Otto-Lilienthal-Kaserne

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DeutschlandFlag of Germany (state).svg Otto-Lilienthal-Kaserne
Kasernentor

Kasernentor

Name seit 1964
Gemeinde Roth
Koordinaten: 49° 13′ N, 11° 5′ O49.21148055555611.0891Koordinaten: 49° 12′ 41,3″ N, 11° 5′ 20,8″ O
Erbaut 1937
Stationierte Einheiten

9./Feldjägerregiment 3
Polizeihubschrauberstaffel Bayern
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BayernBayern
Ehemals stationierte Einheiten
Kampfhubschrauberregiment 26
Heeresfliegerstaffel 269
Luftwaffenausbildungsregiment
II./Luftwaffenausbildungsregiment
Teile Flugabwehrraketengruppe 23
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Otto-Lilienthal-Kaserne (Bayern)
Otto-Lilienthal-Kaserne

Lage der Otto-Lilienthal-Kaserne in Bayern

Die Otto-Lilienthal-Kaserne ist eine bei Roth in Mittelfranken gelegene Kaserne der Bundeswehr. Mit der Stadt Heideck besteht die erste Kasernen-Patengemeinschaft in Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten]

Karte der US-Airforce aus dem Jahr 1943

Ihre Wurzeln hat die Rother Kaserne in den 1930er-Jahren, als der Wunsch nach einem Militärflugplatz in Roth bestand. Baubeginn für diesen war schließlich 1937, zu diesem Zeitpunkt bereits als Kaserne geplant. Erster Truppenteil in Roth war die Flugzeugführerschule Kiliansdorf, die aus Erding verlegt wurde.

Im Zweiten Weltkrieg waren in Roth zahlreiche Kampf- und Jagdgeschwader stationiert. Am 8. April 1945 wurde die Kaserne von den amerikanischen Streitkräften bombardiert und eingenommen, fortan diente sie als Lagerungsort für Munition und Bomben.

Der Flieger-Club Roth erhielt 1954 die Genehmigung, den Flugplatz nutzen zu dürfen, was bis heute gilt. 1956 wurde die Kaserne wieder den deutschen Dienststellen übergeben. In den Jahren ab 1961 erfolgte die Stationierung der Heeresflieger. Später wurden der Flugplatz und die Kaserne kontinuierlich erweitert. Seit 1964 trägt sie den Namen Otto Lilienthals, eines deutschen Pioniers der Flugzeug-Entwicklung.

In den Jahren bis 2011 entstanden neue Wartungshallen und andere Gebäude für die geplante Stationierung des Tiger-Hubschraubers beim Kampfhubschrauberregiment 26. Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde jedoch im Oktober 2011 bekanntgegeben, dass das Hubschrauberregiment im Jahr 2014 aufgelöst werden soll. Der Hubschrauber soll beim Kampfhubschrauberregiment 36 in Fritzlar, Hessen stationiert werden. Stattdessen soll die Offizierschule der Luftwaffe aus Fürstenfeldbruck in die Otto-Lilienthal-Kaserne verlegt werden.

Das II. Bataillon des Luftwaffenausbildungsregiments wurde Ende des Jahres 2012 aufgelöst. Das Luftwaffenausbildungsregiment selbst und die Heeresfliegerstaffel 269 wurden mit Wirkung zum 31. März 2013 aufgelöst. Das Kampfhubschrauberregiment 26 „Franken“ veranstaltete am Sonntag den 28. Juli 2013 zum letzten mal einen Tag der offenen Tür.[1] Die formelle Auflösung des Regiments erfolgte mit Wirkung zum 1. Juli 2014.

Die Kaserne heute[Bearbeiten]

Aktuell sind in Roth die 9./Feldjägerregiment 3 und das Sanitätsversorgungszentrum Roth stationiert.

Seit dem 30. Mai 1974 ist die Polizeihubschrauberstaffel Bayern mit der Außenstelle für Nordbayern auf dem Heeresflugplatz untergebracht; anfangs mit einer Bo 105 und einer Belegschaft von nur vier Beamten, mittlerweile jedoch mit der EC 135 im 24-stündigen Schichtdienst und rund 30 Beamten inklusive Wartung und Verwaltung.

Bei einem Informationsbesuch des Verteidigungsministers Thomas de Maizière gab dieser 2012 bekannt, dass bis 2018, nach einigen erforderlichen Umbauten, die Offizierschule der Luftwaffe von Fürstenfeldbruck nach Roth umziehen werde. Dadurch bleiben 500 Dienstposten erhalten. Hinzu kommen noch gut 800 bis 900 Lehrgangsteilnehmer. Später wurde bekannt, dass der Umzug der Offiziersschule wegen notwendiger Bauarbeiten erst 2019 erfolgen könne.[2] Die Errichtung der Offiziersschule für 114 Mio Euro wurde europaweit ausgeschrieben.[3]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Das Kasernengelände liegt etwa 4 km südlich von Roth zwischen den Ortsteilen Kiliansdorf, Ober- und Untersteinbach sowie Eckersmühlen.

Zu erreichen ist die Kaserne über eine bundeseigene Privatstraße von der Bundesstraße 2 aus, an der sich auch zahlreiche Wohnhäuser für Soldaten und deren Familien befinden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. :10.000 Besucher beim Tag der offenen Tür am Heeresflugplatz Roth. In: Bundeswehr.de, 1. August 2013, abgerufen 21. August 2013
  2. Gerhard Eisenkolb: Luftwaffe bleibt bis 2019. In: sueddeutsche.de, 12. Juni 2012, abgerufen am 25. März 2013.
  3. Marco Seliger: Harte Landung. faz.net, 8. August 2014, abgerufen am 8. August 2014