Marienkirche (Rostock)

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Westbau der Marienkirche von der Langen Straße aus gesehen, links das nördliche Querhaus.

Die Marienkirche ist die evangelisch-lutherische Hauptkirche Rostocks und ein Hauptwerk der norddeutschen Backsteingotik. 1232 wurde eine frühgotische Vorgängerkirche erstmals urkundlich erwähnt, der Bau der heutigen dreischiffigen Basilika begann um 1290 und war um die Mitte des 15. Jahrhunderts abgeschlossen. Der Turm hat heute eine Höhe von 86,32 Metern [1]

Der gedrungene Baukörper der Marienkirche wird durch das große Querhaus und den mächtigen Westbau mit einem Turmmassiv geprägt – eine ursprünglich geplante Doppelturmanlage wurde nicht ausgeführt. Der Innenraum hat den Charakter eines Zentralbaus, da das Querhaus das Langhaus genau in der Mitte der Kirche durchdringt und ebenso lang ist, wie der Bau in seiner west-östlichen Ausdehnung.

Astronomische Uhr von 1472 (4643 kB)

St. Marien weist eine besonders reiche Ausstattung auf. Bedeutend sind vor allem der Hauptaltar, die Predigtkanzel, die Orgel, ein Bronzetaufbecken und eine astronomische Uhr. Vorreformatorische Kunst des Mittelalters ist wegen des Bildersturms zur Zeit der Reformation nur in geringen Resten überliefert.

Wie die Nikolaikirche und die Petrikirche gehört die Marienkirche zur Evangelisch-Lutherischen Innenstadtgemeinde Rostock der Propstei Rostock im Kirchenkreis Mecklenburg der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.

Geschichte der Pfarrgemeinde[Bearbeiten]

Blick von Norden über die Warnow auf die Stadt Rostock: Links die Altstadt mit der Petrikirche und der Nikolaikirche, im Zentrum die mittelstädtische Marienkirche, im Westen (rechts) die Neustadt mit der Jakobikirche. Kolorierter Kupferstich von Frans Hogenberg (1597).
Vogelschau von Norden aus gesehen: Links unten die Altstadt mit Petrikirche und Altem Markt, links oben die Nikolaikirche, in der Mitte die Marienkirche der Mittelstadt, darüber der Neue Markt, rechts die Jakobikirche im Westen der Stadt. Radierung von Wenzel Hollar (1624/25).

Die Geschichte der Stadt Rostock begann um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert mit einer Siedlung an der Warnow um die Petrikirche, der nach der Verleihung des lübischen Stadtrechts durch Heinrich Borwin I. 1218 eine Erweiterung nach Süden mit der Nikolaikirche als Mittelpunkt folgte. Die Marienkirche wird erstmals in einer Urkunde von 1232 als Pfarrkirche einer selbständigen Siedlung erwähnt,[2] die sich westlich an die ältere Stadt anschloss und über einen eigenen Markt und ein Rathaus verfügte. Nach weiterer Ausdehnung in Richtung Westen entstand 1252 die Neustadt als vierte eigenständige Siedlung, deren Mittelpunkt die Jakobikirche war. Als sich die Siedlungen in den Jahren 1262 bis 1265 vereinigten, wurde der mittlere Siedlungskern zum Verwaltungszentrum der Stadt, so dass sich die Marienkirche zur zentralen Rats- und Hauptpfarrkirche Rostocks entwickelte. Im Gegensatz zu vergleichbaren Kirchen in Lübeck oder in Stralsund bildet die Rostocker Marienkirche kein Ensemble mit dem Rathaus am zentralen Platz der Stadt, sondern liegt nordwestlich ein wenig abseits des Neuen Marktes zwischen der Kröpeliner und der Langen Straße.

Seit 1260 war St. Marien eine Lateinschule angegliedert, deren Patronat beim Rat der Stadt lag. Das Kirchenpatronat lag dagegen bis zur Reformation beim Landesherrn, dem mecklenburgischen Fürstenhaus, die Kirchenaufsicht wurde jedoch ebenfalls von der Stadt ausgeübt.[3] Der für Rostock zuständige Bischof hatte seinen Sitz in Schwerin. Finanziert wurde die Pfarrei aus dem Kirchenzehnt, Stolgeldern, Oblationen (Spenden wie der Opferstock), Legaten und Stiftungen. Von diesen Geldern wurde unter anderem eine „Kirchenfabrik“ getragen, die faktisch die selbstverwaltete Bauaufsicht der Kirchengemeinde möglich machte. Neben dem Pfarrer übten diese Aufsicht Laien, zumeist Ratsmitglieder, aus dem Pfarrbezirk aus.

Am 12. November 1419 wurde die Universität feierlich in St. Marien eröffnet[4] und blieb ihr lange eng verbunden. Noch heute weist das „Professorengestühl“ unterhalb der Fürstenloge darauf hin, dass die Marienkirche bis zur Jahrhundertwende um 1900 die Funktion einer Universitäts- und Ratskirche hatte. 1531 wurde in Rostock die Reformation eingeführt, die von der Petrikirche ausging, wo Joachim Slüter wirkte. Besonders in der nachreformatorischen Zeit wirkten bedeutende Theologen als Hauptpastoren an der Marienkirche, darunter Valentin Curtius, Georg von Venediger und Lucas Bacmeister der Ältere, Archidiakone waren Johann Quistorp der Ältere und Heinrich Müller. Johannes Saliger (1568/69) und die nach ihm benannten Beatiner sorgten vorübergehend für Unruhe in der Gemeinde. Besonders im 17. Jahrhundert wirkten in St. Marien auch bekannte Kirchenmusiker, darunter die Kantoren Daniel Friderici und Erasmus Sartorius sowie der Organist Nicolaus Hasse. Seit 2007 übt Karl-Bernhardin Kropf die Funktion als Organist und Kantor aus.

Während der Umbruchszeit 1989 war die Marienkirche, wie auch andere Rostocker Kirchen, Anlaufstelle oppositioneller Kräfte, die sich zu Friedensgebeten und Mahngottesdiensten unter der Leitung von Pastor Joachim Gauck versammelten. Von der Kirche gingen ab dem 19. Oktober 1989, immer am Donnerstag, die Demonstrationen gegen das SED-Regime aus, an denen bis zu 40.000 Rostocker teilnahmen.

1998 wurden die im Stadtkern gelegenen Kirchengemeinden St. Jakobi, St. Marien und St.Petri/St. Nikolai vereinigt. Die Gemeinde heißt seither „Evangelisch-Lutherische Innenstadtgemeinde Rostock“.

Baugeschichte[Bearbeiten]

Choranlage und südliches Querhaus (links). Die älteren Bauteile sind in rotem Backstein gehalten, die jüngeren in schichtweise verlegten farbigen Ziegeln gemauert. Auffällig ist das Fehlen von Strebepfeilern, das den Bau besonders kompakt erscheinen lässt.
Blick aus dem nördlichen Querhaus mit dem verstärkten Vierungspfeiler.

Nach dem Zusammenschluss der vier Kernsiedlungen 1265 genügte der alte Kirchenbau dem Repräsentationsbedürfnis der aufstrebenden Hansestadt nicht mehr, so dass bis etwa 1279 eine dreischiffige größere Hallenkirche aus Backstein errichtet wurde.[5] Von dieser Vorgängerkirche ist heute noch das Sockelgeschoss mit abschließendem Kleeblattbogen und der Giebelwand am Westbau erhalten. Nach westfälischem Vorbild hatte der Bau ein breites Mittelschiff und schmale Seitenschiffe und wahrscheinlich einen chorlosen Ostabschluss.

Bereits um 1290 begann man mit dem Umbau und der Vergrößerung zur dreischiffigen Basilika mit Umgangschor.[5] Als Vorbild und Maßstab diente die Lübecker Marienkirche, mit der Rostock konkurrieren wollte. Fast gleichzeitig begannen die Arbeiten am Schweriner Dom und am nahegelegenen Doberaner Münster des dortigen Zisterzienserklosters. Andere Hansestädte hatten kurze Zeit vorher mit dem Bau großer Kirchen begonnen oder zogen bald darauf nach. Die Umbauarbeiten begannen an der Ostseite der Kirche. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde die ältere Hallenkirche abgebrochen, nachdem die neuen Außenwände fertiggestellt waren. Der ältere Turmbau wurde übernommen und erweitert, die geplante Doppelturmanlage aber nicht ausgeführt, nachdem sich das südliche Turmmauerwerk während der Bauarbeiten ein wenig nach Osten geneigt hatte.[4] Zu dieser Zeit wurden auch die mächtigen verstärkten Vierungspfeiler errichtet, die in größerem Abstand zueinander stehen als die Pfeiler der übrigen Joche. Dies deutet darauf hin, dass der Bau des einschiffigen Querhauses frühzeitig geplant war. Ein Einsturz des Langhausgewölbes 1398 und eine anschließende Neukonzeption mit der Errichtung des Querhauses, von dem eine Inschrift neben dem südlichen Querschiffportal berichtet, wird in der Forschung heute angezweifelt, da alles auf eine kontinuierliche Bauentwicklung um 1398 hindeute.[6] Charakteristisch für die Bauphase um 1400 ist die Verwendung schichtweise verlegter lehmgelber und grün glasierter Ziegel, während in älteren Bauteilen durchwegs roter Backstein vermauert wurde. 1420 ist in Urkunden von Altären in den Seitenschiffen die Rede,[7] was deren damalige Fertigstellung voraussetzt. Um 1440 wurde das Turmmassiv um ein Stockwerk erhöht, 1454 wurden die Gewölbe vollendet und die Kirche damit nach oben geschlossen.

In nachreformatorischer Zeit wurde der Innenraum von St. Marien dem protestantischen Ritus angepasst. Von den vierzig Altären, die für die Zeit um 1500 bezeugt sind,[8] blieben mit dem Rochusaltar und einem Flügel des Marienaltars nur noch zwei erhalten. 1723/24 wurden die Wände des Innenraumes erstmals weiß gekalkt.[7] Von der einstigen Ausmalung hat sich ein Rankenfries aus dem 14. Jahrhundert in der mittleren Turmhalle erhalten. Weitere Wandmalereien wurden 2005 bei Sanierungsarbeiten gefunden und freigelegt.[9]

Die heutige Turmspitze und der Dachreiter der Vierung stammen von 1796, auf Stichen des 16. Jahrhunderts sind jedoch bereits ähnliche Dachkonstruktionen zu sehen. In den Jahren 1901/02 wurden die Kupferdächer noch einmal saniert.

Im Zweiten Weltkrieg überstand St. Marien als einzige der vier Rostocker Stadtkirchen die schweren Bombenangriffe von 1942 und 1944, die die Altstadt gut zur Hälfte vernichteten, vergleichsweise glimpflich. Eine Reihe von Brand- und Phosphorbomben trafen die Kirche bei insgesamt drei Luftangriffen: die Turmlaterne, der Dachstuhl und die beiden kleinen Türme brannten. Diese Brände konnten dank schnellen Eingreifens unter Lebensgefahr durch den damaligen Küster Friedrich Bombowski, seine Tochter, weitere beherzte Bürger und Brandwachen der Wehrmacht gelöscht werden. Sie machten auch eingeschlagene Phosphorbomben unschädlich, bevor diese zu stärkeren Bränden führten. Die Tochter erlitt 1942 eine schwere Rauchgasvergiftung. Sie verstarb im Mai 1945 im Alter von 24 Jahren.[10]

Notdürftig instand gesetzt, konnte die Kirche in den Nachkriegsjahrzehnten ihrer Bestimmung gemäß genutzt werden. Der Verschleiß durch Undichtigkeiten und Alterung setzte sich aber fort und macht eine umfassende Gesamtrestaurierung nötig. Rund 200.000 Touristen pro Jahr[4] belasten den Innenraum der Marienkirche zusätzlich.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Grundriss[Bearbeiten]

Grundriss der Marienkirche.

St. Marien ist eine dreischiffige Basilika. Das zweijochige Langhaus und das Querhaus treffen sich in der quadratischen zentralen Vierung und bilden einen kreuzförmigen Grundriss, der dem Bau den Charakter eines Zentralbaus gibt. Das Querhaus ist mit 73 Metern fast ebenso lang wie der 76 Meter messende Kirchenbau in seiner gesamten West-Ost-Ausdehnung einschließlich des Westbaus und der östlichen Choranlage. Der Chor umfasst zwei rechteckige Joche und einen polygonalen 5/8-Abschluss. Die Verlängerungen der Seitenschiffe bilden den Chorumgang mit fünf radial angelegten Kapellen. Die Seitenschiffe sind in allen vier Jochen um jeweils zwei Kapellen an der Nord- und Südfassade erweitert. Die Mittelschiffbreite beträgt 11 Meter, die Raumhöhe 31,5 Meter. Damit ist der Innenraum von St. Marien nach der Lübecker Marienkirche (38 m), den Wismarer Kirchen St. Nikolai (37 m), St. Georgen (35 m) und St. Marien (32 m) sowie der Stralsunder Marienkirche (32,4 m) der sechsthöchste unter den großen Kirchen der Backsteingotik.[11]

Das südliche Ende des Querhauses mit drei querrechteckigen Jochen schließt mit einer Schaufront ab, die das Kirchenportal bildet, während das nördliche Ende des Querhauses einen fünfseitigen Abschluss erhielt.

Außenbau[Bearbeiten]

Flachrelief aus dem 13. Jahrhundert am Westbau

Der mächtige Westbau ragt mit seinem Turmmassiv kaum über den übrigen Baukörper hinaus, der vom Querhaus dominiert wird. Der in rotem Backstein ausgeführte blockhafte Turm besteht im unteren Teil noch aus dem Sockelgeschoss des frühgotischen Vorgängerbaus, der oben von einem Kleeblattbogenfries abgeschlossen wird. Die drei spitzbogigen Gewändeportale, von denen das größte in der Mitte zugemauert ist, werden von einer rechteckigen Portalrahmung umfasst, die noch typisch romanisch ist. Die teilweise vermauerten Spitzbogen- und Rundfenster haben frühgotische Formen. Über diesem ältesten Teil der Kirche erheben sich drei einheitlich gestaltete Stockwerke, die in drei Blöcke untergliedert sind: Neben dem Mittelteil sind die seitlichen Blöcke durch streifenförmige Steinverlegung hervorgehoben. Diese Untergliederung wird als Hinweis auf eine ursprünglich geplante Doppelturmfassade gewertet. Jedes Stockwerk hat im Mittelteil ein, in den Außenteilen jeweils zwei, auf der Nord- und Südseite je drei spitzbogige Blendfenster und wird von einem Spitzbogenfries abgeschlossen. Die Turmecken sind durch aufgesetzte Lisenen abgesetzt.

Der Mittelteil überragt die Seiten um ein Stockwerk mit spitzbogigen Fenstern als Schalllöcher für die Glocken und weist oberhalb des dritten Geschosses als Besonderheit einen älteren Fries mit einfach gestalteten Flachreliefs auf. Die glasierten Tonfiguren aus dem 13. Jahrhundert stellen wahrscheinlich die Apostel, Jesus und Maria dar sowie Propheten in den Arkadenzwickeln. Möglicherweise stammt der Fries vom Lettner der Vorgängerkirche.[12] Statt der nicht ausgeführten Doppelturmanlage erhebt sich über dem Westbau ein Zeltdach, das von einer zierlichen Laterne bekrönt wird.

Das nach 1290 gebaute Langhaus hebt sich durch den schichtweisen Wechsel von gelbem Backstein und grün lasierten Ziegeln vom Westbau ab. Eine Ausnahme davon macht der östliche Kapellenkranz aus dem frühen 15. Jahrhundert, bei dem ebenfalls rote Backsteine verwendet wurden. Die fünf Kapellen schließen den Chor polygonal ab. Zwischen den dreiteiligen Spitzbogenfenstern der Kapellen befinden sich Strebepfeiler mit Fialtürmchen, die erkennbar geplanten Strebebögen wurden jedoch nicht ausgeführt, wodurch der Kirchenbau einen sehr kompakten Charakter hat. Die Kapellen des Chorumgangs werden lediglich unter dem Dachabschluss durch einen Kleeblattbogenfries geschmückt.

Das nach 1398 errichtete Querhaus ist in der gleichen Schichtung gelber und grün lasierter Backsteine gemauert, wie das Langhaus und fast ebenso lang wie dieses. Die Südfassade des Querhauses ist mit großem fünfteiligem Mittelfenster und blendengeschmücktem Giebel als Schaufront gestaltet und bildet den Haupteingang der Kirche. Im Tympanon befinden sich barocke Figuren der christlichen Tugenden aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Über der zentralen Vierung erhebt sich ein barocker Dachreiter mit Spitzhelm und Laterne.

Innenraum[Bearbeiten]

Sterngewölbe der Marienkirche vom Chor aus gesehen mit der zentralen größeren Vierung, an die sich rechts das nördliche Querhaus anschließt.

Der Innenraum der Marienkirche wird durch das Portal des südlichen Querhauses in Höhe des dritten Jochs betreten. Der Blick durch das gesamte Querhaus bis zu den drei hohen Spitzbogenfenstern im Norden ist unverstellt. Die Vierung bildet als Schnittstelle von Quer- und Langhaus fast genau die Mitte des Kirchenbaus von St. Marien. Lediglich das östliche Langhaus ist durch den Chor, der durch drei Stufen erhöht und somit hervorgehoben ist, länger als die drei übrigen Gebäudeteile. Das westliche Langhaus wirkt durch den Einbau des massiven Orgelprospekts dagegen verkürzt.

Massige, gedrungen wirkende Pfeiler tragen über mehrfach gekehlte Bögen als oberen Raumabschluss ein Sterngewölbe, in den Seitenschiffen einfachere Kreuzrippengewölbe. Die sechs Pfeiler der Chorapsis stammen noch aus der Zeit vor Errichtung des Querhauses. Vorgelegte Dienste nehmen die Gewölberippen auf und leiten sie zum Boden. Die Stelle des üblichen Kapitellkranzes nimmt hier umlaufendes Laubwerkornament ein. Inschriften zufolge stammt das Blattwerk der übrigen Pfeiler von 1723/24.

Während das dem Eingangsportal gegenüberliegende nördliche Querhaus und der Chorumgang recht hell wirken, dringt vergleichsweise wenig Licht in den Chorraum und den Raum unterhalb der Orgelempore, da die Seitenschiffdächer sehr hoch angesetzt sind. Die Glasmalereien der Fenster des südlichen Querhauses reduzieren den Lichteinfall zusätzlich.

Bauzustand und Sanierung[Bearbeiten]

Seit 1992 konnte durch die Arbeit eines Fördervereins, die finanzielle Unterstützung von Bürgern, Bund und Land Mecklenburg-Vorpommern, der Stadt Rostock, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und anderer Stiftungen eine umfassende Sanierung St. Mariens in Angriff genommen werden. Im Zeitraum zwischen 1992 und 2005 konnten so 5,5 Millionen Euro aufgebracht werden.[13] Seit 2004 sind die Kirchendächer wieder abgedichtet, Mauerwerk gesichert und Gewölbe restauriert worden. 2008 wurde die Sanierung der Hochgewölbe sowie der Fenster im Chorraum und im Südquerhaus abgeschlossen. Anschließend begann die Sanierung des Westbaues, die 2010 beendet wurde. Zurzeit werden die Fenster in der Apsis des Nordquerhauses sowie Gewölbe im Kapellenkranz saniert. (Stand: Februar 2011)

Der Hauptaltar.

Ausstattung[Bearbeiten]

Die Marienkirche weist neben der Nikolaikirche Stralsund die reichste erhaltene Ausstattung im Ostseegebiet auf, obwohl große Teile davon dem Bildersturm der Reformationszeit zum Opfer fielen.

Hauptaltar[Bearbeiten]

Der Hochaltar mit zweigeschossigem barockem Architekturaufbau aus Holz wurde 1720/21 von Baudirektor Christian Rudolph Stoldt aus Berlin entworfen und von Berliner Künstlern ausgeführt: dem Maler Andreas Weißhut, dem Bildhauer Hinrich Schaffer und dem Tischler Friedrich Möller.

Der Altar ist grauoliv gefasst, die plastischen Figuren sind weiß, goldene Ornamente akzentuieren die Komposition. Der geschwungene Grundriss steht im Scheitel des Chorraumes und passt sich dem Chorschluss an. Links und rechts schließen sich Beichtstühle an den Altar an, die von den beiden alttestamentlichen Königen und reuigen Sündern David und Manasse bekrönt werden.

Motiv des gemalten Hauptfeldes ist die Auferstehung Jesu Christi, eingefasst von zwei Skulpturen, die die Gesetzestafeln, ein Buch, Sonne und Mond tragen. Außen wird diese Etage von den Personifikationen der christlichen Tugenden – Glaube, Liebe und Hoffnung – sowie der Stärke umrahmt. In der Sockelzone darunter ist das Abendmahl dargestellt. Eine geschnitzte, von Putten getragene Kartusche mit einer Darstellung des Auferstandenen als Salvator Mundi bildet den Übergang vom Hauptfeld zu einem oberen Stockwerk des Altares. Auch dieses Gemälde, dessen Motiv die Herabkunft des Heiligen Geistes während des Pfingstfestes ist, wird von vier plastischen Personifikationen der Tugenden umrahmt. An der Spitze des Altars befindet sich das in einem ausladenden Strahlenkranz ruhende Auge Gottes.

Die Kanzel.

Kanzel[Bearbeiten]

Die Predigtkanzel befindet sich in ungewöhnlich großer Entfernung zum Altar am südwestlichen Vierungspfeiler. Der Grund dafür dürfte die relativ schlechte Akustik der Marienkirche gewesen sein, die eine größtmögliche Nähe zum Kirchenvolk nötig machte.

Die Renaissance-Holzkanzel von 1574 stammt angeblich von dem aus Antwerpen stammenden, aber in Rostock ansässigen Bildhauer Rudolf Stockmann († 1622). Da Stockmann, der auch die Kanzeln der Petri- und der Jakobikirche sowie zahlreiche Epitaphien schuf, erst ab 1577 in Rostock nachweisbar ist, ist diese Zuschreibung nicht unumstritten.[14]

Auf die Kanzel gelangt man über einen um den Pfeiler geschwungenen Aufgang, der von einem Eingangsportal abgeschlossen wird. Dieses ist im Aufbau der Architektur eines Triumphbogens mit seitlichen korinthischen Säulen und einem Bogenfeld über der Tür nachgebildet. Auf dieses ist ein Relief mit der Darstellung des Barmherzigen Samariters zwischen Moses und Johannes dem Täufer eingefügt, darüber ringt Jakob mit den Engeln. Das Geländer der Treppe ist zeittypisch mit reichen, vergoldeten Reliefs und Ornamenten geschmückt. Diese werden am Kanzelkorb in noch prächtigerer Form und vollplastisch mit Darstellungen der Passion und Auferstehung Christi fortgesetzt. Ihr ikonographisches Programm ist charakteristisch für die norddeutsche Kunst der Reformationszeit.[15]

Der Schalldeckel wurde 1723 von dem Tischler Friedrich Möller und dem Bildhauer Dittrich Hartig aus Rostock gefertigt. Er ist dem Dekor der Spätrenaissance des älteren Korbs angepasst und stellt Szenen der Apokalypse des Johannes dar.

In den Holzschnitzereien fehlen einige Figuren und sie sind stark verschmutzt. Die Kanzel soll deshalb 2014 für 140.000 Euro restauriert werden.[16]

Orgel[Bearbeiten]

Die Orgel. Die Predigtkanzel am südwestlichen Vierungspfeiler (links) wegen Bauarbeiten verdeckt. Die Fürstenloge befindet sich direkt unterhalb der Orgel.

Die erste Erwähnung einer Orgel findet sich im Jahr 1452. Am Westwerk, dem Standort der heutigen Orgel, wurde in den Jahren 1590 bis 1593 durch den Mecklenburger Orgelbauer Heinrich Glowatz ein großes Instrument mit etwa 54 Registern auf drei Manualen und Pedal geschaffen (Die vorhandenen Quellen beschreiben das Instrument leicht unterschiedlich). Wegen Abnutzung und Einsturzgefahr wurde dieses Instrument 1766 durch den Rostocker Orgelbauer Paul Schmidt abgenommen und durch ein neues ersetzt.[17] Der bis zum Gewölbe ansteigende prachtvolle Orgelprospekt (1767 bis 1769) mit unterbauter älterer Fürstenempore (1749–1751) und Ratsgestühl im westlichen Abschluss des Langhauses wurde von mehreren Rostocker Künstlern geschaffen: den Bildhauern J. A. Klingmann und J. G. Bergmann, dem Tischler Kählert und den Malern Hohhenschildt, Marggraf und Brochmann.

Wie die beiden anderen raumbeherrschenden Elemente, Altar und Kanzel, ist auch die Orgel in grauoliv mit goldenen Ornamenten gefasst. Die Fürstenloge im Stil des Rokoko wird von zwei verglasten Balkonen flankiert und von einem Baldachin mit dem Wappen des Hauses Mecklenburg-Schwerin und den Initialen Christian Ludwigs II. gekrönt.

Über der Empore ragt der Orgelprospekt auf, der zwar später, aber in Zusammenarbeit derselben Künstler, die die Fürstenloge gestaltet hatten, entstand. Die Fassade der der am 2. Juli 1770 eingeweihten Orgel von Paul Schmidt ist bis heute erhalten. Da sein Orgelwerk „windsüchtig“ war, wie die Inschriften auf der Orgelempore berichten, wurde 1789 ein Um- bzw. Neubau nötig, den Ernst Julius Marx von 1790 bis 1793 ausführte. Im Inneren der Orgel ist von Schmidts Instrument nahezu nichts mehr erhalten. Nach weiteren Veränderungen im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Orgel zuletzt 1938 von der Orgelbauanstalt Firma Sauer (Frankfurt/Oder) umgebaut. Das Konzept für diesen neobarocken Umbau wurde vom Berliner Domorganisten Prof. Fritz Heitmann entworfen. Über 30 Register stammen aber noch aus der Zeit vor 1938, zudem wurden die Windladen von Marx beibehalten. 1983 wurde das Instrument generalüberholt und 2007 von Einwirkungen der Gewölberestaurierung gereinigt. Es handelt sich um eine viermanualige Schleifladen-Orgel mit elektropneumatischer Traktur und 83 klingenden Registern mit vier freien Kombinationen und folgender Disposition:[18]

I Kronwerk C–f3
1. Holzprinzipal 8′
2. Pommer 4′
3. Nasard 22/3
4. Nachthorn 2′
5. Sifflöte 1′
6. Sesquialter II
7. Mixtur III–IV


I Positiv C–f3
8. Gedackt 8′
9. Quintatön 8′
10. Oktave 4′
11. Blockflöte 4′
12. Prinzipal 2′
13. Terz 13/5
14. Quinte 11/3
15. Cymbel III
16. Dulcian 16′
17. Krummhorn 8′
18. Regal 4′
Tremolo
II Hauptwerk C–f3
19. Prinzipal 16′
20. Quintade 16′
21. Oktave 8′
22. Holzflöte 8′
23. Gemshorn 8′
24. Oktave 4′
25. Rohrflöte 4′
26. Quinte 22/3
27. Oktave 2′
28. Mixtur V–VII
29. Scharff IV
30. Fagott 16′
31. Trompete 8′
32. Trompete 4′
III Oberwerk C–f3
33. Liebl. Gedackt 16′
34. Prinzipal 8′
35. Spitzflöte 8′
36. Gedackt 8′
37. Oktave 4′
38. Fugara 4′
39. Gedackt 4′
40. Quinte 22/3
41. Oktave 2′
42. Mixtur IV
43. Trompete 8′
44. Oboe 8′
45. Schalmey 4′
IV Schwellwerk C–f3
46. Bourdon 16′
47. Prinzipal 8′
48. Hohlflöte 8′
49. Gedackt 8′
50. Salicet 8′
51. Vox-celestis 8′
52. Oktave 4′
53. Zartflöte 4′
54. Violine 4′
55. Quinte 22/3
56. Waldflöte 2′
57. Progressio III–IV
58. Scharff IV
59. Fagott 16′
60. Trompete 8′
61. Hautbois 8′
Tremolo
Pedal C–f1
62. Prinzipalbass 32′
63. Prinzipal 16′
64. Violon 16′
65. Subbass 16′
66. Gedacktbass 16′
67. Quinte 102/3
68. Oktavbass 8′
69. Violoncello 8′
70. Gedacktbass 8′
71. Oktave 4′
72. Nachthorn 4'
73. Rauschpfeife II
74. Flachflöte 2′
75. Großmixtur V
76. Hohe Mixtur III
77. Posaune 32′
78. Posaune 16′
79. Stillposaune 16′
80. Trompete 8′
81. Sordun 8′
82. Clairon 4′
83. Sing. Cornett 2′
  • Koppeln: KW/III, I/II, III/II, IV/II, IV/I, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P, Generalkoppel.
  • Spielhilfen: 4 freie Kombinationen.

Bronzefünte[Bearbeiten]

Die Bronzefünte, dahinter Blick in den Chorumgang.

Das gotische Taufbecken (hier eine „Bronzefünte“) in der nördlichsten Chorkapelle wurde wahrscheinlich von niedersächsischen Künstlern in Rostock gegossen und ist die bedeutendste und größte mittelalterliche Erztaufe im Ostsee-Küstengebiet. Auf die niedersächsische Herkunft der Künstler weisen Ähnlichkeiten etwa mit dem Taufbecken im Hildesheimer Dom. Kessel und Deckel sind stilistisch deutlich unterschieden und stammen von verschiedenen Meistern. Eine Inschrift datiert den Guss oder die Weihe des Taufkessels auf Ostern 1290, damit ist die Fünte das älteste Ausstattungsstück der Marienkirche.

Der runde, sich konisch nach unten verjüngende Kessel wird von vier Männerfiguren mit großen Amphoren getragen, die als Allegorien der vier Elemente bezeichnet sind, üblicherweise aber als die vier Paradiesströme identifiziert werden. Zwei Streifenzonen auf dem Becken und drei auf dem Deckel – jeweils durch Schriftbänder voneinander getrennt, die in gotischen Majuskeln verkürzte Formen des Ave Maria und des Salve Regina mitteilen – sind mit reichem Figurenschmuck bedeckt. Anders als die Reliefs des Kessels sind die Figuren des spitzkegeligen Deckels nicht mitgegossen, sondern nachträglich aufgenietet worden.

Die Szenen der beiden Reihen auf dem Kessel stellen unter Kleeblattarkaden und durch Säulen voneinander getrennt Leben und Passion Christi dar. Der unterste Streifen des Deckels zeigt Taufe und Himmelfahrt Jesu. Begleitfiguren verkörpern die Einheit der Kirche. Der mittlere Deckelstreifen ist mit den klugen und törichten Jungfrauen besetzt, ganz oben sind drei weibliche Heilige dargestellt. Ein sich in die Lüfte emporschwingender Adler auf einem achtteiligen Knauf krönt die insgesamt 2,95 Meter hohe Fünte. Die monumentale Größe rührt von der bis ins 15./16. Jahrhundert üblichen Sitte, Täuflinge mit dem ganzen Körper in das Wasser einzutauchen.

Ursprünglich war die Fünte im mittleren Turmuntergeschoss aufgestellt. Während des Zweiten Weltkrieges war die Fünte zum Schutz in der Nähe der Dorfkirche Belitz vergraben worden und kehrte 1951 nach St. Marien zurück.[19] Dadurch hat das Metall teilweise Schaden genommen, die Flügel des Adlers mussten nach dem Krieg durch Holzflügel ersetzt werden und konnten erst 1998 gegen bronzene ausgetauscht werden.[19]

Astronomische Uhr[Bearbeiten]

Die Astronomische Uhr.
Die bis 2017 reichende Kalenderscheibe der Astronomischen Uhr.

Im Chorumgang füllt hinter dem Hochaltar eine elf Meter hohe astronomische Uhren-Anlage den gesamten Raum zwischen zwei Pfeilern aus. Urkunden belegen, dass ihre erste Ausführung 1379 vermutlich vom Uhrmacher Nikolaus Lilienfeld erbaut wurde, der 1394 auch die astronomische Uhr in St. Nikolai zu Stralsund anfertigte. Es handelte sich deshalb vermutlich um eine Astrolabiumsuhr - gleich wie die noch erhaltene (nicht mehr gängige) Stralsunder Uhr.

Hans Düringer (aus Nürnberg?) ersetzte 1472 die wahrscheinlich zwischenzeitlich zerstörte Uhr durch eine neue Uhr, die keine Astrolabiumsuhr mehr ist. Die zueinander relativen Bewegungen am Himmel werden nicht mehr anschaulich dargestellt. Sie werden einzeln mit rotierenden Zeigern, gleich wie die Bewegung der Sonne relativ zum Horizont, durch den Stundenzeiger angedeutet. [20]

Die Uhr wurde wenig umgebaut oder erweitert, so dass sie heute noch in ihrem annähernd originalen Zustand ist. Sie funktioniert auch noch. 1641 bis 1643 erfolgte die erste größere Instandsetzung und Erweiterung, die der Uhrmachermeister Lorenz Borchhard (aus Rostock) ausführte. Das Uhrengehäuse erhielt einen Renaissance-Rahmen. Das Figurenspiel wurde erweitert und durch ein Musikspiel ergänzt. Das Musikspiel, dessen Melodien über eine Walze mit veränderbaren Stiften frei programmiert werden können, ertönt zu jeder vollen Stunde. Der über der Hauptuhr angebrachte Figurenumzug erscheint zur 12. und zur 24. Stunde. 1710 wurde die Spindel-Waag-Hemmung durch eine Pendel-Haken-Hemmung ersetzt.[21]

Der äußere Ring der Hauptuhr ist die Skala für die 2-mal-12-Stunden-Zählung einer Großen Uhr. Dazu gehört der im Uhrzeigersinn drehende Stundenzeiger. Nach innen schließen sich eine Tierkreiszeichen-Skala und eine Skala mit Monatsbildern an. Im Zentrum drehen sich außer dem Stundenzeiger zwei Scheiben im Gegenuhrzeigersinn. Die vordere Sonnenscheibe dreht sich über der darunter liegenden Mondscheibe. Beide tragen an ihrem Rand je einen Sonnen- bzw. Mondzeiger. Der Sonnenzeiger überstreicht mit seiner Scheibe in 365 Tagen die Tierkreiszeichen- und die Monatsbilder-Skala (Anzeige des Tierkreiszeichens, das die Sonne durchläuft, und des Monats). Der Mondzeiger überstreicht mit seiner Scheibe in 27 1/3 Tagen (siderischer Monat) die Tierkreiszeichen-Skala (Anzeige des Tierkreiszeichens, das der Mond durchläuft; Zusammentreffen mit dem Sonnenzeiger nach jeweils einem synodischen Monat). Die Sonnenscheibe hat eine runde exzentrische Öffnung. Unter der Öffnung ist die Mondscheibe über je einen halben Umfang hell bzw. dunkel. Auf diese Weise werden die Mondphasen als Bildchiffre angezeigt (dunkle Öffnung bei Neumond, helle Öffnung bei Vollmond, dazwischen teilweise dunkel und hell bzw. hell und dunkel bei zunehmendem bzw. abnehmendem Mond).[22]

