Elkenroth

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Elkenroth
Elkenroth
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Elkenroth hervorgehoben
Koordinaten: 50° 44′ N, 7° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Betzdorf-Gebhardshain
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 8,15 km2
Einwohner: 1819 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 223 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57578
Vorwahl: 02747
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 025
Adresse der Verbandsverwaltung: Hellerstraße 2
57518 Betzdorf
Webpräsenz: www.elkenroth.de
Ortsbürgermeister: Peter Schwan
Lage der Ortsgemeinde Elkenroth im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
Friesenhagen Harbach (Landkreis Altenkirchen) Niederfischbach Mudersbach Brachbach Kirchen (Sieg) Herdorf Daaden Emmerzhausen Mauden Derschen Nisterberg Friedewald (Westerwald) Weitefeld Niederdreisbach Schutzbach Grünebach Alsdorf (Westerwald) Betzdorf Scheuerfeld Wallmenroth Willroth Krunkel Horhausen (Westerwald) Pleckhausen Güllesheim Obersteinebach Niedersteinebach Bürdenbach Eulenberg (Westerwald) Peterslahr Rott (Westerwald) Burglahr Oberlahr Eichen (Westerwald) Seifen (Westerwald) Seelbach (Westerwald) Flammersfeld Kescheid Reiferscheid Berzhausen Obernau (Westerwald) Walterschen Schürdt Orfgen Ziegenhain (Westerwald) Giershausen Katzwinkel (Sieg) Birken-Honigsessen Wissen (Stadt) Hövels Mittelhof Nauroth Elkenroth Rosenheim (Landkreis Altenkirchen) Kausen Dickendorf Malberg (Westerwald) Steinebach/Sieg Fensdorf Gebhardshain Elben (Westerwald) Steineroth Molzhain Selbach (Sieg) Forst (bei Wissen, Sieg) Bitzen Etzbach Roth (Landkreis Altenkirchen) Bruchertseifen Fürthen Hamm (Sieg) Seelbach bei Hamm (Sieg) Breitscheidt Pracht Birkenbeul Niederirsen Kircheib Hirz-Maulsbach Fiersbach Mehren (Westerwald) Rettersen Ersfeld Hasselbach (Westerwald) Forstmehren Kraam Werkhausen Oberirsen Weyerbusch Hemmelzen Neitersen Birnbach Ölsen Schöneberg (Westerwald) Stürzelbach Fluterschen Oberwambach Berod bei Hachenburg Gieleroth Almersbach Altenkirchen (Westerwald) Michelbach (Westerwald) Ingelbach Sörth Mammelzen Eichelhardt Idelberg Isert Helmeroth Racksen Volkerzen Hilgenroth Obererbach (Westerwald) Bachenberg Busenhausen Heupelzen Wölmersen Kettenhausen Helmenzen Nordrhein-Westfalen Landkreis Neuwied Westerwaldkreis Landkreis NeuwiedKarte
Über dieses Bild
Katholische Kirche St. Elisabeth in Elkenroth, erbaut 1872
Frühling in Elkenroth

Elkenroth ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain an. Mundartlich wird der Ort „Elgert“ genannt. Elkenroth ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Betzdorf und Hachenburg am Nordrand des „Neunkhausener Plateaus“. Die höchste Erhebung der Gemarkung ist der Hasselichskopf (508 m ü. NHN). Nachbargemeinden sind Dickendorf und Kausen im Nordwesten, Weitefeld im Osten, Neunkhausen im Südosten, Nauroth im Süden und Rosenheim im Südwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung als „Elkerode“ stammt aus einer Marienstätter Urkunde aus dem Jahre 1370.

Bis Mitte des 17. Jahrhunderts gehörte Elkenroth landesherrlich zur Grafschaft Sayn. Die Einwohner wurden nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn erst lutherisch und später reformiert.[3] 1611 ist eine Mühle in Elkenroth belegt.[4] Nach der Landesteilung der Grafschaft Sayn im 17. Jahrhundert zählte Elkenroth zur Grafschaft Sayn-Altenkirchen.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde die Region an das Königreich Preußen abgetreten. Unter der preußischen Verwaltung wurde Elkenroth der Bürgermeisterei Gebhardshain im neu errichten Kreis Altenkirchen (Regierungsbezirk Koblenz) zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Seit Gründung des Landes ist Elkenroth ein Teil von Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Elkenroth, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 287
1835 337
1871 389
1905 598
1939 937
1950 1.051
Jahr Einwohner
1961 1.242
1970 1.489
1987 1.555
1997 1.838
2005 1.870
2015 1.819

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Elkenroth besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Unter durch rot-silbernen Zinnenschnitt geteiltem Schildhaupt in Rot 3 schräglinke aneinander gereihte silberne Rauten, oben begleitet von einer silbernen Rose mit goldenem Butzen“.

Bedeutung: Die Familie von Gevertzhagen, erstmals urkundlich erwähnt 1220, weist später die Seitenlinie „Gevertzhagen von Luitgenrode“ auf, die zwischen Elkenroth und Dickendorf die sogenannte „Hildburg“ besaß. Für sie steht der Zinnenschnitt im Schildhaupt. Als Wappen führt die Familie von Gevertzhagen „von Gebhardsayn gen. von Lützerath“ in Rot drei schrägrechts aneinander gereihte weiße Rauten. Dieses Wappen findet sich heute noch in einem Fenster der Kirche Elkenroth mit schräglinker Anordnung der Rauten. Elkenroth verehrt als Kirchen- und Ortspatronin die heilige Elisabeth. Deren Attribut, eine Rose, steht ebenfalls im unteren Schildteil. Das Wappen der Ortsgemeinde Elkenroth wurde im Jahr 1987 eingeführt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Elkenrother Weiher ist ein künstlich angelegter Weiher im Naturschutzgebiet „Weidenbruch“ in der Gemarkung Elkenroth. Seine Ursprünge gehen zurück auf mehrere im Mittelalter hintereinander angelegte Fischteiche am Oberlauf des Elbbaches zwischen Elkenroth und Weitefeld.[4] Heute befindet sich dort ein Lehrpfad des Fischereivereines, den dieser vor ein paar Jahren um den Weiher angelegt hat. Die erbaute Fischerhütte dient nicht nur dem örtlichen Fischereiverein, sondern lädt auch zur Rast im Naherholungsgebiet. Das Elkenrother „Backhaus“ ist auch eine Sehenswürdigkeit, die die Ortsgemeinde Elkenroth zu bieten hat. Außerdem besitzt die Ortsgemeinde Elkenroth einen DFB-Minifußballplatz. Im Steinbornpark sind die Schleuderräder der ehemaligen Sandmühle an der Weitefelder Straße aufgestellt.

Die über das Elbbachtal bei Elkenroth gespannte Brücke ist mit 300 m Länge eine der größten Landesstraßenbrücken in Rheinland-Pfalz.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konrad Fuchs: Geschichte der Verbandsgemeinde Gebhardshain. 1815–1970. Verlag Hermann Schmidt, Mainz 1982, ISBN 3-87439-082-9.
  • Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 59 (2016), S. 219–237.
  • Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74–80.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, S. 74–80.
  4. a b Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen, S. 222, 229.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen