Birnbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Birnbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Birnbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Birnbach hervorgehoben
50.7034888888897.5852138888889270Koordinaten: 50° 42′ N, 7° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Altenkirchen (Westerwald)
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 3,11 km²
Einwohner: 606 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 195 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57612
Vorwahl: 02681
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 009
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 13
57610 Altenkirchen
Webpräsenz: www.vg-altenkirchen.de
Ortsbürgermeister: Wolfgang Lanvermann
Lage der Ortsgemeinde Birnbach im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Kriegsgräberstätte

Birnbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Altenkirchen an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Westerwald, etwa fünf km nordwestlich der Kreisstadt Altenkirchen. Von Birnbach aus sind es etwa fünf km bis zur nordrhein-westfälischen Landesgrenze. Die Ortschaft ist weitläufig entlang der Ortsstraße gelegen, prägend sind die zahlreichen Grünflächen, Bachläufe und die alten Baumbestände in der Ortslage. Der sehr alte Ortskern gruppiert sich um die Evangelische Kirche.

Nachbarorte sind Wölmersen im Nordosten, Oberölfen im Osten, Hemmelzen im Süden und Weyerbusch und Hilkhausen im Westen. Unmittelbar nördlich von Birnbach verläuft die Bundesstraße 8. Die nächste Anschlussstelle an der Bundesautobahn 3 ist Neustadt/Wied und befindet sich etwa 20 km südwestlich des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte in einem päpstlichen Erlass vom 31. März 1131. Dieses Datum wurde auch zum Anlass für die 1981 abgehaltene Birnbacher 850-Jahr-Feier genommen. Für den Ort wird jedoch eine weitaus frühere Besiedelung für wahrscheinlich gehalten. Das Birnbacher Hohe Gericht wird schon im jahr 1260 erwähnt und war das einzige im südöstlichen Teil des Auelgaues. Kurz vor 1464 wurde es nach Altenkirchen verlangt.[2]

Auf der örtlichen Kriegsgräberstätte liegen drei der Offiziere begraben, die man für den Verlust der Brücke von Remagen verantwortlich gemacht hat. Sie wurden durch ein "Fliegendes Standgericht" zum Tode verurteilt und unmittelbar nach der Urteilsverkündigung exekutiert.

Um 1990 machte Birnbach aufgrund eine Konfliktes mit einer Gruppe von Bruderhöfern von sich Reden, die in Birnbach zugesiedelt waren und eine größere Gemeinde aufgebaut hatten.[3] Eine örtliche Bürgerinitiative arbeitete gegen die Gemeinde, bis 1995 die Bruderhöfer schließlich den Ort verließen. Die Immobilien der Bruderhöfer wurden von der Neuen Religiösen Bewegung Lectorium Rosicrucianum übernommen, die in Birnbach im Jahr 2000 ein Verwaltungs- und Tagungszentrum eröffnete.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Birnbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 140
1835 208
1871 252
1905 292
1939 307
Jahr Einwohner
1950 391
1961 442
1970 423
1987 460
2005 626

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Birnbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

siehe auch: → Liste der Kulturdenkmäler in Birnbach

Wirtschaft[Bearbeiten]

Birnbach ist eine landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde. Heute sind noch vier landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe vorhanden, daneben existieren noch mehrere Betriebe des lokalen Handwerks, Lebensmittelläden und ein Buchverlag.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Birnbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Nach Roth: Der Westerwald. DuMont, Köln, 1981, S. 51.
  3. "Gottes verlässliche Kinder", Titelgeschichte im "ZEITmagazin" Nr. 25 vom 24. Juni 1991
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen