Alawiten

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Alawiten (Begriffsklärung) aufgeführt.
Verteilung der Alawiten in der Levante

Die Alawiten (arabisch ‏علويون‎, DMG ʿAlawīyūn) bzw. Nusairier (arabisch ‏نصيريون‎, DMG Nuṣairiyūn) sind eine religiöse Gruppierung des Nahen Ostens, die im späten 9. Jahrhundert im Irak entstanden ist und zum schiitischen Spektrum des Islam gehört. Sie sind nicht zu verwechseln mit den türkischen und kurdischen Aleviten, die in der Kizilbasch-Tradition stehen.

Alawiten leben heute hauptsächlich in Syrien, der Türkei und im Libanon. Der Hauptsiedlungsraum ist ein Gebiet, das sich von der türkischen Provinz Hatay im Norden südwärts über das syrische Küstengebirge, den sogenannten Dschebel Ansariye, bis in die Ebene von Akkar im Nordlibanon erstreckt. Nach Osten hin bildet der Orontes die Grenze dieses Gebietes. In Hatay selbst finden sich alawitische Gemeinden vor allem in und um Antakya und Samandağ sowie in der Küstenebene von Iskenderun.[1]

Außerhalb dieser relativ geschlossenen Siedlungszone gibt es noch mehrere alawitische Siedlungsinseln im Landesinneren Syriens, in den Gebieten um Hama und Homs und auf den Golanhöhen, sowie in der türkischen Çukurova-Ebene (Kilikien) in den Gebieten in und um die Städte Mersin, in Tarsus und Adana.[2] In der älteren Literatur wird außerdem eine alawitische Gemeinde für die Stadt ʿĀna am mittleren Euphrat erwähnt,[3] allerdings ist noch nicht überprüft worden, ob diese Gemeinde noch besteht.

Durch Arbeitsmigration sind im 20. Jahrhundert auch bedeutende alawitische Gemeinden in Damaskus, in der libanesischen Stadt Tripoli sowie in verschiedenen westlichen Ländern entstanden.[4] Die genaue Anzahl der Alawiten ist nicht bekannt. Schätzungen gehen von 3 Mio. Alawiten weltweit aus.

Bezeichnungen[Bearbeiten]

Der Name "Alawiten" (‏علويون‎ / ʿAlawīyūn) wird erst seit dem späten 19. Jahrhundert für diese Gruppe verwendet.[5] Vor dieser Zeit war "Nusairier" der allgemein übliche Name für sie. Er leitet sich von Muhammad ibn Nusair an-Numairī (gestorben um ca. 864) ab, der als Gründer der Nusairier gilt. Dieser trat um 860 für den zehnten Imams der Schiiten, ʿAlī al-Hādī an-Naqī in Erscheinung [6].

Um den Ruch des Sektiererischen ihrer Vorfahren abzulegen und um sich selbst als Teil der großen schiitischen Gemeinde zu präsentieren, begannen die Nusairier Ende des 19. Jahrhunderts, sich als „Ali-Anhänger“ ('Alawiyun) zu bezeichnen. In der Türkei werden die Alawiten heute als "Arap Alevileri" (arabische Aleviten) bezeichnet, um sie von den anderen Aleviten zu unterscheiden.[7][8]

In den eigenen Quellen der Nusairier tauchen noch andere Selbstbezeichnungen auf, insbesondere die unvergänglichen Ausdrücke muwahhidūn ("Einheitsbekenner") und ahl al-tauhīd, die die Gruppe als monotheistisch kennzeichnen.[9] Ein weiterer Name, den die Alawiten für ihre Religion verwenden, ist „Pfad der Dschunbulāner“ (Tarīqat al-Ǧunbulānīya), benannt nach dem dritten Scheich Abū Muhammad ʿAbdallāh al-Dschannān al-Dschunbulānī (gest. 900), der als einer der ältesten Autoren der nusairischen Religion gilt.[10]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge im Irak[Bearbeiten]

Die Nusairīya entstand im späten 9. Jahrhundert im Milieu der irakischen Ghulat-Sekten. Die Mythologie und Terminologie dieser Sekten findet sich in der nusairischen Literatur fast unverändert wieder.[11] In der zweiten Hälfte des neunten Jahrhunderts trat in diesem Milieu der Araber Abū Schuʿaib Muhammad ibn Nuṣayr aus dem Stamm der Banū Numair mit dem Anspruch auf, der bāb („das Tor“) des elften schiitischen Imams Hasan al-ʿAskarī (st. 873) zu sein. Die von ihm geführte Gemeinschaft wurde von der Familie der Banū l-Furāt unterstützt, die als Sekretäre und Wesire im Dienst der Abbasiden standen. Ein Rivale um die Führung der Gemeinschaft war Ishāq ibn Muhammad al-Ahmar. Auf ihn geht die mit der Nusairīya rivalisierende Schwestersekte der Ishāqīya zurück. Nach dem Tod Ibn Nuṣairs, der zu unbekanntem Zeitpunkt erfolgte, übernahmen nacheinander Muhammad Ibn Dschuundub und al-Dschannān al-Dschunbulānī die Führung der Nusairīya, die offenbar aber nur geringe Führungsqualitäten hatten, so dass die Gemeinschaft viele Anhänger verlor.[12]

Verbreitung nach Harran und Syrien[Bearbeiten]

Wesentlich erfolgreicher war al-Husain ibn Hamdān al-Chasībī, der offenbar von al-Dschunbulānī in die nusairische Lehre eingewiesen wurde, der aber auch mit einem anderen Anhänger Ibn Nuṣairs, ʿAlī ibn Ahmad aus Turbāʾ, einem Dorf bei Karbalāʾ, in Verbindung stand. Al-Chasībī predigte ab 926 öffentlich in Bagdad, wurde inhaftiert, floh aus der Haft und verbreitete anschließend die nusairischen Lehren in Syrien und in Harran, wo eine erste Gemeinde mit 51 Anhängern entstand. Nach der buyidischen Machtübernahme in Bagdad (945) kehrte er in den Irak zurück und verfasste dort sein Sendschreiben ar-Risāla ar-rāstbāschīya für den buyidischen Emir ʿIzz ad-Daula Bachtiyār (st. 368/976), der, wie sich aus den zahlreichen panegyrischen Äußerungen über ihn in den nusairischen Schriften erschließen lässt, die Nusairier im Irak unterstützte. Die Führung der irakischen Gemeinde legte al-Chasībī in die Hände von ʿAlī ibn ʿĪsā al-Dschisrī, während er selbst schon bald wieder nach Syrien reiste, wo er am Hof des schiitischen Hamdaniden-Herrschers Saif ad-Daula die nusairischen Lehren verbreitete.[13]

Verlagerung des Zentrums der Nusairīya nach Nordsyrien[Bearbeiten]

Mit al-Chasībī verlagerte sich das Zentrum der Nusairīya nach Nord-Syrien. Nach seinem Tod übernahm Muhammad ibn ʿAlī al-Dschillī, einer seiner Schüler aus dem Kreis in Harrān, die Führung der Gemeinschaft. Von Aleppo aus steuerte er ein Netz von nusairischen Gemeinden, das neben Harrān jetzt auch Städte wie Beirut und Tiberias und Tripolis umfasste. Für sie schrieb er nicht nur Werke, die die esoterischen Lehren der Sekte erklärten, sondern auch Sammlungen von religiösen Gutachten, die besonders der Frage der Initiation in die Gemeinschaft viel Aufmerksamkeit schenkten.[14] Nach alawitischer Überlieferung wanderte at-Tabarani 1032 wegen der unaufhörlichen Kriege von Aleppo nach Latakia (al-Ladhiqiya) aus, um sich dort niederzulassen.

Die byzantinische Rückeroberung von weiten Teilen Westsyriens in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts führte dazu, dass die nusairischen Missionare jetzt zum großen Teil auf christlichem Territorium operierten. Dies spiegelt sich auch in der Entwicklung der nusairischen Literatur wider, die die eigene Lehre nun vor allem vor dem Hintergrund christlicher Vorstellungen darlegt. Am stärksten zeigt sich diese Tendenz bei Maimūn at-Tabarānī, der in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts die Führung der nusairischen Gemeinschaft übernahm. Er entwickelte einen neuen nusairischen Festkalender, in den auch christliche Feste integriert waren. Neue religiöse Konkurrenz erhielt die Nusairīya durch das in dieser Zeit aufkommende Drusentum, das Syrien als eines seiner wichtigsten Missionsgebiete betrachtete. Hamza ibn ʿAlī, der Gründer des Drusentums, fasste mehrere Schriften gegen die Nuṣairīya ab, in denen er deren Lehren zu widerlegen versuchte.[15]

Etablierung im syrischen Küstengebirge[Bearbeiten]

Für die weitere Geschichte der Nusairīya war es von großer Bedeutung, dass im 11. Jahrhundert zwei Familien im syrischen Küstengebirge, die Banū Muhriz und die Banū l-Ahmar, ihre Lehre übernahmen. Während die nuṣairischen Gemeinden des Irak sowie die von Harran, Aleppo und Tiberias zu jener Zeit einen Niedergang erlebten, wurde der Dschabal, das syrische Küstengebirge, zum wichtigsten nuṣairischen Einwanderungsgebiet. Die Herrschaft der Kreuzfahrer in Antiochien (seit 1098) und Latakia (seit 1103) scheint die Ausbreitung der Sekte über das unzugängliche Gebirge im Hinterland nicht beeinträchtigt zu haben.[16]

Im frühen 13. Jahrhundert gerieten die Nusairier im syrischen Küstengebirge allerdings in eine immer schärfere Konkurrenz zu den nizāritischen Ismāʿīliten, die hier eine Kette von Festungen unterhielten, sowie zu neu eingewanderten Kurden. Als es nach 1218 in der Festung von Sahyun zu einem Massaker an Nusairiern kam, erhielten diese von einem schiitischen Emir, al-Hasan al-Makzūn as-Sindschārī, Hilfe aus dem Sindschar-Gebiet. Der Emir rückte 1222 mit 50.000 Kämpfern in das Küstengebiet vor, schlug Nizārīten und Kurden in die Flucht und vernichtete auch die mit der Nusairīya rivalisierende Ishāqīya, die im Küstengebiet noch einige Anhänger hatte. Damit erhielt nun das syrische Küstengebirge einen eindeutig nusairischen Charakter.[17]

Bekehrungsversuche unter Mamluken und Osmanen[Bearbeiten]

Nachdem 1260 der Mamluke az-Zāhir Baibars Syrien erobert hatte, gab es von staatlicher Seite Versuche, die Nusairier zum Sunnitentum zu konvertieren. 1317 kam es daraufhin zu einem nusairischen Aufstand, bei dem sich der Anführer selbst zum Mahdi erklärte.[18] Der hanbalitische Gelehrte Ibn Taimiyya erklärte wenig später in einem Fatwa, dass Nusairier dem Islam mehr schadeten als Christen und Juden und getötet werden müssten. Er konnte sich mit seiner Auffassung allerdings nicht durchsetzen. Die Nusairier wurden im mamlukischen Staat schließlich den anderen nicht-muslimischen Minderheiten gleichgestellt und mussten wie sie die Dschizya entrichten.[19]

Der Alawitenstaat als Teil des Völkerbundmandats für Syrien und Libanon

Über die Geschichte der Nusairier vom 16. bis zum 18. Jahrhundert ist nicht viel bekannt. In spätosmanischer Zeit wurden die Nusairier zur Zielgruppe protestantischer Missionare, die sie davon zu überzeugten versuchten, dass ihre Religion christliche Ursprünge habe. Ausgelöst durch diese Missionsaktivitäten begann sich unter Sultan Abdülhamid II. auch die osmanische Verwaltung für die Nusairier zu interessieren und versuchte, sie dem herrschenden sunnitisch-hanafitischen Islam anzunähern. In diesem Rahmen wurde im syrischen Küstengebirge eine Anzahl von Schulen und Moscheen errichtet.[20]

Französisches Mandat und Alawitenstaat[Bearbeiten]

Am Ende des Ersten Weltkrieges begannen die Franzosen, Syrien zu besetzen. Schon bald nach der Besetzung teilten sie das Gebiet in Kleinstaaten auf. Nachdem sie auf der Konferenz von San Remo vom Völkerbund das Mandat für Syrien erhalten hatten, richteten sie am 31. August 1920 das „Autonome Territorium der Alawiten“ ein, das sich aus dem früheren osmanischen Sandschak von Tripolis und einem Teil des Bezirks Masyaf zusammensetzte. Am 12. Juli 1922 erhoben sie dieses Gebiet zum eigenständigen Alawitenstaat, der eine eigene Fahne hatte und zusammen mit den Staaten Damaskus und Aleppo die "Föderation der Staaten Syriens" bildete. Diese Föderation wurde allerdings im Dezember 1924 schon wieder aufgelöst und durch einen syrischen Staat ersetzt, der Aleppo, Damaskus und den Sandschak Alexandrette umfasste. Der Alawitenstaat dagegen wurde als "Unabhängiger Staat der Alawiten" (Etat indépendent des Alaouites) von einem französischen Gouverneur getrennt verwaltet.[21] Erst 1937 wurde das Alawitengebiet mit dem übrigen Syrien wiedervereinigt.[22]

Die Alawiten im syrischen Staat[Bearbeiten]

In dem 1946 unabhängig gewordenen Syrien bildeten die Alawiten zunächst eine marginalisierte Bevölkerungsgruppe. Lediglich in der Armee spielten sie eine wichtige Rolle. Das lag daran, dass der alawitischen bäuerlichen Bevölkerung meist das Geld fehlte, um sich vom Militärdienst freizukaufen. Größeres politisches Gewicht gewannen die Alawiten erstmals 1963 durch die Machtübernahme der Baath-Partei, weil ein großer Teil der Führungskader im militärischen und zivilen Arm dieser Partei Alawiten waren. 1970 übernahm der aus Qardaha (südöstlich von Latakia) stammende alawitische Verteidigungsminister und Luftwaffenchef Hafiz al-Assad die Macht im Staat und wurde durch ein Referendum am 12. März 1971 als Staatspräsident bestätigt. Das Alawitengebiet profitierte von al-Assads Macht deutlich, vor allem die kleine Hafenstadt Latakia dehnte sich in einem Bauboom weit aus.[23]

1973 wurde auf Druck der orthodoxen Rechtsgelehrten und der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit ein Paragraph in die syrische Verfassung eingefügt, der das Bekenntnis des Präsidenten zum Islam obligatorisch machte. Hafiz al-Assad hat dem durch demonstrative Teilnahme am islamischen Kultus entsprochen und in seinen Reden versucht, nachdrücklich seine Zugehörigkeit zum Islam zu unterstreichen, da die orthodox-sunnitische Propaganda unter Berufung auf mittelalterliche Sektenbücher den nusairischen Glauben als häretisch, ja unislamisch zu verketzern bemüht war.[24] In den 1980er Jahren forderten in Syrien Vertreter der sunnitischen Opposition auf Grundlage des religiösen Gutachtens von Ibn Taimīya die Liquidation der Alawiten.[25]

Nach dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs[Bearbeiten]

Nach den Zusammenstößen zwischen alawitischem Regime und sunnitischer Opposition in den frühen 1980er Jahren wurde das Sprechen über religiöse Zugehörigkeiten in Syrien weitgehend tabuisiert. Dies änderte sich nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs Anfang 2011. Die Bürgerrechtlerin Loubna Mrie bekannte sich bei Reden auf regimefeindlichen Demonstrationen zum Beispiel offen zu ihrer alawitischen Religionszugehörigkeit.[26] Zu einer neuen Verschärfung der Gegensätze zwischen Sunniten und Alawiten, die auch internationale Wellen schlug, kam es im Frühjahr 2013, als die Syrische Armee zusammen mit Kämpfern der schiitischen Hisbollah-Miliz eine Offensive startete, um die von Aufständischen gehaltene Stadt Kusseir zurückzuerobern. Bezugnehmend auf diese Ereignisse, rief der qatarische Fernsehprediger Yusuf al-Qaradawi am 31. Mai 2013 in einer Freitagspredigt zum Kampf gegen Asad und seine "nusairische Gruppe" (fīʾatu-hū) auf. Hierbei verwies er auf das Gutachten von Ibn Taimīya, wonach die Nusairer "ungläubiger als Juden und Christen" (akfar min al-Yahūd wa-n-Naṣārā) seien.[27]

Im August 2013 kam es nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zu einem Massaker an Alawiten in der Umgebung von Latakia. Kämpfer der islamistischen Aufständischen-Organisationen al-Nusra-Front, Islamischer Staat im Irak und der Levante, Ahrar al-Scham, Jaish al-Muhajireen wal-Ansar und Suquor al-Izz griffen demnach am 4. August 2013, dem ersten Tag des Fest des Fastenbrechens, zehn alawitische Dörfer an, töteten mindestens 190 Zivilisten (davon mindestens 67 hingerichtet oder rechtswidrig getötet) und nahmen über 200 (hauptsächlich Frauen und Kinder) als Geiseln.[28]

Glaubenslehren[Bearbeiten]

Quellen und Erforschung[Bearbeiten]

Da es sich bei den Alawiten um eine Geheimreligion handelt, sind Informationen nur spärlich. Dagegen kursieren viele Gerüchte um die Glaubenslehre und den Kult. Die wichtigste Quelle für die Erforschung der alawitischen Religion war lange Zeit die Enthüllungsschrift eines nusairischen Renegaten namens Sulaiman Efendi aus Adana mit dem Titel: „Die salomonische Erstlingsfrucht – Enthüllung der Geheimnisse der nusairischen Religion“ (al-Bākūra as-Sulaimāniya fi kaschf asrār ad-diyāna an-Nusairīya). Sie wurde 1864 in Beirut von protestantischen Missionaren veröffentlicht und schon 1888 ins Englische übersetzt.[29]. Sulaiman Efendi, der zum Christentum konvertierte, wurde kurz nach der Veröffentlichung Opfer eines Mordanschlags in Tarsus.

Auf der Bākūra fußte auch die erste Gesamtdarstellung der nusairischen Religion von René Dussaud, die 1900 in Paris veröffentlicht wurde. Dussaud versuchte nachzuweisen, dass die „Nusairier“ schon lange vor dem Islam im syrischen Küstengebirge lebten und phönizische Ursprünge hätten. In ihrem Namen sah er eine Verballhornung der Selbstbezeichnung (Nasoraya) der Mandäer und verschiedener anderer vorchristlicher und judenchristlicher Sekten.[30]

Neben der Bākūra standen als Quellen noch verschiedene nusairische Handschriften zur Verfügung, die von europäischen Reisenden, insbesondere von Carsten Niebuhr, im 18. und 19. Jahrhundert nach Europa gebracht worden waren. Sie wurden vor allem von Rudolf Strothmann in verschiedenen Studien über die Nusairier ausgewertet.

Ab den 1980er Jahren begannen verschiedene Alawiten, selber über ihre Religion zu schreiben. Sie betonten darin vor allem die Zugehörigkeit der Alawiten zum Islam und versuchten nachzuweisen, dass die esoterischen Elemente der Nusairīya nicht auf extrem-schiitische, sondern auf sufische Einflüsse zurückzuführen seien.

Nachdem 2006 im Libanon im Rahmen der Reihe Silsilat at-tūrāṯ al-ʿalawī mit der Herausgabe zahlreicher, bisher unzugänglicher nusairischer Schriften begonnen wurde, stehen der Forschung nun erheblich mehr Texte von den Gründervätern der Nusairīya (Ibn Nusair, al-Dschunbulānī, al-Chasībī, al-Dschillī, al-Dschisrī, at-Tabarānī usw.) als Quellen zur Verfügung. Eine erste Auswertung dieser Texte ist in der 2010 veröffentlichten Studie The Nuṣayrī-ʿAlawīs. An Introduction to the Religion, History and Identity of the Leading Minority in Syria von Yaron Friedman erfolgt. In einem Anhang, der mehr als dreißig Seiten in seinem Buch (S. 241-276) einnimmt, liefert er auch eine inhaltliche Beschreibung der neu zugänglich gewordenen Texte.

Ali-Verehrung und Seelenwanderung[Bearbeiten]

Ali ibn Abi Talib ist für sie eine Manifestation des höchsten, namenlosen Gottes, des Urewigen (al-Qadim al-Azal), des größten Gottes (al-ilah al-a’zam).[31] Nach dem Fall der Lichtseelen hat er sich verborgen und erscheint seinen Geschöpfen siebenmal wieder, in jedem Himmel einmal. Trotz seiner wechselnden Gestalt bleibt er immer derselbe, nämlich der Sinn bzw. der Eigentliche (al-Ma’na). Bei jeder Erscheinung wird er von zwei weiteren Wesen begleitet: zum einen vom Himmelsvorhang (hidschab), in dem er erscheint und der ihm als Name (ism) dient, zum anderen von der Pforte (bab), die Zutritt zu ihm gewährt. So setzt sich eine Art Dreieinigkeit zusammen, die sich in sieben Zyklen, beginnend mit Abel, Adam und Gabriel, auf Erden manifestiert hat. Der letzte Zyklus besteht aus Ali, Muhammad und dem Prophetengefährten Salmān al-Fārisī.[32]

Kennzeichnend für die nusairische Lehre ist die doketische Auffassung von Ali. Sie waren der Auffassung, dass Ali nur einen Scheinleib gehabt habe. Nach einer Quelle aus dem 19. Jahrhundert wurden die Nusairier aufgefordert, jeden zu verfluchen, der behauptete, dass Ali jemals gegessen, getrunken, geheiratet oder Kinder gehabt habe.[33]

Aufgabe der Geschöpfe ist es, Ali in jedem Zyklus, in dem er erscheint, zu erkennen. Da die Seelen dazu nicht imstande sind, hat Ali sie in die Gewänder der Wiedergeburt eingeschlossen. Damit ist bei den Nusairiern die Vorstellung von der Seelenwanderung verbunden. Davon gibt es zwei Typen: masūchīya, die Wanderung der Seelen Ungläubiger in Tierleiber, und nasūchīya, die Höherentwicklung der Gläubigen durch verschiedene Gestalten zu Lichtwesen.[34]

Allegorische Auslegung der Scharia[Bearbeiten]

In den nusairischen Quellen werden die fünf Säulen des Islam allegorisch ausgelegt. Der Schahāda wird zum Beispiel deswegen eine besondere Bedeutung zugemessen, weil ihr erster Teil Lā ilāha illā Llāh arabisch ‏لا إله إلا الله‎‎ zwölf Buchstaben enthält, die auf die zwölf Imame hinweisen sollen.[35] Auch das rituelle Gebet hat eine innere Bedeutung, denn jedes der fünf Tagesgebete steht für eine Person aus der Familie des Propheten Mohammed (Muhammad selbst, Fatima bint Mohammed, Hasan ibn ʿAlī, Hussein und Muhsin).[36] Das Fasten im Monat Ramadan, das bei den Nusairiern mit einer zusätzlichen Schweigepflicht verbunden ist, steht für die Pflicht zur Geheimhaltung der eigenen Religion.[37] Die Zakat wird als eine spirituelle Gabe, nämlich die Weitergabe des esoterischen Wissen durch den Eingeweihten an den Novizen, verstanden.[38] Der Haddsch schließlich wird als eine mystische Reise interpretiert, bei der die betreffende Person einen Erkenntnisprozess durchmacht, an dessen Ende der Zustand des vollkommenen Einheitsbekenntnisses steht.[39]

Unklar ist, ob mit der allegorischen Auslegung der religiösen Pflichten auch deren generelle Aufhebung in der nusairischen Lehre verbunden ist. Von modernen alawitischen Autoren wurde dies stets bestritten.[40]

Initiation[Bearbeiten]

Die Nusairier teilen ihre Gemeinschaft in eine Allgemeinheit (ʿāmma) von Uneingeweihten und eine kleine religiöse Elite (chāssa) von Eingeweihten ein. Frauen werden üblicherweise nie in die Religion eingeweiht.[41] Die Einweihung in die Religion erfolgt bei den jungen Männern nach einem fest definierten Ritual. Voraussetzung ist die alawitische Abstammung, denn es ist nicht möglich, in die alawitische Religion zu konvertieren. Das Initiationsritual dient der spirituellen Erzeugung einer neuen Seele. Das Ritual besteht aus zwei Hauptteilen, die sieben oder neun Monate auseinander liegen müssen. Diese Zeitspanne entspricht der Zeit zwischen Zeugung und Geburt eines neuen gnostischen Menschen.[42]

Die bei beiden Zeremonien rezitierten Texte stammen – soweit es sich nicht um Verse aus dem Qur’an handelt – aus dem wichtigsten Ritualbuch der Alawiten, dem „Buch der Sammlungen“ (Kitab al-Madschmu’). Diese in 16 Abschnitten (Suren) unterteilte Sammlung wurde nach alawitischem Glauben vom Propheten Muhammad selbst an die Eingeweihten übergeben.[43] Die Sammlungen wurden von Sulaiman al-Adani komplett überliefert und ausführlich kommentiert; das Buch liegt in einer englischen und französischen Übersetzung vor.[44]

Feste und Heiligtümer[Bearbeiten]

Die grundlegenden nusairischen Feste sind im Festkalender von Maimūn at-Tabaranī festgehalten. Dazu gehören:

