Birkenbeul

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Birkenbeul
Birkenbeul
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Birkenbeul hervorgehoben
Koordinaten: 50° 44′ N, 7° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Hamm (Sieg)
Höhe: 295 m ü. NHN
Fläche: 4,76 km2
Einwohner: 446 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57589
Vorwahl: 02682
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 007
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lindenallee 2
57577 Hamm (Sieg)
Webpräsenz: www.hamm-sieg.de
Ortsbürgermeister: Eckhard Voigt
Lage der Ortsgemeinde Birkenbeul im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
Friesenhagen Harbach (Landkreis Altenkirchen) Niederfischbach Mudersbach Brachbach Kirchen (Sieg) Herdorf Daaden Emmerzhausen Mauden Derschen Nisterberg Friedewald (Westerwald) Weitefeld Niederdreisbach Schutzbach Grünebach Alsdorf (Westerwald) Betzdorf Scheuerfeld Wallmenroth Willroth Krunkel Horhausen (Westerwald) Pleckhausen Güllesheim Obersteinebach Niedersteinebach Bürdenbach Eulenberg (Westerwald) Peterslahr Rott (Westerwald) Burglahr Oberlahr Eichen (Westerwald) Seifen (Westerwald) Seelbach (Westerwald) Flammersfeld Kescheid Reiferscheid Berzhausen Obernau (Westerwald) Walterschen Schürdt Orfgen Ziegenhain (Westerwald) Giershausen Katzwinkel (Sieg) Birken-Honigsessen Wissen (Stadt) Hövels Mittelhof Nauroth Elkenroth Rosenheim (Landkreis Altenkirchen) Kausen Dickendorf Malberg (Westerwald) Steinebach/Sieg Fensdorf Gebhardshain Elben (Westerwald) Steineroth Molzhain Selbach (Sieg) Forst (bei Wissen, Sieg) Bitzen Etzbach Roth (Landkreis Altenkirchen) Bruchertseifen Fürthen Hamm (Sieg) Seelbach bei Hamm (Sieg) Breitscheidt Pracht Birkenbeul Niederirsen Kircheib Hirz-Maulsbach Fiersbach Mehren (Westerwald) Rettersen Ersfeld Hasselbach (Westerwald) Forstmehren Kraam Werkhausen Oberirsen Weyerbusch Hemmelzen Neitersen Birnbach Ölsen Schöneberg (Westerwald) Stürzelbach Fluterschen Oberwambach Berod bei Hachenburg Gieleroth Almersbach Altenkirchen (Westerwald) Michelbach (Westerwald) Ingelbach Sörth Mammelzen Eichelhardt Idelberg Isert Helmeroth Racksen Volkerzen Hilgenroth Obererbach (Westerwald) Bachenberg Busenhausen Heupelzen Wölmersen Kettenhausen Helmenzen Nordrhein-Westfalen Landkreis Neuwied Westerwaldkreis Landkreis NeuwiedKarte
Über dieses Bild

Birkenbeul ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde liegt am Südrand des Siegtals oberhalb von Hamm (Sieg) und Pracht, die sich im Norden befinden; weitere Nachbargemeinden sind Ölsen im Westen, Breitscheidt im Nordwesten und Heupelzen im Süden.

Zu Birkenbeul gehören die Ortsteile Kratzhahn, Pfaffenseifen und Weißenbrüchen.[2]

Birkenbeul Kratzhahn, Luftaufnahme (2017)
Birkenbeul Weissenbrüchen, Luftaufnahme (2017)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Birkenbeuls stammt aus einem im Jahre 1381 von Johann Ruysgin, genannt von Birkenbeul, abgeschlossenen Pachtvertrag.

Bis Mitte des 17. Jahrhunderts gehörte Birkenbeul landesherrlich zur Grafschaft Sayn. Die Einwohner wurden nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn erst lutherisch und später reformiert.[3] Nach der Landesteilung der Grafschaft Sayn im 17. Jahrhundert gehörte Birkenbeul zur Grafschaft Sayn-Hachenburg.

Birkenbeul bildete innerhalb des Kirchspiels Hamm einen „Sende“ genannten eigenen Verwaltungsbezirk, zu dem auch die Orte Kratzhahn, Pfaffenseifen und Weißenbrüchen gehörten.[4] Die Grafschaft Sayn-Hachenburg war 1799 auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg gefallen. Im Zusammenhang mit der Bildung des Rheinbundes kam Birkenbeul 1806 an das neu errichtete Herzogtum Nassau.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde die Region an das Königreich Preußen abgetreten.[5] Unter der preußischen Verwaltung wurde Birkenbeul der Bürgermeisterei Hamm im neu errichten Kreis Altenkirchen im Regierungsbezirk Coblenz zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Seit 1946 ist Birkenbeul Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Birkenbeul, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6][1]

Jahr Einwohner
1815 198
1835 210
1871 326
1905 389
1939 360
1950 402
Jahr Einwohner
1961 369
1970 431
1987 402
1997 446
2005 485
2015 446

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Birkenbeul besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutung: Die Linien der eingeschweiften Spitze symbolisieren den Erzengelbach und den Birkenbach. Der goldene Leopard auf rotem Grund steht für die Grafschaft Sayn und die Grafschaft Sayn-Hachenburg, zu denen Birkenbeul gehörte. Der silberne Pflug auf grünem Grund symbolisiert die Landwirtschaft in Birkenbeul und durch die grüne Farbgebung zugleich die reichen Waldungen im Westerwald. Die vier Birkenblätter in der eingeschweiften silbernen Spitze stellen die vier Ortsteile Birkenbeul, Kratzhahn, Weißenbrüchen und Pfaffenseifen dar, die die Ortsgemeinde Birkenbeul bilden. Darüber hinaus nehmen die Birkenblätter Bezug auf den Ortsnamen Birkenbeul und auf die vorhandenen Wälder in der Ortsgemeinde.[8]

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Birkenbeul

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Birkenbeul – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 10 (PDF; 2,3 MB)
  3. Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74-80.
  4. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 371.
  5. Verhandlungen der durch Beschluss der Landesdeputirten-Versammlung ..., Band 1, 1836, S. 583
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Birkenbeul darf jetzt eigenes Wappen führen, AK-Kurier, abgerufen am 25. September 2012.