204. (Württembergische) Infanterie-Division

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204. (Württembergische) Infanterie-Division
Aktiv 8. Juni 1916 bis 1919
Land Königreich Württemberg Königreich Württemberg
Streitkräfte Württembergische Armee
Typ Infanteriedivision
Grobgliederung Siehe: Gliederung
Erster Weltkrieg Westfront
Kommandeure
Siehe: Liste der Kommandeure

Die 204. (Württembergische) Infanterie-Division war ein Großverband der Württembergischen Armee im Verbund des Deutschen Heeres im Ersten Weltkrieg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garnisonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Kriegsformation aufgestellt, hatte die Division keine Friedensgarnison.

Gefechtskalender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Division wurde am 8. Juni 1916 gebildet und ausschließlich an der Westfront eingesetzt.

1916[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kämpfe im Wytschaete-Bogen Mai/Juni 1916
  • ab 27. Juli – Stellungskämpfe an der Yser im Wytschaete-Bogen

1917[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 26. Mai – Stellungskämpfe an der Yser im Wytschaete-Bogen
  • 27. Mai bis 13. Juni – Schlacht in Flandern
    • 07. Juni – Schlacht bei Hooge
  • 15. Juni bis 7. Juli – Stellungskämpfe in Lothringen
  • 07. Juli bis 11. August – Stellungskämpfe im Oberelsaß
  • 12. August bis 10. September – Schlacht in Flandern
  • 12. September bis 11. November – Kämpfe in der Siegfriedstellung
  • 12. November bis 3. Dezember – Schlacht in Flandern
  • ab 4. Dezember – Stellungskämpfe in Flandern

1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 4. März – Stellungskämpfe in Flandern
  • 05. bis 22. März – Stellungskämpfe in Flandern und im Artois
    • 17. bis 20. März – Kämpfe in der Siegfriedstellung und Vorbereitungszeit für die Große Schlacht in Flandern
  • 23. März bis 6. April – Große Schlacht in Frankreich
    • 28. März – Angriff an der Scarpe
  • 07. April bis 8. Juni – Kämpfe an der Avre und bei Montdidier und Noyon
  • 09. Juni bis 7. August – Kämpfe an der Avre und an der Matz
    • 09. bis 13. Juni – Schlacht bei Noyon
  • 08. August bis 3. September – Abwehrschlacht zwischen Somme und Oise
  • 04. bis 18. September – Stellungskämpfe in Lothringen und in den Vogesen
  • 18. September bis 6. Oktober – Stellungskämpfe in Lothringen
  • 09. Oktober bis 4. November – Kämpfe vor und in der Hermannstellung
  • 05. bis 11. November – Rückzugskämpfe vor der Antwerpen-Maas-Stellung
  • ab 12. November – Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegsgliederung im Juli 1916[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Divisionsstab
  • 407. (Württ.) Infanterie-Brigade
    • Württ. Infanterie-Regiment Nr. 413
    • Württ. Infanterie-Regiment Nr. 414
  • 408. (Sächs.) Infanterie-Brigade[A 1]
    • Sächs. Infanterie-Regiment Nr. 415[A 2]
    • Sächs. Infanterie-Regiment Nr. 416[A 3]
    • Sächs. Radfahrer-Kompanie-Nr. 204[A 4]
  • Sächs. Feldartillerie-Regiment Nr. 408[A 5]
  • Württ. Feldartillerie-Abteilung Nr. 407[A 6]
  • Sächs. Fußartillerie-Bataillon Nr. 404[A 7]
  • Württ. Fußartillerie-Munitions-Kraftwagen-Kolonne Nr. 1004
  • Sächs. Pionier-Kompanie Nr. 404[A 8]
  • Württ. Divisionsbrückentrain 404
  • Sächs. Scheinwerferzug Nr. 404
  • Sächs. Fernsprech-Doppelzug Nr. 404
  • Sächs. Sanitätskompanie Nr. 404
  • Württ. Feldlazarette Nr. 407
  • Sächs. Feldlazarett Nr. 408
  • Zugeteilt: Landsturm-Infanterie-Regiment von Schellerer

Kriegsgliederung im Jahr 1917[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Divisionsstab
  • 407. (Württ.) Infanterie-Brigade
    • Württ. Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120
    • Württ. Infanterie-Regiment Nr. 413
    • Württ. Infanterie-Regiment Nr. 414
  • Württ. Artillerie-Kommandeur Nr. 204
    • Württ. Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 27
  • 4. Eskadron/Ulanen-Regiment „König Karl“ (1. Württembergisches) Nr. 19[A 9]
  • Württ. Pionier-Bataillon Nr. 204
    • Württ. Pionier-Kompanie Nr. 116
    • Württ. 3. Reserve-Pionier-Kompanie
  • Württ. Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 204
    • Württ. Divisions-Fernsprech-Abteilung Nr. 204
  • Württ. Sanitätskompanie Nr. 563
  • Württ. Feldlazarett Nr. 407
  • Württ. Feldrekrutendepot Nr. 204

Kriegsgliederung am 20. März 1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Divisionsstab
  • 407. Infanterie-Brigade
  • Artillerie-Kommandeur Nr. 204
    • Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 27
    • II. Bataillon/Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 5
  • Pionier-Bataillon Nr. 204
  • Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 204

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum[1]
Generalleutnant Hermann von Stein 20. Juli 1916 bis 2. Januar 1919

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • E. Berger: Die 204. (S.W.) Infanterie-Division im Weltkrieg 1914–18 (= Württembergs Heer im Weltkrieg. Heft 14). Bergisches Literarisches Büro, Stuttgart 1922.
  • Friedrich von Graevenitz: Die Entwicklung des württemb. Heerwesens. Die deutsche oberste Führung im Weltkrieg in ihrer Bedeutung für die württ. Streitkräfte (= Württembergs Heer im Weltkrieg. Heft 1 und 2 [Doppelband]). Bergers Literar. Büro und Verlagsanstalt, Stuttgart 1921.
  • Otto von Moser: Die Württemberger im Weltkrieg. Chr. Belser A.G., Stuttgart 1927.
  • Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 75, 165.
  • United States Army, American Expeditionary Forces General Staff, G-2: Histories of two hundred and fifty-one divisions of the German Army witch participated in the war (1914–1918). Chaumont, France, 1919 (1920).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 153.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wurde durch die aus dem Stab der 53. (Württ.) Landwehr-Infanterie-Brigade neu aufgestellten 407. (Württ.) Infanterie-Brigade ersetzt. Die „alte“ 407. Brigade wurde am 3. September 1916 aufgelöst.
  2. Wurde am 18. Dezember 1916 durch das Württ. Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 120 ersetzt.
  3. Wurde am 3. Januar 1917 durch das am 29. August 1916 vorübergehend aus dem Divisionsverband ausgeschiedenen und nun zurückgekehrten Württ. Infanterie-Regiment Nr. 413 ersetzt.
  4. Schied Mitte April 1917 aus dem Divisionsverband aus.
  5. Wurde am 24. Februar 1917 durch das Württ. Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 27 er-setzt.
  6. Wurde Mitte Mai 1917 zur III. Abteilung des Württ. Reserve-Feldartillerie-Regiments Nr. 27.
  7. Verließ am 23. Februar 1917 den Divisionsverband.
  8. Wurde Mitte Januar 1917 durch die Württ. Pionier-Kompanie Nr. 116 ersetzt.
  9. Hat Mitte Januar 1917 die Kavallerie-Eskadron Nr. 4 abgelöst.