Istanbul Başakşehir FK

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Istanbul Başakşehir
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Basisdaten
Name Istanbul Başakşehir Futbol Kulübü
Sitz Başakşehir (Istanbul)
Gründung 15. August 1990
Farben blau-orange
Präsident Göksel Gümüşdağ
Website ibfk.com.tr
Erste Mannschaft
Cheftrainer Okan Buruk
Spielstätte Başakşehir Fatih Terim Stadı
Plätze 17.319
Liga Süper Lig
2018/19 2. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Der İstanbul Başakşehir Futbol Kulübü (aufgrund eins Namensponsorings offiziell Medipol Başakşehir Futbol Kulübü), im deutschsprachigen Raum allgemein bekannt als Istanbul Başakşehir, ist ein türkischer Fußballverein aus dem Istanbuler Stadtteil Başakşehir. Bis zum Sommer 2014 war der Klub die Fußballabteilung des Sportvereins Istanbul Büyükşehir Belediyespor, der Betriebsmannschaft der Istanbuler Stadtverwaltung. Anschließend wurde die Fußballsparte dieses Vereins ausgegliedert, in ein unabhängiges Unternehmen umgewandelt und in den aktuellen Namen umbenannt.[1] Mit der Namensänderung zog der Klub auch nach Başakşehir um und ist seitdem die Bezirksmannschaft dieses Stadtteils.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinswappen bis zum Sommer 2014

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde 1990 vom damaligen Bürgermeister Istanbuls Nurettin Sözen gegründet.

Aufstieg in die Süper Lig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Aufstieg in die Süper Lig im Jahr 2007 erlebte der noch junge Fußballverein Istanbul BB seinen bis dahin größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Die erste Saison in der höchsten Spielklasse des türkischen Profifußballes verlief ordentlich. So gelang es der Mannschaft von Abdullah Avcı, die drei großen Klubs aus Istanbul zu ärgern. Im Eröffnungsspiel der Saison 2007/08 kam mit Fenerbahçe Istanbul der amtierende Meister und Stadtrivale ins Atatürk-Olympiastadion. Istanbul BB besiegte Fener mit 2:0 und sorgte für die erste Überraschung der Saison.

In der Rückrunde erreichte man gegen Fenerbahçe ein Unentschieden. Beşiktaş Istanbul erging es gegen Istanbul BB nicht besser. Der Aufsteiger besiegte die Schwarz-Weißen zu Hause mit 2:1 und spielte auswärts im Inönü-Stadion unentschieden. Gegen Galatasaray Istanbul errang die Mannschaft im Ali-Sami-Yen-Stadion ein Unentschieden. In der Rückrunde jedoch musste man sich mit einer klaren 0:3-Niederlage gegen Gala geschlagen geben.

Die Spielzeit beendete die Mannschaft auf dem 12. Platz. Die Mannschaft verbesserte sich darauf stetig. In der Saison 2008/09 wurde man Neunter, eine Saison später Sechster. Die Saison 2010/11 beendete man auf dem 12. Platz und der Klub zog zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in das türkische Pokalfinale. Am 17. November 2011 verließ der Chef-Trainer Abdullah Avcı den Verein. Er wurde Trainer der Türkei.

Entwicklungen der letzten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ende der Saison 2012/13 belegte Istanbul BB den 16. Platz und stieg nach sechsjähriger Erstligateilnahme wieder in die TFF 1. Lig ab. In der 2. Liga setzte sich der Verein in der Saison 2013/14 unter der Leitung des Cheftrainers Cihat Arslan relativ früh an der Tabellenspitze fest und beendete die Liga als Herbstmeister. Am 36. Spieltag, zwei Spieltage vor Saisonende, sicherte sich Istanbul BB durch einen 4:0-Auswärtssieg gegen Şanlıurfaspor die Meisterschaft der Liga und damit den direkten Wiederaufstieg in die Süper Lig.[2] In der Folgesaison konnte man mit dem vierten Tabellenplatz einen Vereinsrekord aufstellen.

Der Klub unterschrieb im Januar 2015 mit der Krankenhauskette Medipol ein Name-Sponsoringvertrag über eineinhalb Jahre. Danach wird der Klub für die Vertragsdauer von vier Jahren den Firmennamen in seinem Vereinsnamen mitführen und demzufolge Medipol Başakşehir Futbol Kulübü heißen.[3]

Die Saison 2015/16 beendete der Istanbuler Verein ebenfalls auf dem vierten Platz und in der darauffolgenden Spielzeit konnte man Vizemeister werden.

Verbindung zu Recep Tayyip Erdoğan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Club ist eng mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan verbunden.[4] Zum Beispiel wird die Rückennummer "12" nicht mehr vergeben, da Erdogan diese beim Eröffnungsspiel des Stadions trug.[5]

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit seiner Gründung trug der Verein seine Heimspiele in diversen Istanbuler Stadien wie Çetin-Emeç-Stadion und Maltepe Stadion aus. Mit dem Erstligaaufstieg zum Sommer 2007 begann der Klub, seine Heimspiele im Atatürk-Olympiastadion zu bestreiten.

Nachdem der Verein zur Saison 2014/15 den direkten Wiederaufstieg in die Süper Lig erreichte, anschließend seinen Namen in Istanbul Başakşehir FK änderte und in den Istanbuler Stadtteil Başakşehir zog, begann er die im Sommer 2014 fertiggestellte Başakşehir Fatih Terim Stadı mit 17.319 Plätzen als neue Heimstätte zu nutzen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Liga: 2007–2013, seit 2014
  • 2. Liga: 1993–1994, 1996–2007, 2013–2014
  • 3. Liga: 1991–1993, 1994–1996

Aktueller Kader 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

İstanbul BB vor der Partie gegen Manisaspor in der Saison 2013/14
  • Letzte Aktualisierung: 6. August 2019
Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
1 TürkeTürke Volkan Babacan 11. Aug. 1988 2014 2021
34 TürkeTürke Mert Günok 01. Mär. 1989 2017 2020
55 TürkeTürke Faruk Çakır 08. Feb. 1995 2013 2022
Abwehr
3 FranzoseFranzose Gaël Clichy 26. Juli 1985 2017 2020
6 MoldawierMoldawier Alexandru Epureanu 27. Sep. 1986 2014 2020
33 TürkeTürke Uğur Uçar 05. Apr. 1987 2014 2019
80 BrasilianerBrasilianer BulgareBulgare Júnior Caiçara 27. Apr. 1989 2016 2020
39 AustralienAustralien TürkeTürke Aziz Behich 16. Dez. 1990 2019 2022
# KamerunerKameruner Aurélien Chedjou 20. Juni 1985 2019 2020
# PortugalPortugal Miguel Vieira 08. Okt. 1990 2017 2022
# Kap VerdeKap Verde Carlos Ponck 13. Jan. 1995 2019 2023
Mittelfeld
4 GhanaerGhanaer Joseph Attamah 22. Mai 1994 2016 2020
7 BosnierBosnier Edin Višća 17. Feb. 1990 2011 2020
8 BrasilianerBrasilianer Márcio Mossoró 04. Juli 1983 2014 2019
11 NiederländerNiederländer Eljero Elia 13. Feb. 1987 2017 2020
14 TürkeTürke Arda Turan2 30. Jan. 1987 2018 2020
17 TürkeTürke İrfan Can Kahveci 15. Juli 1995 2017 2021
20 TürkeTürke Soner Aydoğdu 05. Jan. 1991 2018 2021
21 TürkeTürke Mahmut Tekdemir 20. Jan. 1988 2006 2021
28 SerbeSerbe Miloš Jojić 19. Mär. 1992 2018 2021
70 BrasilianerBrasilianer Robinho 25. Jan. 1984 2019 2020
88 SchweizerSchweizer TürkeTürke Gökhan Inler 27. Juni 1984 2017 2020
# NigeriaNigeria Okechukwu Godson Azubuike (Leihe) 19. Apr. 1997 2019 2020
# TürkeTürke DeutscherDeutscher Tunay Torun 21. Apr. 1990 2017 2020
# TürkeTürke SchweizerSchweizer Kerim Frei 19. Nov. 1993 2017 2021
Sturm
18 ItalienerItaliener Stefano Napoleoni 26. Juni 1986 2016 2019
19 SenegalSenegal FranzoseFranzose Demba Ba 25. Mai 1985 2019 2021
# TürkeTürke Furkan Soyalp 12. Juni 1995 2019 2023
# TürkeTürke Muhammet Demir 10. Jan. 1992 2019 2023
# NorwegenNorwegen Fredrik Gulbrandsen 10. Sep. 1992 2019 2023
# TürkeTürke FranzoseFranzose Mevlüt Erdinç 25. Feb. 1987 2017 2020
# FranzoseFranzose Enzo Crivelli 06. Feb. 1995 2017 2023

Wechsel zur Saison 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge

Sommer 2019

Abgänge

Sommer 2019

a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Erstligaspiele (Top 11)
Rang Name Einsätze Zeitraum
01. TurkeiTürkei Mahmut Tekdemir 271 2007–0000
02. Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Edin Višća 220 2011–0000
03. TurkeiTürkei Ekrem Ekşioğlu 159 2007–2013
04. TurkeiTürkei Efe İnanç 143 2007–2013
05. BrasilienBrasilien Márcio Mossoró 142 2014–0000
06. TurkeiTürkei Volkan Babacan 135 2014–0000
07. BrasilienBrasilien BulgarienBulgarien Doka Madureira 130 2011–2017
08. Moldau RepublikRepublik Moldau Alexandru Epureanu 129 2014–0000
09. SchwedenSchweden Samuel Holmén 113 2010–2017
10. TurkeiTürkei Metin Depe 107 2007–2013
11. TurkeiTürkei Gökhan Süzen 103 2008–2013
Stand: 13. Mär. 2019[6]
Die meisten Erstligatore (Top 11)
Rang Name Tor Einsätze Tor/Spiel
01. Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Edin Višća 60 220 0,27
02. BrasilienBrasilien BulgarienBulgarien Doka Madureira 25 130 0,19
03. TurkeiTürkei İbrahim Akın 24 94 0,26
04. TogoTogo Emmanuel Adebayor 23 55 0,42
05. KamerunKamerun Pierre Webó 22 48 0,46
SchwedenSchweden Samuel Holmén 22 113 0,19
07. TurkeiTürkei Mehmet Batdal 18 73 0,25
BrasilienBrasilien Márcio Mossoró 18 142 0,13
09. KamerunKamerun Hervé Tum 16 44 0,36
TurkeiTürkei İskender Alın 16 64 0,25
11. Moldau RepublikRepublik Moldau Alexandru Epureanu 13 129 0,12
Stand: 13. Mär. 2019[6]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3 Erster türkischer A-Nationalspieler der Vereinsgeschichte
4 Spielte während seiner Zeit bei Istanbul Başakşehir für die Türkische Nationalmannschaft bzw. wurde während dieser Zeit zum ersten Mal für diese nominiert.

Ehemalige Trainer (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

5 interimsweise

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hintergrundinformation

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. trtspor.com.tr: "Avcı 5 yıllık sözleşme imzaladı" (abgerufen am 5. Juni 2014)
  2. trtspor.com.tr: "İstanbul BB Spor Toto Süper Lig'de" (abgerufen am 20. April 2014)
  3. milliyet.com.tr: "Başakşehir'in ismi değişti! Medipol…" (abgerufen am 25. Mai 2015)
  4. Patrick Mayer: Wie Recep Tayyip Erdogan durch Basaksehir FK in den Fußball eingreift. In: Focus Online. 30. Dezember 2016, abgerufen am 14. Oktober 2018.
  5. tora./dpa: Erdogan ist der größte Fan. In: FAZ.net. 19. Oktober 2017, abgerufen am 13. Oktober 2018.
  6. a b Mackolik.com: Statistikdatenbank, abgerufen am 13. Mär. 2019