Erzbistum Besançon

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Erzbistum Besançon
Karte Erzbistum Besançon
Basisdaten
Staat Frankreich
Diözesanbischof Jean-Luc Bouilleret
Emeritierter Diözesanbischof André Lacrampe
Generalvikar Jean-Claude Menoud
Fläche 9.732 km²
Pfarreien 116 (31.12.2006 / AP2007)
Einwohner 550.000 (31.12.2006 / AP2007)
Katholiken 500.000 (31.12.2006 / AP2007)
Anteil 90,9 %
Diözesanpriester 250 (31.12.2006 / AP2007)
Ordenspriester 8 (31.12.2006 / AP2007)
Ständige Diakone 24 (31.12.2006 / AP2007)
Katholiken je Priester 1.938
Ordensbrüder 50 (31.12.2006 / AP2007)
Ordensschwestern 565 (31.12.2006 / AP2007)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Französisch
Kathedrale Kathedrale St.-Jean
Website catholique-besancon.cef.fr
Suffraganbistümer Bistum Belfort-Montbéliard
Bistum Nancy-Toul
Bistum Saint-Claude
Bistum Saint-Dié
Bistum Verdun
Kirchenprovinz
Karte der Kirchenprovinz

Kirchenprovinz Besançon

Das Erzbistum Besançon (lat.: Archidioecesis Bisuntinus) ist ein im Osten Frankreichs gelegenes Erzbistum der römisch-katholischen Kirche.

Geschichte[Bearbeiten]

Kathedrale St.-Jean in Besançon

Das antike Bisuntinus war seit dem 2. Jahrhundert Bischofssitz. Als erster Bischof gilt Ferreolus (180–211). Besançon wurde im 4. Jahrhundert zum Erzbistum erhoben. Bischof Antidius von Besançon gilt als Märtyrer († um 411). Die Stadt kam mit dem Königreich Burgund (Arelat) 1032/34 an das Heilige Römische Reich. Die gotische Kathedrale St.-Jean mit bedeutenden Gemälden von Fra Bartolommeo u.a. stammt aus dem 11. Jahrhundert. Der Erzbischof wurde bald zum Herren der Stadt und Besançon von der Grafschaft Burgund unabhängig. Ab 1307 war die Stadt als Freie Reichsstadt reichsunmittelbar, erst seit 1493 aber auch tatsächlich unabhängig von den Fürsten der Umgebung. Die Streitigkeiten zwischen Erzbischof und Stadt zogen sich ebenfalls bis ins 15. Jahrhundert und wurden u.a. auf dem Konzil von Basel verhandelt.

Erzbischof Antoine Perrenot de Granvelle (* 1517 in Besançon; † 1586 in Madrid), der älteste Sohn Nicolas Perrenot de Granvelles, war Kardinal und spielte als Minister Karls V. eine wichtige Rolle in den Spanischen Niederlanden.

Zwischen 1664 und 1678 wechselte Besançon zwischen Frankreich und Spanien, ehe es durch die Friedensverträge von Nimwegen endgültig an Frankreich angegliedert wurde. Der Erzbischof von Besançon blieb aber geistlicher Reichsfürst und war bis 1803 im Reichsfürstenrat des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation mit einer Virilstimme vertreten. Am 29. November 1801 wurde das Bistum Saint-Claude aufgelöst und dem Erzbistum zugeschlagen, diese Maßnahme wurde aber 1822 wieder zurückgenommen. Aktueller Erzbischof ist seit seiner Ernennung 2003 André Lacrampe.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]