Gary Barlow

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Gary Barlow (2014)
Gary Barlow (2014)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1][2]
Open Road
  DE 10 02.06.1997 (16 Wo.)
  AT 13 08.06.1997 (7 Wo.)
  CH 6 08.06.1997 (13 Wo.)
  UK 1 Platin 07.06.1997 (29 Wo.)
Twelve Months, Eleven Days
  DE 67 25.10.1999 (1 Wo.)
  UK 35 23.10.1999 (2 Wo.)
Sing (mit the Commonwealth Band)
  UK 1 09.06.2012 (9 Wo.)
Since I Saw You Last
  DE 10 07.03.2014 (10 Wo.)
  AT 27 07.03.2014 (1 Wo.)
  CH 91 02.03.2014 (1 Wo.)
  UK 2 Doppelplatin 07.12.2013 (38 Wo.)
Singles[1][2]
Forever Love
  DE 5 22.07.1996 (19 Wo.)
  AT 11 21.07.1996 (13 Wo.)
  CH 5 21.07.1996 (21 Wo.)
  UK 1 Gold 20.07.1996 (16 Wo.)
Love Won’t Wait
  DE 35 05.05.1997 (9 Wo.)
  AT 20 18.05.1997 (9 Wo.)
  CH 23 18.05.1997 (14 Wo.)
  UK 1 Silber 10.05.1997 (11 Wo.)
So Help Me Girl
  DE 78 28.07.1997 (8 Wo.)
  UK 11 26.07.1997 (11 Wo.)
  US 44 18.10.1997 (20 Wo.)
Open Road
  DE 63 10.11.1997 (9 Wo.)
  UK 7 15.11.1997 (7 Wo.)
Hang on in There Baby
  DE 69 23.03.1998 (9 Wo.)
Stronger
  DE 73 19.07.1999 (9 Wo.)
  UK 16 17.07.1999 (5 Wo.)
For All That You Want
  DE 94 22.11.1999 (3 Wo.)
  UK 24 09.10.1999 (2 Wo.)
Shame (mit Robbie Williams)
  DE 11 15.10.2010 (21 Wo.)
  AT 20 15.10.2010 (16 Wo.)
  CH 19 19.09.2010 (14 Wo.)
  UK 2 Silber 16.10.2010 (13 Wo.)
Sing (& the Commonwealth Band)
  UK 1 09.06.2012 (12 Wo.)
Here Comes the Sun (& the Commonwealth Band)
  UK 59 09.06.2012 (2 Wo.)
Let Me Go
  DE 25 07.03.2014 (11 Wo.)
  AT 32 11.04.2014 (6 Wo.)
  UK 2 Gold 30.11.2013 (29 Wo.)
Face to Face (mit Elton John)
  UK 69 28.12.2013 (2 Wo.)
Since I Saw You Last
  UK 65 17.05.2014 (1 Wo.)

Gary Barlow, OBE (* 20. Januar 1971 in Frodsham, Cheshire) ist ein englischer Komponist, Singer-Songwriter, Pianist und Musikproduzent. Besondere Bekanntheit erlangte er als Leadsänger und Songwriter der Band Take That. Acht seiner Alben haben die Spitze der Charts erobert, hinzu kommen 20 Top-5-Hits und 14 Nummer-1-Singles.[3] Barlow gilt mit über 50 Millionen Tonträgern und mehr als 7,5 Millionen verkauften Konzertkarten weltweit[4] als einer der erfolgreichsten Songwriter Großbritanniens. Er wurde bereits sechsfach mit dem unter Komponisten begehrten Ivor Novello Award ausgezeichnet.[5] In der Liste der von Gary Barlow geschriebenen Lieder findet sich eine Übersicht seiner Werke als Songwriter. Für seine erfolgreiche Benefizarbeit und seine Leistung in der Musikindustrie wurde Barlow 2012 von der Queen mit dem Verdienstorden Most Excellent Order of the British Empire ausgezeichnet. Er trägt nun den Titel OBE, was dem Offiziersgrad entspricht. Barlow ist verheiratet und hat drei Kinder.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Take That[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Take That

Take One: 1989–1996[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barlow war Gründungsmitglied der von Nigel Martin-Smith als Antwort auf die US-amerikanischen New Kids on the Block formierte Boygroup Take That. Zusammen mit Howard Donald, Jason Orange, Mark Owen und Robbie Williams eroberte er bis 1996 die Charts und Bühnen weltweit. Sie lösten sich schnell von dem Vergleich mit ihrem US-amerikanischen Vorbild, denn anders als New Kids präsentierten sie hauptsächlich eigene Songs anstelle von Interpretationen älterer Hits.

In diesen ersten Jahren der Gruppe schrieb und produzierte Barlow die meisten Take-That-Songs im Alleingang: für 31 der 44 veröffentlichten Lieder trug er die völlige musikalische Verantwortung, bei weiteren acht Titeln war er Teil des Komponistenteams. Zudem ist er auf den früheren Alben in den meisten Liedern als Hauptsänger zu hören. Unter seinen Hit-Kompositionen aus dieser Zeit sind Pray, Babe, Never Forget und Sure. Auf dem vorerst letzten Album Nobody Else befand sich schließlich die kommerziell bis heute erfolgreichste Single der Gruppe „Back for Good“, welche die Spitze von 47 verschiedenen Charts (auch in Deutschland) und die Top Ten in 25 weiteren erreichte, u. a. in Österreich, der Schweiz und verschiedenen US-amerikanischen Charts (Billboard). Bis Oktober 2015 gab es zu diesem Lied weltweit bereits mehr als 190 eingetragene Cover-Versionen anderer Interpreten.

Nachdem Robbie Williams bereits 1995 Take That verlassen hatte, trennte sich 1996 auch der Rest der Band.

Take Two: 2005-heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2005 kam es nach der Ausstrahlung einer Fernsehdokumentation zu einem erfolgreichen Comeback von Take That ohne Williams in der ausverkauften Ultimate Tour mit den größten Hits aus den 90ern und einem Beatles-Medley. Es folgten die Nr.1-Studioalben Beautiful World und The Circus mit zugehörigen Tourneen sowie das Live-Album Greatest Day – The Circus Live mit Aufnahmen aus dem Londoner Wembley-Stadion und den Abbey Road Studios, bevor 2010 Robbie Williams für Progress und die EP Progressed wieder hinzustieß.

Seit ihrem Comeback komponieren und produzieren die Mitglieder von Take That ihre Musik gemeinsam. In den Credits der Lieder wird nun ausschließlich der Bandname geführt und nicht mehr weiter differenziert. Außerdem spielen alle Mitglieder nun im Studio und auch auf der Bühne von Zeit zu Zeit Instrumente (Akustik- und E-Gitarre, E-Bass, Piano/Keyboards, Schlagzeug), weshalb sie seither als Band im eigentlichen Sinne bezeichnet werden können. In den 90er Jahren war Barlow bis auf wenige Ausnahmen das einzige Mitglied, das live ein Instrument (Keyboards u. ä.) spielte.

2014 kam die Band nach einer knapp dreijährigen Pause wieder zur Produktion eines neuen Albums zusammen, Williams war allerdings erneut abwesend, da er zeitgleich sein zweites Kind erwartete und noch mit der Produktion eines Soloalbums ausgelastet war. Im Herbst 2014 gab Orange seinen Ausstieg aus der Band bekannt, er wolle sich vollständig aus dem Rampenlicht zurückziehen. Trotz dieser Umbrüche beendeten die drei verbleibenden Mitglieder die Studioarbeit und gingen 2015 mit ihrem neuen Album III auf eine Europa-Tournee von 51 Etappen. Für 2016 ist bereits ein weiteres Studioalbum in Arbeit und ein Greatest-Hits-Album für 2017 (Silberjubiläum ihres Debütalbums) sowie eine Europa- oder Welttournee geplant. Eine Rückkehr von Williams hierfür hielt Barlow für nicht ausgeschlossen, Orange betreffend allerdings für höchst unwahrscheinlich.[6]

Solo-Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Auflösung von Take That startete Barlow 1996 seine Solokarriere. Er erreichte mit den Singles Forever Love und Love Won’t Wait die Nummer-1-Position in den UK-Charts. Sein erstes Album Open Road konnte 1997 ebenfalls die Spitze der britischen Charts erreichen und schaffte es in Deutschland und der Schweiz in die Top Ten. Das zweite Soloalbum Twelve Months, Eleven Days und die daraus veröffentlichten Singles Stronger und For All That You Want blieben jedoch kommerziell hinter den Erwartungen zurück. Der Plan seiner Plattenfirma, das Publikum durch einen längeren USA-Aufenthalt zu erweitern, scheiterte – stattdessen litt sein vorher stabiler Erfolg in Europa unter seiner Abwesenheit. Es wurden keine weiteren Singles und Alben produziert und 2000 verlor er seinen Plattenvertrag. Robbie Williams, der 1997 mit „Angels“ seinen internationalen Durchbruch als Solokünstler feierte und immer erfolgreicher wurde, trug zusätzlich durch öffentliche Diffamierung Barlows zum Ende von dessen Karriere in der Musikindustrie bei, sein Ruf war völlig zerstört: Der erste Versuch, sich nach seiner Gesangskarriere als Songwriter zu etablieren, wurde im Keim erstickt, als eine große Zeitschrift seinen Arbeitgebern drohte, ihre Karrieren ebenfalls zu ruinieren, falls sie mit ihm arbeiteten oder seine Werke in ihr Repertoire aufnähmen. So konnte er erst gar nicht, dann nur unter Pseudonym und erst Jahre später wieder unter seinem wirklichen Namen komponieren.

Im Jahr 2010 unterzeichnete er einen Fünf-Jahres-Vertrag mit Sony Music,[7] den er 2015 verlängerte.

Im Mai 2012 veröffentlichte er gemeinsam mit der von ihm gegründeten Commonwealth Band und Andrew Lloyd Webber das Album Sing, das Platz 1 der britischen Charts erreichte. Das Album baut auf der gleichnamigen Single auf, die als offizielle Jubiläumshymne für das diamantene Thronjubiläum der Queen geschrieben wurde.

Am 25. November 2013 erschien das Soloalbum Since I Saw You Last,[8] mit dem er im Frühjahr 2014 auf Tournee durch Großbritannien ging. Die 14 geplanten Konzerte waren keine zehn Minuten nach Verkaufsbeginn ausgebucht, vier zusätzliche Termine wurden hinzugefügt. Insgesamt 230 000 Tickets waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.

Produktion und Songwriting[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gary Barlow schreibt und produziert Songs für diverse Künstler wie beispielsweise Blue, Delta Goodrem, Atomic Kitten, Shirley Bassey, Charlotte Church, Matt Cardle und Monrose.

In einer repräsentativen Umfrage des britischen Statistikunternehmens Onepoll wurde Barlow im Jahr 2009 zum besten britischen Songwriter aller Zeiten gewählt, gefolgt von den Beatles John Lennon und Sir Paul McCartney auf dem zweiten und dritten Platz, dann Chris Martin, George Michael und den Bee Gees. Robbie Williams rangiert auf Platz acht.[9]

Future Records[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Anerkennung seiner Leistungen bei der federführenden Planung des überragenden Take-That-Comebacks und den beispiellosen Erfolg der Gruppe[10] erhielt Barlow von Universal Music 2009 sein eigenes Plattenlabel innerhalb der Universal Music Group, Future Records.[11] Barlow kommentierte, sein eigenes Label zu gründen gebe ihm die Möglichkeit, einen Einblick und Erfahrungen mit der Musikindustrie aus erster Hand zu bieten und dadurch neuen und hochinteressanten jungen Talenten dabei zu helfen, die Zukunft dieser Industrie zu gestalten.[10] The Sun schrieb unter dem Titel »Gary Barlow ist der neue Simon Cowell«: „Es ist ein Geniestreich. Angesichts Garys unglaublicher Schreibfertigkeiten und seinen fantastischen Kontakten befinden sich die Künstler wirklich in den besten Händen.“[12]

Als erste Künstlerin verpflichtete er die Sopranistin Camilla Kerslake.[13] Unter Barlows Anleitung schaffte sie es bereits mit ihrem Debüt-Album gleich in der ersten Woche auf Platz vier der Genre-Charts. Sie bezeichnete die Arbeit mit Barlow durch Future Records seither als „lebensverändernd“.[14] Neben klassischen unterhielt das in London ansässige Label auch Pop-, Rap-, und Rockmusiker. Barlows zweiter Schützling wurde Aggro Santos, zwei Monate später landete seine Debüt-Single „Candy“ auf Platz fünf der britischen Charts. Auch die zweite Single des Sängers schaffte es in die Top 20 und erreichte den siebten Platz der R&B-Charts. Als nächste Künstlerin nahm Barlow Emma’s Imagination unter seine Fittiche, die Gewinnerin der Talentshow Must Be the Music.[15] Auch sie schaffte es unter Barlows Mitwirkung gleich mit den ersten Singles in die Oberklasse der Charts: „Focus“ erreichte Platz sieben, „This Day“ Platz zehn der Single-Charts. Weitere Verträge gingen an Delta Maid und The Struts. Barlows erfolgreichste Neuentdeckung in diesem Zeitraum war A*M*E, die gleich mit ihrer ersten Single die Spitze der Charts eroberten. Den letzten Plattenvertrag schloss der Londoner Lonsdale Boys Club, ihr Album erschien Anfang 2012.[16][17] Camilla Kerslake und Aggro Santos erhielten je eine silberne Schallplatte. 2010 ging das Label an Sony Music über, 2012 wurde es in Future Music umbenannt. Barlow nutzte sein Label in diesem Jahr auch für einen Teil der Studioaufnahmen und der Abmischung des Diamond-Jubilee-Albums Sing.

Am 29. Dezember 2012 gab Barlow bekannt, er werde das Label schließen um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können[18] – im August hatten er und seine Frau Dawn ihr viertes Kind wenige Tage vor dem geplanten Geburtstermin verloren. Er unterbrach auch seine Gary Barlow: In Concert Tournee und nahm vorerst keine weiteren Aufträge des Thronjubiläums-Umfanges mehr an. Eine Saison später trennte er sich auch von seiner Tätigkeit als Juror der britischen Castingshow X Factor. Beruflich nutzte er die Zeit, um sich seinem dritten Soloalbum Since I Saw You Last zu widmen. Die unter Vertrag genommenen Künstler wurden auf andere Tochterlabels der Universal Music Group verteilt und konnten ihre Verpflichtungen dort unverändert wieder aufnehmen.

Musicalkomposition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2012 bis 2014 arbeitete Barlow im Auftrag von Harvey Weinstein mit seinem langjährigen Freund und Grammy-Preisträger Eliot Kennedy an einer vollständig überarbeiteten Version des Musicals Finding Neverland, welches durch den Film Wenn Träume fliegen lernen inspiriert wurde und die Geschichte des Peter-Pan-Schöpfers James Matthew Barrie erzählt. Das Musical eröffnete 2014 in Cambridge MA und zog im Frühjahr 2015 an den Broadway in New York City, mit Matthew Morrison in der Hauptrolle. Nach der überaus erfolgreichen Eröffnung am Broadway wurde unter Mitarbeit verschiedener bekannter Sänger das Konzeptalbum Finding Neverland: The Album aufgenommen, Barlow singt darauf den Titel „Something About This Night“. Nachdem der Box-Office-Hit im Juli 2016 seine Türen am Broadway wieder schließt, wird ein Weiterzug ins Londoner West End vorbereitet. Auftakt wird dort im Januar 2017 sein. Ein weiteres Ensemble wird zeitgleich zu einer Tournee durch die Vereinigten Staaten aufbrechen.

Etwa zeitgleich mit Finding Neverland begann er auch die Arbeiten zu seinem zweiten Musical The Girls. Dieses basiert auf der wahren Geschichte der Calendar Girls, einer Gruppe von Hausfrauen, die nach dem Leukämie-Tod eines ihrer Ehemänner zur Jahrtausendwende einen Kalender mit originellen Naktfotos herausbrachten, um mit dem Erlös ein bequemeres Sofa für den Besucherraum des lokalen Krankenhauses zu kaufen. Der erste Kalender war ein Überraschungserfolg und verkaufte sich 1999 fast 90 000 mal, im darauffolgenden Jahr wurden es mit der nächsten Auflage über 200 000 verkaufte Exemplare. Vom Erlös des 2000er-Kalenders wurde der Bau neuer Labore für das Lymphom- und Leukämie-Forschungszentrum der University of Leeds finanziert. Weitere Kalender erschienen für 2004, 2005, 2007, 2008 und 2010. Bis heute konnten die Frauen allein durch den Kalenderverkauf über 3 Mio. Pfund Sterling (etwa 4,3 Mio. Euro) für die Forschungsstiftung Leukaemia & Lymphoma Research einnehmen, ihr Sortiment geht heute aber über Kalender hinaus. Das Musical entstand in Zusammenarbeit mit dem bekannten Dramaturgen und langjährigem Freund Barlows Tim Firth. Firth war zuvor bereits Drehbuchautor des Films Calender Girls und Schöpfer des gleichnamigen Theaterstücks. Die Musicalfassung wurde am 14. November 2015 in Leeds uraufgeführt und transferierte im Januar 2016 nach Manchester, später ist ein Weiterzug in die Theatermetropole des Londoner West End geplant.

Noch vor der Eröffnung von Finding Neverland am Broadway gab Barlow Fortschritte in einem weiteren Werk bekannt: Einer Musical-Adaption des Jules-Verne-Klassikers In 80 Tagen um die Welt. Dieses Musical entsteht erneut in Zusammenarbeit mit Eliot Kennedy und Harvey Weinstein. Zudem erhält Barlow Unterstützung von seiner X-Factor-Kollegin Nicole Scherzinger (u. a. Grizabella in Cats, West End).[19]

Sonstige Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The X-Factor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2011 bis 2013 war Barlow Juror in der britischen Castingshow The X Factor.[20]

Diamond Jubilee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Diamond Jubilee Concert

Im Jahr 2010 wurde Gary Barlow damit betraut, die musikalische Veranstaltung zum Höhepunkt der Feierlichkeiten des 60-jährigen Thronjubiläums von Königin Elisabeth II. zu organisieren. Am 4. Juni 2012 fand schließlich das Diamond Jubilee Concert unter freiem Himmel vor dem Buckingham Palace statt, rund 50 angesehene Musiker konnte er dafür gewinnen. Das dort uraufgeführte offizielle Lied zum Jubiläum mit dem Titel „Sing“ wurde von Barlow und Andrew Lloyd Webber (u. a. Phantom der Oper; Starlight Express; Evita; Cats) komponiert und zusammen mit Musikern aus dem Commonwealth of Nations eingespielt und aufgeführt. Außerdem erhielten auf Vorschlag Webbers sämtliche Schulen des Landes im Vorfeld der Festlichkeiten die Noten des Liedes als Chorsatz, um daraus eine allseits bekannte Hymne, die „Erinnerung der Nation an dieses Ereignis“ (Barlow im Kommentar zu seinem Tourneemitschnitt SYSHL, 2014) zu machen. Auf der Suche nach einzigartigen Musikern und Instrumenten für die Produktion war Barlow im Auftrag der königlichen Familie quer durch den Commonwealth gereist. Diese Reise wurde unter dem Titel Gary Barlow on Her Majesty’s Service dokumentiert, im britischen Fernsehen ausgestrahlt und später auf DVD und Blu-Ray veröffentlicht. Außerdem erschien neben der Single „Sing“ auch ein gleichnamiges Album mit weiteren bekannten Stücken wie „Here Comes the Sun“, „Amazing Grace“ und der Nationalhymne von Großbritannien und den Commonwealth Realm (Bsp. Kanada, Neuseeland, Jamaika), „God Save the Queen“.

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gary Barlow setzt sich regelmäßig für soziale Zwecke ein. Er hat keine eigene Stiftung, sondern organisiert wiederholt Benefizveranstaltungen, um Spenden für bereits etablierte Hilfsorganisationen zu sammeln. Bei der Auswahl seiner Spendenziele konzentriert er sich vor allem auf Kinder- und Jugendhilfe, Unterstützung von Trauma-Opfern (Kriegskinder, Veteranen, Kindesmissbrauchsopfer, Katastrophenhilfe), Krebsforschung und Entwicklungshilfe. Die erfolgreichsten Beispiele sind hier aufgeführt:

Er organisierte 2009 einen Sponsorenlauf für die Stiftung Comic Relief, bei dem er und acht weitere britische Prominente den Kilimandscharo bestiegen.[21] Die Vorbereitungsphase und der eigentliche Aufstieg wurden von einem Kamerateam begleitet und im Fernsehen ausgestrahlt, wodurch Millionenspenden zusammenkamen.

Im November 2009 organisierte er ein Benefiz-Konzert in der Royal Albert Hall in London, bei dem unter anderem Take That, Lily Allen, Robbie Williams, Paul McCartney, Snow Patrol und Dizzee Rascal auftraten.

Nach dem Erfolg dieses Konzertabends rief er eine Reihe von jährlichen Konzerten unter dem Namen „CIN Rocks“ (Bsp. CIN rocks Manchester) ins Leben, sie unterstützen die britische Kinderhilfsorganisation Children In Need.

Weiterhin stellte Barlow seinen handgeschriebenen Original-Text des Liedes Back for Good zur Verfügung, um Spenden für die Organisation Teenage Cancer Trust zu sammeln.[22]

Zu seinem 40. Geburtstag am 20. Januar 2011 organisierte Barlow in London ein Konzert namens GB40, bei dem er nach elf Jahren zum ersten Mal wieder solo auftrat. Die Einnahmen spendete er komplett für einen guten Zweck.[23]

Look to the Stars, eine Informations-, Promotions- und Kontaktseite für Wohltätigkeitsorganisationen, listet zehn verschiedene Hilfsorganisationen, die bislang maßgeblich von Barlows Unterstützung profitierten. Darunter sind zwei Krebshilfe- und sechs Kinderhilfsorganisationen sowie vier Stiftungen für Opfer von Krieg und Naturkatastrophen.[24]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gary Barlow wurde am 20. Januar 1971 als zweites und jüngstes Kind der Eheleute Colin († 17. Oktober 2009)[25] und Marjorie „Marge“ Barlow geboren, sein Bruder Ian ist drei Jahre älter. Er wuchs mit seiner Familie in Frodsham auf, einem Dorf in Cheshire im Norden Englands unmittelbar an der walisischen Grenze.[26]

Seit dem 12. Januar 2000 ist Barlow mit der Tänzerin Dawn Andrews (* 1970) verheiratet, die er im Alter von 17 Jahren während der Dreharbeiten zu seinem Musikvideo „Love Is In The Air“ (damals aufgenommen unter dem Künstlernamen Kurtis Rush) kennenlernte. Bei der Nobody Else-Tour im Jahr 1995 trafen sie erneut aufeinander und sind seither ein Paar. Andrews tanzte auch bei der Ultimate Tour (2006) und der Beautiful World-Tour (2007). Gemeinsam haben sie einen Sohn (* 2000) und zwei Töchter (* 2002 und * 2009). Ihre jüngste Tochter Poppy wurde im August 2012 tot geboren.[27] Barlow verarbeitet diese Erfahrung unter anderem in der Leadsingle seines dritten Soloalbums Since I Saw You Last mit dem Titel „Let Me Go“.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkung: Die hier aufgeführte Diskografie entstammt ausschließlich Barlows Solo-Karriere. Für weitere siehe auch: Take That/Diskografie; In der Liste der von Gary Barlow geschriebenen Lieder sind zusätzlich seine Werke als Songwriter für andere Künstler aufgeführt. Diese Liste beläuft sich bisher auf knapp 300 Songs aus seiner Feder.

