Timo Glock

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Timo Glock
GermanyDeutschland
Fahrerweltmeisterschaft
Erster Grand Prix Kanada 2004
Teams
2004 Jordan • 2008−2010 Toyota
Statistik
Rennen Poles Podien Siege
30 2
Schnellste Runden
Führungsrunden 13 über 67,2 km
WM-Titel
WM-Punkte 40
(Stand: GP Großbritannien 2009, 21. Juni)

Timo Glock (* 18. März 1982 in Lindenfels/Odenwald) ist ein deutscher Automobilrennfahrer. Er stieg 2008 endgültig in die höchste Motorsportklasse Formel 1 auf, nachdem er bereits im Jahr 2004 zu vier Einsätzen gekommen war. Glock steht beim Team des japanischen Automobilherstellers Toyota unter Vertrag.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Karriere

[Bearbeiten] Anfänge im Motorsport

Der Sohn eines Gerüstbau-Unternehmers begann seine Motorsportkarriere 1996 im Motocross-Sport. 1997 wechselte er zum Kart-Sport, den er bis 2001 betrieb. Nach seinem Wechsel in den Formel-Sport fuhr er in der Formel BMW und wurde auf Anhieb Meister. 2002 wechselte Glock in die Formel-3-Euroserie. 2004 schaffte er den Aufstieg in die Formel 1, wo er zu Saisonbeginn Test- und Ersatzfahrer beim Team Jordan wurde. Sein Renndebüt gab er am 13. Juni 2004 beim Großen Preis von Kanada in Montréal, nachdem der etatmäßige Stammfahrer Giorgio Pantano wegen nicht eingehaltener finanzieller Zusagen seiner Sponsoren nicht starten konnte. Damit war Glock in der 2004er Saison neben Michael Schumacher, Ralf Schumacher und Nick Heidfeld der vierte deutsche F1-Pilot am Start eines Grand Prix. Er belegte bei seinem Debüt den 7. Platz, für den er zwei WM-Punkte bekam. Bei drei weiteren Starts konnte er keine Punkte erringen.

[Bearbeiten] ChampCars

2005 wechselte Timo Glock in die amerikanische Champ Car World Series zum Team RocketSports. Er schaffte in Montreal als Zweiter einmal den Sprung auf das Podium und wurde nach der Saison als Rookie of the Year ausgezeichnet.

[Bearbeiten] GP2-Serie

Glock in der GP2-Serie, Monaco 2007

2006 ging Glock in der GP2-Serie an den Start. Dort fuhr er zunächst mit mäßigem Erfolg für das spanische BCN Competición Team, das häufig mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Glock wechselte daher noch während der laufenden Saison ins britische iSport Team, um seinen Siegambitionen gerecht werden zu können. Tatsächlich entwickelte er sich in der zweiten Saisonhälfte zum größten Herausforderer des späteren Meisters Lewis Hamilton und belegte am Ende mit zwei Siegen den vierten Meisterschaftsrang. 2007 blieb Glock bei iSport in der GP2-Serie, um die Meisterschaft zu gewinnen. Trotz zwischenzeitlich klarer Überlegenheit musste er bis zum letzten Rennen um den Gewinn des Titels fürchten, da er immer wieder durch technische Defekte und unverschuldete Unfälle wichtige Punkte verlor. Erst mit einem überzeugenden Sieg im letzten Saisonrennen in Valencia kürte sich Glock zum GP2-Champion.

Parallel zu seinem GP2-Engagement kehrte Glock in der Saison 2007 als zweiter Testfahrer des BMW-Sauber-Teams in die Formel 1 zurück, wo er nach dem Wechsel seines Teamkollegen Sebastian Vettel zum Formel-1-Rennstall Toro Rosso die Rolle des offiziellen Ersatzfahrers übernahm.

Mit dem GP2-Titel als Empfehlung machte sich Glock auf die Suche nach einem Stammcockpit für die Formel-1-Saison 2008. Im Oktober 2007 bot ihm Toyota Racing einen Vertrag an, BMW-Sauber wollte ihn jedoch gerne als Test- und Ersatzfahrer behalten. Nach einer Schiedsentscheidung des Contract Recognition Boards (CRB) bestätigte Toyota schließlich im November 2007 die Verpflichtung Glocks für drei Jahre.[1]

[Bearbeiten] Formel 1

[Bearbeiten] Jordan (2004)

Siehe Kapitel „Anfänge im Motorsport“

[Bearbeiten] Toyota (seit 2008)

Glock im Toyota TF108 in Malaysia 2008

Glock war damit einer von fünf deutschen Fahrern, die 2008 in der Formel 1 an den Start gingen. Er ist außerdem nach Nico Rosberg und Lewis Hamilton der dritte Fahrer, dem als amtierender GP2-Champion der direkte Aufstieg in die Formel 1 gelang. Den größten Erfolg in seiner Premierensaison feierte Glock beim Großen Preis von Ungarn auf dem Hungaroring, wo er den zweiten Platz hinter dem Finnen Heikki Kovalainen erreichte. In den Blickpunkt der Öffentlichkeit geriet er beim Saisonfinale in Interlagos, wo er in der vorletzten Kurve der letzten Runde vom Briten Lewis Hamilton überholt wurde, der dadurch mit einem Punkt Vorsprung auf den Brasilianer Felipe Massa Weltmeister wurde. Die heimischen Fans des Südamerikaners unterstellten Glock daraufhin Absicht und beschimpften den Deutschen.

In der Fahrerwertung belegte Glock am Saisonende mit 25 Punkten den zehnten Rang − knapp hinter seinem erfahrenen Teamkollegen Jarno Trulli, der 31 Punkte sammelte.

[Bearbeiten] Persönliches

Glock ist gelernter Gerüstbauer. Er lebt seit 2008 in Köln, wo das Toyota-F1-Team stationiert ist.

[Bearbeiten] Erfolgsstatistik

[Bearbeiten] Statistik in der Formel 1

Stand: GP Großbritannien 2009 (21. Juni)

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Runden
Punkte WM-Pos.
2004 Jordan Ford Jordan EJ14 Ford Cosworth 3.0 V10 4 - - - - - 2 19.
2008 Panasonic Toyota Racing Toyota TF108 Toyota 2.4 V8 18 - 1 - - - 25 10.
2009 Panasonic Toyota Racing Toyota TF109 Toyota 2.4 V8 8 - - 1 - - 13 8.
Gesamt 30 - 1 1 - - 40

[Bearbeiten] Einzelergebnisse

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
2004 AUS MAS BRN SMR ESP MON EUR CAN USA FRA GBR GER HUN BEL ITA CHN JPN BRA
7 15 15 15
2008 AUS MAS BRN ESP TUR MON CAN FRA GBR GER HUN EUR BEL ITA SIN JPN CHN BRA
DNF DNF 9 11 13 12 4 11 12 DNF 2 7 9 11 4 DNF 7 6
2009 AUS MAS CHN BRN ESP MON TUR GBR GER HUN EUR BEL ITA SIN JPN BRA ABD ---
4 3 7 7 10 10 8 9 ?? ?? ?? ?? ?? ?? ?? ?? ??

 (Legende)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. „Glock startet 2008 für Toyota“ (Spiegel Online am 19. November 2007)

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Timo Glock – Bilder, Videos und Audiodateien
Logo der Formel 1
Teams und Fahrer der Formel-1-Weltmeisterschaft 2009:
McLaren Ferrari BMW-Sauber Renault Toyota Toro Rosso Red Bull Williams Force India Brawn
0Hamilton
0Kovalainen
0Massa
0Räikkönen
0Kubica
0Heidfeld
0Alonso
0Piquet jr.
0Trulli
10 Glock
11 Bourdais
12 Buemi
14 Webber
15 Vettel
16 Rosberg
17 Nakajima
20 Sutil
21 Fisichella
22 Button
23 Barrichello
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