Renault Reinastella

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Renault
Renault Reinastella.JPG
Reinastella
Produktionszeitraum: 1929–1933
Klasse: Oberklasse
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotor:
7,1 Liter (81 kW)
Länge: 5300–5360 mm
Breite: 1850–1920 mm
Höhe: 1850 mm
Radstand: 3710[1] mm
Leergewicht: 2500 kg
Vorgängermodell: Renault 40CV
Nachfolgemodell: Nervastella

Der Renault Reinastella (Projekt: RM) war ein Fahrzeug, welches von der französischen Firma Renault auf dem Pariser Autosalon im Jahr 1928 vorgestellt und in den Jahren von 1929 bis 1933 als Luxusauto produziert wurde[1]. Das Design zu diesem Auto lieferte Louis Renault.

Die Reinastella war das erste Auto der Stella Reihe und sollte bei Luxusmarken wie Hispano-Suiza, Rolls-Royce, Daimler, Packard und LaSalle Einzug halten. Die Grand Renaults wurden mit einem kleinen Stern neben dem Renaultwappen direkt über dem Kühlergrill festgenietet. Dieses Auto war 5,3 Meter lang, 2,0 Meter breit und war das größte, welches bis dahin von Renault nach seinem Marktdebüt produziert worden war.

Motor[Bearbeiten]

Der Reinastella war das erste Fahrzeug von Renault, das einen Achtzylindermotor mit 7125 cm³ Hubraum von einer Leistung von 81 kW (110 PS) bis 2600/min hatte. Die Leistung kam von einer Kurbelwelle mit neun Lagern und einem Doppelvergaser[1] und konnte das Fahrzeug auf bis zu 140 km/h beschleunigen. Der Kühler wurde erstmals vor dem Motor verbaut. Diese Technik wurde bei allen späteren Renaults beibehalten. Bei der Reinastella war die Motorhaube länger als bei den Nachfolgemodellen Nervastella und Vivastella.

Im Jahr 1931 erhielt das Fahrzeug an den Flanken der Motorhaube Kühlungschlitze und eine neue Modellversion, der Reinastella grand sport, kam zur Modellpalette hinzu. Dieses Modell hatte im gegensatz zum normalen Modell ein Getriebe mit einem vierten "Schongang"[2]. Ein Jahr später wurde der Kühlergrill abgerundet, um von kantigen Formen wegzukommen.

Reinasport[Bearbeiten]

1933 wurde dann ein Coupé, die Reinasport eingeführt. Dieses Auto war leichter und sparsamer. Es sollte den britischen und amerikanischen Modellen in den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der großen Depression helfen. So hatte die Reinastella in der französischen Welt den gleichen Status, wie Rolls-Roycs in England und Amerika hatte. Nicht nur auf der Straße, sondern auch im Film sollte der Reinastella eine Art Reichtum signalisieren.

Der hohe Anteil von Aluminium machte das Auto im Zweiten Weltkrieg zu einem beliebten Recyclingprodukt. Die Autos, die diese Zeit überlebten, sind heute in öffentlichen Museen.

Prototyp[Bearbeiten]

1992 wurde der Name für den Prototyp eines fliegenden Autos verwendet. Dieses fliegende Auto war eine Attraktion im Disneyland Resort Paris und wurde von 1992 bis 2002 von Renault mitgesponsort. Heute ist dieses Auto nur noch auf speziellen Automessen zu besichtigen. Wie die Namen vieler weiterer damaliger Modelle der Marke wird "Reinastella" als Bezeichnung für von Renault vertriebene Aluminiumfelgen verwendet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Renault: ein Jahrhundert Tradition in der Spitzenklasse; [Hommage an Safrane], Régie Nationale des Usines Renault <Boulogne-Billancourt>, Paris : Ed. Mango, 1992

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Renault Reinastella – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Renault: ein Jahrhundert Tradition in der Spitzenklasse; S. 47
  2. Renault: ein Jahrhundert Tradition in der Spitzenklasse; S. 52