Storkow (Mark)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Storkow (Mark)
Storkow (Mark)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Storkow (Mark) hervorgehoben
52.25555555555613.93194444444437Koordinaten: 52° 15′ N, 13° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 180,71 km²
Einwohner: 8898 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15859
Vorwahl: 033678
Kfz-Kennzeichen: LOS
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 481
Stadtgliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rudolf-Breitscheid-Str. 74
15859 Storkow (Mark)
Webpräsenz: www.storkow.de
Bürgermeisterin: Cornelia Schulze-Ludwig (SPD)
Lage der Stadt Storkow (Mark) im Landkreis Oder-Spree
Bad Saarow Beeskow Berkenbrück Briesen Brieskow-Finkenheerd Diensdorf-Radlow Eisenhüttenstadt Erkner Friedland Fürstenwalde/Spree Gosen-Neu Zittau Groß Lindow Grünheide Grunow-Dammendorf Jacobsdorf Langewahl Lawitz Briesen (Mark) Mixdorf Müllrose Neißemünde Neuzelle Ragow-Merz Rauen Reichenwalde Rietz-Neuendorf Schlaubetal Schöneiche Siehdichum Spreenhagen Steinhöfel Storkow Tauche Vogelsang Wendisch Rietz Wiesenau Woltersdorf Ziltendorf BrandenburgKarte
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Storkow (Mark) (niedersorbisch Storkow[2]) ist eine amtsfreie Kleinstadt im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg (Deutschland). Der Ort wurde 1209 erstmals erwähnt. Das heutige Stadtgebiet ging aus dem von 1992 bis 2003 existierenden Amt Storkow (Mark) hervor und umfasst auf 180 km² neben der Kernstadt Storkow 14 weitere Ortsteile. Insgesamt wohnen in Storkow etwa 9000 Einwohner.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt Storkow (Mark) liegt im westlichen Teil des Landkreises Oder-Spree. Sie grenzt im Norden an das Amt Spreenhagen, im Osten an das Amt Scharmützelsee und die amtsfreie Gemeinde Rietz-Neuendorf, im Südosten an die amtsfreie Gemeinde Tauche, im Süden an die amtsfreie Gemeinde Märkische Heide und das Amt Unterspreewald, im Südwesten an das Amt Schenkenländchen und im Westen und Nordwesten an die Gemeinde Heidesee (letztere fünf Gebietseinheiten im Landkreis Dahme-Spreewald). Storkow (Mark) liegt am gleichnamigen See, östlich der Stadt befindet sich der Scharmützelsee, im Süden der Unterspreewald und im Westen das Dahmeland. Im Südosten erstreckt sich das Gebiet Storkows bis zum Schwenowsee.

Geschichte[Bearbeiten]

Herkunft des Stadtnamens[Bearbeiten]

Der Name wird naheliegender Weise gern mit dem Storch (der in der seenreichen Gegend häufig anzutreffen ist) in Verbindung gebracht, und dementsprechend zeigt auch das Stadtwappen dieses Tier. Wie jedoch bei alten brandenburgischen Orten häufig, hat der Name wohl eigentlich einen slawischen Ursprung. Er geht auf das Wort Sturkuowe zurück, das einen Weg durch den Sumpf bezeichnet.

Mittelalter und frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Storkow ist die sechstälteste der 112 brandenburgischen Städte (Stand: 1. Mai 2007). Zwei Urkunden, eine vom 2. Mai 1209 des Markgrafen Konrad von Landsberg aus dem Hause Wettin und eine zweite vom 26. Dezember 1209 vom Kaiser Otto IV., weisen ihre vollen Stadtrechte nach. Damit ist Storkow zwischen Dahme und Oder die erste urkundlich belegte Stadt, älter als Berlin, Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde.

Storkow lag an der Nordgrenze der Lausitz (oder Ostmark, wie die Region damals bezeichnet wurde) und an einer alten Handelsstraße, die vom Barnim nach Lübben und Leipzig führte. Es war um 1200 die bedeutendste Siedlung des Umlandes. Für die wettinischen Landesherren spielte Storkow eine strategische Bedeutung bei der Eingliederung des Gebietes in das Reich und die Sicherung der Grenzen. Die Lage an einem schmalen Durchgang zwischen Sumpf und See (Gegend der heutigen Klappbrücke) und die auf einem aufgeschütteten Hügel nach 1136 errichtete Burg Storkow gehörten zu den Befestigungsanlagen der Stadt. Um 1202 setzte Markgraf Konrad das bedeutende Adelsgeschlecht von Strele als seine Beauftragten ein, die bis 1382 Besitzer der Herrschaft Storkow / Beeskow waren.

Die wettinische Herrschaft Storkow war um 1200 in der Lausitz die größte und bedeutendste. Sie reichte von Baruth im Westen bis Sternberg östlich der Oder und Reichwalde bei Luckau im Süden. Auch Teile von Senftenberg und Fürstenberg waren zeitweilig Strelescher Besitz. Zur Herrschaft gehörten sechs Städte, fünf Burgen, etwa 60 Ortschaften unterschiedlicher Größe, zahlreiche Flüsse, Seen, Wälder und Felder. Nach dem Aussterben der Strele waren von 1384-1518 die Herren von Biberstein in Besitz von Stadt und Burg Storkow. Hoch verschuldet verpfändeten sie die Herrschaft Storkow / Beeskow an die reichen Bischöfe von Lebus, die in Fürstenwalde ihren Bischofssitz hatten. Der letzte katholische Bischof Johannes VIII. von Horneburg verschrieb sich der Alchemie und verstarb 1555 auf der Storkower Burg. Im Ergebnis der Reformation gingen 1556 die Herrschaften Storkow / Beeskow in den Besitz des Markgrafen Johann von Küstrin aus dem Geschlecht der Hohenzollern über.

Noch bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde in Storkow Sorbisch gesprochen, wobei der Pirnaische Mönch in seiner Beschreibung der Stadt schon 1530 anmerkt: „Storkow hat windisch und dewczß volk“ („Storkow hat wendisches und deutsches Volk“), die Bevölkerung zu dieser Zeit also schon zweisprachig war.[3]

Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) halbierte sich die Bevölkerungszahl auf 200 Personen.

Neuzeit[Bearbeiten]

Nunmehr zu Brandenburg-Preußen gehörig, legte König Friedrich II. im 18. Jahrhundert durch die so genannte „innere Kolonisation“ eine Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Unter anderem wurden 1748 Bleicher, Färber und Weber im Amt Storkow angesiedelt und mit einer Verordnung vom Sommer des gleichen Jahres der Anbau von Kartoffeln in 24 Amtsdörfern eingeführt. Die Anlage des Storkower Kanals stellte 1745/1746 die Verbindung über die Dahme zu den Berliner Gewässern her, die lange der Flößerei und ab Ende des 19. Jahrhunderts dem Transport von Baumaterial und dem Tourismus diente.

Die wirtschaftliche Entwicklung Storkows erhielt durch den Bau der Eisenbahnlinie Beeskow-Königs Wusterhausen im Jahre 1898 einen spürbaren Schub. Wirtschaftliche Standbeine im 20. Jahrhundert wurden eine industrielle Schuhproduktion, der Bau geophysikalischer Geräte, die Möbelproduktion sowie industrielle Geflügelmast. In der Zeit der DDR, in der Storkow von 1952 bis 1990 zum Kreis Beeskow im Bezirk Frankfurt (Oder) gehörte, bestand in der Stadt eine Garnison der NVA. Im Stadtteil Wolfswinkel betrieb zu DDR-Zeiten die Reichsbahndirektion Berlin für Kinder ihrer Betriebsangehörigen das KinderferienlagerErnst Thälmann“.

Seit 1990 gehört Storkow zum rekonstituierten Bundesland Brandenburg und seit 1993 zum neu gebildeten Landkreis Oder-Spree.

Amt Storkow (Mark) und Eingemeindungen[Bearbeiten]

Der Minister des Innern des Landes Brandenburg erteilte am 23. Juni 1992 seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Storkow/Mark[4][Anmerkung 1]. Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 26. Juni 1992 festgelegt. Das Amt hatte seinen Sitz in der Stadt Storkow (Mark) und bestand zunächst aus 14 Gemeinden im damaligen Kreis Beeskow:

  1. Alt Stahnsdorf
  2. Bugk
  3. Görsdorf bei Storkow
  4. Groß Eichholz
  5. Groß Schauen
  6. Kerigk
  7. Kummersdorf
  8. Limsdorf
  9. Philadelphia
  10. Rieplos
  11. Schwerin
  12. Selchow
  13. Wochowsee und der Stadt
  14. Storkow

Zum 31. März 2002 schlossen sich die Gemeinden Alt Stahnsdorf, Limsdorf, Schwerin, Wochowsee und die Stadt Storkow zur neuen Stadt Storkow (Mark) zusammen[5]. Die Gemeinden Bugk, Görsdorf bei Storkow, Groß Eichholz, Groß Schauen, Kehrigk, Kummersdorf, Philadelphia, Rieplos und Selchow wurden zum 26. Oktober 2003 per Gesetz in die Stadt Storkow (Mark) eingegliedert. Das Amt Storkow (Mark) wurde aufgelöst, die Stadt Storkow (Mark) amtsfrei[6].

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Storkow (Mark):
Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013
Jahr Einwohner
1875 6 004
1890 5 738
1910 6 172
1925 6 847
1933 7 306
1939 7 824
1946 9 480
1950 9 297
1964 8 626
1971 8 581
Jahr Einwohner
1981 8 890
1985 8 801
1989 9 730
1990 9 671
1991 9 437
1992 9 391
1993 9 415
1994 9 322
1995 9 320
1996 9 543
Jahr Einwohner
1997 9 669
1998 9 538
1999 9 555
2000 9 522
2001 9 452
2002 9 461
2003 9 508
2004 9 490
2005 9 476
2006 9 427
Jahr Einwohner
2007 9 320
2008 9 268
2009 9 111
2010 9 077
2011 8 963
2012 8 889
2013 8 898

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[7].

Politik[Bearbeiten]

Der Marktplatz in Storkow
Die Bundesstraße 246 in Storkow
Das Gefallenendenkmal auf dem Platz an der Berliner Straße
Regimentsdenkmal 1914–1918 für die Gefallenen der preußischen Eisenbahn-Regimenter 1 und 4 (1929–1930)

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Storkow (Mark) gliedert sich nach der Hauptsatzung in folgende Ortsteile[8].

Ortsteile sind:

  1. Alt Stahnsdorf (niedersorbisch Stańšojce'[9])
  2. Bugk (Buk[9])
  3. Görsdorf b. Storkow (Górice[9])
  4. Groß Eichholz (Dubina[9])
  5. Groß Schauen (Sowje[9])
  6. Kehrigk (Keŕki[9])
  7. Klein Schauen (Małe Sowje[9])
  8. Kummersdorf (Komorow[9])
  9. Limsdorf (Limšojce[9])
  10. Philadelphia (Skopica[9])
  11. Rieplos (Rěpkow[9])
  12. Schwerin (Zwěrin[9])
  13. Selchow (Želchow[9])
  14. Wochowsee (Wochow[9])

Dazu kommen noch die bewohnten Gemeindeteile Busch, Möllendorf, Neu Stahnsdorf und Schwenow sowie die Wohnplätze Alte Mühle, Fischerhaus Köllnitz, Försterei Grubenmühle, Forsthaus Tschinka, Hubertushöhe, Kiesberg, Kolonie Groß Eichholz, Kurtmühle, Neu Boston und Wolfswinkel[10].

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung von Storkow besteht aus 18 Mitgliedern und der Bürgermeisterin. Sie setzt sich seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 wie folgt zusammen:[11]

SPD Freie Wählergemeinschaft Storkow Wählergruppe Neues Storkow DIE LINKE CDU NPD Dr. Johann Kney (Einzelbewerber) Haus und Grund e. V. Gesamt
4 4 3 2 2 1 1 1 18 Sitze

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Altes Wappen von Storkow

Das Wappen wurde am 19. November 2004 genehmigt.

Blasonierung: „In Blau mit einem goldenen und mit 14 schwarzen Kugeln belegten Saum ein natürlicher Storch auf grünem Boden, überhöht von drei goldenen Sternen.“[12]

Historisches Wappen

Im Unterschied zum alten Wappen kam der goldene Wappensaum mit 14 schwarzen Kugeln hinzu, der die 14 Ortsteile symbolisiert. Die drei goldenen Sterne wurden im neuen Wappen in Dreiecksform angeordnet.

Flagge

Die Flagge der Stadt ist dreistreifig Rot-Weiß-Grün im Verhältnis 1:3:1 mit dem in der Mitte aufgelegten Stadtwappen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 2003 besteht eine städtepartnerschaftliche Beziehung zur polnischen Gemeinde Opalenica (deutsch: Opalenitza) und seit 2005 zur polnischen Gemeinde Nowe Miasteczko (Neustädtel).

Die Stadt ist Mitglied der 2001 gegründeten Europäischen Vereinigung der Storchenstädte (ESCO), welche das Ziel hat, eine ständige, aktive Beziehung von Städten in Ost- und Westeuropa zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch in Kultur, Bildung, Wirtschaft und anderen Bereichen aufzubauen. Die Mitgliedsstädte tragen alle einen Storch im Stadtwappen. Mitglieder sind:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Burgruine
Burg nach der Rekonstruktion (2013)
Stadtkirche
Bahnhof
Klappbrücke über den Storkower Kanal
Alte Post
Rathaus
Storkower See (1979)

In der Liste der Baudenkmale in Storkow (Mark) sind die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler verzeichnet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das historische Zentrum nordwestlich des Storkower Sees wird von der Altstadt und dem Markt mit angrenzenden kleinen Gassen gebildet. Der Bereich ist per Satzung als Denkmalbereich der historischen Innenstadt geschützt. Die Stadtteile Karlslust, Hubertushöhe und Wolfswinkel erstrecken sich an beiden Seeufern.

Kultur[Bearbeiten]

  • Konzerte in der Stadtkirche
  • Ausstellungen und Veranstaltungen auf der Burg und im Friedensdorf
  • Stadt- und Burgführungen
  • Weihnachtsmarkt (Dezember)

Weitere Veranstaltungen[Bearbeiten]

Im Hof der Storkower Burg finden Open-Air-Veranstaltungen wie Konzerte, Theater- und Musicalaufführungen statt. In den Jahren 2005–2007 diente der Burghof als Veranstaltungsort für das mamallapuram Festival, einem Festival mit Bands der Independent-Szene, das zur Unterstützung des vom Tsunami nach dem Erdbeben im Indischen Ozean 2004 schwer beschädigten Dorfs Mamallapuram im Osten Indiens ins Leben gerufen wurde.[14]

Das alljährliche „Rad-Scharmützel“ findet als großes Freizeitradspektakel Brandenburgs immer am ersten Sonntag im September rund um den Scharmützelsee und den Storkower See statt.

Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Nördlich des Storkower Sees befindet sich die Binnendüne Waltersberge, mit 69 Metern Höhe eine der bedeutendsten Binnendünen Brandenburgs, mit Rundblick auf ausgedehnte Wälder und den Storkower See. Die Düne ist als Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet im Natura 2000 Verbund ausgewiesen. Die Luchwiesen westlich des Storkower Zentrums sind eine der artenreichsten Binnensalzstellen Brandenburgs und stehen gleichfalls unter Naturschutz.

Ein weitaus größeres Naturdenkmal ist die rund 1.900 ha umfassende Groß Schauener Seenkette. Sie ist eine der bedeutendsten Flachwasserseenketten Europas mit breiten Ufern- und Gelegezonen. Bestandsbedrohte Pflanzen- und Tierarten, wie Orchideen, Fischotter, Kormoran, Fisch- und Seeadler haben hier ihren Lebensraum. Im Jahr 2002 wurde dieses Revier von der Heinz Sielmann Stiftung erworben, die den einzigartigen Naturraum bewahren und für den Besucher erlebbar machen will.

Hinter dem Sportplatz Karslust befindet sich die „Malerkiefer“, deren Alter zwischen 200 und 350 Jahre geschätzt wird.[15]

Tourismus[Bearbeiten]

Die Stadt Storkow ist durch ihre wasser- und waldreiche Umgebung ein idealer Ausgangspunkt für Radler, Wanderer und Wassersportfreunde. Das fast 300 km umfassende Radwegenetz bietet zahlreiche Touren in die Umgebung. Die Schleuse Kummersdorf im Storkower Kanals ermöglicht Wassertouristen aus Berlin kommend in den Storkower See und in den Scharmützelsee zu gelangen. Der Naturpark Dahme-Heideseen mit Wald, Seen und Kiefernheide ist ein leichtes Wandergebiet. Abwechslungsreiche, teils flache und hügelige Landschaft erstreckt sich bis an den Unteren Spreewald. Während die Kernstadt Storkow und auch der Große Storkower See außerhalb des Naturparks Dahme-Heideseen liegen, befinden sich sämtliche Storkower Ortsteile (Dörfer) im Naturpark.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Autobahnanschluss besteht über die Abfahrt Storkow an der A 12. Die Bundesstraße 246 durchquert Storkow in Ost-West-Richtung. Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Königs Wusterhausen–Grunow, auf der die Linie RB 36 der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) von Berlin-Lichtenberg (nur werktags) über Königs Wusterhausen, Storkow (Mark), Beeskow nach Frankfurt (Oder) verkehrt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • Im Jahre 1844 verübte der ehemalige Storkower Bürgermeister Heinrich Ludwig Tschech ein Attentat auf den preußischen König Friedrich Wilhelm IV., als ihm die Wiedereinstellung in den Staatsdienst verweigert wurde. Das Attentat misslang und Tschech wurde hingerichtet.[16]

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthias Blazek: Chronik 800 Jahre Storkow. Storkow 2008, ISBN 978-3-00-023490-3
  • Historischer Beirat: Storkow (Mark) – Einblicke in die Geschichte einer 800-jährigen Kleinstadt. Storkow 2009
  • Hannelore und Wolfgang Hoffmann: Storkow (Mark). Ein Souvenir-Buch. Leipzig 2008, ISBN 978-3-937126-78-4
  • Horst König: Militärstandort Storkow – Geschichte und Geschichten vom Standort deutscher Pioniere in Storkow (Mark). Storkow 2008
  • Sybille Seelmann: Chronik der Stadt Storkow. Storkow 1996
  • Diverse: Ein Stück des langen Weges – Storkower Zeitzeugen berichten anlässlich des 800. Jahrestages der Ersterwähnung unserer Stadt – Erlebnisse, Erinnerungen, Erfahrungen, Erkenntnisse. Hrsg. vom Brandenburgischen Seniorenverband e.V. Ortsverband Storkow, Storkow 2009

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Deutsch-Niedersorbisches Wörterbuch, Stichwortsuche
  3. Richard Andree: Wendische Wanderstudien. Stuttgart 1874, S. 170
  4. Bildung des Amtes Storkow/Mark. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 23. Juni 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 47, 10. Juli 1992, S.893.
  5. Bildung einer neuen Stadt Storkow (Mark). Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 18. März 2002. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 13, 27. März 2002, S.402 PDF.
  6. Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, Teil I – Gesetze, 2003, Nr. 05, S.93
  7. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  8. Hauptsatzung der Stadt Storkow (Mark) vom 4. März 2009 PDF
  9. a b c d e f g h i j k l m n ISBN 3-515-08664-1 Die Ortsnamen des Kreises Beeskow-Storkow; Seiten 226 bis 228;
    siehe auch: Lodka ↔ Ortsnamen Niederlausitz
  10. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Stadt Storkow (Mark)
  11. Ergebnisse der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  12. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg.
  13. Sandvoß, Hans-Rainer, Wedding – Widerstand in einem Arbeiterbezirk. Heft 1 der Schriftenreihe über den Widerstand in Berlin von 1933 bis 1945. Hg.: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin 1983.
  14. Pressemitteilung der Stadt Storkow (PDF; 3,8 MB) vom 13. Juli 2007 , S. 9.
  15. Die Malerkiefer auf der Seite des MUGV Brandenburgs
  16. Ausführlich: Blazek, Matthias, „Attentat und Bestrafung – Der Fall des Heinrich Ludwig Tschech – Die Hintergründe zu den Geschehnissen vom 26. Juli 1844“, in: Preußische Mitteilungen Nr. 192 und 193/2009.

Anmerkung[Bearbeiten]

  1. In der Zustimmung des Ministers im Amtsblatt wird die Verwaltungseinheit noch Amt Storkow/Mark genannt. Später setzte sich die Schreibweise Amt Stork (Mark) durch.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Storkow (Mark) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Storkow – Reiseführer