Rantzau (Gemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rantzau
Rantzau (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rantzau hervorgehoben
Koordinaten: 54° 14′ N, 10° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Plön
Amt: Großer Plöner See
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 16,9 km2
Einwohner: 338 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km2
Postleitzahl: 24329
Vorwahl: 04383
Kfz-Kennzeichen: PLÖ
Gemeindeschlüssel: 01 0 57 065
Adresse der Amtsverwaltung: Heinrich-Rieper-Straße 8
24301 Plön
Webpräsenz: www.amt-grosser-ploener-see.de
Bürgermeister: Olaf Wenndorf (CDU)
Lage der Gemeinde Rantzau im Kreis Plön
Karte

Rantzau ist eine Gemeinde im Kreis Plön in Schleswig-Holstein. Großkoppel und Sasel sowie die Güter Rantzau, Hohenhof und Hohensasel liegen im Gemeindegebiet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rantzau liegt etwa 11 km nordöstlich von Plön und 7 km südwestlich von Lütjenburg an der Bundesstraße 430. Von 1910 bis 1938 war Rantzau Bahnstation der Kleinbahn Kirchbarkau–Preetz–Lütjenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 1226 als Ranzowen erwähnt. Der Ortsname kommt aus dem Wendischen. Von ihm leitet sich auch der Familienname der Familie von Rantzau ab.

Gut Rantzau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl sich das Schloss Rantzau genannte Herrenhaus relativ bescheiden ausnimmt, ist es als eines der Stammhäuser der Rantzaus doch eine der geschichtlich bedeutenden Gutsanlagen des Landes Schleswig-Holstein.

Das ursprüngliche Herrenhaus wurde 1592 durch den königlichen Statthalter und Amtmann von Segeberg Heinrich Rantzau errichtet. Es bestand aus zwei im Renaissancestil errichteten, parallel zueinander stehenden Bauten, die mit geschweiften Giebeln geschmückt und lediglich durch eine Mauer mit Tordurchfahrt verbunden waren. Um die Anlage war ein Wassergraben gezogen, hinter dem Herrenhaus befand sich ein kleiner See, der durch die aufgestaute Kossau entstand, und in dem - in Sichtachse zum Haus - eine kreisrunde Insel mit einem Lusthaus eingelassen war.

Im 18. Jahrhundert wurden die Renaissancedekorationen entfernt und die beiden Einzelhäuser mittels eines dritten Flügels verbunden, der mit einer barocken Dach und Laterne verziert, bis heute den symmetrischen Mittelpunkt bildet.

Wie auf allen Rantzauschen Gütern wurde schon im 16. Jahrhundert für den Export produziert, neben landwirtschaftlichen Produkten auch Industriegüter. So ist in der Gemeinde Rantzau noch die alte Papiermühle erhalten, die ehemals zum Gut gehörte.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den zehn Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2008 vier Sitze, die Wählergemeinschaft UWR drei, die SPD zwei und die Wählergemeinschaft KWG einen Sitz.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeflagge

Blasonierung: „Von Silber und Rot gespalten. Vorn in Frontalsicht ein Topfhelm mit mondsichelförmigen Büffelhörnern, hinten eine abgerissene Schlüsselblume, deren fünf Blüten auswärts weisen, in verwechselten Farben.“[2]

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Auf einem in ein weißes Liek und ein rotes fliegendes Ende gleichmäßig geteilten Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tingierung, beide deutlich zur Flaggenmitte verschoben.“[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rantzau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein