC-6, B350, B1900, Falcon 900, EC635 Learjet 35, Falcon 50, Eurocopter Dauphin [103]
Pilotenschule aktiv Militärflugplatz Emmen Pilatus PC-21 F-5F, BAE Hawk, de Havilland DH.100 VampireT
Badge Drohnenstaffel.jpg Drohnenstaffel 7 aktiv Militärflugplatz Emmen ADS-95
Grd badge.jpg GRD Armasuisse aktiv Militärflugplatz Emmen Pilatus PC-6, Pilatus PC-12, Diamond DA42 Aurora Centauer Hawker Hunter, Mirage IIIC, F-5E (J-3001) Flight test Service
Patrouille Suisse aktiv Militärflugplatz Emmen F-5E Hawker Hunter AFB Militärflugplatz Dübendorf [104]
PC-7 Team aktiv Militärflugplatz Dübendorf Flugplatzkommando Locarno Pilatus PC-7 [105]
MHR Alouette.jpg MHR Militär-Helikopter-Rettungsdienst Inaktiv Alouette III SAR, Aufgabe wurde von der zivilen REGA übernommen.
ADDC aktiv Militärflugplatz Dübendorf Air Force HQ, Air Operations Centre, Air Defence & Directions Center
Fallschirmaufklärer Kompanie 17 aktiv Flugplatzkommando Locarno MT-1 Para reccon

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufgaben der Schweizer Luftwaffe sind folgende:

  • Wahrung der Lufthoheit mittels Luftpolizeidienst (analog der Strassenpolizei) und Luftverteidigung
  • Lufttransportdienst
  • Nachrichtenbeschaffung für militärische und politische Instanzen und Erstellen der Luftlage

Der Erdkampf wurde seit dem Ausscheiden der Hunter-Flugzeuge im Jahr 1994 nicht mehr trainiert.[106] Die Wahrung der Lufthoheit kommt auch als Neutralitätsschutz zum Tragen, wenn Luftfahrzeuge von Staaten, die sich in einem bewaffneten Konflikt befinden, die Nutzung des schweizerischen Luftraum erzwingen wollen. Der Schweizer Luftraum wird durch FLORAKO seit 2005 rund um die Uhr elektronisch überwacht, während Kampfflugzeuge normalerweise nur zwischen 8 und 18 Uhr[107] zur Verfügung standen.[108] Zur Verbesserung der Bereitschaft überwies das Parlament im September 2010 eine entsprechende Motion von Hans Hess (FDP).[109] Das daraufhin gestartete Projekt für eine 24-stündige Bereitschaft wurde von Verteidigungsminister Ueli Maurer im Januar 2012 gestoppt.[110] Nachdem eine entführte Zivilmaschine ausserhalb der «Bürozeit» in Genf gelandet war, wurde das Projekt wieder aufgenommen. Es sind rund 100 zusätzliche Vollzeitstellen sowie bauliche Massnahmen auf zwei Militärflugplätzen (Militärflugplatz Emmen & Militärflugplatz Meiringen) sowie auf dem Flughafen Genf und Flughafen Zürich erforderlich. Die Hauptbasis für diesen Dienst, der Militärflugplatz Payerne, ist bereits dafür ausgebaut worden. Der erste Schritt wurde am 4. Januar 2016 getätigt: Während 50 Wochen standen zwei nun bewaffnete F/A-18, mit den Rufzeichen HammerX1& HammerX2 (X= Platzhalter für erste Ziffer)[111] auf QRA15 an Wochentagen von 8 bis 18 Uhr bereit. Ab dem 2. Januar 2017 war diese Präsenz von 8 bis 18 Uhr täglich[112] & Feiertage gewährleistet. Seit dem 1. Januar 2019 sind die Jets von 6 bis 22 Uhr bereit und Ende 2020 erfolgt der Ausbau auf 24 Stunden während 365 Tagen.[113][114][115]

Zum Begriff Sicherheit gehört laut Bundesrat heute auch die Rettung und Schadensbehebung bei Natur- und Zivilisationskatastrophen im Rahmen von Unterstützungseinsätzen, zum Beispiel: Bergungen, Löscharbeiten, Lufttransporte (Einsätze bei Lawinenkatastrophen, Sturmschäden usw.), Luftaufklärung (Personensuche, Feststellung von Glutherden bei Waldbränden mit Infrarotgerät) sowie die Erweiterung des schweizerischen Engagements in Krisenregionen. Im Rahmen internationaler Organisationen wie der UNO oder OSZE kann die Schweiz zur Verbesserung ihrer eigenen Sicherheitslage beitragen.

Wirtschaftliche Aspekte machen für den europäischen Luftverkehr das Überfliegen der Schweiz attraktiv. Dank solcher Überflüge konnte zum Beispiel die UNO bei Lufttransporten im Rahmen der Friedensmission im Balkan bis Ende 2000 über 100 Millionen Franken einsparen. Im Konfliktfall ist der Schweizer Luftraum durch seine zentrale Lage in Europa, aber auch wegen der aus den topografischen Gegebenheiten entstehenden Radarschatten interessant. Luftoperationen erfolgen praktisch ohne Vorwarnung. Sie sind betreffend Zeit, Einflugsort und Richtung nicht voraussehbar. Daher ist die permanente Luftraumüberwachung, die ununterbrochen das ganze Jahr mit dem FLORAKO-System und Berufspersonal durchgeführt, wird eine Grundaufgabe der Schweizer Luftwaffe, mit der die Ausführung weiteren Aufgaben der Luftwaffe erst möglich werden.

Luftpolizeidienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Luftpolizeidienst ist die Hauptaufgabe der Schweizer Luftwaffe. Er wird täglich durchgeführt und gilt als Echteinsatz, nicht als Übung (wie beispielsweise die gleichzeitig dazu stattfinden Luftkampfübungen). Unbekannte Flugzeuge müssen kurzfristig und bei jeder Wetterlage identifiziert und nötigenfalls abgefangen werden können. Mit dem Luftpolizeidienst werden Kontrolle und Souveränität des Schweizer Luftraumes sowie die Sicherheit im gesamten Luftverkehr gewährleistet. Die Luftwaffe erfüllt damit nicht nur die Aufgaben eines unabhängigen Staates, sondern auch Aufgaben zugunsten der zivilen Luftfahrt (BAZL und Skyguide). Für die optische Identifikation und Überwachung werden Militärluftfahrzeuge aus ihrer laufenden Mission oder Kampfflugzeuge aus der Einsatzbereitschaft (QRA) abgerufen und an das zu identifizierende Luftfahrzeug herangeführt.

Den Luftpolizeidienst kann in zwei Arten aufgeteilt werden:

Kontrollen (Live-Missionen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kontrolle von Überflügen werden Luftfahrzeuge von der Schweizer Luftwaffe abgefangen und visuell überprüft, es wird kontrolliert, ob das Luftfahrzeug dem im Flugplan angegebenen Angaben entspricht (Typ, Immatrikulation, Betreiber) und ob auffällige Merkmale ersichtlich sind. Alternativ werden Luftfahrzeuge gefolgt und beobachtet, ob der Pilot sich an die Flugverkehrsregeln hält (Sinkrate, Geschwindigkeit, Typ, Wetterverhältnissen entsprechend etc.).

Interventionen (Hot-Missionen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hilfe für zivile Flugzeuge, beispielsweise bei Navigationsproblemen und Funkpannen etc.[116]
  • Sichtbar machen (eskortieren) eines Flugzeuges mit defektem Transponder für die zivile Flugsicherung
  • Peilen von Notsignalen mit Weiterleitung an Notfallorganisationen (z. B. REGA)
  • Identifikation von Luftraumverletzungen wie unbewilligter Einflug oder Abweichungen vom Flugplan
  • Eingreifen zur Verkehrssicherheit, wenn VFR-Flugzeuge in Luftstrassen oder in die An- und Abflugkorridore der Flugplätze eindringen
  • Durchsetzen von Benützungseinschränkungen des Luftraums (z. B. WEF in Davos,[117] G8-Gipfel in Évian-les-Bains 2003)
  • Überwachen des Luftraums bei Flugzeugentführungen
  • Bewältigung von Krisensituationen (beispielsweise Annäherung feindlicher/terroristischer Luftfahrzeuge an die Landesgrenze)