  • das Fest des Fastenbrechens, das Opferfest und die Nacht zur Mitte des Schaʿban als allgemein islamische Feste,
  • das Ghadir-Fest am 18. Dhu l-Hiddscha zur Erinnerung an die von den Schiiten angenommene Einsetzung Alis durch Mohammed Teich von Chumm,[45], das Mubahala-Fest, das Firāsch-Fest, das Aschura-Fest und das Gedenken an die Ermordung von Umar ibn al-Chattab als spezifisch schiitische Feierlichkeiten,
  • das christliche Weihnachtsfest,
  • Nouruz und Mehrgan als persische Feste
  • und der 17. März als spezifisch nusairischer Festtag, an dem eines Wunders gedacht wird, das Hasan al-ʿAskarī durch seinen Bāb Muhammad ibn Nusair bewirkte.[46]
Alawitsisches Chidr-Heiligtum in Samandağ (Türkei)

Das zu den Festen praktizierte Ritual setzt sich aus einer ganzen Reihe von Kulthandlungen zusammen, unter ihnen auch zahlreiche Niederwerfungen (sudjud, Rukūʿ). Tradenten des Rituals sind Scheiche, Angehörige aus Notabelnfamilien, in denen über die Generationen hinweg die Kenntnis der theologischen Bücher, der Traditionen und der Ritualtexte gepflegt wird. Die Gemeinde ist von den Initiationen und Festzeremonien nicht ausgeschlossen. Bei den Kulthandlungen treten immer drei Scheiche gemeinsam auf. Sie repräsentieren die drei Ränge des Imams, des Naqibs und des Najibs. Zugleich symbolisieren sie die himmlische Dreieinigkeit Ma’na – Ism – Bab.

Bei den heutigen Alawiten gibt es darüber hinaus eine große Anzahl von lokalen Heiligtümern, die als Mazār bzw. Ziyāra bezeichnet werden. Die Formen dieser Heiligtümer variieren: einige bestehen aus einem umfriedeten heiligen Baum, andere aus einem getünchten überkuppelten Bau, der ein Grab enthält, es kommen aber auch einfache gemauerte Würfel inmitten eines kleinen Hofes vor.[47] Häufig befinden sie sich auf kleinen Anhöhen, in der Nähe von Quellen oder inmitten von kleinen Hainen. Jede Ziyāra ist einem Propheten oder lokalen Heiligen gewidmet, nach dem sie ihren Namen hat. Viele Heiligtümer sind bei den Alawiten auch dem Chidr gewidmet. Ein besonders großes alawitisches Chidr-Heiligtum steht in der Nähe von Samandağ an der Mündung des Orontes ins Mittelmeer.

Religiöse Untergruppen bei den Alawiten[Bearbeiten]

Schon seit dem frühen 19. Jahrhundert ist bekannt, dass es bei den Alawiten verschiedene "Untersekten" gibt.[48] Die Angaben zu der Anzahl und den Namen dieser "Sekten" sind allerdings widersprüchlich. Am bekanntesten ist die Rivalität zwischen Ḥaidarīya und Kalāzīya. Erstere soll auf einen gewissen ʿAlī Ḥaidar (16. Jh.) aus der Gegend von Antakya zurückgehen, letztere auf Scheich Muḥammad ibn Yūnus, der um 1600 in dem Dorf Kalāzū bei Antakya auftrat.[49] Die Ḥaidarīya ist vor allem im Norden des alawitischen Siedlungsgebietes (Hatay-Region, Adana) verbreitet und wird deswegen auch Schamālīya ("Nord-Gruppe") genannt; die Kalāziyya, deren Anhänger eher im Süden des Siedlungsgebietes zu finden sind, hat dementsprechend den Beinamen Qiblīya ("Süd-Gruppe"). Weitere Namen für die beiden Gruppen sind Schamsīya ("Sonnen-Gruppe") und Qamarīya ("Mond-Gruppe"), die offenbar damit zu tun haben, dass das göttliche Licht bei der einen Gruppe mit der Sonne und bei der anderen mit dem Mondschein identifiziert wird.[50] Unterschiede zwischen Ḥaidarīya und Kalāzīya bestehen ansonsten nur hinsichtlich des Ablaufs von rituellen Handlungen und der Barttracht der Scheiche (Ḥaidarīs tragen überwiegend Vollbart, Kalāzīs Schnurrbart).

Neben Ḥaidarīya und Kalāzīya gab es früher bei den Alawiten noch eine weitere religiöse Untergruppierung mit dem Namen Ghaibīya ("Verborgenheitsgruppe"). Félix Dupont erklärte ihren Namen damit, dass ihre Anhänger einen verborgenen, abwesenden Gott anbeten. Die Ghaibīya scheint heute ganz in der Murschidīya aufgegangen zu sein, einer religiösen Gemeinschaft, die von Sulaiman Murschid begründet wurde und in Syrien etwa 100.000 bis 200.000 Anhänger hat.[51]

Beziehung zu anderen schiitischen Gruppierungen[Bearbeiten]

Aleviten[Bearbeiten]

Die Inkarnationen Alis und Muhammeds (als eines) sowie die Ablehnung der Scharia und der Glaube an die Reinkarnation bilden die Hauptgemeinsamkeiten zwischen Bektaschi- und Nusairi-Alawiten. Jedoch praktizieren die Alawiten kein Cem.[52] Darüber hinaus erkennen sie auch nicht die von den Aleviten verehrten Persönlichkeiten Hacı Bektaş, Yunus Emre, Pir Sultan Abdal als ihre Autoritäten an. Auf sozialer Ebene besteht ein Unterschied darin, dass bei den Aleviten die Frauen an den Ritualen teilnehmen, bei den Alawiten jedoch nicht.

