Renault Sport Spider
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| Renault Sport | |
|---|---|
| Spider | |
| Hersteller: | Renault |
| Produktionszeitraum: | 1995–1999 |
| Klasse: | Sportwagen |
| Karosserieversionen: | Roadster |
| Motoren: | Ottomotor: 2,0 l, 108 kW (147 PS) |
| Länge: | 3795 mm |
| Breite: | 1830 mm |
| Höhe: | 1250 mm |
| Radstand: | 2340 mm |
| Leergewicht: | (mit Scheibe) 965 kg |
| Vorgängermodell: | keines |
| Nachfolgemodell: | keines |
Der Renault Sport Spider wurde ursprünglich als Cup-Spider für den Rennsport konzipiert (Renault Sport Spider Trophy im Vorfeld der Formel 1) und von der Renault Motorsport-Unit Renault Sport in Dieppe gebaut.
Die futuristische Karosserieform mit den nach oben aufschwenkenden Scherentüren besitzt in der ursprünglichen Ausführung statt einer Windschutzscheibe einen Luftdiffusor, mit dem der heranströmende Fahrtwind über die Insassen hinweg geleitet wird. Um sich während der Fahrt vor Insekten und Steinchen zu schützen, wurde das Fahren mit Helm empfohlen.
In der Zeit von 1995 bis 1999 wurde er auch als Straßenversion mit Windabweiser oder mit einer beheizbaren Windschutzscheibe hergestellt.
Das Fahrzeugkonzept des Spider basiert auf einem Aluminium-Framework. Bestehend aus einem Hauptrahmen sowie zwei Hilfsrahmen vorne und hinten. Der Motor ist als Mittelmotor im hinteren Hilfsrahmen quer eingebaut und leistet aus 2,0 Litern Hubraum 108 kW (147 PS). Das Fahrwerk besteht aus einer Einzelradaufhängung. Vorne aus doppelten Dreieckslenkern und hinten aus Dreiecksquer- und -längslenkern verstärkt durch Stabilisatoren. Vorne sind die Federbeine quer und liegend eingebaut, um die geringe Bauhöhe der Karosserie zu ermöglichen.
Die Außenhaut des Spiders besteht aus GfK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) und ist mit dem Chassis verschraubt. Das Gewicht des stabilen GfK-Kleides ist für das relativ hohe Gesamtgewicht des Spider von ca. 965 kg verantwortlich. Das Gesamtpaket verhilft dem Spider aber dennoch zu respektablen Fahrleistungen. Für die entsprechende, renntaugliche Verzögerung sorgt die ursprünglich im Alpine 610 Turbo verbaute Scheibenbremsanlage.
Neben den Schalensitzen von Recaro und einem Raid-Airbag-Lenkrad (365 mm), bietet der Spider eine verstellbare Pedalerie um die Ergonomie an die Fahrergröße anzupassen. Dafür verzichtet man im Spider auf Verdeck, Heizung, Radio sowie auf Bremskraftverstärker, Servolenkung und Hilfseinrichtungen wie ESP. Nur eine Persenning schützt das Fahrzeug im stehenden Zustand vor eindringendem Regenwasser.
Claude Fior hatte von 1994 bis 1996 im Auftrag für Renault Sport den Spider, sowie den Windschutzscheiben-Nachfolger entwickelt. Die Patente für das Windabweiser-Konzept des Spiders besitzt Nogarotech noch heute.

