Kinheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kinheim
Kinheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kinheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 58′ N, 7° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Traben-Trarbach
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 9,07 km2
Einwohner: 829 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54538
Vorwahl: 06532
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 068
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 3
56841 Traben-Trarbach
Webpräsenz: www.kinheim.de
Ortsbürgermeister: Walter Klink
Lage der Ortsgemeinde Kinheim im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Über dieses Bild

Kinheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach an. Kinheim ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Kinheim liegt an der linken Seite der Mittelmosel auf Höhe des Mosel-Flusskilometers 116. Der Ortsteil Kindel an der rechten Moselseite. Die beiden Ortsteile sind mit einer Moselbrücke verbunden. Der Ortsteil Sengwald ist im Alftal zwischen dem Ort Kinderbeuern und der Siedlung Ürziger Bahnhof eingebettet. Rund die Hälfte der Gemarkungsfläche ist bewaldet.[2]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 706 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 41 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 1,6 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 3 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bausendorf Kinderbeuern Bengel
Ürzig Nachbargemeinden Kröv
Lösnich Kindel Traben-Trarbach

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens Kinheim erfolgte im Jahr 1161. Die Bedeutung des Namens ist ungewiss. Vermutlich ist das Bestimmungswort Ken vorrömischen Ursprungs. Das Grundwort Heim deutet an, dass Kinheim eine frühe fränkische Siedlung ist.[3] Das Kinheim gegenüberliegende Kindel wird schon 1069 als Kennelle genannt und heißt später Kinelle (1304) bzw. Kinnel (1404). Kindel ist sicher eine Tochtersiedlung Kinheims, denn Kennelle bedeutet „kleines Kinheim“.[3] Darüber hinaus besaß Kinheim eine Außensiedlung im Alftal, das heutige Kinderbeuern (1296: Kynheymerbüren), welches bis um 1740 der Gemeinde Kinheim eingegliedert war.[3]

Ab 1794 stand Kinheim unter französischer Herrschaft, 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist er Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Im Ortsteil Kindel wurden die Überreste eines keltisch-römischen Hofs aus dem 3. Jahrhundert ausgegraben. Dabei wurde auch ein Hochrelief des Schlegelgottes Sucellus entdeckt. Dieser archäologische Fund gilt als ältestes Zeugnis für einen Weinbau an der Mosel. Die originale Relieffigur steht heute im Rheinischen Landesmuseum Trier.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Kinheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 673
1835 846
1871 1.017
1905 1.034
1939 1.055
Jahr Einwohner
1950 1.100
1961 1.000
1970 932
1987 904
2005 825

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kinheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist durch eine Partnerschaft mit der belgischen Stadt Harelbeke (Westflandern) sowie mit der französischen Gemeinde Ambonnay (Champagne) verbunden.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinheim und die Weinlage Kinheimer Rosenberg

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort Kinheim-Kindel gibt es die Vereine Turn- und Sportverein, Winzerkapelle, Freiwillige Feuerwehr, Dorfjugend Kinheim-Kindel und den Karnevalsverein. Von diesen Vereinen werden über das Jahr verteilt auch einige Veranstaltungen im Dorf organisiert und durchgeführt.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Mathy (1934–2008), deutscher Historiker und Politiker
  • Alfred Beth (* 1940), deutscher Politiker und Verwaltungsjurist; Staatsminister für Umwelt und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz (1988–1991)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kinheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. a b c Erwin Schaaf: Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf. Land und Leute in alten Fotos. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, S. 114–115.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen