Bundesautobahn 57

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Bundesautobahn 57 in Deutschland
Bundesautobahn 57
 European Road 31 number DE.svg
Karte
Verlauf der A 57
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Grenzübergang Goch
(51° 40′ N, 6° 2′ O51.6747376.036011)
Straßenende: Köln-Ehrenfeld
(50° 58′ N, 6° 56′ O50.9598596.927781)
Gesamtlänge: 119 km

Bundesland:

Ausbauzustand: 2×2 und 2×3 Fahrstreifen

Die Bundesautobahn 57 (Abkürzung: BAB 57) – Kurzform: Autobahn 57 (Abkürzung: A 57) – verläuft von der niederländischen Grenze bei Goch in Weiterführung der A77 (NL) parallel zum Rhein über den linken Niederrhein, Krefeld und Neuss nach Köln. Sie ist Teil der Europastraße 31 (Rotterdam - Hockenheim; der Hafen Rotterdam ist einer der größten Seehäfen und Tiefseehäfen der Welt).

Angesichts ihrer hohen Bedeutung für Wirtschaft und Verkehr kann man die A 57 als Trans-Niederrhein-Magistrale bezeichnen.

Ausbau und Planungen[Bearbeiten]

Geismühle an der gleichnamigen Raststätte, Gemarkung Krefeld-Oppum

Zwischen den Anschlussstellen 5 (Sonsbeck) und 6 (Alpen) befindet sich ein ehemaliger Behelfsflugplatz. Als Abstellplätze dienten die Rastplätze Hamb und Bönninghardt.

Über die L 473 besteht an der Anschlussstelle 12 (Krefeld-Gartenstadt) eine Direktanbindung an den Duisburger Hafen („Logport“).

An der Anschlussstelle Krefeld-Oppum sollte die A 524 die A 57 kreuzen. Bis zum Jahr 2003 war deshalb auch der dortige Zubringer als A 524 benannt.

Zwischen dem Kreuz Kamp-Lintfort und Kreuz Köln-Nord ist die Autobahn stark belastet, so dass ein Ausbau auf drei Fahrstreifen je Richtungsfahrbahn im Bundesverkehrswegeplan aus dem Jahr 2004 mit dem Status Vordringlicher Bedarf vorgesehen ist.

Die beiden Abschnitte Kreuz Meerbusch (A 44) bis Kreuz Kaarst (A 52) und Kreuz Neuss-West bis Dreieck Neuss-Süd sind bereits sechsstreifig. Im Rahmen des Ausbaus wurde auch die Anschlussstelle Neuss-Hafen völlig umgebaut. Der dazwischen liegende Abschnitt Kreuz Kaarst bis Kreuz Neuss-West befindet sich im Bau und soll bis 2015 fertiggestellt werden.[1]

Da die südliche Umfahrung von Neuss durch die A 46 nicht mehr geplant ist, besteht zwischen dem Autobahnkreuz Neuss-West und dem Autobahndreieck Neuss-Süd eine Parallelführung der beiden Autobahnen.

Auffällig ist die aufwändige und kurvenreiche Anschlussstelle Köln-Worringen (Nr. 26). Hier handelt es sich um bauliche Vorleistungen für ein Autobahnkreuz mit der nie gebauten A 54, welche die Autobahnen A 61, A 57, A 59 und A 3 verbinden sollte. Lediglich ein kleiner Teil der geplanten A 54 wurde in Form der A 542 zwischen den Kreuzen Langenfeld und Monheim-Süd realisiert. Auf manchen Straßenkarten ist sie als "in Planung" über den Rhein bis zur heutigen Ausfahrt Köln-Worringen fortgeführt eingezeichnet.

Die Anschlussstelle Köln-Chorweiler (Nr. 27) ist nur in und von Richtung Süden, also von Köln, bzw. von Kreuz Köln-Nord, eingerichtet. Wer von hier aus nach Norden will, muss entweder im Autobahnkreuz "wenden" oder eine der benachbarten Auffahrten nutzen.

Der südlichste Abschnitt hinter dem Autobahnkreuz Köln-Nord ist weitgehend sechsstreifig ausgebaut. Die Autobahn endet offiziell nach der Anschlussstelle Köln-Ehrenfeld, doch verläuft sie in Troglage und teilweise im Tunnel als sechsstreifige Schnellstraße weiter Richtung Stadtzentrum bis zur Inneren Kanalstraße, welche nach früheren Planungen zu einer Stadtautobahn hätte ausgebaut werden sollen (siehe auch: Kölner Stadtautobahn).

Vom Autobahnende zum Kölner Dom sind es etwa 3 km; markante Bauwerke in der Nähe des Autobahnendes sind der Colonius und der Kölnturm (das turmförmige Hochhaus im Mediapark).

Ursprünglich sollte sie durch Köln bis zur Neustadt geführt werden, um dort an ein ebenfalls nicht umgesetztes Teilstück der Bundesautobahn 555 angeschlossen zu werden.[2]

Brandstiftung und Massenkarambolage 2012[Bearbeiten]

Behelfsbrücke bei Nievenheim im September 2012

Unbekannte zündeten am 14. Februar 2012 gegen 0:10 Uhr einen Stapel Plastikrohre unterhalb einer Autobahnbrücke an (die Rohre lagerten auf einem asphaltierten Feldweg von Nievenheim nach Zons). Die Brücke überspannte die A 57 zwischen dem Dreieck Neuss-Süd (Nr. 24) und der Anschlussstelle Dormagen (Nr. 25) nordwestlich der Innenstadt von Dormagen (Lage51.11668546.7997587).

Es entstanden Temperaturen von bis zu 1000 °C; der Rauch nahm dem Verkehr auf der Brücke die Sicht. Es kam zu einer Karambolage von sechs Lastkraftwagen und 15 Personenkraftwagen. Der Fahrer eines PKWs kam ums Leben. 13 Personen verletzt, einige von ihnen schwer.

Wegen vermuteter Einsturzgefahr der Brücke wurde die A 57 in beiden Richtungen gesperrt. Die beschädigte Brücke wurde abgerissen und durch zwei Behelfsbrücken ersetzt. Die Wiedereröffnung der A 57 erfolgte am 4. April 2012.[3] Eine dauerhafte Brücke soll ab 2014 erstellt werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 57 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Kategorie:Bundesautobahn 57 – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. Autobahn 555
  3. Behelfsbrücken früher fertig als geplant: A57 ist wieder frei, WDR online, 4. April 2012
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing