Schweizer Luftwaffe

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Schweizer Luftwaffe
Forces aériennes suisses (frz.)
Forze aeree svizzere (ital.)
Aviatica militara svizra (rät.)
Hoheitszeichen der Schweizer Luftwaffe
Hoheitszeichen (Roundel) der Schweizer Luftwaffe
Aufstellung 31. Juli 1914
Land SchweizSchweiz Schweiz
Streitkräfte Schweizer Armee
Teilstreitkraft Luftwaffe
Kommandeur
Korpskommandant Aldo Schellenberg

Die Schweizer Luftwaffe (französisch Forces aériennes suisses, italienisch Forze aeree svizzere, rätoromanisch Aviatica militara svizra) ist die Luftstreitkraft der Schweizer Armee. Bis vor einigen Jahren war die Schweizer Luftwaffe noch unter ihrer alten Bezeichnung FF Trp bzw. Flugwaffe (fliegender Teil) bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Pionierzeit[Bearbeiten]

Flugzeuggeschwader in Linie aufgestellt auf dem Flugplatz Dübendorf

In der Schweiz gehen die Anfänge der Militäraviatik auf das Jahr 1892 zurück, als zwei Vertreter des Generalstabsbureaus mit dem berühmten Luftschiffer Spelterini auf Fahrt geschickt wurden, um den Nutzen des neuen Transportmittels für das Militär zu prüfen. 1900 rückten Freiwillige zur ersten Luftschiffer-Rekrutenschule in Bern ein. 1912 rief die Schweizerische Offiziersgesellschaft zu einer Nationalspende für das Militärflugwesen auf. Das Resultat von 1,7 Millionen Franken übertraf alle Erwartungen. Die Behörden nahmen die neuen Ideen aber nur widerstrebend auf.

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs änderte sich die Lage schlagartig. Am 31. Juli 1914 wurde der Kavallerie-Instruktor und Pilot Theodor Real mit der Aufstellung einer Fliegertruppe betraut. Er beschlagnahmte drei an der Landesausstellung in Bern ausgestellte Flugzeuge. Die ersten neun Piloten, darunter acht Romands, rückten zum Teil mit ihren eigenen Flugzeugen und Mechanikern ein. Um die im Krieg erforderlichen weiteren Flugapparate zu beschaffen, erteilte im Mai 1915 der Bundesrat der K+W in Thun den Auftrag, sechs Flugzeuge nach den Entwürfen des Schweizers August Haefeli zu bauen. Im Dezember 1914 wurde vom improvisierten Flugplatz Beundenfeld beim Wankdorf-Stadion nach Dübendorf übersiedelt; der erste Aussenposten war Claro im Tessin. Die Piloten traten während des Kriegs selten in Aktion und konzentrierten sich deshalb auf Ausbau und Schulung.

Eine radikale Wendung erfolgte erst in der Zwischenkriegszeit im Oktober 1936. Aufgrund der politischen Entwicklung in Europa und der allgemeinen Aufrüstung wurde die Luftkriegführung auch in der Schweiz als bedeutsam erkannt und die Fliegertruppe zur Waffengattung erklärt. Die Abteilung für Flugwesen und Fliegerabwehr mit einem Divisionär an der Spitze wurde geschaffen. Bereits 1935 war mit dem Aufbau einer wirkungsvollen Fliegerabwehr begonnen worden. Innert kürzester Zeit wurde der Bestand an Flugzeugbesatzungen verdoppelt. Die erste Serie der in Deutschland bestellten Me-109-Jagdflugzeuge traf noch rechtzeitig vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs ein.

Im Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Die Schweizer Flieger- und Fliegerabwehrtruppen mobilisierten am 28. August 1939, drei Tage vor Kriegsausbruch. Sie verfügten über 86 Jagd- sowie 121 Beobachtungs- und Erdkampfflugzeuge. Von den 21 Fliegereinheiten galten nur drei als kriegstüchtig; fünf besassen keine Flugzeuge. Die Lücke wurde sukzessive durch Ankauf von weiteren Messerschmitt Bf 109 und in Lizenz gefertigten französischen Morane-D-3800 (beide Typen Jäger) geschlossen. 1943 nahm das Eidgenössische Flugzeugwerk in Emmen seinen Betrieb auf. In kürzester Zeit zog sich die Fliegertruppe ins Schweizer Reduit zurück. Es entstanden geschützte Flugzeugkavernen, zum Beispiel in Alpnach, Meiringen und Turtmann. 1942/1943 wurde der Fliegerschiessplatz Ebenfluh/Axalp in Betrieb genommen. Das 1941 gegründete Überwachungsgeschwader konnte ab 1943 aktiv eingreifen. 1944 wurde versuchsweise ein Nachtgeschwader gebildet, das 1950 wieder aufgelöst wurde.

Die Fliegertruppe stand gemeinsam mit der sich im Aufbau begriffenen Fliegerabwehr, teils gesamthaft, teils in Ablösungen im Aktivdienst. In den ersten Kriegsmonaten kamen die Flieger- und Fliegerabwehrtruppen nur sporadisch zum Einsatz. Erst als am 10. Mai 1940 die deutsche Offensive gegen Westen und damit die zweite Generalmobilmachung der Armee ausgelöst wurde, mehrten sich die Grenzverletzungen durch deutsche Flugzeuge.

Der Fieseler Storch bewährte sich besonders bei Einsätzen im Gebirge auf extrem kurzen Pisten

Die Schweizer Besatzungen erfüllten insbesondere Anfang Juni entschlossen ihre defensive Aufgabe. Die Fliegertruppe schoss im Luftkampf elf Flugzeuge der deutschen Luftwaffe ab (6 Kampftage). Sie hatte aber in dieser Zeit auch selber drei Todesopfer zu beklagen (2 abgeschossene Schweizer Flugzeuge). In der Folge protestierte die Reichsregierung am 6. Juni 1940 gegen die schweizerischen Angriffe auf deutsche Flugzeuge, die sich nach ihrer Darstellung grösstenteils im französischen Luftraum befunden oder die schweizerische Lufthoheit nur irrtümlich verletzt hätten. Deutschland verlangte Schadenersatz und eine Entschuldigung durch den Bundesrat. Um der Schweiz einen Denkzettel zu verpassen, wurden Saboteure in die Schweiz geschickt, die am 16. Juni 1940 zwischen 22 und 24 Uhr Sprengstoffanschläge auf den Flugplätzen Spreitenbach, Bözingen, Payerne und Lausanne durchführen sollten. Bis zum 16. Juni konnten dank der Wachsamkeit von zivilen und militärischen Stellen alle Saboteure verhaftet werden[1].

In einer zweiten, noch schärferen Note vom 19. Juni 1940, bezeichnete die deutsche Reichsregierung die Abschüsse als flagranten feindseligen Akt und drohte der Schweiz im Wiederholungsfalle Sanktionen und Vergeltungsmassnahmen an (die Schweiz erhielt weniger der wichtigen Kohle von Deutschland). Am 20. Juni (und bis Ende Oktober 1943) verbot General Guisan deshalb aus politischen Gründen Luftkämpfe über schweizerischem Hoheitsgebiet. Am 1. Juli 1940 entschuldigte sich der Schweizer Bundesrat bei der deutschen Reichsregierung für allfällige Grenzverletzungen durch schweizerische Piloten, ohne solche einzugestehen. Am 16. Juli liess die deutsche Reichsregierung daraufhin verlauten, die Fliegerzwischenfälle seien beigelegt.

Im September 1944 gab es noch einen Abschuss eines Schweizer Flugzeuges mit Todesfolge, diesmal durch eine US-Besatzung.

Im Zweiten Weltkrieg wurden 6501 Grenzverletzungen gezählt, 198 fremde Flugzeuge landeten auf Schweizer Hoheitsgebiet, 56 stürzten ab.

Düsenfliegerei bei der Schweizer Luftwaffe[Bearbeiten]

1950 erhielt die Schweizer Luftwaffe die ersten Düsenflugzeuge. Die erste ausgelieferte Serie umfasste 75 Vampire-Düsenflugzeuge. Der britische Vampire besass noch einen Rumpf aus Holz. Am 20. März begann die Umschulung der ersten Fliegerstaffel, die vom Milizoffizier Arthur Bill kommandiert wurde. Ein Pilot brauchte im Durchschnitt 27 Flugstunden, um das einsitzige Düsenflugzeug sicher steuern zu können. Damit wurden Bedenken, dass der Vampire nicht miliztauglich sei, widerlegt. Der «Vämpi» war bis 1990 als Schulflugzeug im Einsatz.

In den 1950er Jahren erreichte der Kalte Krieg zwischen dem Westen und dem Ostblock einen Höhepunkt. Auch die Schweiz rüstete stark: Es wurden zum Beispiel nie zuvor und auch nie nach dieser Periode so viele Kampfflugzeuge neu hinzugekauft. Lieferant war ausschliesslich Grossbritannien: zuerst die genannten Vampires, dann fast ohne Schnittstelle deutlich über 100 Venoms und – nach dem Abbruch des Projekts FFA P-16 und N-20 Aiguillon – schliesslich noch über 100 Hawker Hunter, eines der damals fortschrittlichsten Jagdflugzeuge überhaupt, das seine Wendigkeit über lange Jahre hinweg noch bei der Patrouille Suisse unter Beweis stellte.

Flugzeugbeschaffung Siebzigerjahre[Bearbeiten]

Ein unterschriftenreifer Kauf von 60 Corsair A-7G führte 1972 zu so grossen Meinungsverschiedenheiten, dass am Ende weder die A-7 noch die aus der Mirage konstruierte Milan S beschafft wurde. Stattdessen wurde eine Tranche von weiteren 30 Huntern als Occasionen bezogen.[2]

Autobahnen als Startbahnen im Kalten Krieg[Bearbeiten]

Auf Abschnitten von einigen Schweizer Autobahnen wurde die Leitplanke durch zwei Kilometer lange Stahlseile ersetzt.