Unter der Hauptuhr befindet sich ein Kalendarium. Dessen Kalenderscheibe läuft im Uhrzeigersinn in 365 Tagen einmal herum. Sie ist von einer Tierkreiszeichen-Skala umgeben (2 Ringe). Auf der Scheibe befinden sich 13 Skalen (14 Ringe). Nur sechs Indikationen (Monat, Monatstag, Tagesbuchstabe, Tagesheiliger, Sonnenaufgangszeit und Tag- bzw. Nachtlänge) variieren übers Jahr und erfordern, dass sich die Scheibe dreht, um den Tageswert ablesen zu können. Tag- bzw. Nachtlänge sind durch je ein Fenster in einer ruhenden zentralen Abdeckscheibe ablesbar.[23]

Sieben Indikationen sind Jahreskonstanten (Goldene Zahl, Sonntagsbuchstabe, Sonnenzirkel, Römer-Zinszahl, Tagesdistanz zwischen Weihnachten und Beginn der Fastenzeit und Osterdatum, die relativ zur Jahreszahl tabellarisch aufgeführt sind). Die derzeitige Kalenderscheibe ist die vierte, ihre Tabelle reicht von 1865 bis 2017.

Auftraggeber der ersten Uhr war die Marientiden-Bruderschaft, der so genannte „Herren-Kaland“, in dessen Besitz sich die Kapelle befand. Mitglieder dieser Bruderschaft waren ausschließlich die Spitzen der Rostocker Gesellschaft, darunter der Bürgermeister, Universitätsprofessoren, Mitglieder des Fürstenhauses und der Adel der Region.[24] Gegenüber der Uhr stand der Marienaltar der Bruderschaft mit einem bedeutenden Marien-Gnadenbild. Der Neubau wurde unter anderem mit Ablassgeldern bezahlt.[25]

1943 wurde die Uhr zum Schutz gegen Bombenangriffe eingemauert und erst 1951 wieder freigelegt. 1974/77 wurden die aus insgesamt 2.000 Einzelteilen bestehenden fünf Werke restauriert.[26]

Rochusaltar[Bearbeiten]

Der Rochusaltar.

Der zwischen Spätgotik und Frührenaissance stehende Rochusaltar aus der Zeit um 1530, der sich in der südöstlichen Chorkapelle befindet, ist eine Stiftung der Zunft der Barbiere und Wundärzte, deren Schutzheilige Cosmas und Damian den linken Flügel des Triptychons ausfüllen. Im Zentrum der Schnitzretabeln stehen die beinahe lebensgroßen, fast vollplastischen Figuren der Heiligen Rochus, Sebastian und Antonius. Während Rochus und Sebastian Schutzheilige gegen Pest und Seuchen sind, wurde Antonius zum Schutz vor Mutterkornvergiftungen und Tierseuchen angerufen. Im rechten Altarflügel sind Christophorus und der heilige Bischof Hugo von Rouen dargestellt. Im Gesprenge vervollständigen Maria und vier weibliche Heilige das gestalterische Programm: Katharina von Alexandrien, Barbara und Margarethe, die wie Christophorus zu den Vierzehn Nothelfern zählen, und Dorothea.

Der Schnitzaltar mit den für den norddeutschen Raum untypischen großen Vollplastiken ist wohl importiert worden oder setzt zumindest die Kenntnis süddeutscher Vorbilder voraus. Als Herkunftsregion kommt besonders der Niederrhein in Betracht. Darauf weisen Formelemente wie Kielbogenabschlüsse und das Gesprenge hin. Vergleichbares gibt es jedoch auch in der Lübecker Werkstatt des Benedikt Dreyer.[27]

Weitere Ausstattung[Bearbeiten]

Flügel des Marienaltars (um 1430/40).
Ehemaliger Hochaltar der Nikolaikirche im nördlichen Querhaus.

Ein Flügel des sogenannten „Marienaltares“ befindet sich im südlichen Querhausarm. Er zeigt auf beiden Seiten acht Szenen von der Geburt bis zur Passion Christi. Aus stilistischen Gründen wird er um 1430/40 datiert und in den Umkreis des Hamburgers Meister Francke eingeordnet. Dem Künstler werden neben dem Marienaltar die Malereien der Hauptaltäre der Wismarer Georgenkirche und der Johanniskirche in Malchin zugeschrieben,[28] nach dem der Maler den Notnamen Meister des Malchiner Altars erhielt.

Gegenüber dem Eingangsportal, im nördlichen Querhaus, steht der ehemalige Hochaltar der Nikolaikirche. Der Altar stammt aus einer Rostocker Werkstatt und wurde im dritten Viertel des 15. Jahrhunderts geschnitzt. Die gleiche Werkstatt schuf den Altar in der Heiligkreuzkirche.

In der westlich daran angrenzenden Kapelle, der sogenannten „Brökerkapelle“, befindet sich eine spätgotische Mondsichelmadonna, die wahrscheinlich aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts stammt. An der nördlichen Wand der Kapelle hängt ein Teppich mit Applikationsarbeiten aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die dargestellten Motive lassen auf eine liturgische Bestimmung des Wandteppichs zum Fest der Verkündigung des Herrn schließen. In das Fenster darüber sind die einzigen spärlichen Reste mittelalterlicher Glasmalerei der Marienkirche eingearbeitet. An der linken Wand der Kapelle hängt ein weißes Leinentuch mit bunter Seidenstickerei, das sogenannte „Hochzeitstuch“, aus dem 16. Jahrhundert, auf dem über einem Wappen ein Paar dargestellt ist. Tiere, ein Dudelsackspieler, Ranken- und Blütenornamentik füllen den Rest des gut drei Meter langen und knapp 70 Zentimeter breiten Tuches aus.

An Pfeilern und Wänden finden sich zahlreiche Tafelbilder, darunter zwei Lazarusdarstellungen des 17. Jahrhunderts, und mehrere Porträts von Pastoren aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Von den einstigen Glasmalereien haben sich wegen der Kriegsschäden nur Reste erhalten. Die Darstellung des Jüngsten Gerichts im südlichen Querhaus stammt aus dem Jahre 1906 und wurde von einer Innsbrucker Werkstatt geschaffen. Im Chorumgang hängt ein Schiffsmodell des Fregattseglers „Carl Friedrich“ von 1840.

Grabkapellen und Epitaphe[Bearbeiten]

Von Heinensche und Mann'sche Grabkapelle.

Die Seitenschiffkapellen am Langhaus und am Chor dienten früher als Grüfte und wurden mit aufwändigen hölzernen Architekturschauwänden versehen. Drei dieser Grüfte sind heute noch im südwestlichen Seitenschiff des Langhauses vorhanden. Die erste Langhauskapelle in der Ecke neben dem Eingangsbereich ist das Meerheimbsche Erbbegräbnis von 1820 mit einer Schauwand in Form einer Tempelfront. Zwei Epitaphe der Spätrenaissance für die Familien von Kosse und von Lehnsten füllen den Zwischenraum zur nächsten Kapelle aus, dem Erbbegräbnis der Familie von Heinen, das heute als einzige Grabkapelle noch drei Sandsteinsarkophage enthält. Die Kriegswaffen über der Eingangstür weisen auf die militärische Karriere Albrecht Christopher von Heinens hin, zentral ist ein liegendes Skelett dargestellt.