Die Schweizer Luftwaffe ist berechtigt, jederzeit ohne Rücksicht auf Typ, Nationalität etc. jedes Luftfahrzeug zu kontrollieren, das sich im schweizerischen und liechtensteinischen Luftraum befindet. Luftpolizeidienst-Interventionen dürfen mit Rücksprache mit der jeweiligen Luftwaffeneinsatzzentrale auch grenzüberschreitend sein. Ein Waffeneinsatz ist nur über eigenem Staatsgebiet, mit eigenen Mitteln, unter eigener Einsatzleitung gestattet. Ein Waffeneinsatz gegen Luftfahrzeuge ist nur zulässig, wenn andere verfügbare Mittel nicht ausreichen. Bei nicht eingeschränktem Luftverkehr dürfen gegen zivile Luftfahrzeuge grundsätzlich keine Waffen eingesetzt werden. Bei eingeschränktem Luftverkehr dürfen im Einzelfall Waffen gegen zivile Luftfahrzeuge eingesetzt werden. Gegen Staatsluftfahrzeuge, namentlich Militärluftfahrzeuge, die ohne Bewilligung oder unter Missachtung der Bewilligungsauflagen den schweizerischen Luftraum benützen, dürfen Waffen eingesetzt werden, wenn die Luftfahrzeuge den luftpolizeilichen Anordnungen nicht Folge leisten. Vorbehalten bleiben Waffeneinsätze bei Notstand oder Notwehr.

Die folgende Tabelle gibt die jährlichen Einsatzzahlen im Rahmen des Luftpolizeidienstes wieder:

Jahr Live-Missionen Hot-Missionen Quelle
2006 342 22 [118]
2007 295 23 [119]
2008 308 23 [120]
2009 294 09 [120]
2010 246 22 [121]
2011 350 12 [121]
2012 207 10 [122]
2013 202 09 [123]
2014 277 15 [123]
2015 276 37 [124]
2016 337 26 [125]
2017 292 36 [126]
2018 245 ca.20 [127]

Dienstleistungen für andere Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe erfüllt daneben Dienstleistungen für andere Organisationen:[128] Sie versorgt mit einem der FLORAKO-Sekundärradare die zivile Skyguide mit Radardaten und ermöglicht so eine sichere Luftverkehrsführung. Helikopter und Drohnen der Luftwaffe führen regelmässig Überwachungsflüge für das Grenzwachtkorps GWK durch, sie werden zudem für Überwachungsflüge (z. B. Streetparade Zürich) und Personensuchflüge zugunsten der Polizei und der REGA verwendet. Zur Unterstützung der Feuerwehr bei Waldbränden werden Drohnen und FLIR-Helikopter zur Lokalisierung von Brandnestern sowie Helikopter mit dem Bambi Bucket als Löschmittel eingesetzt. Für das Bundesamt für Gesundheit BAG, die Nationale Alarmzentrale NAZ und das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI führt die Luftwaffe mit Helikopter und mit F-5 regelmässig Luftdatensammlungen und Radioaktivitätsmessungen durch. Mit F-5 werden im Rahmen des ARES-Programms Parabelflüge zugunsten der ETH Zürich und anderen Forschungsanstalten durchgeführt. Zudem bearbeitet die Luftwaffe alle Diplomatic Clearance-Anträge die ausserhalb der Öffnungszeiten des Bundesamts für Zivilluftfahrt BAZL beantragt werden und stellt der Schweizerischen Rettungsflugwacht REGA Kommunikationsanlagen zur Verfügung. Das Flugplatzkommando 13 von Meiringen betreut in seiner Dienststelle in Belp nebst den Mitteln des Lufttransportdienstes des Bundes LTDB auch die dort stationierten Flugzeuge des BAZL.

Vorführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunstflugteams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Schweizer Luftwaffe hat das Jetflugzeug-Kunstflugteam Patrouille Suisse, das jeweils sechs F-5E in einer rotweissen Lackierung für die Vorführungen nutzt.
  • Das Propellerflugzeug-Kunstflugteam, das PC-7 Team, nutzt neun PC-7 in Standardausführung.
  • Das F/A-18 Hornet Solo Display zeigt Flugvorführungen mit einer F/A-18C.
  • Das Super Puma Display Team führt mit einem Super Puma oder Cougar die Flugleistungen dem Publikum vor.
  • Oft treten auch die Fallschirmaufklärer der Fallschirmaufklärer Kompanie 17 mit einem Absprung aus einer PC-6T vor Publikum auf.

Axalp[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

General Guisan forderte 1942 einen anspruchsvollen Flieger-Schiessplatz, da er mit der Schiessleistung der Luftwaffe unzufrieden war. Um zu üben, wurde die Axalp ausgewählt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde regelmässig der Erdkampf mit den Jetflugzeugen Vampire, Venom und Hunter auf der Axalp geübt, wobei neben den Bordkanonen auch Übungs- und Kriegsbomben sowie ungelenkte Raketen eingesetzt wurden. Während des Kalten Krieges wurden militärische Verbindungsoffiziere aus West-, Ost- und blockfreien Staaten zu den Vorführungen eingeladen. Heutzutage ist das Axalpfliegerschiessen Flugschau Axalp eine Leistungsschau der Schweizer Luftwaffe im Gebirge für alle Interessierten. Es ist weltweit das einzige Event, an dem Zivilisten (unabhängig ihrer Nationalität) kostenlos eine eigentliche Airshow in 1700 Meter über dem Meer den Einsatz der Flugzeugbordkanonen mitverfolgen können. Der Einsatz von Helikoptern im Gebirge nimmt mit den Lösch- und Rettungsdemonstrationen mittlerweile einen grossen Teil der Flugvorführungen ein.

Airshows[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1994 hatte die Schweizer Luftwaffe erstmals eine Internationale Airshow in der Schweiz auf dem Militärflugplatz Buochs durchgeführt, die Air94. Im 2004 wurde wieder eine Airshow, die Air04 in Payerne durchgeführt.

2014 fand in Payerne die Air14 statt, die längste Airshow in Europa: Aus Anlass der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Schweizer Luftwaffe, 50 Jahre Patrouille Suisse und 25 Jahre PC-7 Team fand die Air14 vom 30. August bis zum 7. September neun Tage lang statt, wobei die beiden Wochenenden die Hauptattraktionen waren. Die Kunstflugteams der Schweizer Luftwaffe traten dabei jeden Tag auf. Zu diesen Anlässen wurden nebst den Mitteln der Schweizer Luftwaffe auch Komponenten der Schweizer Armee präsentiert, Oldtimer, aktuelle Kampfflugzeuge und Helikopter anderer Staaten, sowie Kunstflugteams diverser Luftwaffen. Für die Air24 im Jahr 2024 ist wieder eine Vorführung an einem Wochenende vorgesehen.

Militärflugplätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe besitzt sieben Flugplätze mit Flugbetrieb. Die Militärflugplätze von Dübendorf und Alpnach sollten gemäss dem neuen Stationierungskonzept geschlossen werden. Der Entscheid, Alpnach zu schliessen, wurde rückgängig gemacht. Ebenso wird überprüft, Dübendorf über das Jahr 2014 hinaus als Flugplatz für Helikopter und Propellerflugzeuge zu erhalten.

Militärflugplatz Alpnach (LSMA)

Hauptflugplatz sämtlicher Lufttransporte mit dem Lufttransportgeschwader 2.

Flughafen Bern (LSMB)

Bern-Belp ist kein eigentlicher Militärflugplatz. Nur der Lufttransportdienst des Bundes ist dort stationiert.