Zwölfer-Schia[Bearbeiten]

Zwölferschiiten betrachten Alawiten als 'ghulat' (diejenigen, die alle Grenzen bezüglich ihrer Vergöttlichung von Ali überschreiten). Im Juli 1973 erkannte als erste schiitische Autorität der Imam Musa al-Sadr, Vorsitzender des obersten schiitischen Rates im Libanon und anerkannte Autorität, die Alawiten offiziell als Muslime an. Zu diesem Zeitpunkt versuchte al-Sadr seinen Einflussbereich auch nach Syrien auszudehnen, und der syrische Präsident Hafiz al-Assad – ein Alawit – benötigte dringend eine Anerkennung als Muslim, nachdem sunnitische Muslime in Syrien forderten, in der Verfassung solle festgeschrieben werden, dass der Präsident des Landes ein Muslim sein solle.

Literatur[Bearbeiten]

Quellen
  • Tabarānī, Maimūn ibn Qāsim at-: Maǧmūʿ al-aʿyād. Ed. von R. Strothmann unter dem Titel: "Festkalender der Nusairier. Grundlegendes Lehrbuch im syrischen Alawitenstaat" in Der Islam 27 (1944/46).
  • Sulaimān Efendī (al-Aḏanī): al-Bākūra as-Sulaimānīya fī kašf asrār ad-diyāna an-Nuṣairīya. Beirut 1864. - Engl. Teilübers. in Edward E. Salisbury: "Notice of كتاب الباكورة السليمانية فى كشف اسرار الديانة النصرية تأليف سليمان افندى الاذنى. The Book of Sulaimân's First Ripe Fruit, Disclosing the Mysteries of the Nusairian Religion by Sulaiman 'Effendo of 'Adhanah. With Copious Extracts." In: Journal of the American Oriental Society (JAOS) 8 (1866) 227–308.
  • Silsilat at-tūrāṯ al-ʿalawī. Ed. Abū-Mūsā al-Harīrī (Pseudonym). Bisher 10 Bde. erschienen. Diyār ʿAql: Dār li-Aǧl al-Maʿrifa 2006ff.
Studien
  • Necati Alkan: "Fighting for the Nuṣayrī Soul: State, Protestant Missionaries and the ʿAlawīs in the Late Ottoman Empire" in Die Welt des Islams 52 (2012) 23-50.
  • Werner Arnold: Die Nusairier und ihre Rituale. In: Robert Langer u. a. (Hrsg.): Migration und Ritualtransfer. Religiöse Praxis der Aleviten, Jesiden und Nusairier zwischen Vorderem Orient und Westeuropa. Lang, Frankfurt am Main u. a. 2005, ISBN 3-631-52426-9, S. 305–313. (Heidelberger Studien zur Geschichte und Kultur des modernen Vorderen Orients 33)
  • Meʼir Mikhaʼel Bar-Asher, Arieh Kofsky: The Nusayri-’Alawī Religion. An Enquiry into its Theology and Liturgy. Brill, Leiden u. a. 2002, ISBN 90-04-12552-3, (Jerusalem studies in religion and culture. 1).
  • Claude Cahen: Note sur les Origines de la Communauté Syrienne des Nusayris. In: Revue des Etudes Islamiques. 38, 1970, ISSN 0336-156X, S. 243–249.
  • Félix Dupont: "Mémoire sur les moeurs et les cérémonies religieuses de Nesserie, connu en Europe sous le nom d'Ansari" in Journal Asiatique I 5 (1824) 129-139.
  • René Dussaud: Histoire et religion des Nosairîs. Paris 1900.
  • Patrick Franke: "Die syrischen Alawiten in der westlichen Forschung: einige kritische Anmerkungen" in A. Drost-Abgarjan u. J. Tubach (Hg.): Sprache, Mythen und Mythizismen: FS für Walter Beltz. Hallesche Beiträge zur Orientwissenschaft 32 (2001). Halle 2004. S. 219-270.
  • Yaron Friedman: The Nuṣayrī-ʿAlawīs. An Introduction to the Religion, History and Identity of the Leading Minority in Syria. Leiden 2010.
  • Burak Gümüs: Über Nusayri, Bulgarienalewiten, Shabak, Kakai und Ehl-i Hak, in Sosyal Bilimler Araştırma Dergisi (SBArD), 7, 2009, 14, ISSN 1304-2424 S. 153 - 177
  • Heinz Halm: Art. "Nuṣayriyya" in The Encyclopaedia of Islam. New Edition Bd. VIII, S. 145b-148a.
  • Heinz Halm: Das Buch der Schatten. Die Mufaddal-Tradition der Ghulat und die Ursprünge des Nusairiertums. In: Der Islam 55, 1978, S. 219–266 und 58; 1981, S. 15–86.
  • Heinz Halm: Die islamische Gnosis. Die extreme Schia und die ‘Alawiten. Artemis-Verlag, Zürich u. a. 1982, ISBN 3-7608-4530-4, (Die Bibliothek des Morgenlandes 17).
  • Louis Massignon: Nusairi. In: EI1 Encyclopaedia of Islam.
  • Sabrina Mervin: "L'entité alaouite", une création française, in Pierre-Jean Luizard, Hg.: Le choc colonial et l'Islam. Découverte, Paris 2006, S. 343 - 358
  • dies.: Minderheit und Herrscherkaste. Die komplizierte Geschichte der Alawiten von Syrien. Le monde diplomatique (deutsch), Januar 2013, S. 9[53]
  • Laila Prager: Die 'Gemeinschaft des Hauses'. Religion, Heiratsstrategien und transnationale Identität türkischer Alawi-/Nusairi-Migranten in Deutschland. Münster 2010.
  • Gisela Procházka-Eisl und Stephan Procházka: The plain of saints and prophets: the Nusayri-Alawi Community of Cilicia (Southern Turkey) and its sacred places. Wiesbaden 2010.
  • Rudolf Strothmann: Die Nusairi im heutigen Syrien. In: Nachrichten der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, 1950, 4, S. 29–64.
  • Gregor Voss: "ʿAlawīya oder Nuṣairīya?" Schiitische Machtelite und sunnitische Opposition in der Syrischen Arabischen Republik. Hamburg 1987.
  • Jacques Weulersse: Le Pays des Alaouites. 2 Bände. Arrault, Tours 1940.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Halm 1982, 285.
  2. Zu den kilikischen Alawiten vgl. Procházka-Eisl und Stephan Procházka 2010.
  3. Vgl. Halm 1982, 285.
  4. Zur alawitischen Migration vgl. Prager 2010.
  5. Vgl. Alkan 2012, 49.
  6. Claude Cahen, Der Islam I. Vom Ursprung bis zu den Anfängen des Osmanenreiches (Fischer Weltgeschichte, Band 14), Frankfurt a. Main, 2003: 10. Die Entwicklung der politisch-religiösen Bewegungen, S. 212
  7. Gülcicek, Ali Duran; http://www.hbektasveli.gazi.edu.tr/dergi_dosyalar/34-269-280.pdf
  8. H.Halm (EI)
  9. Vgl. Friedman 11
  10. Massignon
  11. Heinz Halm: Das Buch der Schatten. Die Mufaddal-Tradition der Ghulat und die Ursprünge des Nusairiertums. in: Der Islam 55, 1978
  12. Vgl. Friedman 6-16.
  13. Vgl. Friedman 17-34.
  14. Vgl. Friedman 34-40.
  15. Vgl. Friedman 40-45.
  16. C.Cahen
  17. Vgl. Friedman 47-56.
  18. Vgl. Friedman 57-61.
  19. Vgl. Friedman 56-64.
  20. Vgl. Alkan 46.
  21. Vgl. dazu Weulersse 1940, I 121.
  22. Vgl. Halm 1982, 289.
  23. Vgl. Halm 1982, 289f.
  24. Vgl. Halm 1982, 290.
  25. Vgl. Voss 71-74.
  26. Arte TV Blog, 25. September 2012
  27. Vgl. den Bericht in der arabischen Sprachversion von CNN http://arabic.cnn.com/2013/middle_east/5/31/qardawi.syria-speech/ und die Zusammenfassung bei Daily Telegraph: http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/10094590/Muslim-Brotherhood-cleric-calls-for-Sunni-jihad-in-Syria.html
  28. Syria: Executions, Hostage Taking by Rebels. Planned Attacks on Civilians Constitute Crimes Against Humanity. Human Rights Watch, 11. Oktober 2013, abgerufen am 3. Dezember 2013.
  29. Vgl. Salisbury
  30. Vgl. Dussaud 1-17.
  31. Strothmann
  32. Vgl. Arnold 2005
  33. Vgl. Friedman 82.
  34. Vgl. Halm 1982, 302 und Friedman 105-107.
  35. Vgl. Friedman 131.
  36. Vgl. Friedman 134.
  37. Vgl. Friedman 138.
  38. Vgl. Friedman 139f.
  39. Vgl. Friedman 140-142.
  40. Vgl. Franke 2004, 256.
  41. Vgl. Friedman 144-147.
  42. Vgl. Halm 1982, 303-315
  43. Dussaud
  44. Edward Salisbury: Notice of kitab al-bakura as-Sulaimaniya. The book of Sulaiman’s First Ripe Fruit, Disclosing the Mysteries of the Nusairian Religion by Sulaiman Effendi of Adhanah. in: JAOS 8 (1866)
  45. Vgl. Festkalender, 96
  46. Vgl. hierzu Friedman 152-170.
  47. Vgl. Weulersse 1940 I 255 sowie Procházka-Eisl/Procházka.
  48. Vgl. z.B. Dupont 130 und Dussaud 81
  49. Vgl. Muḥammad Amīn Ġālib aṭ-Ṭawīl: Tārīḫ al-ʿAlawiyyīn. 3. Aufl. Beirut 1979. S. 529.
  50. Vgl. dazu Prager 67-69.
  51. Vgl. dazu Franke 1994
  52. http://www.hbektasveli.gazi.edu.tr/dergi_dosyalar/34-269-280.pdf
  53. ganzseitig, mit Karte der Verbreitung. Mervin arbeitet am Zentrum für interdisziplinäre Religionsforschung des CNRS