Daneben liegt die frühere „Schusterkapelle“, später „Vorsteherstube“, die Begräbnisstätte für den Rostocker Zweig der Schriftstellerfamilie Mann war. Wie die meisten Sarkophage aus der Marienkirche wurden auch diese auf Friedhöfe umgebettet. Die Fenster über der Kapelle wurden 1896 von August Friedrich Mann gestiftet und zeigen Bildnisse mehrerer Familienmitglieder. Zwischen beiden Kapellen hängt das Gulesche Epitaph aus dem frühen 17. Jahrhundert. Weitere Epitaphe und zahlreiche Grabsteine sind über den ganzen Kirchenraum verteilt.

Glocken[Bearbeiten]

Bürgerglocke (links) und Große Glocke in der nordöstlichen Kapelle des Chorumgangs (vor der Reparierung)

In der nordöstlichen Kapelle des Chorumgangs standen bis 2009 die beiden ältesten Glocken der Marienkirche, die beide gesprungen waren. Um 1300 wurde die Bürgerglocke gegossen; die Große Glocke goss Rickert de Monkehagen im Jahre 1409. Beide wurden 1950 geschweißt, die Risse brachen aber beim Probeläuten wieder auf; die Kronen fehlten ganz. Nahezu unbeschädigt war die Bleichermädchen genannte Glocke, die von 1980 bis 2009 an der Ecke von Langhaus und südlichem Querschiff stand. Diese Glocke stammt ebenfalls aus der Gießerwerkstatt Monkehagen und wurde 1450 gegossen. Diese drei Glocken wurden 2009 zusammen mit der im Kirchenschiff von St. Petri abgestellten, 1554 von Hans Lavenpris gegossenen Wächterglocke in das Glockenschweißwerk Lachenmeyer in Nördlingen gebracht. 2010 erhielten die beiden großen Glocken neue Kronen, ihre Risse wurden geschweißt. Die kleineren Glocken erhielten neue Kronenhenkel. Im November 2010 kehrten sie in den Turm zurück und werden für den Läutebetrieb vorbereitet.[29]

Das Geläute der Marienkirche bestand zuletzt (1980 bis 2010) aus drei Glocken. Die älteste wurde 1548 von Peter Matze gegossen (≈1.250 kg, Durchmesser ≈1.300 mm, Schlagton e1) und überstand 1942 die Zerstörung der Petrikirche; sie gelangte danach in den Turm der Marienkirche. Im Jahre 1979 wurden von der Peter Schilling aus Apolda zwei Bronzeglocken geliefert (3.456 kg, Durchmesser 1.710 mm, Schlagton h0 und 1.948 kg, Durchmesser 1.400 mm, Schlagton d1). Alle Glocken hingen an tief gekröpften Stahljochen, die zu erheblichen Klangeinbußen führten. Dieses Dreiergeläut soll technisch saniert nach Abschluss des Glockenprojekts im Turm der Petrikirche installiert werden, um das dortige, notdürftige Eisenhartguss-Geläut im Glockenträger vor der Kirche zu ersetzen. Am 14. Januar 2011 wurde die vom Bildhauer Wolfgang Friedrich gestaltete Betglocke zur Entlastung des Altbestandes in der Karlsruher Glockengießerei Bachert gegossen. Dieses Geläute aus vier mittelalterlichen und einer neuen Glocke wurde im Mai 2011 geweiht und in Dienst genommen. Am 28. Oktober wurde in derselben Gießerei schließlich noch die Sakramentsglocke gegossen, die zur zusätzlichen Schonung des Altbestandes angeschafft worden ist.[29]

In der Turmlaterne hängt starr die Stundenglocke von 1379, die ebenfalls aus der Werkstatt Monkehagen stammt und seit Dezember 2009 wieder über einen Uhrschlag-Hammer verfügt.[29]

Übersicht über das heutige Geläut an St. Marien nach der Restaurierung der mittelalterlichen Glocken und Zuguss von Betglocke und Sakramentsglocke:

Nr.
 
 
Name
 
 
Gussjahr
 
 
Gießer
 
 
Durch-
messer

(mm)
Masse
 
(kg)
Schlagton
 
(HT-1/16)
Inschrift
 
(Übersetzung)
1 Bürgerglocke um 1300 unbekannt 1.705 3.147 c1 –5 (+) CONSOLOR VIVA * FLEO MORTVA * PELLO NOCIUA * O REX GLORIAE UENI CVM PACE +
(Ich tröste die Lebenden, ich beweine die Toten, ich vertreibe das Schädliche. O König der Herrlichkeit, komme mit Frieden.)
2 Große Glocke 1409 Rickert de Monkehagen 1.775 4.226 d1 –1 o rex glorie criste veni cvm pace * anno domini millesimo ccccix in vigilia assvmpcionis marie virginis fvsa est ista campana deo laus *
(O König der Herrlichkeit, Christus, komme mit Frieden. Im Jahre des Herrn 1409, am Vorabend der Aufnahme der Jungfrau Maria, ist diese Glocke zum Lobe Gottes gegossen worden.)
3 Betglocke 2011 Glockengießerei A. Bachert 1.362 1.915 e1 –1 Rm 8,26 DER GEIST HILFT UNSERER SCHWACHHEIT AUF. DENN WIR WISSEN NICHT, WAS WIR BETEN SOLLEN, / WIE SICH'S GEBÜHRT; SONDERN DER [GEIST] SELBST VERTRITT UNS MIT UNAUSSPRECHLICHEM SEUFZEN.
4 Wächterglocke 1554 Hans Lavenpris 1.264 1.301 fis1 −5 ANNO DOMINI 1554 VERBVM DOMINI MANET INETERNVM * WERE IDT OCK DER GANTZEN WELT LEIT GADES WOERT BLIFT IN EWICHEIT *
5 Sakramentsglocke 2011 Glockengießerei A. Bachert 1.030 822 a1 −1 KOMMT HER ZU MIR, ALLE, DIE IHR MÜHSELIG UND BELADEN SEID; ICH WILL EUCH ERQUICKEN. MATTHÄUS 11,28
6 Bleichermädchen 1450 Rickert de Monkehagen 987 649 h1 –1 o rex glorie + ocriste veni cvm pace * ave maria *
(O König der Herrlichkeit, o Christus, komme mit Frieden. Gegrüßet seist du Maria.)
I Stundenglocke 1379 Rickert de Monkehagen 1.769 ≈3.200 h0 anno ♦ d[omi]ni ♦ m+ccc+ixxix ♦ i[n] die ♦ b[ea]te ♦ cecilie ♦ v[ir]g[in]is ♦ erat ♦ h[ec] ♦ ca[m]pa[na]: o ♦ rex ♦ gl[ori]e ♦ xp-e ♦ ve[n]i ♦ cvm ♦ pace
(Im Jahres des Herrn 1379, am Tage der seligen Jungfrau Caecilia, ward diese Glocke [gemacht]. O König der Herrlichkeit, Christus, komme mit Frieden.)

Glocken-Ritzzeichnungen[Bearbeiten]

Die 1409 gegossene Große Glocke der Marienkirche hatte seltene, kunsthistorisch bedeutsame Glocken-Ritzzeichnungen, die in einem Werk der Kunsthistorikerin Ingrid Schulze in einem eigenen Kapitel gewürdigt werden[30].

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerd Baier: Die Marienkirche zu Rostock (Das christliche Denkmal, Heft 6). 3., verbesserte Auflage, Union-Verlag, Berlin 1988 (1. Auflage 1972), ISBN 3-372-00126-5.
  • Gerd Baier, Heinrich Trost: Die Bau- und Kunstdenkmale in der mecklenburgischen Küstenregion. Herausgegeben von der Arbeitsstelle Schwerin des Instituts für Denkmalpflege. Henschel, Berlin 1990, ISBN 3-362-00523-3, S. 380–394.
  • Georg Dehio, Gerd Baier: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. Neubearbeitung durch Hans-Christian Feldmann. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 2000, ISBN 3-422-03081-6, S. 466 ff.
  • Tilman Jeremias (Hrsg.): … die thronende Marienkirche - eine Gottesburg. Aus der Geschichte von St. Marien Rostock. KSZ-Verl. & Medien, Rostock 2007, ISBN 978-3-930845-75-0.
  • Gottfried Kiesow: Wege zur Backsteingotik. 2. Auflage. Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Monumente-Publikationen, Bonn 2007, ISBN 3-936942-34-X.
  • Ulrich Nath: Die Glocken von St. Marien, Eigenverlag Innenstadtgemeinde Rostock, Rostock 2002.
  • Ulrich Nath; Joachim Vetter: Die Orgel der St.-Marien-Kirche zu Rostock. Stiftung der St.-Marien-Kirche zu Rostock e.V., 2004.
  • Ulrich Nath: Die Kanzel der St.-Marien-Kirche zu Rostock. Ev-luth Kirchgemeinde St.-Marien-Kirche, 2004.
  • Manfred Schukowski unter Mitarbeit von Wolfgang Erdmann u. Kristina Hegner: Die Astronomische Uhr in St. Marien zu Rostock. 2., erweiterte u. aktualisierte Auflage Königstein im Taunus, Verlag Langewiesche 2010 (= Die Blauen Bücher), ISBN 978-3-7845-1236-5.
  • Manfred Schukowski und Thomas Helms: Sonne, Mond und zwölf Apostel. Die Astronomische Uhr in der Marienkirche zu Rostock. Thomas Helms Verlag, Schwerin 2012, ISBN 978-3-940207-76-0.
  • Monika Soffner: St.-Marien-Kirche zu Rostock. 4. Auflage. Kunstverlag Peda, Passau 2005, ISBN 3-89643-628-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marienkirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Walter Born: Die hohen deutschen Kirchtürme, ISBN 3-7848-7010-4, Hildesheim: Lax 1979. Die Höhenangaben basieren auf amtlichen Vermessungen. In diesem Artikel werden die Höhen einschließlich Kreuzspitzen, Wetterhähnen, Knauf und Stange etc. und ausschließlich von Antennen wiedergegeben. Die Ausgabe ist von 1979, also werden manche zwischenzeitliche bauliche Veränderungen, besonders Rekonstruktionen mancher Türme nach dem Zweiten Weltkrieg, nicht berücksichtigt.
  2. Baier, S. 2.
  3. Dehio, S. 466.
  4. a b c St.-Marien-Kirche in Rostock. Broschüre, herausgegeben vom Förderverein Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock e.V., veröffentlicht von der Kulturstiftung der Länder, 2005, S. 14.
  5. a b Dehio, S. 467.
  6. So Soffner, S. 3f.; Dehio, S. 467, und Kiesow, S. 165, gehen jedoch weiterhin von einer Bauunterbrechung 1398 aus.
  7. a b Soffner, S. 6
  8. Soffner, S. 19.
  9. St.-Marien-Kirche in Rostock. Broschüre, herausgegeben vom Förderverein Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock e.V., veröffentlicht von der Kulturstiftung der Länder, 2005, S. 30.
  10. Friedrich Bombowski: „Bericht über die Brände der Marienkirche zu Rostock bei den Bombenangriffen im April und Oktober 1942 und im Februar 1944“. In „St. Marien Rostock. Die Rettung der Kirche im Jahre 1942“. Hrsg Ev.-Lutherische Pfarre St. Marien, Rostock
  11. Kiesow, S. 189.
  12. Soffner, S. 8; Die Bau- und Kunstdenkmale in der mecklenburgischen Küstenregion, S. 383.
  13. St.-Marien-Kirche in Rostock. Broschüre, herausgegeben vom Förderverein Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock e.V., veröffentlicht von der Kulturstiftung der Länder, 2005, S. 16.
  14. Soffner, S. 16.
  15. Die Bau- und Kunstdenkmale in der mecklenburgischen Küstenregion, S. 386.
  16. Meldung auf www.kirche-mv.de
  17. Haacke, Walter und Jaehn, Reinhard: Paul Schmidt und Mecklenburgs Orgelbau im 18. Jahrhundert, in: Acta Organologica, Bd. 18, 1985.
  18. http://www.st-marien-kantorei-rostock.de/orgeln.html
  19. a b St.-Marien-Kirche in Rostock. Broschüre, herausgegeben vom Förderverein Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock e.V., veröffentlicht von der Kulturstiftung der Länder, 2005, S. 16.
  20. Schukowski spricht davon, dass die “Schnittpunkt-Anzeige” durch die uns heute geläufige “Analog-Anzeige” ersetzt wurde. Vgl. M. Schukowski, S. 9
  21. M. Schukowski, S.24-25
  22. M. Schukowski, S. 32
  23. M. Schukowski, S. 39 ff
  24. M. Schukowski, S. 16.
  25. Abdruck der lateinischen Ablass-Urkunde bei M. Schukowski, S. 60.
  26. St.-Marien-Kirche in Rostock. Broschüre, herausgegeben vom Förderverein Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock e.V., veröffentlicht von der Kulturstiftung der Länder, 2005, S. 18.
  27. Peter Palme, Kunstschätze, Rostocker Hefte 12, o. J., S. 13.
  28. Alfred Stange: Deutsche Malerei der Gotik. 1938, S. 202 ff.
  29. a b c Glockenprojekt an St. Marien zu Rostock
  30. Ingrid Schulze (ab Seite 93) in ihrem Buch Ritzzeichnungen von Laienhand – Zeichnungen mittelalterlicher Bildhauer und Maler? Figürliche Glockenritz-Zeichnungen vom späten 13.Jahrhundert bis zur Zeit um 1500 in Mittel- und Norddeutschland. Leipzig 2006, ISBN 978-3-939404-95-8

54.08954722222212.1386Koordinaten: 54° 5′ 22″ N, 12° 8′ 19″ O

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Dieser Artikel wurde am 30. Juni 2008 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.