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: Forever Love
  • 1997: Love Won’t Wait
  • 1997: So Help Me Girl
  • 1997: Open Road
  • 1998: Superhero
  • 1998: Hang on in There Baby
  • 1999: Stronger
  • 1999: For All That You Want
  • 1999: Lie to Me
  • 2010: Everybody Hurts (als Mitglied von Helping Haiti)
  • 2010: Shame (mit Robbie Williams)
  • 2012: Sing (Gary Barlow & The Commonwealth Band)
  • 2012: Here Comes the Sun
  • 2013: Let Me Go
  • 2014: Face to Face (mit Elton John)
  • 2014: Since I Saw You Last

Musicals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gary Barlow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DE AT CH UK
  2. a b Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK
  3. Offizielle Chartanalyse von Musicweek: Gary Barlow führt sowohl Alben- als auch Singleliste an. Abgerufen am 29. September 2015
  4. Gary Barlow In Concert, Royal Albert Hall Biografie: Verkauf von 45 Millionen Tonträgern mit Take That und weiteren 5 Millionen als Solokünstler Abgerufen am 29. September 2015
  5. Offizielle Biografie auf seiner Homepage GaryBarlow.com. Abgerufen am 29. September 2015.
  6. Rob Copsey: Take That confirm they are releasing a new album this year. Official Charts Company. 2. Februar 2016. Abgerufen am 19. Februar 2016.
  7. Gary Barlow working on Take That album. Artikel des Digital Spy vom. Abgerufen am 11. Juni 2016.
  8. Gary Barlow Announces New Album ‘Since I Saw You Last’. Pressemitteilung auf ContactMusic.com vom 4. Oktober 2014. Abgerufen am 11. Juni 2016.
  9. Top Songwriter Gary Barlow. Entertainment.stv.tv („WayBack Machine“, Original nicht mehr abrufbar). 2. Februar 2009. Archiviert vom Original am 7. August 2011. Abgerufen am 21. November 2015.
  10. a b Soundcheck: Why everyone wants Gary Barlow| Music. This is London. Abgerufen am 8. Juni 2010.
  11. Der Spiegel, Nr. 42, 12. Oktober 2009, Seite 172
  12. Gary Barlow's the new Simon Cowell | The Sun |Showbiz|Bizarre. The Sun. 7. November 2008. Abgerufen am 8. Juni 2010.
  13. Camilla Kerslake is first signing for Gary Barlow's Future Records. Buzzin Pop Music. Abgerufen am 8. Juni 2010.
  14. Claudia Joseph: Gary Barlow changed my life, by classical diva Camilla Kerslake. In: Daily Mail, 31. Oktober 2009. 
  15. Newsbeat - Gary Barlow signs talent show winner Emma's Imagination. BBC. 12. Oktober 2010. Abgerufen am 2. März 2013.
  16. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven:@1 @2 Vorlage:Toter Link/www.thegmg.org[1]
  17. Lonsdale Boys Club << James Barnes Music. Jamesbarnesmusic.com. Abgerufen am 2. März 2013.
  18. Gary Barlow Closes Record Label (Memento vom 1. Januar 2013 im Internet Archive). Yahoo News.
  19. Gary Barlow will fly from Neverland to Around the World in 80 Days in new musical adaptation. Broadway.com vom 20. Februar 2015. Abgerufen am 19. Februar 2016.
  20. Judging panel announced! – The X Factor – News
  21. Emotional Gary Barlow moved to tears as stars conquer Kilimanjaro
  22. Gary Donates Lyrics Take That Homepage, 18. November 2010
  23. GB40 Take That Homepage, 14. Dezember 2010
  24. Gary Barlow in der Kontaktliste für Wohltätigkeitsorganisationen Looking to the Stars. Abgerufen am 11. Juni 2016.
  25. Take That’s Gary Barlow mourns father’s death. Artikel der Chester Chronicle vom 22. Oktober 2009. Abgerufen am 11. Juni 2016.
  26. Angaben zu Familie und Heimatort aus Barlows Autobiographie My Take, S. 5 der Taschenbuchausgabe.
  27. Gary Barlow and wife Dawn plan 'beautiful funeral' for stillborn daughter Poppy | Mail Online
  28. Gary Barlow will fly from Neverland to Around the World in 80 Days in new musical adaptation. Broadway.com vom 20. Februar 2015. Abgerufen am 18. Februar 2016.