Siehe: Militärische Bedeutung der Autobahn

Bambini-Code und Brevity Code[Bearbeiten]

F/A-18-Initiative 1992/93[Bearbeiten]

Als im Frühjahr 1992 beide Kammern des Parlaments der Beschaffung von 34 Kampfflugzeugen des Typs F/A-18 zugestimmt hatten, gelang es der GSoA nach eigenen Angaben innert 32 Tagen fast 500'000 Unterschriften für eine Initiative gegen dieses Vorhaben zu sammeln.[3][4] Armeekreise bekämpften auch diese zweite GSoA-Initiative. Sie wurde als Armeeabschaffung in Raten bezeichnet. Die zweite GSoA-Initiative wurde am 6. Juni 1993 abgelehnt, allerdings waren 42,9 % der Abstimmenden für einen Verzicht auf die Flugzeuge. Das Abstimmungsbüchlein suggerierte des Weiteren einen Ersatz von damals kaum mehr vorhandenen 130 Huntern durch "nur" 34 F/A-18.[5] Tatsächlich wurden jedoch die ebenfalls 34 Mirage S ersetzt, welche während des ganzen Kalten Krieges das Rückgrat der Luftverteidigung gebildet hatten. Die F/A-18 wurden explizit dafür beschafft und nicht für die aufgegebene Rolle der Hunter.[6]

Volksinitiative «Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten» 2005/2008[Bearbeiten]

Der Verein Helvetia Nostra lancierte unter der Federführung von Umweltschützer Franz Weber die eidgenössische Volksinitiative «Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten», welche am 3. November 2005 eingereicht wurde.[7] Auslöser war die Diskussion um den Fluglärm auf dem Flugplatz Meiringen. Im Rahmen eines neuen Stationierungskonzepts wurde die Fliegerstaffel 11, welche F/A-18-Kampfflugzeuge fliegt, per 1. Januar 2006 von Dübendorf nach Meiringen verlegt, wodurch dort die Flugaktivitäten zunahmen. Die Initiative wollte die Erholungsgebiete des Tourismus vor Fluglärm schützen, indem sämtliche militärische Übungsflüge mit Kampfflugzeugen in Friedenszeiten verboten würden. Die Volksinitiative wurde kritisiert, weil die Begriffe «Tourismusgebiete», «Übungsflüge» und «Friedenszeiten» nicht genauer definiert würden. Ausserdem könne dadurch der verfassungsmässigen Auftrag zur Wahrung der Lufthoheit der Schweiz nicht mehr erfüllt werden. Sowohl der Bundesrat wie auch der National- und Ständerat beantragten eine Ablehnung der Initiative. Die Volksabstimmung wurde am 24. Februar 2008 mit 31.9 % Ja-Stimmen und einem Ständemehr (0 : 20 6/2) deutlich abgelehnt.[8] In der vom Fluglärm direkt betroffenen Gemeinde Meiringen wurde der Initiative mit 926 (52 %) zu 856 Stimmen zugestimmt.[9]

Fortsetzung 2010/2011: Rechtliche Abklärung bezüglich der Fluglärmproblematik in Meiringen und Umgebung[Bearbeiten]

Mit einem am 10. Mai 2010 an das VBS gerichteten Begehren forderten die Stiftung Giessbach dem Schweizervolk und weitere Kläger (Hoteliers und Einzelpersonen) die Überprüfung der Rechtmässigkeit der in den Jahren 2006 bis 2009 durch die Flugbewegungen der Kampfjets verursachten Lärm- und Schadstoffimmissionen im Gebiet von Meiringen und Umgebung. Am 23. November 2010 verfügte das VBS, nicht auf das Begehren einzugehen, worauf die Kläger am 6. Januar 2011 den Fall an das Bundesverwaltungsgericht weiterzogen. Dieses verpflichtete das VBS mit dem Urteil vom 7. September 2011 nun doch zum Begehren Stellung zu nehmen.[10][11] Rund zwei Monate später gab das VBS bekannt, dass es vom Bundesgericht überprüfen lässt, ob die Kampfjetflüge in Meiringen rechtens sind.[12]

Initiative Gegen die Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen 2008[Bearbeiten]

(siehe Zukunft der Schweizer Luftwaffe und Gruppe für eine Schweiz ohne Armee)

Zukunft der Schweizer Luftwaffe[Bearbeiten]

Geplant ist die Anschaffung eines neuen F/A-18 Simulators, da der jetzige nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik ist. Die bestehende Super-Puma-Flotte soll umfassend modernisiert und auf den Stand der Cougar Helikopter gebracht werden. Unter der Bezeichnung BODLUV 2020 läuft das Projekt der Modernisierung der bodengebundenen Luftabwehr. Es ist vorgesehen die drei heutigen Systeme (Stinger, Rapier und Flugabwehrkanone) durch zwei Systeme zu ersetzen die in das FLORAKO-System eingebunden werden können und so die gesamten boden- und luftgestützten Komponenten miteinander vernetzt sind.

Tiger-Teilersatz (TTE)[Bearbeiten]

In naher Zukunft soll vom VBS ein Nachfolger der inzwischen veralteten F-5 Tiger beschaffen. Gegen die Beschaffung von neuen Flugzeugen wurde am 10. Juni 2008 von der GSoA sowie weiteren Verbänden eine Initiative lanciert, die ein Moratorium von zehn Jahren (von Anfang 2010 bis Ende 2019) fordert. Innert eines Jahres wurde die Initiative am 8. Juni 2009 mit 107'787 gültigen Unterschriften eingereicht. Am 25. August 2010 hatte sich der Bundesrat entschieden, die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges aus finanziellen Gründen bis spätestens 2015 zu verschieben. Daraufhin zog die GSoA ihre Initiative zurück, da der angestrebte Zeitraum ohnehin erreicht würde. Jedoch wünscht das Parlament im Herbst 2011 eine Beschaffung,[13] auch wenn die Finanzierung völlig ungeklärt ist. Die Delegiertenversammlung der SP Schweiz hat am 1. Oktober 2011 beschlossen, diesen Enstscheid je nach Finanzierung mit einem Referendum oder mit einer Initiative dem Volk vorlegen zu lassen.

Für den Teilersatz der F-5 in Erwägung gezogen wurden der Eurofighter Typhoon (Deutschland, Vereinigtes Königreich, Italien, Spanien), Saab JAS-39 Gripen (Schweden), Dassault Rafale (Frankreich)[14], während McDonnell Douglas eine Offerte für die F/A-18E/F Super Hornet (USA) wieder zurückgezogen hatte. Dies vermutlich nicht ganz freiwillig, sondern weil die Schweden und Franzosen das ganze System offerieren, während die Schweiz bei der F/A-18 nur eine "Exportversion" erhielt. Ebenfalls wären die F/A-18E/F aufgrund ihrer Grösse (+30%) in den Schweizer Flugzeugkavernen nur sehr eingeschränkt manövrierbar gewesen.

Weil der Teilersatz finanziell aufwändig und politisch heikel ist, wurden auch kostengünstigere Varianten wie etwa der Erwerb gebrauchter Kampfflugzeuge, primär F/A-18C/D, geprüft. Weiter hatte das VBS am 20. April 2011 entschieden, doch eine Modernisierung der F-5 Tiger zu prüfen.[15]

Am 30. November 2011 entschied sich der Bundesrat zum Kauf von 22 Saab Gripen.[16] Im Herbst 2013 stimmten sowohl der Nationalrat wie auch der Ständerat dem Fonds-Gesetz zur Finanzierung der Beschaffung im zweiten Anlauf zu.[17] Zwei Komitees, eines aus dem links-grünen[18] und eines aus dem bürgerlich-liberalen[19] Lager, haben gegen das Geschäft das Referendum ergriffen. Die daraus resultierende Volksabstimmung wird am 18. Mai 2014 abgehalten.[20]

Aufklärungsdrohne ADS 95 Ersatz[Bearbeiten]

Das schweizerische Rüstungsbeschaffungszentrum Armasuisse hat, in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe, in der zweiten Hälfte von 2012 eine fliegerische Evaluation für die Nachfolge der bei der Schweizer Luftwaffe im Dienst stehenden Aufklärungsdrohne ADS 95 durchgeführt. Die Heron 1 stand der Hermes 900 von Elbit bei der Evaluation gegenüber. Die endgültige Typenwahl soll erst 2014 getroffen werden.

http://www.ar.admin.ch/internet/armasuisse/de/home/aktuell/evaluation_ads_15.html

Stationierungskonzept[Bearbeiten]

Die Luftwaffe hat auch ein sogenanntes Stationierungskonzept ausgearbeitet, das vor allem bei den Kampfflugzeugen Auswirkungen auf die Anzahl der Flugbewegungen hat. Das Stationierungskonzept wird zurzeit überarbeitet und zusammen mit der Botschaft zum Tiger-Ersatz vorgelegt werden. In Zukunft wird bedeutend weniger geflogen werden, oder aber die Einsätze werden ins Ausland verlegt. Die Gesamtzahl der verbleibenden Flugbewegungen, basierend auf dem ursprünglich geplanten Stationierungskonzept, wurden wie folgt festgelegt:

Anzahl Flugbewegungen (Starts und Landungen pro Jahr) gemäss neuem Stationierungskonzept:

Flugplatz Fluggeräte Flugbewegungen
bisher
Flugbewegungen
neu
Payerne Flugzeuge
20'950
Emmen Flugzeuge
17'500
Sion Flugzeuge
11'180
Locarno Flugzeuge
8500
Meiringen Flugzeuge
7436
Alpnach Helikopter
16'000

Payerne 20.950 (Start und Landungen pro Jahr), an zweiter Stelle steht Emmen (17.500), Sion (11.180), Locarno (8500) und Meiringen (7.436). Die Anzahl der Flugbewegungen in Alpnach sind noch nicht festgelegt. Momentan gibt es dort 16.000 Starts und Landungen vor allem mit Helikoptern.

Organisation[Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe wird von Korpskommandant Aldo C. Schellenberg geführt. Dem Kommandanten sind nebst dem Luftwaffenstab, dem Einsatz Luftwaffe, mit der Operationszentrale der Luftwaffe und sämtlichen Flugplatzkommandos, dem Fliegerärztlichen Institut (FAI) auch die drei Lehrverbände Flieger 31, Flab 33 und Führungsunterstützung 30 unterstellt. Die Lehrverbände beinhalten bei der Luftwaffe – im Gegensatz zum Heer – auch die Einsatzverbände.

Fliegerstaffeln[Bearbeiten]

In der Schweizer Luftwaffe ist ein Flugzeug in der Regel nicht dauerhaft bei einer bestimmten Staffel eingeteilt, besonders trifft das auf die Milizstaffeln zu deren Piloten nur ein paar Wochen pro Jahr im Dienst sind. Auch Staffelflugzeuge wie die F/A-18 J-5017 von der Fliegerstaffel 17 werden von andere Staffeln benutzt. Ältere Flugzeuge werden häufig von Frontlinienstaffeln zu Unterstützung Staffeln umgeteilt, zum Beispiel die Hawker Hunter von einem Jagdbomber der Fliegerstaffel zur Zielflugstaffel 12 als Zielschlepper.

Bild Name Status Home base Flugzeugtyp Historie Bemerkung
FlSt1.gif, Fliegerstaffel 1 Rokh Inaktiv Militärflugplatz Dübendorf F-5E Hawker Hunter, DH-100 Vampire, C-3036,Fokker C.V, Häfeli DH-5 Kommandant der Patrouille Suisse war Mitglied der FlSt1 die Teil der FlSt1 war.[21]
FlSt2new.jpg Fliegerstaffel 2 Inaktiv Payerne F-5E Hawker Hunter, DH-112 Venom, DH-100 Vampire,AFB Ulrichen, Turtmann [22]
FlSt3new.gif Fliegerstaffel 3 Inaktiv Flughafen Sion Mirage IIIRS Hawker Hunter, DH-112 Venom Recon vers, D-3800, C-3603, Dewoitine D.27 [23]
FlSt4.gif Fliegerstaffel 4 Inaktiv Payerne Mirage IIIRS Hawker Hunter, DH-112 Venom, DH-100 Vampire AFB Turtmann, Sankt Stephan [24]
FlSt5old.gif Fliegerstaffel 5 Lynx Inaktiv Interlaken Hawker Hunter DH-100 Vampire, Häfeli DH-5 Astronaut Claude Nicollierwar Pilot bei der FlSt5
FlSt6.gif Fliegerstaffel 6 Ducks aktiv Payerne F-5E Me109, C-36 [25][26]
FlSt7.jpg Fliegerstaffel 7 Inaktiv Meiringen Hawker Hunter DH-112 Venom, DH-100 Vampire, Me109, Fokker C.V,AFB Ambri, Interlaken [27]
FlSt8.gif Fliegerstaffel 8 Destructors aktiv Meiringen F-5E AFBBuochs [28]
FlSt9.gif Fliegerstaffel 9 Inaktiv DH-112 Venom DH-100 Vampire, Me109,D-3801,Dewoitine D.27,Fokker C.V [29]
FlSt10.gif Fliegerstaffel 10 Inaktiv Buochs Dassault Mirage IIIRS DH-112 Venom recon, DH-100 Vampire, C-3603, P-51 Mustang alle mit Fotokameras ausgerüstet[30][31][32]
FlSt11.gif Fliegerstaffel 11 Tigers aktiv Meiringen F/A-18 Dübendorf, F-5E, Hawker Hunter, DH-100 Vampire, D-3801 Mitglied des NATO Tiger Meet[33], F/A-18C J-5011 Staffelflugzeug mit Sonderlackierung t[34]
FlSt12new.gif Zielflugstaffel 12 aktiv Militärflugplatz Emmen Pilatus PC-9/ F-5E Hawker Hunter, C-36 [35]
FlSt13new.gif Fliegerstaffel 13 Inaktiv Payerne F-5E DH-112 Venom, D-3800 Morane, AFB Turtmann, Meiringen Ambri [36]
FlSt14.gif Fliegerstaffel 14 aktiv Locarno Pilatus PC-7 DH-100 VampirePilatus P-3 [37]
FlSt15new.gif Fliegerstaffel 15 Inaktiv Sankt Stephan Hawker Hunter DH-112 Venom, DH-100 Vampire, D-3801, Me109, Payerne im letzten Jahr erhielt ein Hunter eine "Papyrus" Lackierung, Flugzeug ist nun in Privatgebrauch[38]
FlSt16new.gif Fliegerstaffel 16 aktiv Flughafen Sion F-5F Mirage IIIS, DH-112 Venom und DH-112 R1, DH-100 Vampire, P-51 Mustang C-3603, C-36,Fokker C.V, Buochs
Wappen der Fliegerstaffel 17.jpg Fliegerstaffel 17 Falcons aktiv Payerne F/A-18 Mirage IIIS, DH-112 Venom, D-3802, C-3603, Häfeli DH-5 Dewoitine D.27 AFB Buochs, Militärflugplatz Emmen, Raron Staffelflugzeug F/A-18C J-5017 mit "Falcons" Lackierung[39][40]
FlSt18.gif Fliegerstaffel 18 Panthers aktiv Payerne F/A-18 Staffelflugzeug F/A-18C J-5018 mit "Phanters" Lackierung.[41]
Staffel19.gif Fliegerstaffel 19 Swans aktiv Flughafen Sion F-5E Potez 25,Morane D-3800 P-51 Mustang, DH-112 Venom, Hawker Hunter [42]
FlSt20.gif Fliegerstaffel 20 Inaktiv Mollis Hawker Hunter DH-112 Venom, DH-100 Vampire, P-51 Mustang, D-3801 [43]
FlSt21.gif Fliegerstaffel 21 Inaktiv Raron Hawker Hunter DH-112 Venom, DH-100 Vampire, P-51 Mustang, Dewoitine D.27, Me109,AFB Buochs, Turtmann, Militärflugplatz Dübendorf [44][45]
FlSt24new.gif Fliegerstaffel 24 aktiv Militärflugplatz Emmen Pilatus PC-9 / F-5F Hawker Hunter Trainer Staffel 22 und Staffel 23 wurden nie gegründet.
LT1.gif Lufttransportstaffel 1 aktiv Payerne AS 532UL, AS 332M-1, EC635 Alouette III [46]
LT2new.gif Lufttransportstaffel 2 Inaktiv Militärflugplatz Dübendorf Alouette III Aérospatiale Alouette II, Piper Super Cub, AFB Triengen [47]
LT3.gif Lufttransportstaffel 3 aktiv AS 532UL, AS 332M-1, EC635 [48]
LT4.gif Lufttransportstaffel 4 aktiv Militärflugplatz Dübendorf AS 532UL, AS 332M-1, EC635, B190, DHC-6, B350
LT5Tarn.gif Lufttransportstaffel 5 aktiv Militärflugplatz Dübendorf AS 532UL, AS 332M-1, EC635 Alouette IIIDornier Do 27
Lt6.jpg Lufttransportstaffel 6 aktiv Alpnach AS 532UL, AS 332M-1 EC635 [49]
LT7farb.gif Lufttransportstaffel 7 aktiv Militärflugplatz Emmen Pilatus PC-6 [50]
LT8farb.gif Lufttransportstaffel 8 aktiv Alpnach AS 532UL, AS 332M-1 EC635 Aérospatiale Alouette III [51][52]

Andere Staffeleinheiten[Bearbeiten]

Bild Name Status Homebase Flugzeugtyp Historie Bemerkung
Berufsfliegerkorps.gif, Berufsfliegerkorps aktiv Militärflugplatz Dübendorf HQ alle Flugzeugtypen ehemals UeG Überwachungsgeschwader[53]
LTDB.gif Lufttransportdienst des Bundes aktiv Flughafen Bern-Belp Cessna Citation Excel, DHC-6, B350, B1900, Falcon 900, EC635 Learjet 35, Falcon 50, Eurocopter Dauphin [54]
Pilotenschule.gif Pilotenschule aktiv Emmen Pilatus PC-21 F-5F, BAE Hawk, DH-100 VampireT
Dro Geschw 7 blau.gif Drohnengeschwader 7 aktiv Emmen ADS-95
GRD Emmen.gif GRD Armasuisse aktiv Emmen Pilatus PC-6, Pilatus PC-12, Diamond DA42 Aurora Centauer Hawker Hunter, Mirage IIIC, F-5E(J-3001) Flight test Service
Patrouille suisse.gif Patrouille Suisse aktiv Emmen F-5E Hawker Hunter AFB Militärflugplatz Dübendorf [55]
PC7 team.gif PC-7 Team aktiv Militärflugplatz Dübendorf Pilatus PC-7 [56]
MHR.gif MHR Militär Helikopter Rettungsdienst Inaktiv Alouette III SAR, Aufgabe wurde von der zivilen REGA übernommen.
Swiss Air Defence & directions Center Badge.gif ADDC aktiv Militärflugplatz Dübendorf Air Force HQ, Air Operations Centre, Air Defence & Directions Center
Flsch aufk.gif Fallschirmaufklärer Kompanie 17 aktiv Locarno MT-1 Para reccon

Aufgaben[Bearbeiten]

Die Schweiz ist momentan keiner militärischen Bedrohung in herkömmlichen Sinne ausgesetzt. Die Aufgaben der Schweizer Luftwaffe sind folgende:

  • Wahrung der Lufthoheit mittels Luftpolizeidienst (analog der Strassenpolizei) und Luftverteidigung
  • Lufttransportdienst
  • Nachrichtenbeschaffung für militärische und politische Instanzen und Erstellen der Luftlage (siehe auch Luftwaffennachrichtendienst (LWND))

Der Schweizer Luftraum wird zwar seit 2005 (dank FLORAKO) wieder rund um die Uhr elektronisch überwacht, aber Interventionsmittel (Kampfflugzeuge vom Typ F/A-18) stehen nur während der Arbeitszeiten (Montag bis Freitag: 08.00 – 12.00 Uhr, 13.30 – 17.00 Uhr) zur Verfügung.[57] Zur Verbesserung der Bereitschaft überwies das Parlament im September 2010 eine entsprechende Motion von Hans Hess.[58] Das daraufhin gestartete Projekt für eine 24-stündige Bereitschaft wurde von Verteidigungsminister Ueli Maurer im Januar 2012 gestoppt.[59] Es wurde bis heute nicht umgesetzt.[60]


Zum Begriff Sicherheit gehört laut Bundesrat heute aber auch die Rettung und Schadensbehebung bei Natur- und Zivilisationskatastrophen im Rahmen von Unterstützungseinsätzen, zum Beispiel: Bergungen, Löscharbeiten, Lufttransporte (Einsätze bei Lawinenkatastrophen, Sturmschäden usw.), Luftaufklärung (Personensuche, Feststellung von Glutherden bei Waldbränden mit Infrarotgerät) sowie die Erweiterung des schweizerischen Engagements in Krisenregionen. Im Rahmen internationaler Organisationen wie der UNO oder OSZE kann die Schweiz zur Verbesserung ihrer eigenen Sicherheitslage beitragen.

Wirtschaftliche Aspekte machen für den europäischen Luftverkehr das Überfliegen der Schweiz attraktiv. Dank solcher Überflüge konnte zum Beispiel die UNO bei Lufttransporten im Rahmen der Friedensmission im Balkan bis Ende 2000 über 100 Millionen Franken einsparen. Im Konfliktfall ist der Schweizer Luftraum durch seine zentrale Lage in Europa, aber auch wegen der aus den topografischen Gegebenheiten entstehenden Radarschatten interessant. Luftoperationen erfolgen praktisch ohne Vorwarnung. Sie sind betreffend Zeit, Einflugsort und Richtung nicht voraussehbar. Daher ist die Permanente Luftraumüberwachung die ununterbrochen das ganze Jahr mit dem FLORAKO System und Berufspersonal durchgeführt wird eine Grundaufgabe der Schweizer Luftwaffe mit der die Ausführung weiteren Aufgaben der Luftwaffe erst möglich werden.

Luftpolizeidienst[Bearbeiten]

Der Luftpolizeidienst ist zurzeit die Hauptaufgabe der Schweizer Luftwaffe. Unbekannte Flugzeuge müssen kurzfristig und bei jeder Wetterlage identifiziert und nötigenfalls abgefangen werden können. Der Luftpolizeidienst sichert die Integrität und Souveränität des nationalen Luftraumes. Er wird täglich durchgeführt und ist jeweils ein Echteinsatz und zählt nicht zu den Übungen, die parallel dazu stattfinden (z.B. Luftkampfübungen). Mit dem Luftpolizeidienst werden Kontrolle und Souveränität des Schweizer Luftraumes sowie die Sicherheit im gesamten Luftverkehr gewährleistet. Die Luftwaffe erfüllt damit nicht nur die Aufgaben eines unabhängigen Staates, sondern auch Aufgaben zugunsten der zivilen Luftfahrt (BAZL und Skyguide). Den Luftpolizeidienst kann man in zwei Arten aufteilen:

Der Präventive Luftpolizeidienst[Bearbeiten]

Hier werden Luftfahrzeuge von der Schweizer Luftwaffe abgefangen und visuell überprüft, es wird kontrolliert, ob das Luftfahrzeug dem im Flugplan angegebenen Angaben entspricht (Typ, Immatrikulation, Betreiber) und ob auffällige Merkmale ersichtlich sind. Oder es wird Luftfahrzeugen gefolgt und beobachtet, ob der Pilot sich an die Flugverkehrsregeln hält (Sinkrate, Geschwindigkeit, dem Typ, Wetterverhältnissen etc. entsprechend).

Aktive Luftpolizeidienst-Interventionen[Bearbeiten]

  • Hilfe für zivile Flugzeuge, z.B. bei Navigationsproblemen und Funkpannen
  • Sichtbar machen (eskortieren) eines Flugzeuges mit defektem Transponder für die zivile Flugsicherung
  • Peilen von Notsignalen mit Weiterleitung an Notfallorganisationen (z. B. REGA)
  • Identifikation von Luftraumverletzungen wie unbewilligter Einflug oder Abweichungen vom Flugplan
  • Eingreifen zur Verkehrssicherheit, wenn VFR-Flugzeuge in Luftstrassen oder in die An- und Abflugkorridore der Flugplätze eindringen
  • Durchsetzen von Benützungseinschränkungen des Luftraums (z. B. WEF in Davos, G8-Gipfel in Évian-les-Bains 2003)
  • Überwachen des Luftraums bei Flugzeugentführungen
  • Bewältigung von Krisensituationen (z. B. Annäherung feindlicher/terroristischer Luftfahrzeuge an die Landesgrenze)

Die Schweizer Luftwaffe ist berechtigt, jederzeit ohne Rücksicht auf Typ, Nationalität etc. jedes Luftfahrzeug zu kontrollieren, welches sich im schweizerischen (und im Liechtensteiner) Luftraum befindet. Luftpolizeidienst-Interventionen dürfen mit Rücksprache mit der jeweiligen Luftwaffeneinsatzzentrale auch grenzüberschreitend sein.

Durchschnittlich werden gegen 400 Luftpolizeimissionen pro Jahr geflogen, davon sind bis zu 50 aktive Luftpolizeidienst-Interventionen, Tendenz steigend.

Dienstleistungen für andere Organisationen[Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe erfüllt nebst diesen Aufgaben mit ihren Mittel und Personal eine Vielzahl Dienstleistungen für diverse andere Organisationen.[61] Sie versorgt mit einem der FLORAKO Sekundärradaren die zivile Skyguide mit Radardaten und ermöglicht so eine sichere Luftverkehrsführung. Hubschrauber und Drohnen der Luftwaffe führen regelmässig Überwachungsflüge für das Grenzwachtkorps GWK durch, werden zudem ebenfalls für Überwachungsflüge (z. B. Streetparade) und Personensuchflüge zugunsten der Polizei und der REGA verwendet. Auch zur Unterstützung der Feuerwehr zur Brandbekämpfung wobei dort die Drohnen und FLIR Hubschrauber besonders zur Lokalisierung von Brandnestern bei Waldbränden zum Einsatz kommen. Die Hubschrauber der Schweizer Luftwaffe werden mit dem Bambibucket auch als Löschmittel im In- und im Ausland eingesetzt, der grösste Löscheinsatz war mit drei Superpuma in Israel. Drei Hubschrauber sind derzeit bei der Swisscoy zur Unterstützung der KFOR im Kosovo Stationiert. Oder bei Grossereignissen zur Soforthilfe auch im Ausland (z.B Sumatra nach dem Tsunami) eingesetzt werden. Für das Bundesamt für Gesundheit BAG, Nationale Alarmzentrale NAZ und das ENSI führt die Luftwaffe mit Hubschraubern und mit F-5 regelmässig Luftdatensammlungen und Radioaktivitätsmessungen durch. Mit F-5 werden im Rahmen des ARES Programmes Parabelflüge zugunsten der ETH Zürich und anderen Forschungsanstalten durchgeführt. Zudem bearbeitet die Luftwaffe alle Diplomatic Clearance-Anträge die ausserhalb der Öffnungszeiten des BAZL beantragt werden und stellt der REGA (Schweizerische Rettungsflugwacht) Kommunikationsanlagen zur Verfügung. Das Flugplatzkommando 13 von Meiringen betreut in seiner Dienststelle in Belp nebst den Mitteln des LTDB auch die dort stationierten Flugzeuge des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL).

Vorführungen[Bearbeiten]

Kunstflugteams[Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe hat das Jetflugzeug-Kunstflugteam Patrouille Suisse, das jeweils 6 F-5E in einer rotweissen Lackierung für die Vorführungen nutzt. Das Propellerflugzeug-Kunstflugteam, das PC-7 Team, nutzt neun PC-7 in Standardausführung. Das Hornet-Display-Team zeigt Flugvorführungen mit einer F/A-18C. Das Superpuma-Display-Team führt mit einem Superpuma oder Cougar die Flugleistungen dem Publikum vor. Oft treten auch die Fallschirmaufklärer der Fallschirmaufklärer Kompanie 17 mit einem Absprung aus einer PC-6T vor Publikum auf.

Axalp[Bearbeiten]

Mit der Bedrohung des Zweiten Weltkrieges und dem Konzept des Rückzuges der Armee ins Gebirge (Reduit) wurde General Guisan klar, dass die Luftwaffe die Fähigkeit benötigt im Gebirge feindliche Bodentruppen angreifen zu können. Um dies zu üben wurde die Axalp ausgewählt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde regelmässig der Erdkampf mit den Jetflugzeugen Vampire, Venom und Hunter auf der Axalp geübt, wobei neben den Bordkanonen auch Übungs- und Napalmbomben eingesetzt wurden. Während dem Kalten Krieg wurden Militärische Verbindungsoffiziere aus West-, Ost- und Blockfreien Nationen zu den Vorführungen eingeladen. Heutzutage ist das Axalpfliegerschiessen Flugschau Axalp eine Leistungsshow der Schweizer Luftwaffe im Gebirge für alle Interessierten. Es ist weltweit der einzige Event, wo Zivilisten (unabhängig ihrer Nationalität) kostenlos eine eigentlichen Airshow in 1700 Meter über Meer den Einsatz der Flugzeugbordkanonen mitverfolgen können. Der Einsatz von Hubschraubern im Gebirge und grosser Höhe nimmt mit den Lösch- und Rettungsdemonstrationen mittlerweile einen grossen Teil der Flugvorführungen ein.

Militärflugplätze[Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe besitzt sieben Flugplätze mit Flugbetrieb. Die Militärflugplätze von Dübendorf und Alpnach sollten gemäss dem neuen Stationierungskonzept geschlossen werden. Der Entscheid, Alpnach zu schliessen, wurde rückgängig gemacht. Ebenso wird überprüft, Dübendorf über das Jahr 2014 hinaus als Flugplatz für Helikopter und Propellerflugzeuge zu erhalten.

Militärflugplatz Alpnach (LSMA)

Hauptflugplatz sämtlicher Lufttransporte mit dem Lufttransportgeschwader 2.

Flughafen Bern-Belp (LSMB)

Bern-Belp ist kein eigentlicher Militärflugplatz. Nur der Lufttransportdienst des Bundes ist dort stationiert.

Flugplatz Buochs-Stans (LSZC)

Buochs ist die sogenannte „Sleeping Base“. Auf dieser Basis findet kein militärischer Flugbetrieb mehr statt. Im Kriegsfall kann LSMU/LSZC reaktiviert werden. Der Flugplatz wird in erster Linie von den Pilatus Flugzeugwerke genutzt.

Militärflugplatz Dübendorf (LSMD)

Dübendorf war lange der wichtigste Militärflugplatz der Schweiz. Nachdem die Kampfflugzeuge abgezogen sind, sind dort ein Lufttransportgeschwader sowie einige Propellerflugzeuge stationiert.

Emmen (LSME)

Emmen ist ein Trainings- und Ausweichflugplatz für Kampf- und Propellerflugzeuge sowie Helikopter. Nebst der bekannten Kunstflugstaffel Patrouille Suisse, die ihre Homebase in Emmen hat, fliegen dort teilweise auch die Berufs- und Milizstaffeln mit F/A-18 Hornet und F-5 Tiger. Ein Luftransportgeschwader, Drohnengeschwader, die Pilotenschule (Hauptstandort) sowie die Zielflieger- und Instrumentenflugstaffel sind dort stationiert. Der Hauptsitz der RUAG Aerospace und der Armasuisse ist in Emmen; der Ort ist auch Ausgangspunkt für allfällige Erprobungs- und Evaluationsflüge. Emmen ist das Simulatorzentrum der Luftwaffe. Ein Super Puma, PC-21- und ADS 95 Simulator befinden sich dort. Im Juni 2011 wird noch ein Simulator des Eurocopter EC635 dazu kommen.

Locarno (LSMO)

Locarno ist für die Grundschulung der Piloten und der Fallschirmaufklärer zuständig. Im weiteren befinden sich dort zwei PC-7 Simulatoren. Von der Airbase in Locarno werden die Drohnenaktivitäten der ADS95 im Tessin zur Grenzüberwachung gelenkt. Locarno verfügt über 3 Pisten (eine Hartbelag und zwei Graspisten), Militärisch wird normal nur die Hartbelagpiste genutzt.

Lodrino (LSML)

Der Flughafen in Lodrino wird nicht mehr direkt von der Luftwaffe betrieben, alle Flugoperationen finden im Tessin vom Stützpunkt in Locarno statt. Die RUAG Aviation führt dort das Center for Propeller Aircraft and UAV Systems und wartet dort die Systeme Pilatus PC-6, PC-7 und PC-9 der Schweizer Luftwaffe. Es gibt hier nur noch Trainingsflüge sowie den Werkflug der Luftwaffe. Allerdings ist der Flughafen normalerweise nur für Militärische Flugzeuge freigegeben, nur im Falle eines Maintenance ist es erlaubt zivilen Flugverkehr abzuwickeln. Die Einrichtung des Towers wurde im Jahr 2010 komplett demontiert.

Meiringen (LSMM)

Meiringen ist seit 2006 Heimatsbasis eines Fliegergeschwaders. Es ist ein Kriegsflugplatz mit Flugzeugkavernen und ist neben Payerne das zweite Standbein für die Luftverteidigung und den täglichen Flugbetrieb.

Militärflugplatz Payerne (LSMP)

Payerne ist ein Kriegsflugplatz, auf dem vor allem die F/A-18 operieren. Stationiert sind dort zwei Fliegerstaffeln mit einem Fliegergeschwader, ein Lufttransportgeschwader, teilweise das Drohnengeschwader, eine Ausbildungsstaffel und teilweise die Pilotenschule. Der Kriegsflugplatz Payerne ist der wichtigste Kampfjet-Militärflugplatz der Luftwaffe.

Flughafen Sion (LSMS)

Sion ist ein Zivil- und Militärflugplatz. Ein Fliegergeschwader mit F/A-18 und F-5 und ein Teil der Pilotenschule sind dort beheimatet. Es ist ebenfalls ein Kriegsflugplatz. Im Gegensatz zu Payerne und Meiringen fliegen dort die Jetflugzeuge nur unregelmässig.

Aufgegebene Militärflugplätze

Während des Zweiten Weltkriegs sowie im Kalten Krieg wurden zudem noch die folgenden Militärflugplätze genutzt, wobei einige lediglich über Graspisten verfügten und keine eigene Infrastruktur besassen:

Mittel[Bearbeiten]

1936 wurde ein neues Bezeichnungssystem bei der Flugwaffe eingeführt. Ein vorgesetzter Buchstabe gab Auskunft über den Verwendungszweck der Maschine. Die Nummern wurden wieder in Gruppen den Maschinen zugeteilt. Bei Maschinen die sich schon im Einsatz befanden wurden die Buchstaben unter Beibehaltung der Nummer vorgesetzt. Umnummerierungen wurden selten gemacht die Pilatus P-2 und die Maschinen der KAB- Reihe waren die grössten.

Flugzeuge[Bearbeiten]

Kennbuchstabe Verwendungszweck
A    Ausbildung
B    Bomber
C    Communication
D    Drohne
J    Jäger
KAB    Kampfbeobachtung
R    Reconnaissance
T    Transport
U    Umschulung
V    Verbindung
Z    Zieldrohne
Bild Flugzeug Herkunft Typ Versionen In Gebrauch Bemerkung
Fa-18c.hornet.j5003.swissaf.jpg McDonnell Douglas F/A-18 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte StaatenSchweizSchweiz Schweiz in Lizenz in der Schweiz gebaut Mehrzweckkampfflugzeug F/A-18C 26 (J-5001 bis J-5026) Fliegerstaffeln 17, 18 (AB Payerne) und 11 (AB Meiringen)
Swiss AF Boeing FA-18D Hornet.jpg F/A-18D 6 (J-5232 bis J-5238, J-5231 und J-5237 crash)
F-5 auf Platte.jpg Northrop F-5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte StaatenSchweizSchweiz Schweiz Endmontage in der Schweiz Abfangjäger F-5E 42 Fliegerstaffeln 6 (Payerne), 8 (AB Emmen) und 19 (AB Sion). Interception, Kunstflug, Zielschlepper
F-5F.jpg F-5F 12 (J-3201 bis J-3212) Training, Air policing und elektronische Kriegführung
Pilatus PC7-IMG 5742.jpg Pilatus PC-7 Turbo trainer SchweizSchweiz Schweiz Trainingsflugzeug NCPC-7 28 Training AB Locarno Kunstflug Dübendorf AB
PC9.JPG Pilatus PC-9 SchweizSchweiz Schweiz Trainingsflugzeug PC-9/F 8 (C-401 bis C-412, C-404 crash) Zielflugstaffel 12 und ECM Staffel 24 elektronische Kriegführung und Zielschlepper
Swiss Air Force PC-21 A-102 parked.jpg Pilatus PC-21 SchweizSchweiz Schweiz Trainingsflugzeug PC-21 8 (A-101 bis A-108) AB Emmen
Swiss Air Force Beech 1900D Bidini-1.jpg Beechcraft 1900 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten VIP Transporter 1900D 1 (T-729) Bern-Belp Airport
Swiss Air Force DHC-6.jpg DHC-6 Twin Otter KanadaKanada Kanada Fotoflugzeug DHC-6 1 (T-741) Militärflugplatz Dübendorf
Swiss Air Force SuperKing air.JPG Beechcraft King Air Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Fotoflugzeug 350C 1 (T-721) Militärflugplatz Dübendorf
Swiss Air Force Pilatus PC-6 V-618 parked at IBT'11.jpg Pilatus PC-6 Turbo-Porter SchweizSchweiz Schweiz Transporter PC-6/B2-H2M-1 15 Lufttransport Staffel 7 AB Emmen + HB-FCF von armasuisse
SUI785.jpg Dassault Falcon 900EX FrankreichFrankreich Frankreich VIP Transporter Falcon 900 1 (T-785) Bern-Belp Airpt.
HB-FOG.jpg Pilatus PC-12 SchweizSchweiz Schweiz Testflieger und Transporter PC-12 1 (HB-FOG) Armasuisse AB Emmen
Cessna.560xl.citation.excel.arp.jpg Cessna Citation Excel Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten VIP Transporter Ce-560XL 1 (T-784) Bern-Belp Airpt.
Swiss Air Force Armasuisse R-711.jpg Diamond DA42 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte StaatenOsterreichÖsterreich Österreich Experimentflugzeug Diamond DA42 Aurora Centauer 1 (R-711) Armasuisse AB Emmen
RUAG ADS-90 Ranger ventral view.jpg ADS-95 Ranger SchweizSchweiz Schweiz Drohne ADS-95 24 (D-108 bis D-134, D-119 crash 13.09.11) Dronenstaffel 7 AB Emmen
Zieldrohne.JPG KZD 85 SchweizSchweiz Schweiz Drohne KZD-85 60 (Z-30 bis Z-90, Noch 30 in gebrauch) Zieldrohne für Bodluv
F/A-18D

McDonnell Douglas F/A-18 C/D[Bearbeiten]

Ab 1997 wurden 34 F/A-18 C/D bei den Fliegerstaffeln 17, 18 und 11 (in dieser Reihenfolge) eingeführt. Die Schweizer Luftwaffe hat nunmehr insgesamt 32 F/A-18 als Rückgrat der Luftwaffe im Einsatz, 26 Einsitzer (J-5001 bis J-5026) und 6 Zweisitzer (J-5232 bis J-5238). Eine Maschine (F/A-18D J-5231) ging 1998 bei einem Unfall im Wallis verloren. Beide Besatzungsmitglieder, darunter auch der damalige Sprecher der Patrouille Suisse, kamen ums Leben. Am 23. Oktober 2013 stürzte die Maschine J-5237 in der Nähe von Alpnachstad am Lopper ab. Kommandant und Passagier (ein deutscher Fliegerarzt des FAI Dübendorf) kamen dabei ums Leben.[62]

Die F/A-18 gehörten alle dem Ende 2005 aufgelösten Überwachungsgeschwader an und waren somit das erste Flugzeug, welches nicht mehr von Milizpiloten geflogen werden konnte. Die «Suisse Hornets» sind belastbar bis 9g, da einige ihrer Strukturbauteile aus Titan gefertigt wurden, um den vielen Landungen und Starts und der kurzen Reiseflugdauer in der Schweiz gerecht zu werden. Um die Lebenserwartung dieser verstärkten F/A-18 C/D Version zu ermitteln, betreibt die RUAG Aerospace in Emmen LU einen Iron Bird für Materialermüdungstests. Sie unterscheiden sich von den übrigen F/A-18C und F/A-18D zudem durch einen seitlichen Suchscheinwerfer auf der linken Seite vor dem Cockpit (wie die kanadischen F/A-18A und F/A-18B). Ferner haben sie die Flugsteuerungssoftware der Nachfolgevariante F/A-18E, welche zusätzliche Manöver erlaubt. Für den Einsatz der F/A-18D aus einer Flugzeugkaverne waren keine Änderungen an den F/A-18 nötig. Im Rahmen verschiedener Modernisierungsprogramme wurden unter anderem ein IFF (Freund-/ Feinderkennung) eingebaut, diese sind sichtbar am Antennenrechen oberhalb der Bugkanone. Ab Dezember 2007 erfolgte die Lieferung der neuen Lenkwaffe AIM-9X als Ersatz für das Vorgängermodell AIM-9P. Es ist zudem geplant, auf dem Typ das neue Helmvisier einzuführen. Dies würde Schüsse mit 90 Grad Winkel erlauben. Für den Mittel- bis Langstreckenbereich stehen seit 1992 zudem Flugkörper vom Typ AIM-120B AMRAAM zur Verfügung. Im Rüstungspgrogramm 2011 ist der Ersatz durch neue Flugkörper der Version AIM-120C-7 AMRAAM geplant.[63] Die Hornets der Schweiz waren zunächst reine Jäger, da die Luft-Boden-Fähigkeiten erst zur Kampfwertsteigerung nachgerüstet wurden. Die Beschaffung der Maschinen war seinerzeit nach einem Referendum nur aufgrund einer Volksabstimmung möglich. Seit 2013 besitzt die Luftwaffe zudem ein 1:1 Mockup einer F/A-18C mit dem diverse Störungen simuliert werden können, es dient der Ausbildung des Bodenpersonals und trägt die Immatrikulation X-5099.

F-5E Tiger II auf der Air Base Dübendorf

Northrop F-5 Tiger II[Bearbeiten]

Die F-5 Tiger II kamen Ende der 1970er-Jahre in den Einsatz. Im Jahr 1981 beschloss das Parlament, die Flottenstärke zu erhöhen und beschaffte zu den 76 vorhandenen weitere 38 Maschinen, darunter 6 Zweisitzer. Grund dafür war das Ausscheiden der Venom und der Aufgabenwechsel der Hawker Hunter. Die Flotte umfasste 98 Einsitzer F-5E (J-3001 bis J-2098) und 12 Doppelsitzer F-5F (J-3201 bis J-3212), von denen ein grösserer Teil in jüngster Zeit aus finanziellen Gründen und aufgrund der veränderten Sicherheitslage verkauft wurde. In der Schweiz fliegen noch 56 Tiger, davon sind 44 Einsitzer und 12 Zweisitzer. Die Patrouille Suisse nutzt diesen Jet als Kunstflugzeug. Er wird zudem auch als «Aggressor» genutzt sowie als Ziel für das simulierte Boden – Luftabwehrschiessen der Flab und als Zielschlepper für das Luft-Luft Schiessen mit den Flugzeugbordkanonen. Nach dem Ausserdienststellen der BAe Hawk-Flotte nutzt die Luftwaffe auch einige der F-5F für das Fortgeschrittenentraining. Seit der PC-21 Beschaffung wurden die Trainingsflüge der Zweisitzer wieder reduziert. Nebst der Pilotenschulung werden die Doppelsitzer auch als Störflugzeuge verwendet. In diesem Fall ist auf dem hinteren Sitz ein Bordoperator der die Störpods (z.B. Vista5) bedient. Die Pods werden an den inneren Flügelpylonen angebracht. Nebst diesen Aufgaben kann die F-5F auch mit nur einem Piloten für die Luftverteidigung eingesetzt werden.

Pilatus PC-7[Bearbeiten]

Zur Grundausbildung (VFR und Instrumentenflug) nutzte die Schweizer Luftwaffe die Pilatus PC-7 (38 Maschinen). Diese Flugzeuge werden nicht nur zur Ausbildung, sondern für den Kunstflug beim PC-7 Team sowie als Verbindungsflugzeug und für VIDs (visuelle Identifikation) im Luftpolizeidienst genutzt. Aktuell besitzt die Luftwaffe 28 umgebaute PC-7 mit dem Neuen Cockpit (NCPC-7) und dem neuen Sichtschutz, der in rot/weiss gehalten wird. Fünf Flugzeuge stehen 2011 noch zum Verkauf.[64]

Pilatus PC-9[Bearbeiten]

Pilatus PC-9 (11 Maschinen) C-401 bis C-403, C-404 bis C-412. Eine PC-9 (C-404) stürzte nach einer Kollision ab, die andere beteiligte Maschine C-405 wurde repariert. Diese Flugzeuge werden als Zielschlepper für scharfe Übungen der Luftabwehr (Flab), als Störflugzeuge mit Jammer (Vista5 Pod), für die visuelle Überwachung des unteren Luftraums und VIDs sowie als Verbindungsflugzeug genutzt.

Pilatus PC-6[Bearbeiten]

Der Pilatus Porter PC-6 ist das Arbeits- und Kleintransportflugzeug der Luftwaffe. Seine robuste Bauart sowie die Kurzstart- und Landeeigenschaften ermöglichen auch Einsätze auf Behelfslandeplätzen im Gelände. In den Jahren 1966 und 1976 wurden insgesamt 18 Stück von diesem Flugzeug beschafft. Heute dienen die Porter-Flugzeuge hauptsächlich für Personen- und Materialtransporte, für das Absetzen der Fallschirmaufklärer sowie – mit einem Wassertank ausgerüstet – für die Waldbrandbekämpfung. Bei einem Unglück gingen zwei Maschinen verloren. Eine weitere wurde nach einem Landeunfall liquidiert, so dass heute die Luftwaffe noch 15 Maschinen dieses Typs hat. Dazu kommt die zivil registrierte HB-FCF, die von der armasuisse und dem BAZL betrieben wird.

Pilatus PC-21[Bearbeiten]

Seit 2008 setzt die Luftwaffe sechs Pilatus PC-21 ein, zwei weitere Flugzeuge folgten 2012. Diese werden im Rahmen des Jetpiloten- Ausbildungssystem JEPAS PC-21 eingesetzt, das heisst, sie werden für die Fortgeschrittenen-Ausbildung benötigt. Neben der Beschaffung der zwei weiteren PC-21 wurde auch ein PC-21 Simulators gekauft. Die PC-21 tragen die Immatrikulationen A-101 bis A-108.

Drohne ADS 95 D-118 in Emmen

Andere[Bearbeiten]

Die Schweizer Luftwaffe betreibt darüber hinaus noch eine Falcon 50 (T-783). Diese wird bis Mitte Juni 2013 gebraucht und durch eine im März 2013 von Monaco gekaufte Dassault Falcon 900 (T-785) ersetzt. Die T-785 ist seit dem 1. Juni 2013 im LTDB Dienst. Des Weiteren ist eine Cessna Citation (T-784), die zur Personenbeförderung des Bundes und auch für den Transport gebraucht wird, im Bestand. Seit dem 10. April 2007 wurde auch eine Beech 1900D (T-784) der Avanti Air eingesetzt. Diese wurde zunächst für drei Jahre geleast und anschliessend gekauft, um den im November 2006 ausser Dienst gestellten Learjet zu ersetzen. Neben diesen Flugzeugen kann die Luftwaffe bei Bedarf auch die PC-12 (HB-FOG) der armasuisse beanspruchen. Sie betreut den Pilatusporter PC-6 (HB- FCF) der armasuisse und die Aurora Centaur (eine Modifikation einer Diamond DA42MPP, die sowohl bemannt wie auch unbemannt geflogen werden kann) mit der militärischen Immatrikulation R-711. Eine Super King Air (T-721) und eine DHC6 Twin Otter (T-741) werden für das Bundesamt für Landestopografie eingesetzt.

Drohnen[Bearbeiten]

ADS 95[Bearbeiten]

Nach der Einstellung des Mirage-Flugdienstes verfügt die Schweizer Luftwaffe neben den Fallschirmaufklärern nur noch über ein einziges luftgestütztes Aufklärungssystem, das ADS 95. Dieses System wurde grundsätzlich für die Artillerie-Feuerleitung eingekauft. Daneben ist es aber noch für viele weitere Einsatzgebiete einsetzbar. Bestückt ist die Drohne mit einer TV-Kamera sowie einer FLIR-Kamera. Mit diesen beiden Sensoren ist es möglich, zeitverzugslose Aufklärung bei Tag und Nacht sicherzustellen. Ursprünglich wurden 28 (D-108 bis D-134)Drohnen beschafft, jedoch ist eine (D-119) bei einem Übungsflug abgestürzt.

Kleinzieldrohne KZD 85[Bearbeiten]

Die Kleinzieldrohnen KZD 85 wurden im Jahr 1985 von der Schweizer Luftwaffe für das Training der Fliegerabwehrtruppen (Flab) beschafft. Es wurden 60 Stück beschafft. Heute (2008) stehen der Luftwaffe noch rund 30 Einheiten zur Verfügung. Die Drohnen dienen auf eine maximale Distanz von 2,5 km unter Sichtbedingungen als Ziele. Das gesamte System ist in einem einachsigen Anhänger untergebracht, der auch als Teil des Startkatapultes dient. Die ferngesteuerten Flugzeuge landen nach der Mission an einem Fallschirm. Registrationen: Z-30 bis Z-90

Cougar im Flug

Helikopter[Bearbeiten]

Übersicht[Bearbeiten]

Bild Helicopter Herkunft Verwendung Version In Gebrauch Bemerkung
Swiss Air Force Super Puma T-325 side view 2.jpg Aérospatiale AS 332 FrankreichFrankreich Frankreich Mittelschwerer Helikopter AS332M1 15 (T-311 bis T-325) AB Payerne, Militärflugplatz Dübendorf
Cougar Swiss milouf 3.jpg Aérospatiale AS 332 FrankreichFrankreich Frankreich Mittelschwerer Helikopter AS532UL 11 (T-331 bis T342) AB Alpnach. Eurocopter Cougar T-341 Unfall am 30. März 2011 während einem Trainingsflug im Maderan (Maderanertal)
Swiss Air Force EC635P2+ T-352 at BRN (2).jpg Eurocopter EC635 FrankreichFrankreich Frankreich DeutschlandDeutschland Deutschland Transporter/Schulungshelikopter/SAR EC635 P2+ 18 (T-353 bis T-370) AB Alpnach
VIP Transporter EC635 P2+ VIP 2 (T-351, T-352) Bern-Belp Airport

Super Puma/Cougar[Bearbeiten]

Hauptsächlich für Transport-Aufgaben sind seit 1986 15 Aérospatiale AS.332M1 «Super Puma» (TH89) (T-311 bis T-325) und seit 1998 12 Eurocopter AS.532UL «Cougar» (TH98) (T-331 bis T-342) -Hubschrauber im Einsatz. Eine Maschine (T-341) ging bei einem Absturz im Maderanertal (UR) am 30. März 2011 verloren. Einer davon kann mit einer Wärmebildkamera-Systemen (FLIR) für Search and Rescue-Einsätze ausgerüstet werden. Als Verteidigung ist das ISSYS-Selbstschutzsystem mit automatischem Täuschkörperwerfer vorgesehen. Eine Bewaffnung indessen ist nicht vorgesehen.

Eurocopter EC635 T-357

Eurocopter EC635[Bearbeiten]

Der Eurocopter EC635 ist ein Hubschrauber des europäischen Herstellers Eurocopter. Es handelt sich um die militärische Version des Eurocopter EC 135, die sich im Wesentlichen durch eine verstärkte Zellenstruktur vom Grundtyp unterscheidet. Anzahl Helikopter: 20 (18 EC635 (T-353 bis T-370) und 2 EC135 (T-351, T-352) VIP-Ausführung). Im Januar 2010 konnte die letzte der insgesamt 16 in Alpnach endgefertigten plus die 4 in Donauwörth gebauten Maschinen übernommen werden.

Luftraumüberwachungssysteme[Bearbeiten]

Die weitreichende Luftraumüberwachung wird mit dem FLORAKO-System gewährleistet. Das Florakosystem besteht aus vier stationären Primär- und Sekundärradaranlagen. Das FLORAKO System dient aber auch der Führung und der Kommunikation. Daten der zivilen Skyguide Radaranlagen können auch genutzt werden. Das mobile TAFLIR System dient ebenfalls der weitreichenden Luftraumüberwachung und kann in das Florakosystem eingebunden werden.

Das Skyguarde Richtgerät Flt Gt 75/10 wird nebst dem Einsatz mit der Oerlikon 35 mm Flab auch zur lokalen Luftraumüberwachung eingesetzt. Die Daten können direkt in die Einsatzzentrale der Luftwaffe übertragen werden.

Das das mobile Radarsystem Alarmierungssystem STI "Stinger Allert System" kann nebst der Frühwarnung für das Bodluv system FMI-92 Stinger auch für die lokale Luftraumüberwachung eingesetzt werden.

Ausgemusterte Fluggeräte und Luftraumüberwachungssysteme[Bearbeiten]