Militärflugplatz Buochs (LSZC)

Buochs ist die sogenannte „Sleeping Base“. Auf dieser Basis findet kein militärischer Flugbetrieb mehr statt. Im Kriegsfall kann LSMU/LSZC reaktiviert werden. Der Flugplatz wird in erster Linie von den Pilatus Flugzeugwerke genutzt.

Militärflugplatz Dübendorf (LSMD)

Dübendorf war lange der wichtigste Militärflugplatz der Schweiz. Nachdem die Kampfflugzeuge abgezogen wurden, sind dort ein Lufttransportgeschwader sowie einige Propellerflugzeuge und die Instrumentenflugstaffel 14 stationiert.

Militärflugplatz Emmen (LSME)

Emmen ist ein Trainings- und Ausweichflugplatz für Kampf- und Propellerflugzeuge sowie Helikopter. Nebst der bekannten Kunstflugstaffel Patrouille Suisse, die ihre Homebase in Emmen hat, fliegen dort teilweise auch die Berufs- und Milizstaffeln mit F/A-18 Hornet und F-5 Tiger. Die Lufttransportstaffel 7, das Drohnenkommando 84, die Pilotenschule (Hauptstandort) sowie die Zielfliegerstaffel sind dort stationiert. Der Hauptsitz der RUAG Aviation ist in Emmen; der Ort ist auch Ausgangspunkt für allfällige Erprobungs- und Evaluationsflüge. Emmen ist das Simulatorzentrum der Luftwaffe. Ein AS532 (Super Puma und Cougar), PC-21-,ADS 95 und Eurocopter EC635 Simulator befinden sich dort.

Flugplatzkommando Locarno (LSMO)

Locarno ist für die Grundschulung der Piloten und der Fallschirmaufklärer zuständig. Im Weiteren befinden sich dort ein PC-7 Simulatoren. Von der Airbase in Locarno werden die Drohnenaktivitäten der ADS 95 im Tessin zur Grenzüberwachung gelenkt. Locarno verfügt über drei Pisten (eine Hartbelag und zwei Graspisten), Militärisch wird normal nur die Hartbelagpiste genutzt.

Militärflugplatz Lodrino (LSML)

Der Flughafen in Lodrino wird nicht mehr direkt von der Luftwaffe betrieben, alle Flugoperationen finden im Tessin vom Stützpunkt in Locarno statt. Die RUAG Aviation führt dort das Center for Propeller Aircraft and UAV Systems und wartet dort die Systeme Pilatus PC-6, PC-7 und PC-9 der Schweizer Luftwaffe. Es gibt hier nur noch Trainingsflüge sowie den Werkflug der Luftwaffe. Allerdings ist der Flughafen normalerweise nur für militärische Flugzeuge freigegeben, nur im Falle eines Maintenance ist es erlaubt, zivilen Flugverkehr abzuwickeln. Die Einrichtung des Towers wurde im Jahr 2010 komplett demontiert.

Militärflugplatz Meiringen (LSMM)

Meiringen ist seit 2006 Heimatsbasis eines Fliegergeschwaders. Es ist ein Kriegsflugplatz mit Flugzeugkavernen und neben Payerne das zweite Standbein für die Luftverteidigung und den täglichen Flugbetrieb. Meiringen gilt als der einzige noch benutzte Kavernenflugplatz der Schweiz.[129][130][131]

Militärflugplatz Payerne (LSMP)

Payerne ist ein Kriegsflugplatz, auf dem vor allem die F/A-18 operieren. Stationiert sind dort zwei Fliegerstaffeln mit einem Fliegergeschwader, ein Lufttransportgeschwader, teilweise das Drohnenstaffel, eine Ausbildungsstaffel und teilweise die Pilotenschule. Der Kriegsflugplatz Payerne ist der wichtigste Kampfjet-Militärflugplatz der Luftwaffe.

Flughafen Sion (LSMS)

Sion ist ein Zivil- und Militärflugplatz. Ein Fliegergeschwader mit F/A-18 und F-5 sowie ein Teil der Pilotenschule sind dort beheimatet. Es ist ebenfalls ein Kriegsflugplatz. Im Gegensatz zu Payerne und Meiringen fliegen Jetflugzeuge dort nur unregelmässig.

Aufgegebene Militärflugplätze

Während des Zweiten Weltkriegs sowie im Kalten Krieg wurden zudem noch die folgenden Militärflugplätze genutzt, wobei einige anfänglich lediglich über Graspisten verfügten und keine eigene Infrastruktur besassen:

Mittel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1941 ereigneten sich in der Schweizer Luftwaffe rund 400 Flugunfälle mit über 350 Todesopfern. Bis jetzt, Stand September 2016, verunglückten unter anderem eine F/A-18C, drei F/A-18D, zehn F-5E Tiger, ein BAE Hawk, neun Mirage IIIS, eine Mirage IIIBS, zwei Cougar, eine Pilatus PC-9, 28 Hawker Hunter, 29 de Havilland DH.100 Vampire und etwa 50 de Havilland DH.112 Venom.[132][133][134][135]

Das bisher opferreichste Unglück ereignete sich am 27. August 1938. Fünf Maschinen des Typs Fokker CV-E flogen im Formationsflug vom Militärflugplatz Dübendorf via Disentis nach Bellinzona. In der Region Hoch-Ybrig wurden die Piloten von Nebel überrascht. Vier der zweisitzigen Maschinen stürzten ab. Sieben Piloten und Mechaniker starben, einer überlebte schwer verletzt.[136]

