Zerbst/Anhalt

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Zerbst/Anhalt; zu anderen Bedeutungen von Zerbst siehe Zerbst (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Zerbst/Anhalt
Zerbst/Anhalt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Zerbst/Anhalt hervorgehoben
51.96805555555612.08444444444467Koordinaten: 51° 58′ N, 12° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Anhalt-Bitterfeld
Höhe: 67 m ü. NHN
Fläche: 467,65 km²
Einwohner: 22.242 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 39261,
39264 (Bias, Bornum, Buhlendorf, Deetz, Dobritz, Gehrden, Gödnitz, Grimme, Güterglück, Hohenlepte, Jütrichau, Leps, Lindau, Luso, Moritz, Nedlitz, Nutha, Polenzko, Pulspforde, Reuden, Steutz, Straguth, Walternienburg, Zernitz)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 03923, 039243, 039244, 039246, 039247, 039248
Kfz-Kennzeichen: ABI, AZE, BTF, KÖT, ZE
Gemeindeschlüssel: 15 0 82 430
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schloßfreiheit 12
39261 Zerbst/Anhalt
Webpräsenz: www.stadt-zerbst.de
Bürgermeister: Andreas Dittmann (SPD)
Lage der Stadt Zerbst/Anhalt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld
Aken Bitterfeld-Wolfen Südliches Anhalt Südliches Anhalt Köthen Muldestausee (Gemeinde) Osternienburger Land Südliches Anhalt Raguhn-Jeßnitz Sandersdorf-Brehna Südliches Anhalt Südliches Anhalt Zerbst/Anhalt Zörbig Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Zerbst/Anhalt ist eine Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Land Sachsen-Anhalt. Mit 467,65 km² ist Zerbst die nach Fläche fünftgrößte Kommune in Deutschland.

Geographie[Bearbeiten]

Die Kernstadt Zerbst liegt etwa 13 km nördlich der mittleren Elbe, etwa auf halbem Wege zwischen den Städten Magdeburg und Wittenberg. In Zerbst vereinigt sich der südliche Nuthearm mit den von Norden kommenden nördlichen und mittleren Nuthe-Zuflüssen. Das Gelände um Zerbst fällt von Osten nach Westen allmählich in Richtung Elbauen ab.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Am 1. Januar 2010 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Ehle-Nuthe aufgelöst. 21 Gemeinden mit ihren Ortsteilen kamen so zur Einheitsgemeinde Stadt Zerbst/Anhalt.

Zu Zerbst gehören die Ortsteile

Geschichte[Bearbeiten]

Frühzeit[Bearbeiten]

Vorgeschichtliche Funde im Gebiet der heutigen Stadt Zerbst weisen eine Besiedlung (Schnurkeramiker) seit dem Ende der Jungsteinzeit, etwa 3000–2000 v. Chr., nach. In späterer Zeit ist die wechselnde Besiedlung germanischer Stämme (Sueben, Wandalen und Hermunduren) festzustellen. Nach der Wanderungsbewegung der Germanen nach Süd- und Osteuropa im Zuge der Völkerwanderung rückten im 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. slawische Stämme nach Westen in das zumeist frei gewordene Siedlungsgebiet vor. Im 8. Jahrhundert hat sich die Elbe als Grenzfluss zwischen den deutschen Stämmen im Westen und den Slawen (im Wesentlichen Sorben) im Osten manifestiert.

Mittelalter[Bearbeiten]

Mittelalterliches Heidetor, Teil der ehemaligen Stadtbefestigung

Infolge des permanenten Grenzkonflikts zwischen den benachbarten Völkern begannen die Slawen im 9. und 10. Jahrhundert ihr Siedlungsgebiet politisch und militärisch abzusichern. Im Zuge der deutschen Ostkolonisation gelangt das unmittelbar ostelbische Gebiet zunächst unter deutsche Verwaltung. In diese Zeit fällt die erste urkundliche Erwähnung des Gaues Ciervisti im Jahr 949, der bereits den späteren Stadtnamen Zerbst erkennen lässt. Infolgedessen kann angenommen werden, dass bereits eine namensgebende (befestigte) slawische Siedlung als Gau-Hauptort existierte. Weiterhin zeugt eine Urkunde aus dem Jahr 1003 davon, dass ein Territorium Zerbiste dereinst dem Herrschaftsbereich des Markgrafen Gero des Großen zugeordnet war. Der allgemeine Slawenaufstand revidierte die Machtverhältnisse wieder zugunsten der Slawen und in der Folgezeit bestimmten stetige Grenzkriege das Geschehen in der Region.

Der Ort urbs Zirwisti selbst findet seine erste Erwähnung in der Chronik des Thietmar von Merseburg (1018). Er berichtet, dass der polnische Herzog Boleslaw I. während eines Konflikts mit Heinrich II. im Jahre 1007 den Ort einnahm und deren Einwohner teilweise verschleppte. Im frühen 12. Jahrhundert lassen sich erneute deutsche Kolonisationsbestrebungen im Zerbster Gebiet nachweisen, da einige unmittelbar angrenzende Dörfer dem Besitz der Magdeburger Nicolaikirche zugeordnet werden. Der Askanier Albrecht der Bär ließ anstelle der slawischen Wasserburg eine neue Burg erbauen. Östlich davon entstand eine Burgsiedlung mit der 1215 geweihten Bartholomäus-Kirche. Dazu kam eine Marktsiedlung mit der Pfarrkirche St.Nikolai. 1235 wurde das Franziskanerkloster St. Johannes gegründet. Um 1250 erbaute man die erste Stadtmauer. 1307 erwarb Albrecht I. die Stadt Zerbst von den Herren von Barby. Damit begann die askanische Herrschaft.

Zerbst um 1650 (Kupferstich von Matthäus Merian)

Neuzeit[Bearbeiten]

Mitte des 14. bis Ende des 15. Jahrhunderts kämpfte Zerbst mit dem Fürstenhaus um städtische Freiheiten. 1506 kam es zu einem schweren Stadtbrand. 1522/26 wurde die lutherische Reformation eingeführt.

Von 1582 bis 1798 existierte das Francisceum als Gymnasium illustre, eine bedeutende Hochschule der Zeit, welche im gesamten mitteleuropäischen philippistisch-calvinistischen Bereich eine große Ausstrahlung hatte. Zerbst war 1582 von Hexenverfolgung betroffen. Zwei Frauen gerieten in einen Hexenprozess.[2] Von 1603 bis 1793 war Zerbst Residenz des Fürstentums Anhalt-Zerbst, zu dessen Gebiet unter anderem auch die Herrschaft Jever gehörte.

Mansfelds Truppen erstürmen die Stadt (Federzeichnung von Max Dorn)
Inschrift an der Stadtmauer

Während des Dreißigjährigen Kriegs kam es zum Niedergang der Stadt. So wurde Zerbst, nachdem es vom Kriegsgeschehen zunächst verschont worden war, 1626 von den unter dänischem Befehl stehenden Truppen Ernst von Mansfelds gestürmt, verheert und besetzt. Die während des Angriffs in die Stadtmauer geschlagene Bresche am Franziskanerkloster (dem heutigen Francisceum) ist noch heute mit einer Inschrift gekennzeichnet. Nach der Niederlage Mansfelds in der Schlacht bei Dessau besetzten kaiserliche Truppen unter Wallenstein die Stadt. Wie Mansfeld wohnte auch Wallenstein für kurze Zeit im „Neuen Haus“ (zerstört 1945) am Zerbster Markt und erlegte der Stadt zur Strafe für die „Unterstützung“ der protestantischen Truppen hohe Kontributionen auf. In den folgenden Jahren bis zum Ende des Kriegs wurde Zerbst wiederholt von verschiedenen Heeren besetzt, wodurch sie letztendlich wirtschaftlich ruiniert wurde und verarmte. Weiterhin wüteten mehrere durch die Besatzungstruppen in die Stadt getragene Pestepidemien in der Stadt, denen wahrscheinlich mehr als jeder dritte Einwohner zum Opfer fiel.

Nach dem Kriege gelangte die Stadt zunehmend unter den Einfluss der anhaltischen Fürsten, die eine Verwandlung der Bürgerstadt Zerbst zu einer Residenzstadt anstrebten. 1681 wurde mit dem Bau des repräsentativen Schlosses anstelle der Wasserburg begonnen.

Von 1722 bis 1758 war in Zerbst der bedeutende Barockkomponist Johann Friedrich Fasch Hofkapellmeister. Ihm zu Ehren finden seit 1983 Fasch-Festtage statt. 1745 heiratete Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst den russischen Thronfolger Peter III.. Als Katharina II. (die Große) bestieg sie selbst 1762 den Zarenthron und regierte bis 1796 Russland. 1797 wurde die Stadt nach der Zerbster Teilung Bestandteil des Fürstentums Anhalt-Dessau.

In der Zeit der Napoleonischen Kriege wurde Zerbst nach dem Durchzug bei Jena und Auerstedt geschlagener preußischer Truppen von Ende 1806 bis Anfang 1807 von französischen Truppen des 1. Korps unter Marshall Bernadotte besetzt. Mit dem Beginn der Befreiungskriege zog 1813 das Lützowsche Freikorps in Zerbst ein, wobei der Dichter Theodor Körner im Haus seiner in der Stadt lebenden Verwandten Unterkunft fand (bis zu seiner Zerstörung 1945 wurde dieses als Körner-Haus bezeichnet). In der Vorbereitung der in unmittelbarer Nähe ausgetragenen Schlacht bei Möckern wurde die Stadt Anfang April 1813 von preußischen Truppen unter General Yorck besetzt. Während und nach den Gefechten wurden in der Stadt verwundete Koalitionstruppen in Notunterkünften und Lazaretten versorgt.

Von 1891 bis 1928 verkehrte mit der Zerbster Straßenbahn eine Pferdebahn in der Stadt, die zu den Pferdebahnen gehörte, die in Deutschland am längsten betrieben wurden.

Ab 1935 wurde im Rahmen der deutschen Wiederaufrüstung in unmittelbarer Nähe der Stadt ein Militärflugplatz der Luftwaffe angelegt. Vom Herbst 1940 bis zum Herbst 1944 war die Jagdfliegerschule 2 dort stationiert und mit der Pilotenschulung beauftragt. Gegen Kriegsende im März/April 1945 waren weiterhin mit Strahljägern des Typs Me 262 ausgerüstete Luftwaffeneinheiten (KG (J) 54, 1. NAGr) auf dem Flugplatz stationiert. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde am Rande des Militärflugplatzes ein Arbeitslager der Organisation Todt für sogenannte „jüdische Mischlinge ersten Grades“ und „jüdisch Versippte“ aus Mischehen errichtet. 700 Männer wurden von dort zur Zwangsarbeit beim Straßenbau, Flughafenbau und Torfstechen eingesetzt. Nach Kriegsende wurde der Flugplatz bis 1992 von Einheiten der Roten Armee genutzt, hauptsächlich von der 126. Jagdfliegerdivision.

Im Zweiten Weltkrieg, besonders am 16. April 1945, wurde Zerbst durch alliierte Luftangriffe zu 80 Prozent zerstört. Es brannte vier Tage lang, unterstützt durch anhaltenden amerikanischen Artilleriebeschuss. 574 Menschen fanden den Tod.[3] Der Arzt Dr. Wille und der Exportkaufmann Heinrich Gelzenleuchter gingen am 21. April den mutigen Schritt, als Parlamentäre den US-Truppen unweit der Stadt die Bereitschaft zur Kapitulation der in der Stadt vorhandenen Wehrmachtseinheiten zu überbringen. Durch ihre beherzte Tat wurde eine weitere totale Bombardierung nach vier ungenutzt verstrichenen Ultimaten der Befreier verhindert.[4]

Die Altstadt wurde in den folgenden Jahrzehnten unter wesentlicher Veränderung des Stadtbildes wieder aufgebaut. Eine Reihe von historischen Bauten sind erhalten geblieben oder wiederhergestellt worden. Von 1991 bis 2008 wurden 15 Millionen Euro in die Sanierung der Altstadt investiert.

Zu einer Namensänderung kam es am 1. Juli 2006, als sich die Stadt von Zerbst in Zerbst/Anhalt umbenannte.[5] Am 1. Juli 2007 wurde die Stadt Zerbst/Anhalt nebst einigen Gemeinden des bisherigen Landkreises Anhalt-Zerbst in den neu gegründeten Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit der Kreisstadt Köthen eingegliedert.

Religionen[Bearbeiten]

Trinitatiskirche

Die Mehrheit der Einwohner ist konfessionslos.

Evangelische Kirche[Bearbeiten]

  • Evangelisches Pfarramt St. Nicolai und St. Trinitatis
  • Kirchengemeinde St. Bartholomäi
  • Kirchengemeinde St. Marien

Katholische Kirche[Bearbeiten]

  • Katholische Gemeinde St. Jakobus der Ältere; Seit dem Jahr 2010 gehört diese Gemeinde zur katholischen Pfarrei Heilige Familie, deren Pfarrer seinen Sitz in Dessau-Roßlau, OT Roßlau, hat.

Freikirchen[Bearbeiten]

Stadtbild und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadtbild[Bearbeiten]

Auch in Zerbst ersetzte im Zuge der Ostexpansion eine deutsche Burg eine Slawenburg. Der Bau am Zusammenfluss dreier Arme der Anhalter Nuthe entwickelte sich zu einer Burgsiedlung mit der 1215 erstmals erwähnten Bartholomäikirche. Im 17. und 18. Jahrhundert wich die Burganlage einem repräsentativen Schloss für die Fürsten von Anhalt-Zerbst. Die Altstadt bestand bis zu ihrer kriegsbedingten Zerstörung 1945 überwiegend aus Fachwerkbauten und einigen repräsentativen Massivbauten wie dem Rathaus.

In der Altstadt sind mehrere historische Kirchenbauten, das ehemalige Zisterzienser-Nonnenkloster, das Francisceum (ehemaliges Franziskanerkloster von 1246), das Gildehaus, die sandsteinerne Rolandstatue von 1446, die Stadtmauer mit mehreren Türmen und Toren in unterschiedlichen Erhaltungszuständen (das Wappen der Stadt zeigt die Mauer und alle fünf Türme) sowie einzelne Fachwerkhäuser erhalten, die aber kein zusammenhängendes Ensemble mehr bilden. Ansonsten besteht die Bebauung überwiegend aus Gebäuden, sie seit den 1950er Jahren errichtet worden sind. Vom Schlossbezirk sind nach dem Brand und der Sprengung von Corps Logis und Westflügel des Schlosses in den Jahren 1945 und 1947 noch der Ostflügel, die Wache, die restaurierten Kavaliershäuser mit aufwändigen barocken Verzierungen und die Ruine des Marstalls erhalten.

Bauwerke[Bearbeiten]

Ruine des Ostflügels des Residenzschlosses
  • Das ab 1681 errichtete Residenzschloss der Fürsten von Anhalt-Zerbst war eine große dreigeschossige, dreiflügelige Anlage mit Mittelrisaliten. Es wurde nach Plänen von Cornelis Ryckwaert erbaut und nach dessen Tod von G. Simonetti fortgeführt. Der Westflügel entstand 1705 bis 1711 und enthielt die Schlosskapelle mit Gruft der Zerbster Askanier. Das Corps de logis war dominant durch seinen Turm von Johann Christoph Schütze. Der Ostflügel wurde 1744 bis 1747 nach Entwürfen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff ausgeführt, wie auch die Dekoration des Audienz-Saals. Das Schloss enthielt bedeutende Zeugnisse der friderizianischen Rokoko-Raumkunst von Johann Michael Hoppenhaupt. Es beherbergte zuletzt das Anhaltische Staatsarchiv, das Zerbster Stadtarchiv und das Anhaltische Landesmuseum. Das Schloss wurde am 16. April 1945 durch einen Luftangriff zerstört und nach 1945 bis auf den Ostflügel abgetragen. Dieser ist als Ruine erhalten. Um den fortschreitenden Verfall der Bausubstanz zu stoppen, wurden 2005 auf Initiative eines Fördervereins Sicherungsarbeiten mit dem Ziel eines späteren Wiederaufbaus eingeleitet. Inzwischen wurden mehrere Innenräume hergerichtet, die unter anderen zu Ausstellungszwecken genutzt werden.
  • Im Schlossgarten befindet sich die ehemalige fürstliche Reitbahn, heute restauriert als Stadthalle genutzt.
Schlossfreiheit, barocke Kavaliershäuser
  • An der Schlossfreiheit befinden sich neben der ehemaligen Schlosswache zwei 1710 bis 1713 von Johann Tobias Schuchardt erbaute barocke Kavaliershäuser, die zunächst als Wohngebäude höchster Hofbeamter und später zu Verwaltungszwecken genutzt wurden. Sie brannten am 19. April 1945 nach einem Luftangriff aus und wurden 1958 bis 1960, äußerlich in alter Form, wieder aufgebaut.
  • Die Trinitatiskirche wurde 1683 bis 1696 nach Plänen des Baumeisters Cornelis Ryckwaert für die Lutheraner als kreuzförmiger Zentralbau im Barockstil errichtet. Bei einem Luftangriff am 14. April 1945 wurde sie schwer beschädigt, am 16. April brannte sie samt wertvoller Innenausstattung aus. 1951 bis 1967 erfolgte der Wiederaufbau unter Verzicht auf die Emporen.
Ruine der ev. Nikolaikirche
  • Die Nikolaikirche war eine spätgotische, dreischiffige Hallenkirche, die ab 1430 als Stadtkirche erbaut wurde. Sie hatte eine reichhaltige Innenausstattung. Am 16. April 1945 brannte die Kirche bei einem Luftangriff bis auf die Umfassungsmauern aus und ist seither eine Ruine. Der Mittelturm wurde gesprengt, sodass nur noch der Nord- und der Südturm zu sehen sind. Seit 1991 finden Sicherungsarbeiten statt, an denen unter anderem die Deutschen Stiftung Denkmalschutz beteiligt ist. Im Nordturm wurde eine Glockenstube eingerichtet. Dort wurde am 1. September 2007 die erste sanierte Glocke wieder eingebaut. Es folgten bis 2008 zwei weitere sanierte und eine neue Glocke, die durch einen Sponsor finanziert in der Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer hergestellt wurde. Eine fünfte, ebenfalls historische Glocke steht zum Einbau bereit. Es ist geplant, sie im Südturm einzubauen. Die älteste Glocke stammt aus dem Jahr 1378, die beiden anderen bereits installierten historischen Glocken aus den Jahren 1447 und 1660.[6]
Bartholomäuskirche
  • St.-Bartholomäi-Kirche: Der Vorgängerbau, eine romanische Feldsteinbasilika, wurde um 1215 geweiht. Der Umbau zur dreischiffigen Hallenkirche erfolgte im 15. Jahrhundert, unter Nutzung des Feldsteinmaterials der ursprünglichen Kirche. Weitere Um- und Anbauten in den folgenden Jahrhunderten. 1700 Anfügung der Fürstengruft in der Hof- und Stiftskirche. Der freistehende Glockenturm aus Feldsteinen erhielt diese Funktion im 15. Jahrhundert, vorher war der Dicke Turm wohl der Bergfried des Burgbezirks. Im 16. Jahrhundert bekam er einen Renaissance-Aufbau. Kirche und Turm brannten durch Artilleriebeschuss am 18. April 1945 mitsamt der sehr wertvollen Innenausstattung aus.[7] Chor und Querschiff wurden wiederaufgebaut, das Langhaus ist gesicherte Ruine. Der Turm erhielt ein einfaches Zeltdach.
  • Die Marienkirche im Ankuhn war die Pfarrkirche der außerhalb der Stadtmauer gelegenen Vorstadt Ankuhn im Norden Zerbsts. Ursprünglich als Feldsteinkirche errichtet, wurde sie später umgebaut und erweitert. Bei dem Luftangriff am 16. April 1945 wurde sie bis auf die Umfassungsmauern zerstört und damit zur Ruine. Nur der Chor erhielt ein Notdach. Er wurde 1991 durch eine Glas-Stahl-Wand vom Kirchenschiff getrennt und danach wieder zu Gottesdiensten genutzt. Neben der Kirche steht ein hölzerner Turm mit einer kleinen Glocke aus der Klosterzeit um 1250.
  • Das Francisceum Zerbst war ein 1235 gegründetes Franziskaner-Kloster. Es ist mit Kreuzgängen und Gewölben sehr gut erhalten und wird durch das Gymnasium, das Museum der Stadt Zerbst und die Francisceumsbibliothek genutzt.
  • Im ehemaligen Augustiner-Kloster predigte Martin Luther. Die Reste der Gebäude sind im heutigen Alten- und Pflegeheim enthalten.
  • Kleiner und Großer Klosterhof: Reste eines früheren Zisterzienserinnen-Klosters
  • Fachwerkhäuser auf der Breite
  • Das Portal des Hauses Mühlenbrücke 60 stammt von 1667 und zeigt prächtige Schnitzereien.
  • Die Stadtbefestigung mit Stadtmauer, Toren und Türmen aus dem 15. Jahrhundert
  • Postgebäude von 1897 im Stil des Historismus
  • Landratsamt um 1900 im Jugendstil erbaut

Zerstörte und nicht wiedererrichtete Bauten[Bearbeiten]

Zerbst im Juni 1907 (Festumzug)

Bis zur Zerstörung am 16. April 1945 bot die Zerbster Altstadt ein geschlossenes historisches Stadtbild mit Gebäuden aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, insbesondere viele Fachwerk- und Renaissancebauten. Vollkommen zerstört und danach abgetragen wurden unter anderem:

Ansichtskarte des Rathauses von Zerbst um 1910
  • Das Rathaus: war als Backsteinbau im 15. Jahrhundert errichtet, später erweitert und mehrfach renoviert worden. Es hatte ein schönes Renaissance-Portal. Das Rathaus beherrschte zusammen mit der dahinter liegenden Nicolaikirche im Norden den Marktplatz, das Zentrum der Bürgerstadt. Am 16. April 1945 brannte es aus, die Ruine wurde abgetragen.
  • Das Neue Haus. (Markt 11, Ecke Brüderstraße): 1534–1545 als Kaufhaus, Schöffengericht und Ratskeller gebaut, 1839 zur Bürgerschenke umgestaltet. Hauptportal in Renaissance-Form, andere Portale im gotischen Stil errichtet. Das Obergeschoss wurde bei einem Luftangriff am 14. April 1945 zerstört, das übrige Gebäude brannte an den beiden Folgetagen durch Artillerie-Beschuss aus. Die Ruine wurde 1967 abgetragen, das Hauptportal geborgen.
  • Die meisten Bürgerhäuser. auf der Ost- und Westseite des Marktes, am Hohen Holzmarkt und Fischmarkt
  • Der größte Teil der Fachwerkhäuser in der Altstadt, darunter die Hofapotheke mit Portal von 1676, die Ratsapotheke von 1610 und die „Schleibank“. Bei den vernichteten Bürgerhäusern handelte es sich zum Teil um bemerkenswerte barocke Giebelhäuser und klassizistische Bauten.
  • Der Hauptflügel mit Turm und der Westflügel. des Schlosses
  • Die Kämmerei. südwestlich des Schlosses: erbaut um 1700.
  • Der Marstall. westlich des Schlosses mit Pferdestall und Kutschenremisen
  • Die Orangerie. nördlich des Schlosses: erbaut vor 1714, umgebaut 1740 durch Johann Christoph Schütze. Die Ruine diente noch als Freilichtbühne.
  • Die Blumenmühle. (Ein Schwesternbau der Blumenmühle mit gleichem Grundriss und Aussehen ist die Hintermühle in Bad Belzig. Ein Verwandter des Belziger Müllermeister Jaegers gefiel die Hintermühle so sehr, dass er sie in Zerbst nachbauen ließ und Blumenmühle nannte.)

Friedhöfe und Gedenkstätten[Bearbeiten]

  • Gedenkstein auf dem „Alten Russenfriedhof“. (im Volksmund auch „Muchelnfriedhof“ genannt) zur Erinnerung an 21 sowjetische Sanitätssoldaten, die gegen Kriegsende Opfer eines Luftangriffs wurden.
  • Der Frauentor-Friedhof wurde 1595 für die St.Bartholomäus-Gemeinde angelegt und 1816 umgestaltet. Der Weg zum Friedhof führt durch ein Sandsteinportal. Der Friedhof weist zahlreiche historische Grabdenkmäler auf, darunter einige aus der Barock-Zeit aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
  • Gedenkstätte auf dem Heidetorfriedhof für Opfer des NS-Terrors und für Widerstandskämpfer, darunter die Zerbster Kommunisten Max Sens, Fritz Brandt, Max Kilz und Otto Hörnicke.

Denkmale und Skulpturen[Bearbeiten]

Der Marktplatz mit Roland (hinten) und Butterjungfer (vorn)
  • Am 30. April 1899 wurde ein Büstendenkmal für den Schlachtenlenker der Einigungskriege, Generalfeldmarschall Helmuth Fürst von Moltke, auf dem Moltkeplatz errichtet. Die Büste war nach einem Entwurf des Berliner Bildhauers Friedrich Pfannschmidt gegossen worden.
  • Denkmal für die Opfer des Faschismus von Professor Gustav Weidanz aus dem Jahre 1951 auf dem Platz Roter Garten; in der Gruft darunter eingefügt vier Urnen mit der Asche von 74 polnischen Häftlingen des Lagers Straguth
  • Denkmal von dem Bildhauer Lutz Gaedicke aus dem Jahre 1970 am Francisceum Sek II (zu DDR-Zeiten Albert-Kuntz-Schule), Am Weinberg 1, zur Erinnerung an den kommunistischen Widerstandskämpfer Albert Kuntz, der 1945 im KZ Dora-Mittelbau ermordet wurde.
  • Gedenktafel aus dem Jahre 1976 an den Grundmauerresten der Feldscheune. von Straguth an die 200 polnischen Gefangenen, die hier elend zugrunde gingen.
  • Gedenkstein auf dem Hof der Schule an der Schloßfreiheit, die zu DDR-Zeiten den Namen von Max Sens trug.
Katharina-Denkmal
  • Das Katharina-Denkmal befindet sich im Zerbster Schlossgarten. Es soll an die russische Zarin Katharina II. erinnern, die als Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst von 1742 bis 1744 in Zerbst lebte. Die in Bronze gegossene, 4,70 m große Statue wurde von dem Moskauer Bildhauer Michail Perejaslawez geschaffen und am 9. Juli 2010 eingeweiht.
  • Die Roland-Statue am Marktplatz wurde 1445 als Sinnbild der Stadtfreiheit als 9 m hohe Sandsteinfigur von Meister Curd errichtet. Die Figur erhielt später einen Baldachin und einen Eisenzaun mit anhaltischen Bären an den Ecken. 1945 beschädigt, wurde der Roland 1980 restauriert.
  • Die Butterjungfer. am Markt ist eine vergoldete Metall-Figur auf einer Säule. Sie ist seit 1403 nachweisbar, die heutige Figur stammt von 1647.
  • Die Zerbster Wasserjette. wurde als Brunnenfigur in Erinnerung an Henriette Schulze, ein Zerbster Original, errichtet.

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:[8]

CDU FDP SPD Wählergruppen DIE LINKE GRÜNE Gesamt
7 Sitze 5 Sitze 5 Sitze 5 Sitze 4 Sitze 2 Sitze 28 Sitze

Aufgrund der Eingemeindung von 21 Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Ehle-Nuthe am 1. Januar 2010 ist der Stadtrat von 28 auf 49 Mitglieder angewachsen.

Die 21 Gemeinden und jetzigen Ortschaften machten von der Möglichkeit Gebrauch, je einen Vertreter in das Stadtparlament zu entsenden. Dadurch setzt sich der Gemeinderat seit dem 29. September 2010 wie folgt zusammen:

Fraktion Sitze
CDU 15
Freie Fraktion Zerbst (FFZ) 10
FDP 7
SPD (5) / Wählerliste Sport (WLS) (1) 6
Unabhängige Wählergemeinschaft Zerbst (UWZ) 4
DIE LINKE 4
GRÜNE 2
Einzelmandatsträger 1
Gesamt 49

Weiteres stimmberechtigtes Mitglied ist der direkt gewählte Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit 1. Juli 2012 ist Andreas Dittmann (SPD) Bürgermeister von Zerbst. Er war bei der Bürgermeisterwahl am 22. April 2012 bei einer Wahlbeteiligung von 42,9 % mit einer Mehrheit von 54,1 % im ersten Wahlgang gewählt worden und löste Helmut Behrendt (FDP) ab, der seit 1990 Bürgermeister gewesen und nicht wieder zur Wahl angetreten war.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Pulspforde wurde am 1. April 2002 eingemeindet.[9] Bias und Luso folgten am 1. Januar 2005.[10] 21 Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Ehle-Nuthe kamen am 1. Januar 2010 hinzu.[11]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 9. Februar 1995 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt und im Landeshauptarchiv Magdeburg unter der Wappenrollennummer 10/1995 registriert.

Blasonierung: „In Silber eine gezinnte rote Stadtmauer mit offenem blaubedachtem Tor und aufgezogenem Fallgatter, hinter der Stadtmauer fünf ungleich große gezinnte rote Türme mit blauen Spitzdächern, darauf goldene Knäufe und Kreuze, die Stadtmauer ist belegt mit zwei Schilden: der vordere Schild ist gespalten, vorn in Silber am Spalt ein roter Adler, hinten neunmal von Schwarz und Gold geteilt, belegt mit einer grünen Raute; der hintere Schild zeigt in Silber eine schräg aufsteigende, gezinnte rote Mauer, auf deren Zinnen ein schwarzer Bär mit goldener Krone und Halsband aufsteigt.“

Die Stadtfarben zeigen Rot – Silber (Weiß).

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge wurde am 24. Juli 1995 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt.

Die Flagge ist Rot – Weiß gestreift und mit dem Wappen der Stadt belegt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten]

  • Diverse mittelständische Unternehmen in den Bereichen Handwerk und Dienstleistungsgewerbe
  • Standort für Unternehmen im Metallbau, Werkzeugmaschinenbau, Spezialglasverarbeitung, Fleisch- und Wurstwarenherstellung, Feinkostherstellung, Krankenhauswäscherei, Kühl- und Lagerwirtschaft
Ansässige Unternehmen
  • Allfein Feinkost GmbH & Co.: Hauptsitz in Lohne, Tochterfirma der Wiesenhof Geflügel-Kontor GmbH, Hersteller von Geflügel-Feinkostprodukten für Discountmärkte (das Werk Zerbst ist eines der zwei Werke des Unternehmens.)
  • KmB: Automobilzulieferer, Hersteller von Komponenten für den Maschinenbau und die Fahrzeugindustrie
  • WEMA Werkzeugmaschinenfabrik Zerbst: Tochtergesellschaft der EMAG-Gruppe, Herstellung von Dreh- und Schleifmaschinen. In den Hallen der WEMA ist auch noch die Schwesterfirma Schwäbische Werkzeugmaschinenfabrik (SW) untergebracht; diese baut Bearbeitungszentren für leichte und schwere Zerspanung.
  • Anhalter Fleischwaren GmbH Zerbster Original, Standort der Böklunder Plumrose GmbH & Co.KG mit etwa 300 Beschäftigten
Francisceum, ältestes Gymnasium in Sachsen-Anhalt

Zerbster Institutionen[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Zerbst liegt an der Bahnstrecke Trebnitz–Leipzig. Auf dem Stadtgebiet befinden sich die Bahnhöfe Zerbst und Güterglück sowie der Haltepunkt Jütrichau. Am Bahnhof Zerbst halten die Regional-Express-Züge der Relation Magdeburg–Dessau, die zusätzlich verkehrenden Regionalbahnen halten auch in Güterglück und Jütrichau. Im Jahr 2012 wird der Bahnhof Zerbst umfassend umgebaut und modernisiert.

Die Stadt liegt an den Bundesstraßen 184 (LeipzigMagdeburg) und 187a (Köthen–Zerbst). Die nächstgelegenen Autobahn-Anschlussstellen befinden sich etwa 25 km südöstlich (Dessau-Ost und Coswig an der A 9 MünchenBerlin) sowie etwa 35 km nördlich (Burg-Ost an der A 2 BerlinDortmund).

Der nächstgelegene Binnenhafen befindet sich an der Elbe in Roßlau.

Der Flughafen Leipzig/Halle liegt etwa 86 km von Zerbst entfernt, der Flugplatz Dessau ist etwa 25 km entfernt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

1992: Erich Hänze, Kreisdenkmalpfleger
  • Ehemalige Ehrenbürger

(Laut städtischer Satzung erlischt eine Ehrenbürgerschaft mit dem Tod ihres Trägers.)

1893: Heinrich Christoph Gottlieb Stier, Gymnasialdirektor
1897: Heinrich Sitzenstock, Buchdrucker und Buchhändler
1898: Friedrich von Kracht, Generalmajor
1907: Carl Friedrich Sandkuhl, Geheimer Kommerzienrat
1925: Hermann Wäschke, Historiker, Archivrat in Zerbst, Autor und Mundartdichter
1935: Adolf Hitler, Reichskanzler und Reichspräsident (sog. „Führer“ des Deutschen Reiches),2007 wurde die Ehrenbürgerschaft vom Stadtrat der Stadt Zerbst/Anhalt aberkannt
1935: Wilhelm Friedrich Loeper, NS Gauleiter,2007 wurde die Ehrenbürgerschaft vom Stadtrat der Stadt Zerbst/Anhalt aberkannt

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Verbindung zu Zerbst[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • H. Becker: Geschichte der Stadt Zerbst. Friedr. Gast's Hofbuchhandlung, Zerbst 1907, DNB 572186916.
  • W. van Kempen: Zerbst in Anhalt. (Deutscher Kunstführer 49). Augsburg 1929.
  • Zerbst, ein Führer und Heimatbuch. Hrsg. Verkehrsverein der Stadt Zerbst. Zerbst 1936.
  • K. Hoyer: Malerische Kleinstadt. Die alte Stadt Zerbst, das mitteldeutsche Rothenburg. In: Der Goldene Reiter. 3, 1940, Heft 11, S. 299–302.
  • Franz Münnich: Die Baudenkmäler der Stadt Zerbst. In: Zerbster Heimatkalender. 1950, S. 55–60.
  • Zerbst im April 1945, eine Chronik nach Berichten von Augenzeugen. (Beiträge zur Zerbster Geschichte 2). Zerbst 1955.
  • Michael Malliaris: Archäologische Entdeckungen in Zerbst. (Kleine Hefte zur Archäologie in Sachsen-Anhalt, Heft 4). Halle (Saale) 2005.
  • Joachim Castan: Hochschulwesen und reformierte Konfessionalisierung. Das Gymnasium Illustre des Fürstentums Anhalt in Zerbst, 1582–1652. Mitteldeutscher Verlag, Halle 1999. (= Studien zur Landesgeschichte, 2). (Darin Geschichte zur Reformation und Konfessionalisierung der Stadt Zerbst im 16. und 17. Jahrhundert)
  • Reinhold Specht: Geschichte der Stadt Zerbst. in 2 Bänden. Stadt Zerbst 1998, ISBN 3-910192-66-1.
  • Toni Haderer: Der Militärflugplatz Zerbst. Sonderausgabe Zerbster Heimatkalender, Extrapost. Verlag für Heimatliteratur Zerbst, Zerbst 2002, ISBN 3-9807104-5-9.
  • Zerbster Heimatkalender 1950. Mitteldeutsche Druckerei und Verlagsanstalt, Halle/S., Rat der Stadt Zerbst, 1950.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zerbst/Anhalt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2012 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Monika Lücke, Walter Zöllner: Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit auf dem Gebiet von Sachsen-Anhalt. FrauenGeschichten. In: Landesportal Sachsen-Anhalt. Presse- und Informationsamt der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt, abgerufen am 5. Oktober 2013.
  3. Renate Kroll: Zerbst. In: Götz Eckardt (Hrsg.): Schicksale deutscher Baudenkmale im Zweiten Weltkrieg. Band 1, Henschel-Verlag, Berlin 1978, S. 275.
  4. Alfred Harendt: Das Ultimatum, in: Die Stunde Null, Berlin 1966, S. 170
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2006
  6. Mitteldeutsche Zeitung – Köthener Zeitung, „Regionales ~ Ruine mit Glocken“, 10. März 2008, S. 12.
  7. Renate Kroll: Zerbst. In: Götz Eckardt (Hrsg.): Schicksale deutscher Baudenkmale im Zweiten Weltkrieg. Band 1, Henschel-Verlag, Berlin 1978, S. 275–276.
  8. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt 2009, Stand 8. Juni 2009.
  9. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  10. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2005
  11. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010