Marine Harvest

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Marine Harvest ASA
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Rechtsform Allmennaksjeselskap
Aktiengesellschaft (Norwegen)
ISIN NO0003054108
Gründung 2006
Sitz NorwegenNorwegen Oslo, Norwegen
Leitung Åse Aulie Michelet (CEO)
Mitarbeiter 12.454 (2015)[1]
Umsatz 27,88 Mrd. NOK (2015)[1]
Branche Nahrungsmittel
Website www.marineharvest.com

Marine Harvest ASA (früher Pan Fish ASA) ist ein norwegisches Nahrungsmittelunternehmen mit Sitz in Oslo und der größte Zuchtlachskonzern der Welt. Das Unternehmen ist im OBX Index gelistet und entstand 2006 aus der Fusion von Pan Fish ASA mit Marine Harvest N.V. und Fjord Seafood.[2] Am 6. Februar 2007 nannte sich Pan Fish ASA in Marine Harvest ASA um.[3]

Marine Harvest ist in den Ländern Norwegen, Schottland, Frankreich, Kanada, Chile und Japan sowie auf den Färöer-Inseln geschäftlich tätig. Zur Gruppe gehören unter anderem die Tochterunternehmen Fjord Seafood und Kritsen.

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Unternehmensbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Norwegen beschäftigt das Unternehmen 260 Mitarbeiter (2006) und hält rund 60 Genehmigungen für Fischfarmen in Møre og Romsdal und Sogn og Fjordane. Marine Harvest besitzt in Norwegen auch das Unternehmen Fjord Seafood und 44 Prozent am Unternehmen Aalesundfisk. Die Firmenzentrale befindet sich in Oslo.

In Schottland besitzt Marine Harvest 27 Genehmigungen für Fischfarmen an der Westküste von Schottland bei Paisley und beschäftigt dort rund 170 Mitarbeiter (2006). In Kanada besitzt Marine Harvest 32 Genehmigungen für Fischfarmen in British Columbia bei Campbell River und beschäftigt dort rund 220 Mitarbeiter (2006).

Auf den Faröerinseln besitzt das Unternehmen 11 Genehmigungen für Fischfarmen bei Hellumar und beschäftigt dort rund 20 Mitarbeiter. In Frankreich betreibt Marine Harvest eine Fabrik für die Herstellung von geräuchertem Lachs in Brittany und besitzt das Unternehmen Kritsen. Das Unternehmen beschäftigt dort rund 166 Mitarbeiter (2006). Marine Harvest hat in Japan ein Verkaufsbüro mit 7 Mitarbeitern.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pan Fish wurde 1992 gegründet. Firmenziel ist es, viele Fischfarmen weltweit zu erwerben. Seit 1997 ist Pan Fish an der Osloer Börse gelistet. Anfang 2000 hatte das Unternehmen aufgrund der niedrigen Preise im Fischmarkt finanzielle Schwierigkeiten und verkaufte Teilbereiche seines Unternehmens.

2005 kontrollierte das von John Fredriksen geführte Unternehmen Geveran Trading Company rund 47 Prozent von Pan Fish. 2006 kam es zum Zusammenschluss von Pan Fish ASA mit Marine Harvest N.V. und Fjord Seafood. Am 6. Februar 2007 nannte sich Pan Fish ASA in Marine Harvest ASA um.

Im Jahr 2013 übernahm Marine Harvest den weltgrößten Hersteller von Räucherlachs, die polnische Morpol-Gruppe, inklusive deren deutscher Tochter Laschinger Seafood.[4] Außerdem gab Marine Harvest ein Angebot zur Übernahme des norwegischen Zuchtfisch- und Fischfutterproduzenten Cermaq ab,[5] der jedoch im Herbst 2014 an die japanische Mitsubishi Corporation ging.

Ökologische Problematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Marine Harvest soll in Chile Lachsfarmen unter Missachtung ökologischer, rechtlicher, sozialer und medizinischer Standards, Richtlinien und Gesetze betreiben.[6] Dieser Vorwurf brachte Marine Harvest im Januar 2014 eine Nominierung für den Public Eye Award ein. Diese „Auszeichnung“ wird jährlich einem Unternehmen verliehen, dem Geschäftspraktiken vorgeworfen werden, die zur Verletzung von Menschen- und Arbeitsrechten, Korruption und/oder Umweltzerstörung beitragen.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Marine Harvest: Annual Report 2015. Abgerufen am 13. Mai 2016 (PDF, englisch).
  2. Marine Harvest: Pan Fish ASA: First quarter 2006 – Foundation for the world's leading aquaculture company is laid
  3. Marine Harvest: NEW NAME AND TICKER FROM TODAY 6. Februar 2007
  4. Pressemitteilung (engl.)
  5. Cermaq opens door to $1.7 bln bid by Marine Harvest – 21. Mai 2013
  6. 'Lachsfieber': Brisante Recherchen über einen Nahrungsmittelgiganten (Programmhinweis zur Sendung des WDR) (Memento vom 14. August 2014 im Internet Archive)
  7. 2013 Public Eye Awards (Memento vom 1. Dezember 2013 im Internet Archive)