Kommandanten seit 1914[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung der Schweizer Luftwaffe wechselte im Lauf der Zeit mehrfach: 1914 bis 1924 Fliegerabteilung, 1925 bis 1936 Fliegertruppe, 1936 bis 1995 Flieger- und Fliegerabwehrtruppen, seit 1996 Luftwaffe. Die Rangbezeichnung lautete bis 1935 nur Kommandant, von 1936 bis 1967 Kommandant bzw. Waffenchef, ab 1968 wieder nur Kommandant.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arthur Bill: Fliegerlatein. Geschichten aus 70 Jahren Schweizer Fliegerei. Verlag Stämpfli, Bern 2003, ISBN 3-7272-1274-8.
  • Gustav Westphal: Die Schweizer Flugwaffe in Vergangenheit und Gegenwart. in: Wolfgang Sellenthin (Hrsg.): Fliegerkalender der DDR 1985. Militärverlag der DDR, Berlin 1984, S. 152–162.
  • Roman Schürmann: Helvetische Jäger. Dramen und Skandale am Militärhimmel. Rotpunktverlag, Zürich 2009, ISBN 978-3-85869-406-5.
  • 25 Jahre Schweizerische Luftwaffe 1914–1939. Unsere Flieger- und Fliegerabwehr-Truppen. Verlag Flugwehr und -Technik und Buchdruckerei, Sihl 1939.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schweizer Luftwaffe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 100 Jahre Luftmittel in der Schweizer Armee. Pressemitteilung der Bundesbehörden, 24. Juli 2000
  2. Neue Kampfflugzeuge – Pleiten, Pech und Pannen. Tagesanzeiger, 28, März 2014
  3. Toni Bernhard, Henry Wydler: Luftwaffe. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 8. Dezember 2009, abgerufen am 5. Juni 2019.
  4. Hans Georg Ramseier: Die Entstehung und die Entwicklung des Landesringes der Unabhängigen bis 1943, Chemigraphisches Institut AG, Glattbrugg, 1973, S. 65–67
  5. Hans Georg Ramseier: Die Entstehung und die Entwicklung des Landesringes der Unabhängigen bis 1943, Chemigraphisches Institut AG, Glattbrugg, 1973, S. 72–74
  6. Walter Lüem, Max Rudolf: Abwehr in Nahaufnahme. Probleme der Limmatverteidigung 1939/40 im Abschnitt Spreitenbach-Killwangen. Herrliberg/Birmenstorf 2003. Vertrieb: Schweizerische Gesellschaft für militärhistorische Studienreisen GMS, Zürich.
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  8. Bundesarchiv; Abkommandierung einer Delegation nach Schweden zur Abklärung der Verbesserung der Sichtverhältnisse des Piloten beim Flz. «DRAKEN», 1959.
  9. Brigadier Werner Glanzmann: Damit unsere Flugwaffe jederzeit fliegen kann: Die Flugplatzbrigade 32 in ASMZ 10/1987.
  10. Walter Dürig: Dokumente über die personellen und materiellen Bestände der Flieger und Fliegerabwehrtruppen. (Memento vom 31. Juli 2019 im Internet Archive)
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  19. Niklaus Ramseyer: Der F/A-18 macht Ueli Maurer Mut. In: Tages-Anzeiger vom 16. September 2013.
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  33. Die Schweizer Bundesverwaltung über die Beschaffung: Ersatz für Tiger-II.
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  113. Praesentation Aufbau Luftpolizeidienst 24h
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  115. http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/aktuell/mitteilung/140220.html (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vbs.admin.ch
  116. Police du ciel, première intervention le week-end!
  117. Weltwirtschaftsforum 2017. (Memento des Originals vom 14. Januar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bazl.admin.ch Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL, zuletzt geändert am 1. November 2016, abgerufen am 3. November 2016.
  118. Einsatzbilanz 2006 (Memento vom 3. März 2016 im Internet Archive)
  119. Einsatzbilanz 2007 (Memento vom 3. März 2016 im Internet Archive)
  120. a b Einsatzbilanz 2009 (Memento vom 3. März 2016 im Internet Archive)
  121. a b Bilanz über die Einsätze der Schweizer Armee 2011 (Memento vom 3. März 2016 im Internet Archive)
  122. Zahl der geleisteten Militärdiensttage im Jahr 2012 leicht gestiegen. Der Bundesrat, Medienmitteilung, 28. März 2014, abgerufen am 3. November 2016.
  123. a b Bilanz über die Einsätze der Schweizer Armee 2014 (Memento vom 22. Dezember 2015 im Internet Archive)
  124. Bilanz über die Einsätze der Schweizer Armee 2015 (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  125. defensio 1-2018 Seite 29
  126. defensio 1-2018 Seite 29
  127. Auch über den Wolken darf die Freiheit nicht grenzenlos sein
  128. Zeitschrift armee.ch 2/12. Jahrespublikationen der Luftwaffe 2009, 2010, 2011, 2012.
  129. Flugplätze stehen unter Schutz bernerzeitung.ch.
  130. FLUGPLATZKOMMANDO MEIRINGEN
  131. Manfred Hildebrand: Übersicht über die Entwicklung und den Ausbau der Schweizer Militärflugplätze. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Militärische Denkmäler im Bereich der Luftwaffe. Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, 2008, S. 11, archiviert vom Original am 22. Juli 2012; abgerufen am 26. August 2014: „S. 30“ i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ar.admin.ch
  132. Unfallbilanz: Diese Schweizer Kampfjets verunglückten noch häufiger als die F/A-18. In Aargauer Zeitung vom 31. August 2016
  133. Die schlimmsten Unfälle der Schweizer Luftwaffe der letzten Jahre. In: Aargauer Zeitung vom 31. August 2016
  134. «Gebrochene Flügel» Alle Flugunfälle der Schweizer Luftwaffe (bis 2013) Peter Brotschi Deutsch Format: 16 × 23 cm. Umfang: 368 Seiten, gebunden. Durchgängig s/w und Farbfotos ISBN 978-3-280-06126-8
  135. Zwei Tote bei Absturz von Armeehubschrauber in der Schweiz. In: Spiegel Online. 28. September 2016, abgerufen am 28. September 2016.
  136. Erich Aschwanden: Es sollte eine Werbeaktion sein, doch dann wird ein Flug in den Schwyzer Bergen vor 80 Jahren zum grössten Desaster in der Geschichte der Schweizer Luftwaffe In: Neue Zürcher Zeitung vom 27. August 2018
  137. Bundesrat, Medienmitteilung vom 22. März 2017, Mutationen von Höheren Stabsoffizieren der Armee.