  • Hiller UH-12B (1952–1962) V-10 bis V-12 waren erst als KAB-201 bis KAB-203 immatrikuliert KAB steht für Kampffeld- und Artillerie-Beobachtung zwei Hubschrauber durch Landeunfälle verloren.
  • Sud-Ouest SO 1221 (1958–1964) V-21 bis V-24 wurden zur Pilotenausbildung für die Alouette II benutzt, aufgrund anhaltender Mängel der Rotorblätter wurden die Maschinen wieder an das Herstellerwerk abgegeben.
  • Alouette II (1958–1992) 1958 wurden 10 Alouette II gekauft und 1964 weitere 20 Stück. Sie wurden für Beobachtungs-,Verbindungs,-Transport-, und Rettungsflüge eingesetzt. Immatrikulation V-41 bis V-70.
  • Alouette III (1964–2010): Ab 1964 wurden etappenweise insgesamt 84 Alouette III-Helikopter beschafft (V-201 bis V-284). Davon gingen 14 durch Unfälle verloren. Sie dienten hauptsächlich zu Transport- und Ausbildungszwecken und wurden nicht bewaffnet. Seit der Armee XXI waren nur noch 35 im Dienst. Sie wurden ab 2008 schrittweise ausser Dienst gestellt und durch den Eurocopter EC635 ersetzt.
  • Eurocopter Dauphin (2005–2009) Für VIP-Transporte der Landesregierung wurde bis 2008 ein Eurocopter Dauphin (T-711) eingesetzt, welcher verkauft wurde.[65] Ersetzt wird sie nun durch die zwei neuen Eurocopter EC 135 (offizielle Bezeichnung EC635VIP).
  • Rockwell Grand Commander 680FL (1976–1993) HB-GCB zivil immatrikulierte Maschine des Bundesamtes für Landestopografie (swisstopo).
  • Dassault Falcon 50(1996–2013) T-783
  • Learjet 35 (1987–2006) Die Learjets kaufte die Luftwaffe von der REGA und immatrikulierte diese als T-781 und T-872.[66]
  • 'Beechcraft Model 50Twin Bonanza (1957–1989) T-711 bis T-713
  • BAe Hawk T.Mk.66 (1987–2002): Mit dem Rüstungsprogramm 87 wurden 19 (U-1251 bis U-1270) Flugzeuge beschafft, wovon eine (U-1256) 1990 im Aletschgebiet verloren ging und 2008 18 Maschinen nach Finnland verkauft wurden.[67]
  • Dassault Mirage III
    • Dassault Mirage IIIC (1962–1999): 1962 wurde eine Mirage IIIC gekauft (Immatrikulationsnummer J-2201) welche ab 1964 für den Lizenzbau als Systemerprobungs- und Lenkwaffeneinsatz-Versuchsflugzeug verwendet wurde.
    • Dassault Mirage IIIRS (1964–2003): Die Mirage IIIRS (18 Stück), Immatrikulation R-2101 bis R-2118, ist die Aufklärerversion der IIIS.
      Mirage III RS R-2116 White AMIR. Die Farben symbolisieren die Schwarzweissbilder, welche die Piloten im Aufklärungseinsatz gemacht haben. AMIR war der Rufname am Funk. (Aufklärer Mirage).
    • Dassault Mirage IIIS (1964–1999): Die Mirage IIIS (36 Stück), Immatrikulation J-2301 bis J-2336, ist eine schweizerische Weiterentwicklung der Mirage IIIC. Es wurde u.a ein neues Radar, starre Entenvorflügel (ab 1988) von SF Emmen (heute RUAG Aviation) sowie Chaff- und Flare-Werfer eingebaut. Es war ursprünglich geplant, über 100 Maschinen dieses Typs anzuschaffen. Das Kontingent musste aber aufgrund massiver Kredit-Überschreitungen (Mirage-Affäre) zusammengekürzt werden.
    • Dassault Mirage IIIBS (1964–2003) Doppelsitzerausführung der MirageIIIS (4 Stück) zwei Maschinen gingen durch Unfälle verloren. Die Maschinen waren zuerst als U-2001 bis U-2004 immatrikuliert, die verbliebenen zwei Maschinen erhielten später die geänderte Immatrikulation J-2001 und J-2004.
    • Dassault Mirage IIIDS (1983-2003) Doppelsitzerausführung der MirageIIIS (2 Stück) als Ersatz für die zwei verunglückten MirageIIIBS. Ihre Immatrikulation wurde von U-2011 und U-2012 auf J-2011 und J-2012 geändert. Eine Mirage IIIDS (Ex.J-2012) mit der zivilen Registrierung HB-RDF befindet sich nun in flugfähigem Zustand im Besitz des Musée de l’aviation militaire de Payerne. Gegen Bezahlung ist ein Mitflug möglich.
Hawker Hunter T.Mk.68 J-4203
  • Hawker Hunter
    • Hawker Hunter F.Mk.58 / F.Mk.58A – Jagdbomber (1958–1994): Die Jägerversion, der Hawker Hunter F.Mk.58 ist eine verbesserte F.Mk.6-Variante und wurde bei den Flugzeugwerken in Emmen endmontiert. Es wurden in drei Tranchen insgesamt 152 F.Mk.58 und F.Mk.58A gekauft, wovon ein Teil gebrauchte F.Mk.6-Maschinen der RAF waren.(J-4000 bis J-4152).
    • Hawker Hunter T.Mk.68 – Trainer (1975–1994): Der Hawker Hunter T.Mk.68 war die Hunter-Trainervariante und wurde direkt vom Hersteller bezogen. Die Maschinen waren umgebaute F.Mk.6 (Einsitzer), welche für die schwedische Flygvapnet zu T.Mk.50 Doppelsitzern und für die Schweiz dem Standard der T.Mk.66 umgerüstet wurden. Es wurden insgesamt acht T.Mk.68 gekauft, welche alle gebrauchte schwedische Maschinen waren.(J-4201 bis J-4208).
  • FFA P-16 (1955-1960) Im Zuge der Entwicklung und der geplanten Beschaffung von 100 Jagtbombern FFA P-16 wurden die Prototypen auch von Militärpiloten der Schweizer Luftwaffe von verschiedenen Militärflugplätzen (Dübendorf, Sion und einem Kavernenflugplatz) aus geflogen und auf ihre Truppentauglichkeit geprüft. Nach dem Absturz einer Maschine dieses Typs wurde die bereits bewilligte Beschaffung von 100 Stück storniert. Die verbliebenen zwei Flugzeuge der insgesamt fünf fertig gebauten P-16 (J-3002 wurde verschrottet) wurden zivil immatrikuliert und dem Hersteller FFA zurückgegeben. Immatrikulation J-3001 bis J-3005.
  • De Havilland Vampire DH.100 (1949-1990): Die De Havilland Vampire DH.100 Jagdflugzeuge war das ersten düsengetriebene Flugzeuge der Schweizer Flugwaffe. Sie verfügte zwar über kein Bordradar oder Lenkwaffen, doch nach einer Umrüstung über einen Martin-Baker-Schleudersitz.
    • 4 Maschinen vom Typ "Vampire" DH-100 Mk.1 (ursprünglich drei Exemplare als Erprobungsmaschinen; als eines abstürzte, wurde ein weiteres beschafft) (J-1001 bis J-1004).
    • 178 Maschinen vom Typ "Vampire" DH-100 Mk.6 (drei wurden später aus Ersatzteilen montiert) (J-1005 bis J-1082 und J-1101 bis J-1200).
    • 39 Maschinen vom Typ "Vampire" DH-115 (U-1201 bis U-1239)
  • De Havilland D.H.112 Venom (1949-1983): Die De Havilland Venom DH.112 Jagdbomber waren prinzipiell verbesserte Vampire mit einem leicht geändertem Heck, Flügeltanks und serienmässigem Schleudersitz.
    • 126 Maschinen vom Typ "Venom" DH-112 Mk.1 (J-1501 bis J-1625 und J-1650)
    • 100 Maschinen vom Typ "Venom" DH-112 Mk.4 (J-1701 bis J-1800)
      • 24 Maschinen vom Typ "Venom" DH-112 MK.1R (J-1626 bis J-1649)
  • Dornier Do 27 (1958–2005) Die Schweizer Luftwaffe beschaffte sieben Maschinen vom Typ Do27H2 für den Luftbildeinsatz, zwei Maschinen erhielten eine zivile Immatrikulation, jedoch wurde später die HB-HAD in V-607 umregristriert. (V-601 bis V-607 und HB-HAC).
  • North American P-51D «Mustang» (1948-1958): 1948 wurden 130 Maschinen zum Preis von je US$ 4000.– gekauft.
  • North American AT-6 Texan (Harvard) Gleichzeitig mit dem Mustang P-51D wurden 40 dieser Flugzeuge aus Überbeständen der kanadischen Luftwaffe erworben. Immatrikulation: U-301 bis U-340. Ausgemustert 1968.
  • Pilatus P-3 (1956–1995) Die Schweizer Luftwaffe kaufte von Pilatus den Prototypen (A-801) und 72 weitere dieser zweisitzigen Schul- /Trainingsflugzeuge (A-801 bis A-873).
  • Pilatus P-2 Die Schweizer Luftwaffe setzte insgesamt 54 dieser Schul-/Trainingsflugzeuge ein. (U-102 bis U-128 U-132 bis U-157).
  • Piper PA-18 Super Cub (1948–1975) 6 Flugzeuge beschafft die ersten zwei hatten erst die Immatrikulation KAB-101 und KAB-102 (V-651 bis V-656).
  • Nord 1201 Norécrin I (1948–1952) V-653 Zivil HB-HOI. Gleiche Kennung wie die erste Piper Super Cub PA-18-150.
  • Nord NC.850 Norvigie (1949-1950) Immatrikulation KAB-103 Wurde während kurzer Zeit von der damaligen KTA getestet ging aber zurück an Frankreich.
  • Siebel Si 204 (1945-1955) Immatrikulation B-3.
  • Potez 63 (1938–1944) B-1 und B-2 (B-1 erst als HB-HAs, B-2 erst als HB-HAT).
  • Junkers Ju 52/3m (1939–1981) A-701 bis A-703 Zwei Maschinen werden seit 1983, die HB-HOT seit 1985 und bis heute (2011) von der im Jahre 1982 gegründeten JU-AIR im AIR FORCE CENTER in Dübendorf geflogen.
  • Nardi FN-315 (1944–1948) A-290 und A-291 Die A-290 erhält später die zivile Immatrikulation HB-DEF, dann I-VILD.
  • Fieseler Fi 156 Storch (1940–1963): Die Fieseler Störche wurden für Materialtransporte sowie als Verbindungs-, Beobachtungs- und Sanitätsflugzeuge eingesetzt. Immatrikulation A-96 bis A-100, wovon die A-96 eine requirierte Zivilmaschine (HB-ARU) war.
  • De Havilland D.H.98 (1944–1954) B-4 und B-5 Die B-4 wurde erst als E-42 immatrikuliert, wurde auch zur Pilotenschulung der Swissair genutzt und dann als HB-IMO immatrikuliert. Später zur Ersatzteilgewinnung verschrottet. Die B-5 wurde als fliegender Teststand für das Swiss-Maba-Triebwerk von Sulzer eingesetzt, das für die Eidgenössische Flugzeugwerke Emmen N-20 vorgesehen war. Die B-5 wurde danach als Übungsobjekt der Flugplatzfeuerwehr verwendet und zerstört.
  • WLM-1 (1951) 2 Segelflugzeuge WLM-1 U-1 und U-2 (Zivil HB-551 und HB-552)
  • Messerschmitt Bf 109 (1938–1949):
    • 10 Maschinen vom Typ Bf 109 D-1 «David» J-301 bis J-310
    • 88 Maschinen vom Typ Bf 109 E-3a «Emil» (davon 8 Maschinen in Lizenz-Eigenbau)
    • 2 Maschinen vom Typ Bf 109 F-4 «Fritz»
    • 13 Maschinen vom Typ Bf 109 G-6 «Gustav»
    • 1 Maschine vom Typ Bf 109 G-14 «Gustav»
  • Messerschmitt Bf 108-B Taifun (1938–1959)Stück 15, A-201 bis A-215
  • Morane-Saulnier D-3800 (1940–1959)
    • 82 Morane D-3800 Immatrikulation: J-1 bis J-84
    • 207 Morane D-3801 Immatrikulation: J-191 bis J-297
    • 13 Morane D-3802 Immatrikulation: J-401 bis J-404, J-406 bis J-414
    • 1 Morane D-3803 Immatrikulation: J-405
  • Eidgenössische Konstruktionswerkstätte K+W C-36 C-3603 (1942–1987) C-401 bis C-560 ein Grossteil dieser Flugzeug wurde später anstelle eines Kolbenmotors mit einem Turbopropantrieb versehen.
  • Stinson L-5 Sentinel (1944–1945) A-96 Nach dem Zweiten Weltkrieg zivil immatrikuliert als HB-TRY. Diese Maschine fliegt heute wieder in den originalen Farben des Zweiten Weltkriegs, inklusive der rot-weissen Neutralitätsstreifen.
  • Bücker Bü 133 Jungmeister (1937–1968) Die Schweizer Luftwaffe beschaffte 52 dieser einsitzigen Flugzeuge für das fortgeschrittene Akrobatik- und Luftkampf-Training (U-49 bis U-100). Im Verkehrshaus Luzern und im Fliegermuseum in Dübendorf ist je eine Maschine ausgestellt. „The Old Eagles, Swiss Bücker Squadron“ fliegt mit 5 Originalflugzeugen, von denen 4 noch die gelbe Lackierung der Luftwaffe tragen, an diversen Airshows.
  • Bücker Bü 131 Jungmann (1936–1971) die Schweizer Luftwaffe beschaffte 84 (A-1 bis A-84) dieser leichten 2 Sitzigen Schul- und Übungsflugzeuge. Weitere 10 Flugzeuge wurden von Aeroclubs requiriert und erhielten die Immatrikulationen A-85 bis A-94.
20 mm Flab Kanone 37 Oerlikon, Zweiter Weltkrieg, Mellingen AG

