BMW (Motorsport)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Der gesamte Bereich Motorradsport fehlt genauso wie die Zeit von vor 1982

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

BMW Formel 2 mit Hubert Hahne beim Training zum Eifelrennen 1970
Der Werks-CSL mit Chris Amon 1973 beim Großen Preis der Tourenwagen auf dem Nürburgring. Amon/Stuck gewannen das 6-Stunden-Rennen vor einem weiteren CSL der BMW-Motorsport GmbH mit Hezemans/Quester/Menzel.
Nelson Piquet im BMW M1 von BMW Motorsport im Training zum 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 1980. Piquet/Stuck belegten Platz drei in der Gesamtwertung.
Nelson Piquet im Brabham BT54 BMW 1.5 L4 Turbo, GP Deutschland 1985
Juan Pablo Montoya im Williams FW26 BMW 3.0 V10, US-GP 2004

Die Marke BMW ist seit 1929 im internationalen Motorsport vertreten und tritt in verschiedenen Rennserien des Automobilsports an. Der Schwerpunkt der Aktivitäten des Autoherstellers lag zeitweise in der Formel 1, wo die Münchener mit einem eigenen Team vertreten waren. Darüber hinaus engagiert sich BMW in der FIA-Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) und bei Langstreckenrennen. Ferner betreibt das Unternehmen die Formel BMW als Einsteigerklasse des Formel-Rennsports und Vorstufe zur Formel 3.

Auch im Motorradsport tritt BMW traditionell in verschiedenen Rennklassen an, seit 2009 in der Superbike-Weltmeisterschaft.

Automobilsport[Bearbeiten]

Tourenwagensport[Bearbeiten]

Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM)[Bearbeiten]

Bereits beim ersten Rennen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft 1984 im belgischen Zolder waren BMW-Rennwagen vom Typ 635 CSi, 528i und 323i am Start. Sämtliche Fahrzeuge wurden von kleineren Teams und Privatpersonen eingesetzt. Unter anderem fuhren Hans-Joachim Stuck, Volker Strycek und Leopold Prinz von Bayern im ersten DTM-Rennen der Geschichte für die Münchener. Das Rennen wurde zum Dreifach-Triumph für BMW; es gewann Harald Grohs vor Udo Schneider und Volker Strycek. Am Ende der Saison wurde Volker Strycek Deutscher Tourenwagen-Meister. Diesen Erfolg wiederholte BMW 1987 mit Eric van de Poele und 1989 mit Roberto Ravaglia. Zwischen 1984 und 1990 sicherte sich BMW die prestigeträchtige Markenmeisterschaft durchgehend. Am Ende der Saison 1994 stieg BMW werksseitig aus der DTM aus und kehrte bis zum Ende der Serie 1996 auch nicht mehr zurück.

Als 2000 die „neue“ DTM (Deutsche Tourenwagen-Masters) ins Leben gerufen wurde, arbeitete BMW zwar am Reglement mit, stieg aber wegen des Formel-1-Engagements nicht in die DTM ein. Seitdem gab es immer wieder Spekulationen um eine Beteiligung der Münchener, als BMW Ende 2009 das BMW Sauber Team wieder an Peter Sauber verkaufte, wurden die Gerüchte lauter. Im April 2010 bestätigte der Vorstand den Wiedereinstieg in die DTM für die DTM-Saison 2012[1]. Direkt nach dem Wiedereinstieg in die DTM im Jahr 2012 gewann BMW mit Bruno Spengler die Meisterschaft und den Markentitel.

Formelsport[Bearbeiten]

Formel 1[Bearbeiten]

Erster Turboweltmeister als Motorenlieferant[Bearbeiten]

BMW stieg 1982 als Motorenlieferant des Brabham-Teams erstmals in die Königsklasse des Motorsports ein. Paul Rosche konstruierte aus einem Vierzylinder-Serienblock ein auf 1,5 Liter Hubraum reduziertes Vierventil-Triebwerk. Mit Spezial-Kraftstoff und Abgasturbolader leistete dieser Motor anfangs etwa 650 PS. Später waren es bis zu 1400 PS.[2]

Bereits im ersten Jahr gewann der Welmeister von 1981, Nelson Piquet, am 13. Juni 1982 den Großen Preis von Kanada mit dem Münchener Aggregat.[3] Im Folgejahr gelang BMW mit dem britischen Team der erste Weltmeistertitel eines Turbo-Motors.[2]

