Hohenzollerische Landesbahn

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Hohenzollerische Landesbahn AG
Logo der Hohenzollerischen Landesbahn
Basisinformationen
Unternehmenssitz Hechingen
Webpräsenz www.hzl-online.de
Bezugsjahr 2011
Eigentümer Land Baden-Württemberg (72 %)
Landkreis Sigmaringen (14 %)
Zollernalbkreis (14 %)
Vorstand Walter Gerstner (Sprecher)
Johannes Müller
Aufsichtsrat Winfried Hermann (Vorsitzender)
Dirk Gaerte (stellv. Vorsitzender)
Verkehrsverbund naldo, vgf, ding, VHB, TUTicket, VVR, VSB
Mitarbeiter 276 (Geschäftsjahr 2012)
Umsatz 42,2 Mio. € (Geschäftsjahr 2012)[1]dep1
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Eisenbahn 6
Bus 11
Sonstige Linien 1
Anzahl Fahrzeuge
Lokomotiven 8
Triebwagen 56, davon
50 Regio-Shuttle RS1
Omnibusse 44
Statistik
Fahrgäste 12.9 (9,1 Bahn 3,8 Bus)
Fahrleistung >3 Mio. Zugkilometer
Haltestellen 30 (Bahn - HzL eigene)
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 107,5 km eigene Strecken
122,9 km mit gepachteten Streckendep1
Buslinien 802 km
Sonstige Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe Bw Gammertingen, Bw Immendingen, OBH Gammertingen, Bushalle Hechingen, Bushalle Bingen
Länge Gleisanlagen ca. 135 kmdep1
Weichen ca. 140 Stück

Die Hohenzollerische Landesbahn AG (HzL) ist neben AVG und SWEG die größte nicht-bundeseigene Eisenbahngesellschaft in Baden-Württemberg. Hier betreibt sie seit 1900 Personen- und Güterverkehr. Inzwischen hat sich das Tätigkeitsfeld der HzL auf weite Teile im Süden von Baden-Württemberg ausgedehnt.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit im Jahr 2011 mit 32,4 Mio. EUR (80 %) Umsatzerlösen stammt aus dem Bereich Bahn, 11 % (4,3 Mio. EUR) steuert der Kraftverkehr Bus bei und 3,6 Mio. EUR Umsatzerlöse (9 %) werden im Schienengüterverkehr erzielt.

Die HzL ist Mitglied im Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland und im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Hohenzollerischen Lande

Die HzL wurde 1899 als Actiengesellschaft Hohenzollern’sche Kleinbahngesellschaft gegründet, um den zu Preußen gehörenden Regierungsbezirk Sigmaringen (Hohenzollernsche Lande) durch Kleinbahnstrecken zu erschließen.

Da die Hohenzollerischen Lande als lang gezogenes Territorium inmitten des Königreichs Württemberg lagen, hatte die Württembergische Staatsbahn mit ihren Eisenbahnstrecken bis zu diesem Zeitpunkt dieses „ausländische“ Gebiet lediglich auf dem jeweils kürzesten Weg durchquert und nur die beiden Kreisstädte Hechingen 1869 und Sigmaringen 1878 an das württembergische Eisenbahnnetz angebunden.

Als Gründer der Hohenzollerischen Landesbahn hatten das Land Preußen 50 Prozent sowie der Landeskommunalverband der Hohenzollerischen Lande und die Westdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft je 25 Prozent des Kapitals übernommen. Seit 1972 ist der Mehrheitsaktionär das Land Baden-Württemberg mit 71,934 Prozent, während der Zollernalbkreis und der Landkreis Sigmaringen je 14,033 Prozent besitzen. Die HZL wiederum hält 7,5 Prozent des Stammkapitals des Verkehrsverbundes Neckar-Alb-Donau (naldo).[2]