Alte Radarsysteme[Bearbeiten]

FLORIDA-Einsatzzentrale im Fliegermuseum Dübendorf
Bild System Herkunft Entered
service
WFU[68] Bemerkung
Florida Radar.JPG FLORIDA-Luftraumüberwachungssystem und -Führungssystem Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1970 2003
SF Radar.JPG SFR-Luftraumüberwachungssystem FrankreichFrankreich Frankreich 1955 1970
Radar WW2.JPG LGR-1 Radar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1948 1955
WW2 Radar mobil.JPG Zielzuweisungsradar TPS-1E Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
(licensed)ItalienItalien Italien
1958 1989
Superfledermaus.JPG Flt Gt63 /69 Superfledermaus SchweizSchweiz Schweiz 1965 1977
ZZR Radar.JPG Feuerleitradar Mark VII Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1958 1967

Fliegerabwehr-Mittel[Bearbeiten]

Bild Name Herkunft Typ Stückzahl Bemerkung
Flab.JPG Oerlikon 35 mm mit Feuerleitgerät Skyguard SchweizSchweiz Schweiz mittleres Fliegerabwehrkanonensystem 45 "Flab Kanone 63/90 mit Flt Gt 75/95"
Stinger (dummy) and case.png STINGER Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten MANPAD STINGER 288 MANPAD STINGER
Rapier Missile.JPG RAPIER Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Lenkwaffenfliegerabwehrsystem 54 "Mobile Lenkwaffen Flugabwehr" (Flab Lwf BL 84/01 Rapier)

Ausgemusterte Fliegerabwehr-Mittel[Bearbeiten]

Bild System Herkunft Entered
service
WFU[68] Bemerkung
Oerlikon-20mm-batey-haosef-2-1.jpg Fliegerabwehrkanone SchweizSchweiz Schweiz 1937 1992 (L Flab Kan 37).
Oerlikon-20mm-batey-haosef-2-1.jpg Fliegerabwehrkanone SchweizSchweiz Schweiz 1954 1995 (L Flab Kan 54 Oe).
BL-64.JPG BL-64 Bloodhound Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1964 1999 Flab Lwf BL 64 Bloodhound

Getestete aber nicht beschaffte Luftabwehrsysteme[Bearbeiten]

Folgende Luftabwehrsysteme der Schweizer Industrie wurden zwar getestet aber nicht beschafft:

Bild System Herkunft Entered
service
WFU[68] Bemerkung
Fliegerabwehrpanzer 68 SPAAG pic03-1.JPG 35 mm Flab Panzer B22L SchweizSchweiz Schweiz 1958 1964 Basierend auf dem Panzer 68 Chassis
RSA Seite.JPG Lenkwaffe RSA SchweizSchweiz Schweiz 1946 1958
Lenkwaffensystem RSCD Doppelstartlafette front.JPG Lenkwaffensystem RSC/D SchweizSchweiz Schweiz 1952 1958
Oerlikon Kriens Luftabwehr im Fliegermuseum Dübendorf.jpg Lenkwaffe RSE Kriens SchweizSchweiz Schweiz 1958 1966
Shark Air def.JPG MOWAG Shark SchweizSchweiz Schweiz Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
FrankreichFrankreich Frankreich
1981 1983 mit französischem Crotale Luftabwehrraketensystem oder
britischer Zwillings Flak "wildcat"2x30mm.

Kommandanten seit 1914[Bearbeiten]

Die Bezeichnung der Schweizer Luftwaffe wechselte im Lauf der Zeit mehrfach: 1914 bis 1924 Fliegerabteilung, 1925 bis 1936 Fliegertruppe, 1936 bis 1995 Flieger- und Fliegerabwehrtruppen, seit 1996 Luftwaffe. Die Rangbezeichnung lautete bis 1935 nur Kommandant, von 1936 bis 1967 Kommandant bzw. Waffenchef, ab 1968 wieder nur Kommandant.

Literatur[Bearbeiten]

  • Arthur Bill: Fliegerlatein. Geschichten aus 70 Jahren Schweizer Fliegerei., Verlag Stämpfli, Bern 2003, ISBN 3-7272-1274-8.
  • Hanspeter Ruckli und Adrian Urscheler: Das Ueberwachungsgeschwader / L’Escadre de surveillance 1992–2005. Baden-Verlag, Baden-Dättwil 2006, ISBN 3-85545-141-9.
  • Gustav Westphal: Die Schweizer Flugwaffe in Vergangenheit und Gegenwart. in: Wolfgang Sellenthin (Hg.): Fliegerkalender der DDR 1985. Militärverlag der DDR, Berlin 1984, S. 152–162.
  • Roman Schürmann: Helvetische Jäger. Dramen und Skandale am Militärhimmel. Rotpunktverlag, Zürich 2009, ISBN 978-3-85869-406-5.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Walter Lüem, Max Rudolf: Abwehr in Nahaufnahme. Probleme der Limmatverteidigung 1939/40 im Abschnitt Spreitenbach-Killwangen. Herrliberg/Birmenstorf 2003. Vertrieb: Schweizerische Gesellschaft für militärhistorische Studienreisen GMS, Zürich
  2. Flugzeugbeschaffungen in früheren Jahrzehnten in der WOZ zusammengefasst
  3. Eine kleine Geschichte der Schweizer Kampfflugzeuge
  4. Niklaus Ramseyer: Der F/A-18 macht Ueli Maurer Mut. In: Tages-Anzeiger vom 16. September 2013
  5. Abstimmungsbüchlein mit falschen Behauptungen, Titel und Seite 11
  6. Rollendefinition F/A-18 des Bundesrats
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDen Kampf-Jets die Flügel stutzen. swissinfo.ch, 3. November 2005, abgerufen am 19. September 2009.
  8. Eidgenössische Volksabstimmung vom 24. Februar 2008: Vorläufige amtliche Endergebnisse
  9. Eidgenössische Volksabstimmung vom 24. Februar 2008: Resultate der Berner Amtsbezirke und Gemeinden (PDF)
  10. Kampfjetlärm: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts gegen die Armee, Fondation Franz Weber, 15. September 2011
  11. Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I: Urteil vom 7. September 2011, Dossier A-101/2011
  12. Fluglärm: VBS gelangt ans Bundesgericht, Der Bund, 16. November 2011
  13. Parlament wünscht 2011 neue Kampfflugzeuge
  14. Die Schweizer Bundesverwaltung über die Beschaffung: Ersatz für Tiger-II
  15. Siehe dazu ausführlich: Roman Schürmann: Helvetische Jäger. Dramen und Skandale am Militärhimmel.Rotpunktverlag. Zürich 2009. ISBN 978-3-85869-406-5. Kapitel «Die Zukunft der Luftwaffe», Seiten 217–242.
  16. Bericht über den Entscheid des Bundesrates, Tagesschau vom 30. November 2011, Schweizer Fernsehen.
  17. Ständerat gibt grünes Licht für die Gripen-Beschaffung, moneycab vom 18. September 2013
  18. Website des Komitees "Nein zu den Kampfjet-Milliarden", abgerufen am 5. Januar 2014
  19. Website des Liberalen Komitees "Nein zum Gripen", abgerufen am 5. Januar 2014
  20. Ueli Maurers erfolgreiches Drängentagesanzeiger.ch vom 4. Januar 2014
  21. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-1.html
  22. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-2.html
  23. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-3.html
  24. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-4.html
  25. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst6.html
  26. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst6.parsys.20370.downloadList.87294.DownloadFile.tmp/broschurehistoriqueescdav6low.pdf
  27. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-7.html
  28. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst8.html
  29. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-9.html
  30. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-10.html
  31. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/themen/history/reggesch.parsys.0030.downloadList.38629.DownloadFile.tmp/fliegerstaffel10.pdf
  32. http://www.fliegerstaffel10.ch/include.php?path=news&catid=1&type=2
  33. http://www.natotigers.org/tigerunits/detail.php?unitID=10
  34. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/en/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst11.html
  35. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/zielflugstaffel.html
  36. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-13.html
  37. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/themen/history/reggesch.parsys.0023.downloadList.00231.DownloadFile.tmp/knowhow.pdf
  38. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-15.html
  39. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/en/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/fightersquad17.html
  40. http://www.fightersquadron17.ch/index.php?id=8
  41. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/en/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst18.html
  42. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst19.html
  43. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-20.html
  44. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/flst19/chronik/kmob.html
  45. http://old.hermannkeist.ch/fliegerstaffel-21.html
  46. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/esc_ta1.html
  47. http://old.hermannkeist.ch/leicht-fliegerstaffel-2.html
  48. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/staffeln/lttrspst5.html
  49. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/flpl_kdo_alp/flplkdo2/ltgeschw2/ltrspst6.html
  50. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/flpl_kdo_emm/ltst7.html
  51. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/flpl_kdo_alp/flplkdo2/ltgeschw2/lttrspst8.html
  52. www.lufttransportstaffel8.ch
  53. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/bfk.html
  54. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/ltdb.html
  55. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/kunstflugteam/ps.html
  56. http://www.lw.admin.ch/internet/luftwaffe/de/home/verbaende/einsatz_lw/kunstflugteam/pc_7_team.html
  57. Faktenblatt der Luftwaffe: «Fakten zum Luftpolizeidienst (LPD)», abgerufen am 18. Februar 2014
  58. Limmattaler Zeitung online vom 15. September 2010: «National- und Ständerat wollen Luftpolizeidienst rund um die Uhr», abgerufen am 18. Februar 2014
  59. Tages-Anzeiger online vom 23. Januar 2013: «Maurer stoppt heimlich Luftwaffen-Projekt», abgerufen am 18. Februar 2014
  60. NZZ online vom 18. Februar 2014: «Schmalspurige Luftraumsicherung», abgerufen am 18. Februar 2014
  61. Zeitschrift armee.ch 2/12. Jahrespublikationen der Luftwaffe 2009, 2010, 2011, 2012
  62. Dario Morandi: Abgestürzter F/A-18-Pilot: «Bei uns fliegt immer ein Restrisiko mit». In: Basellandschaftliche Zeitung. 25. Oktober 2013, abgerufen am 25. Oktober 2013 (deutsch).
  63. http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Diese-Waffen-will-der-Bundesrat-kaufen/story/19078289
  64. PC-7 auf der Homepage des Bundes
  65. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSchweizer Luftwaffe – Militärische Kennungen & Registrationen. Schweizer Luftwaffe, abgerufen am 11. Dezember 2012.
  66. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLearjet Corporation Learjet 35A. Offizielle Homepage der Schweizer Luftwaffe, 31. März 2009, abgerufen am 19. September 2009.
  67. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVerkauf / Liquidation. Offizielle Homepage der Schweizer Luftwaffe, 20. August 2008, abgerufen am 19. September 2009.
  68. a b c engl. withdrawn from use = Ausserdienststellung