Die Erfolgskurve flachte allerdings schnell ab: BMW belieferte Brabham noch bis 1987 mit Motoren, ohne jedoch im Kampf um die Weltmeisterschaft noch einmal ernsthaft eine Rolle zu spielen. Neben Brabham fuhren auch ATS, Arrows und Benetton zeitweise mit BMW-Motoren. Nach dem offiziellen Rückzug von BMW liefen die Triebwerke 1988 unter dem Namen der US-amerikanischen Firma Megatron, welche die Motoren bei Heini Mader Racing in der Schweiz für den Rennbetrieb vorbereiten ließ. In der Zeit von 1982 bis 1987 erreichten BMW-angetriebene Fahrzeuge insgesamt neun Siege, 13 Pole-Positions und 14 schnellste Rennrunden.

Rückkehr nach 12 Jahren Pause[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 kehrte BMW zunächst als Motorenlieferant (BMW E41/4) des Williams-Teams in die Formel 1 zurück. Mit den Fahrern Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya gelangen einige Erfolge − die Weltmeisterschaft wurde bis zum Ende der Partnerschaft mit dem britischen Erfolgsteam 2005 allerdings nicht errungen. Montoya war 2003 nahe daran, verlor aber im Endspurt der Saison den Anschluss an den späteren Weltmeister Michael Schumacher. Es datieren aus dieser Zeit jedoch zehn Siege sowie jeweils 17 erste Startplätze und schnellste Rennrunden.

Für den missglückten Gipfelsturm machte BMW hauptsächlich Williams verantwortlich. Während das BMW-Aggregat jährlich anerkanntermaßen zu den stärksten Motoren im Feld gehörte, gelang es dem englischen Rennstall nicht, ein weltmeisterschaftsfähiges Chassis zu entwerfen. Das mangelnde Mitspracherecht des Automobilkonzerns in der Fahrzeugplanung führte BMW schließlich zu dem Schluss, als eigenes Team anzutreten und damit erstmals nicht nur den Motor zu bauen. Das durch die verstärkten werksseitigen Engagements großer Automobilhersteller zunehmend in die Außenseiterrolle gedrängte Sauber-Team bot sich zum Kauf an. BMW übernahm im Herbst 2005 die Mehrheit des Schweizer Rennstalls und trat ab der Saison 2006 als eigenständiges Team unter dem Namen BMW Sauber F1 an. Allerdings kündigte BMW am 29. Juli 2009 seinen Rückzug aus der Formel 1 zum Ende der laufenden Rennsaison an.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • BMW M1. Die Story. Jochen Neerpasch / Jürgen Lewandowski, Delius Klasing (Sept. 2008), ISBN 3-768-825124
  • BMW Touren- und Sportwagen. Profile-Reihe. Stefan Knittel, Egmont Vgs (Nov. 2007), ISBN 3-802-516222
  • BMW Profile. Bd.6, Formel-Rennsport 1966–2000: Eine Dokumentation. Stefan Knittel, Heel (Aug. 2000), ISBN 3-932-169077
  • BMW Motorsport. Saison 2000: Die Rückkehr. Jess McAree, Heel (2001), ISBN 3-893-659528
  • Fast Track to Success: BMW Season 2001. Christoph Schulte / Fred Kräling, Heel (2001), ISBN 3-893-65951X
  • Faszination Rennstrecke. BMW und der Motorsport. Rolf Heggen, Econ (1983), ISBN 3-430-141958
  • BMW Portraits: Paul Rosche. Ein genialer Motorenkonstrukteur. Karl H. Hufstadt, Egmont Vgs (Okt. 2003), ISBN 3-802-51520X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: BMW (Motorsport) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BMW: Einstieg für 2012 geplant! motorsport-total.com, 29. April 2010, abgerufen am 24. November 2012.
  2. a b Titelgewinn in Rekordzeit. bmw-motorsport.com, archiviert vom Original am 10. April 2009, abgerufen am 24. November 2012.
  3. Erster Sieg in der Königsklasse. bmw-motorsport.com, archiviert vom Original am 10. April 2009, abgerufen am 24. November 2012.
  4. Formel-1-Ausstieg von BMW. www.n24.de, 29. Juli 2009, abgerufen am 24. November 2012.

48.17707562777811.559333801389Koordinaten: 48° 10′ 37,5″ N, 11° 33′ 33,6″ O