Von den württembergischen Staatsbahnstrecken ausgehend baute die HzL zunächst Stichbahnen zur Erschließung des preußischen Gebiets. Die erste führte ab 28. März 1900 aus dem Donautal bei Sigmaringendorf im Laucherttal aufwärts, wo sich beim Fürstlichen Hüttenwerk der Güterbahnhof Laucherthal befindet, bis nach Bingen (bei Sigmaringen). Im folgenden Jahr übergab die HzL drei weitere Stichbahnen dem Betrieb:

Nach einer mehrjährigen Pause, in der die Gesellschaft am 18. Juni 1907 den Namen „Hohenzollerische Landesbahn AG“ bekam, wurden die vier Stichstrecken zu einem zusammenhängen Netz erweitert:

Von Burladingen her erreichte die Bahn am 6. Dezember 1908 Gammertingen, wo sich bis heute der Betriebsmittelpunkt mit der Hauptwerkstatt befindet, und führte weiter nach Südosten über Hanfertal nach Bingen, wo über die bestehende Strecke nach Sigmaringendorf der Anschluss an die Donautalbahn erreicht wurde.

Am 5. Oktober 1910 wurde die Abkürzung von Hanfertal nach Sigmaringen Landesbahnhof fertiggestellt. Und an Weihnachten 1912 (24. Dezember) war die letzte Lücke zwischen Stetten und Hechingen geschlossen und damit eine durchgehende Strecke von Eyach über Hechingen–Gammertingen–Hanfertal bis Sigmaringendorf von 86 km Länge geschaffen worden. Mit den Abzweigungen nach Kleinengstingen (20 km) und nach Sigmaringen (2 km) umfasste das HzL-Netz eine Gesamtlänge von fast 107,4 km, wovon 15 km Strecken in Württemberg lagen.

Die Betriebsführung lag bis 1928 in den Händen der Betriebsabteilung Stuttgart der Westdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft in Köln und ging dann durch deren Fusion mit der AG für Verkehrswesen auf die Vereinigten Kleinbahnen AG über. Seit 1. Juli 1933 führt die HzL ihren Betrieb selbst. Sitz der Verwaltung ist Hechingen.

Entwicklung des HzL-Netzes[Bearbeiten]

Streckennetz der HzL-Schienen-Personenverkehre ohne Personenverkehr nach Eyach (HzL-Stammnetz und Leistungen auf Nicht-HzL-Stammnetz) zuzüglich ausgewählter Busverkehre

Das vor fast einhundert Jahren vollendete Stammstrecken-Netz der HzL ist bis heute in Betrieb. Personenverkehr findet zwischen Hechingen und Sigmaringen, an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen auch nach Eyach statt, während er auf dem übrigen Netz in den Jahren 1968 bis 1973 abschnittweise, heute an Werktagen, auf Busbedienung umgestellt wurde:

  • 29. September 1968: Sigmaringendorf–Bingen–Hanfertal (Schülerzug bis 30. Mai 1991)
  • 1. Juni 1969: Kleinengstingen–Trochtelfingen
  • 28. Mai 1972: Trochtelfingen–Gammertingen
  • 1. Oktober 1972: Eyach–Haigerloch
  • 3. Juni 1973: Haigerloch–Hechingen

Der 1947 gestartete Busverkehr der HzL umfasst heute ein 800-km-Liniennetz mit den Eckpunkten Reutlingen, Horb, Sigmaringen und Riedlingen.

2000 wurde die Schienenstrecke Gammertingen-Kleinengstingen wieder für den Ausflugsverkehr mit dem „Rad-Wander-Shuttle“ (fährt von Mai bis Oktober) reaktiviert.

Das 107,5 km lange Stammnetz der HzL wuchs im Januar 2001 durch Pacht der DB-eigenen Bahnstrecke Balingen–Rottweil im nicht abgebauten Abschnitt zwischen Balingen und Schömberg um 12,9 km an. Diese Strecke dient dem HzL-Güterverkehr und wird im Sommer durch Kurswagen des „Rad-Wander-Shuttle“ zusätzlich befahren. Ferner betreibt die HzL im Zuge des Ringzuges den 2,8 km langen Abschnitt Bräunlingen-Hüfingen der ehemaligen SWEG-Bregtalbahn.

Die Strecken des HzL-Stammnetzes[Bearbeiten]

Radwander-Shuttle der HzL in Balingen
HzL-Bahnbetriebswerk Gammertingen mit Loks V 124 und V 151
Regio-Shuttle auf dem Viadukt von Lautlingen

Strecke Eyach–Hechingen[Bearbeiten]

Eyach–Hechingen (ZAB 4)
Streckennummer (DB): 9460
Streckenlänge: 27,9 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
BSicon STR.svgBSicon .svg
Obere Neckarbahn von Tübingen
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Eyach
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0,0 Eyach Landesbahn 374 m
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Verbindungsgleis Ausrichtung 1984 gedreht
BSicon SBRÜCKE.svgBSicon SBRÜCKE.svg
0,3 L360
BSicon BS2rc.svgBSicon BS2r.svg
Obere Neckarbahn nach Horb
Brücke über Wasserlauf (groß)
0,6 Eyach
Haltepunkt, Haltestelle
3,7 Mühringen 387 m
Bahnhof, Station
6,0 Bad Imnau 394 m
   
9,7 Trillfingen 415 m
   
10,3 Anschluss Steinbruch
Bahnhof, Station
10,9 Haigerloch 425 m
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
11,5 Haigerloch-Tunnel (146 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
12,8 Stunzach
Bahnhof, Station
13,3 Stetten (bei Haigerloch) 440 m
Brücke über Wasserlauf (mittel)
14,0 Eyach
Brücke (mittel)
14,0 Weg
   
15,9 Scheitelpunkt ("Weißes Kreuz") 492 m
Bahnhof ohne Personenverkehr
18,1 Hart (Hohenz) 455 m
Brücke (mittel)
20,0 L410
Brücke über Wasserlauf (mittel)
20,8 Bach
Bahnhof, Station
21,6 Rangendingen 419 m
   
Anschluss Tubex
   
22,0 Anschluss Baufirma Dieringer
Brücke über Wasserlauf (mittel)
23,3 Starzel
   
23,5 Lindich-Weilheim 436 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
25,2 Starzel
   
25,6 Stein (Hohenz) 456 m
Brücke über Wasserlauf (mittel)
26,3 Starzel
Brücke (klein)
26,3 Haigerlocher Straße
   
26,8 Anschluss Städtisches Gaswerk
   
26,9 Sickingen-Friedrichstraße 476 m
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Spitzkehre nach Hechingen DB (s.u.)
Bahnhof, Station
27,9 Hechingen Landesbahn 492 m
Strecke – geradeaus
Strecke nach Gammertingen (s.u.)

Im Abschnitt Stetten (bei Haigerloch) - Weißes Kreuz dürfen schwere Züge durch ein nicht mit dem Zug gekuppeltes Triebfahrzeug nachgeschoben werden.

Im Herbst 2008 wurden mit den HzL-Classic-Zügen die Wiederaufnahme des SPNV, zumindest mit Ausflugszügen, nach 30 Jahren angestoßen. 2009 wurde der Freizeitverkehr als „3-Löwen-Takt Radexpress Eyachtäler“ aufgenommen und schrittweise ausgeweitet. Seit 2012 verkehrt er an allen Sonn- und Feiertagen vom 1. Mai bis 3. Sonntag im Oktober. Dabei pendelt ein Triebwagen im 2-Stunden-Takt zwischen Eyach und Hechingen Landesbahn (Kursbuchstrecke 767). Bis 2011 wurde hauptsächlich eine historische MAN-Schienenbus-Garnitur eingesetzt (dann Fristablauf der Fahrzeuge und anschließender Verkauf), die ab 2012 durch moderne Regio-Shuttle ersetzt wurde. Weitere Fahrten gibt es alljährlich zum Haigerlocher Christkindlesmarkt.

Strecke Hechingen–Gammertingen[Bearbeiten]

MAN-VT mit Güterbeförderung auf der HzL (September 1985)
Hechingen–Gammertingen (ZAB 2)
Streckennummer (DB): 9466
Streckenlänge: 27,0 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
BSicon STR.svgBSicon .svg
Strecke von Eyach (s.o.)
BSicon STR.svgBSicon ENDEa.svg
Spitzkehre zum Überstellen von Güterwagen
BSicon ABZrg.svgBSicon ABZgr+l.svg
Zollernalbbahn von Tübingen
BSicon BHF.svgBSicon STR.svg
0,0 Hechingen Landesbahn 492 m
BSicon STR.svgBSicon BHF.svg
Hechingen DB 498 m
BSicon eABZrf.svgBSicon STR.svg
0,4 Anschluss Wild Sägewerk 493 m
BSicon ABZrg.svgBSicon ABZrf.svg
0,7 Abzw Walkenmühle seit 1997 494 m
BSicon SBRÜCKE.svgBSicon SBRÜCKE.svg
0,7 B 27
BSicon SBRÜCKE.svgBSicon SBRÜCKE.svg
1,1 Zubringer B 32
BSicon KRZu.svgBSicon STRrf.svg
1,4 Zollernalbbahn nach Sigmaringen
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1,4 Starzel
BSicon HST.svgBSicon .svg
4,7 Schlatt (Hohenz) 553 m
BSicon BHF.svgBSicon .svg
7,1 Jungingen (Hohenz) 590 m
BSicon HST.svgBSicon .svg
9,3 Killer 632 m
BSicon BHF.svgBSicon .svg
11,0 Hausen-Starzeln 674 m
BSicon GIPl.svgBSicon .svg
13,0 Scheitelpunkt 735 m
BSicon HST.svgBSicon .svg
13,6 Burladingen West 734 m
BSicon BHF.svgBSicon .svg
14,7 Burladingen 729 m
BSicon WBRÜCKE2.svgBSicon .svg
16,7 Fehla
BSicon BHF.svgBSicon .svg
19,0 Gauselfingen 700 m
BSicon WBRÜCKE2.svgBSicon .svg
22,5 Fehla
BSicon HST.svgBSicon .svg
22,9 Neufra (Hohenz) 682 m
BSicon GIPl.svgBSicon .svg
25,0 Scheitelpunkt („Fehla Höhe“) 726 m
BSicon TUNNEL2.svgBSicon .svg
25,1 Gammertinger Tunnel (48 m)
BSicon HST.svgBSicon .svg
25,5 Gammertingen Europastraße 701 m
BSicon SBRÜCKE.svgBSicon .svg
25,6 Europastraße
BSicon SBRÜCKE.svgBSicon .svg
26,1 Hochbergstraße
BSicon BRÜCKE2.svgBSicon .svg
26,1 Alte Steige
BSicon BRÜCKE1.svgBSicon .svg
26,4 B 32 Hechinger Straße
BSicon WBRÜCKE.svgBSicon .svg
26,6 Lauchert
BSicon BRÜCKE2.svgBSicon .svg
26,7 L313 Reutlinger Straße
BSicon ABZrg.svgBSicon .svg
Strecke von Kleinengstingen (s.u.)
BSicon BHF.svgBSicon .svg
27,0 Gammertingen mit HzL-Bahnbetriebswerk 673 m
BSicon STR.svgBSicon .svg
Strecke nach Sigmaringen (s.u.)
Zusammenschluss der Schienennetze von HzL und DB nahe dem Sigmaringer Bahnhof. Einzelnes Gleis links: HzL-Strecke Richtung Hanfertal, rechts: DB-Gleise Richtung Sigmaringendorf

Strecke Kleinengstingen–Sigmaringen[Bearbeiten]

Kleinengstingen–Sigmaringen
Streckennummer (DB): 9461
Streckenlänge: 42,9 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
BSicon STR.svgBSicon ENDEa.svg
Schwäbische Albbahn von Schelklingen
BSicon ABZlf.svgBSicon ABZlg.svg
Verbindungsgleis
BSicon KBHFxe.svgBSicon STR.svg
Kleinengstingen ENAG (ehem. DB)
BSicon exSTR.svgBSicon BHF.svg
0,0 Kleinengstingen Landesbahn 691 m
BSicon exBS2rc.svgBSicon BS2r.svg
ehem. Schwäbische Albbahn nach Reutlingen
   
0,7 Großengstingen 695 m
Bahnhof, Station
4,4 Haidkapelle 729 m
   
6,8 Hasental 720 m
Haltepunkt, Haltestelle
9,0 Trochtelfingen ALB-GOLD 715 m
Brücke über Wasserlauf (klein)
10,9 Seckach
Bahnhof, Station
11,6 Trochtelfingen (Hohenz) 695 m
Brücke über Wasserlauf (klein)
12,0 Seckach
Brücke (klein)
14,1 Linkstraße
Brücke über Wasserlauf (klein)
14,1 Seckach
Haltepunkt, Haltestelle
14,7 Mägerkingen 690 m
   
16,2 Mariaberg 678 m
   
18,2 Bronnen 670 m
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Strecke von Hechingen (s.o.)
Bahnhof, Station
19,7 Gammertingen mit HzL-Bahnbetriebswerk 673 m
Brücke über Wasserlauf (mittel)
21,9 Lauchert
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
23,6 Hettinger Tunnel (124 m)
   
23,7 Hettingen Tunnel 646 m
Bahnhof, Station
24,3 Hettingen (Hohenz) 644 m
Brücke über Wasserlauf (klein)
25,5 Fehla
Haltepunkt, Haltestelle
26,6 Hermentingen 635 m
Brücke über Wasserlauf (mittel)
26,7 Lauchert
Brücke über Wasserlauf (mittel)
27,1 Lauchert
Brücke über Wasserlauf (mittel)
27,4 Lauchert
Brücke über Wasserlauf (mittel)
28,3 Lauchert
Straßenbrücke
28,4 Weg
   
28,9 Anschluss Schwörer Haus
Bahnhof, Station
29,4 Veringenstadt 633 m
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
29,6 Veringen-Tunnel (91 m)
Straßenbrücke
30,1 Weg
Haltepunkt, Haltestelle
32,3 Veringendorf 627 m
Brücke (klein)
32,9 B 32 Jungnauer Straße
Brücke über Wasserlauf (mittel)
33,0 Lauchert
Bahnhof, Station
35,2 Jungnau 610 m
Brücke über Wasserlauf (mittel)
39,5 Lauchert
Brücke (klein)
39,7 Weg
Bahnhof, Station
40,5 Hanfertal 619 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Strecke nach Sigmaringendorf (s.u.)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
40,7 Hanfertaler Tunnel (65 m)
Brücke (mittel)
41,8 B 32 Binger Straße
Straßenbrücke
42,0 Am Schönenberg
Brücke über Wasserlauf (groß)
42,4 Donau
Brücke (klein)
42,5 Hintere Landesbahnstraße
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Zollernalbbahn von Aulendorf
BSicon xABZlf.svgBSicon ABZlg.svg
Einführung in DB-Bahnhof seit 1994
BSicon exKBHFe.svgBSicon STR.svg
42,8 Sigmaringen Landesbahn 572 m
BSicon .svgBSicon BHF.svg
42,9 Sigmaringen DB 572 m
BSicon .svgBSicon STR.svg
Zollernalbbahn nach Tübingen

Strecke Sigmaringendorf–Hanfertal[Bearbeiten]

Sigmaringendorf–Hanfertal
Streckennummer (DB): 9462
Streckenlänge: 9,7 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
BSicon .svgBSicon STR.svg
Zollernalbbahn von Aulendorf
BSicon STRrg.svgBSicon ABZrf.svg
0,2 Sigmaringendorf (Abzw) (ab 1992) 573 m
BSicon WBRÜCKE1.svgBSicon WBRÜCKE1.svg
0,4 Lauchert an neuer Verbindungskurve (ab 1992)
BSicon eABZrg.svgBSicon eABZlg.svg
alte Einführung Sigmaringendorf (bis 1992)
BSicon STR.svgBSicon HST.svg
0,0 Sigmaringendorf (ehem. Bf) 574 m
BSicon BS2l.svgBSicon BS2lc.svg
Zollernalbbahn nach Tübingen
   
0,8 Anschluss Schaal 578 m
Straßenbrücke
2,0 L455
   
2,4 Laucherthal Hp 585 m
Bahnhof ohne Personenverkehr
2,8 Laucherthal Bf 587 m
   
4,9 Hitzkofen 592 m
Brücke über Wasserlauf (mittel)
5,0 Lauchert
Bahnhof ohne Personenverkehr
5,5 Bingen (Hohenz) Bf 594 m
Brücke über Wasserlauf (mittel)
5,8 Lauchert
   
6,3 Bingen Hp 603 m
Brücke über Wasserlauf (mittel)
7,2 Lauchert
   
8,0 Hornstein 606 m
Brücke über Wasserlauf (mittel)
8,0 Lauchert
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Strecke von Sigmaringen (s.o.)
Bahnhof, Station
9,7 Hanfertal 619 m
Strecke – geradeaus
Strecke nach Kleinengstingen (s.o.)

Expansion auf Strecken anderer Eisenbahnen[Bearbeiten]

Güterzuglok V 124 der HzL
Regio-Shuttle der HzL, Baujahr 1997, in Tübingen
Das für den Ringzug in Immendingen 2003 errichtete HzL-Bahnbetriebswerk mit Regio-Shuttle, Bauj. 2003
Bahnhof Aulendorf im Jahre 2011 mit Zügen dreier verschiedener Gesellschaften

In den letzten 16 Jahren hat sich das Tätigkeitsgebiet der Hohenzollerischen Landesbahn erheblich erweitert.

Im Güterverkehr übernimmt die HzL bereits seit 1990 die Traktion der Salz-Ganzzüge von Stetten (b. Haigerloch) auf DB-Strecken bis nach Ulm. Ferner führt die HzL den Flächengüterverkehr zwischen Tübingen, Sigmaringen, Bad Saulgau und Schelklingen in Kooperation mit der Deutschen Bahn (DB Schenker Rail) durch.

Im Schienenpersonen-Nahverkehr umfasst das befahrene Streckennetz heute über 400 Kilometer. So übernahm die HzL ab 1993 die Betriebsführung für die Bodensee-Oberschwaben-Bahn, die heute zwischen Aulendorf und Friedrichshafen fährt. 1997 erhielt die HzL den Auftrag des Landes Baden-Württemberg für den Regionalbahn-Verkehr auf der aus den Abschnitten Bahnstrecke Tübingen–Sigmaringen, Donautalbahn (Baden-Württemberg) und Bahnstrecke Herbertingen–Aulendorf zusammengesetzten Zollernalbbahn zwischen Tübingen und Aulendorf.

Seit September 2003 betreibt sie in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg den 3er-Ringzug, ein S-Bahn-ähnliches Nahverkehrssystem mit den Eckpunkten Blumberg, Tuttlingen, Rottweil, Villingen-Schwenningen und Donaueschingen, wofür der „Verkehrsbetrieb Ringzug“ mit eigener örtlicher Betriebsleitung und Betriebswerk geschaffen wurde. Die jüngste Erweiterung erfolgte am Bodensee: Im Dezember 2006 löste sie die SBB GmbH im Zuge einer Neuausschreibung auf der 17 Kilometer langen „Seehäsle“-Strecke Stockach–Radolfzell als Nahverkehrsbetreiber ab.

Die HzL fährt ferner SPNV-Auftragsverkehre für die Deutsche Bahn (DB Regio) auf den Strecken Rottweil–Horb sowie Sigmaringen–Aulendorf–Ulm. Die Triebwagen und Lokomotiven der HzL sind regelmäßig auch mit Sonderzügen und Arbeitszügen in ganz Baden-Württemberg und in der Schweiz unterwegs.

Kennzahlen und Organisation[Bearbeiten]

Im Jahr 2010 erreichte die Hohenzollerische Landesbahn einen Umsatz von 39,9 Millionen Euro, wovon 82 Prozent im Schienenpersonennahverkehr, 7 Prozent im Schienengüterverkehr und 11 Prozent im Omnibusverkehr erwirtschaftet wurden. Dies entsprach einer Steigerung des Umsatzes von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss betrug 0,48 Millionen Euro. Mit der Bahn wurden 9 Millionen und mit dem Bus 3,8 Millionen Fahrgäste befördert. Im Vergleich zu 2009 stiegen die Fahrgastzahlen mit 4,4 Prozent im Schienenverkehr doppelt so stark wie im Bundesdurchschnitt.[3]

Die HzL kooperiert mit der zu 100 Prozent in Landeseigentum befindlichen Südwestdeutschen Verkehrs-AG. So haben beide Gesellschaften einen personengleichen Vorstand. Beide Gesellschaften halten Anteile an der Fahrzeugbereitstellung Baden-Württemberg GmbH (FBBW).

Fahrzeuge[Bearbeiten]

Der Fahrzeugbestand umfasst 50 Triebwagen des Typs Regio-Shuttle (DB-Baureihe VT 650) der Baujahre 1996/97, 2003, 2005 und 2009, sowie vier NE 81-Triebwagen (Baujahre 1981 und 1993), die in den HzL-Bahnbetriebswerken Gammertingen und Immendingen beheimatet sind. Der HzL stehen ferner sieben Diesel-Streckenlokomotiven und zwei Rangierloks zur Verfügung.

In den Jahren 2011 und 2012 wurden die Loks V 122, V 119 und V 118 verkauft. Dafür wurden zwei neue Streckendieselloks Voith Gravita 15L BB bestellt. Sie wurden als V 180 und V 181 im Januar und April 2013 ausgeliefert.[4] Ebenfalls Ende 2012 wurden die verbliebenen MAN-Schienenbusse Vt 5, Vt 8, Vt 9 und Vs 14 an die Schwäbische Albbahn in Münsingen verkauft.

Art Bezeichnung Baujahr Hersteller Typ Einsatzgebiet Bemerkung
Diesellokomotive V 124 1969 / 2005 MaK / Gmeinder G1300 BB (V100 PA) / D100 BB Güterverkehr 2005 neu aufgebaut
Diesellokomotive V 150 + V 151 1985 Gmeinder D100 BB Güterverkehr
Diesellokomotive V 152 1992 Gmeinder D100 BB Güterverkehr
Diesellokomotive V 180 + V 181 2012 + 2013 Voith Gravita 15L BB Güterverkehr
Gerät Skl 29 2001 Mercedes Benz + Zagro Typ 460 VB Zollern-Alb-Bahn Zweiwege-Unimog schallgedämpft
Rangierlokomotive V 24 1973 Gmeinder D25B Güterverkehr von der SWEG V23-01
Rangierlokomotive V 34 1985 Gmeinder D25B Güterverkehr
Steuerwagen VS 16 1993 Waggon Union NE 81 VB Zollern-Alb-Bahn
Triebwagen VT 41 – VT 43 1993 Waggon Union NE 81 VB Zollern-Alb-Bahn
Triebwagen VT 44 – VT 45 1997 Adtranz RS1 VB Zollern-Alb-Bahn Ursprünglich für Donautal-Modell Lk TUT
Triebwagen VT 46 – VT 47 2005 Stadler Pankow RS1 VB Zollern-Alb-Bahn
Triebwagen VT 121 1981 Waggon Union NE 81 VB Ringzug von der SWEG
Triebwagen VT 200 – VT 221 1996 - 1997 Adtranz RS1 VB Zollern-Alb-Bahn
Triebwagen VT 231 – VT 250 2003 Stadler Pankow RS1 VB Ringzug mit Mittelpufferkupplung
Triebwagen VT 251 – VT 254 2008 Stadler Pankow RS1 VB seehäsle mit Mittelpufferkupplung
Ehemalige Fahrzeuge der Hohenzollerischen Landesbahn
Art Bezeichnung Baujahr Hersteller / Fabriknummer Herkunft Verbleib Bemerkung
Diesellokomotive V 118 1978 Krauss-Maffei 19855 Voith Turbo Lokomotivtechnik GmbH & Co. KG
Diesellokomotive V 119 1978 Krauss-Maffei 19856 Voith Turbo Lokomotivtechnik GmbH & Co. KG
Diesellokomotive V 122 1963 MaK 1000247 Süddeutsches Eisenbahnmuseum Heilbronn 1963 - 1964 Vorführfahrzeug der Fa. Mak
Steuerwagen VS 14 1962 MAN 148021 Schwäbische Albbahn
Triebwagen VT 4 1960 MAN 145274 zerlegt 2009
Triebwagen VT 5 1960 MAN 145275 Schwäbische Albbahn
Triebwagen VT 6 1962 MAN 146631 EKML - Eisenbahn Köln-Mülheim - Leverkusen / VEV - Vorwohle - Emmerthaler Verkehrsbetriebe Draisinenbahnen Berlin/Brandenburg GmbH & Co.KG
Triebwagen VT 7 1962 MAN 146632 EKML - Eisenbahn Köln-Mülheim - Leverkusen / VEV - Vorwohle - Emmerthaler Verkehrsbetriebe Draisinenbahnen Berlin/Brandenburg GmbH & Co.KG
Triebwagen VT 8 1961 MAN 145163 Schwäbische Albbahn 1961 - 1964 Vorführfahrzeug der MAN Nürnberg
Triebwagen VT 9 1966 MAN 151129 Schwäbische Albbahn

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Kochems und Frank von Meißner: Regionalbahnen im Südwesten: HzL, SWEG, AVG und WEG auf ihrem Weg in die Zukunft. ALBA-Verlag, Düsseldorf 2004, ISBN 3-87094-240-1
  • Botho Walldorf: Die Hohenzollerische Landesbahn in den 1960er-Jahren. Sutton Verlag, Erfurt 2007, 2. Auflage, ISBN 978-3-86680-125-7
  • Schweers + Wall: Eisenbahnatlas 2007/2008, 1. Auflage, ISBN 978-3-89494-136-9, Streckennummern der HzL auf den Seiten 103ff
  • Das große Archiv der Eisenbahnstrecken, GeraMond, KBS 768
  • Günter Zieger: 100 Jahre HzL. Geschichte der Hohenzollerischen Landesbahn AG. 1899 - 1999. herausgegeben von der HzL im Eigenverlag, 1999, ohne ISBN, 98 Seiten
  • Guido Motika: Schienen an der Zollernalb, Band 3, Teil 3.b.-f. herausgegeben im Selbstverlag auf Bestellung 2004, ohne ISBN, Autor verstorben

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohenzollerische Landesbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012; Veröffentlichungsdatum: 20. Februar 2014, Quelle: Bundesanzeiger Jahresabschlüsse
  2. Karlheinz Fahlbusch (kf): Landkreis vielfach finanziell engagiert. In: Südkurier vom 3. August 2011
  3. HzL-Pressemitteilung: „HzL wächst in 2010 deutlich“. 27. Juli 2011, abgerufen am 8. August 2011 (PDF).
  4. Erste HzL-Gravita überführt. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 3, Jahrgang 2013, ISSN 1421-2811, S. 112.