Ronald Worm

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Ronnie Worm

Ronald Worm (2006)

Spielerinformationen
Voller Name Ronald Worm
Geburtstag 7. Oktober 1953
Geburtsort DuisburgDeutschland
Größe 179 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
0000–1971 MSV Duisburg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1971–1979
1979–1987
MSV Duisburg
Eintracht Braunschweig
231 (71)
244 (92)
Nationalmannschaft
1973
1974–1981
1975–1978
Deutschland U-21
Deutschland B
Deutschland
3 (1)
12 (5)
7 (5)
Stationen als Trainer
1993–1994
1996–1997
2000–2001
2014–
Hertha BSC (Co-Trainer)
FC Sachsen Leipzig (Co-Trainer)
TSV Havelse
TSV Meine 09
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Ronald „Ronnie“ (eigentlich „Ronny“)[1] Worm (* 7. Oktober 1953 in Duisburg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer. Er brachte es in der Fußball-Bundesliga bei den Vereinen MSV Duisburg und Eintracht Braunschweig von 1971 bis 1985 auf 380 Spiele und 119 Tore. Er lebt in Braunschweig.[1]

Schüler- und Jugendnationalmannschaft[Bearbeiten]

Der in der Jugend des MSV zuerst als Torwart[2] groß gewordene Stürmer hatte im Jahr 1969 in der Schülernationalmannschaft des DFB seinen internationalen Einstand. In den drei Spielen des Jahres kam er gegen die Niederlande und in zwei Spielen gegen England zum Einsatz. Am 25. November 1970 folgte sein Debüt in der Jugendnationalmannschaft, und erzielte dabei das Siegtor zum 1:0-Sieg gegen Schweden. Auch beim 1:0-Erfolg gegen Dänemark vier Tage später war er der Torschütze. Im Jahr 1971 war er in allen 12 Spielen der DFB-Jugend unter DFB-Trainer Herbert Widmayer dabei, auch beim UEFA-Juniorenturnier in der Tschechoslowakei. 1972 setzte sich das mit elf Einsätzen vom Januar bis zum Mai fort und gipfelte im mit 0:2 verlorenen Finale des UEFA-Juniorenturniers in Spanien gegen England.

Profi beim MSV Duisburg und Eintracht Braunschweig[Bearbeiten]

In der Bundesliga feierte er für den MSV seinen Einstand am 5. Februar 1972 bei der Begegnung bei Fortuna Düsseldorf und wurde beim 3:0-Heimsieg gegen den FC Bayern München am 22. April als zweifacher Torschütze zum spielentscheidenden Mann. Am 15. März 1972 wurde er zusätzlich von DFB-Trainer Jupp Derwall in die Amateurnationalmannschaft berufen (im Hinblick auf das Olympia-Turnier in München) und spielte zudem mit den A-Jugendkollegen des MSV um die Deutsche Meisterschaft.

Für den MSV, der in der Folgezeit zumeist gegen den Abstieg kämpfte, war Worm häufig als Einzelkämpfer oder als „Sonderbewacher“ für starke Gegenspieler im Einsatz. Nach der Saison 1978/79 - der MSV stand auf dem 13. Platz und Worm hatte in 32 Einsätzen 10 Tore erzielt - wechselte er den Verein und ging für eine Ablösesumme von mehr als 1 Million D-Mark zu Eintracht Braunschweig. Damit war Worm der erste „Millionentransfer“ innerhalb der Bundesliga.[3] Bei der Eintracht erlebte er gleich in der ersten Saison den Abstieg. Mit 30 Treffern war er in der 2. Bundesliga Nord in der Saison 1980/81 dann aber maßgeblich am sofortigen Wiederaufstieg beteiligt. Dass er in der Bundesliga immer noch zu den besten Stürmern zählte, demonstrierte er nach dem Aufstieg in der Saison 1981/82 mit seinen 17 Treffern. Seine Profikarriere beendete Worm 1987 bei Braunschweig in der Zweiten Liga.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Worm trug von 1975 bis 1978 siebenmal das Trikot der Deutschen Nationalmannschaft und erzielte fünf Treffer. Am 20. Dezember 1975 debütierte Worm beim 5:0-Erfolg in der Türkei mit zwei Treffern in der Fußballnationalmannschaft. Er gehörte zwar bei der Fußball-Europameisterschaft 1976 in Jugoslawien und der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien jeweils dem Kader an, zum Einsatz kam er aber bei beiden Turnieren nicht.

Im ersten Länderspiel unter dem neuen Bundestrainer Jupp Derwall am 11. Oktober 1978 in Prag gegen die Tschechoslowakei wurde er beim 4:3-Sieg in der 71. Spielminute für Hansi Müller ein- und in der 87. Spielminute für Klaus Allofs ausgewechselt.

Mit seinen zwölf B-Länderspielen zwischen 1974 und 1981 ist er Rekordnationalspieler der deutschen B-Mannschaft, in der er mit fünf Toren auf Platz drei der ewigen Bestenliste liegt.

Tätigkeit als Trainer[Bearbeiten]

Nach dem Karriereende versuchte Worm zunächst, ein Lotto-Toto-Geschäft zu führen, machte dann aber alle Trainerscheine bis hin zum Fußballlehrer. 1993 wurde er Co-Trainer von Uwe Reinders bei Hertha BSC, mit dem er auch später beim FC Sachsen Leipzig zusammenarbeitete. Zudem trainierte Worm den TSV Havelse. Ab 2001 war er bei den Intersport Kicker Fußballcamps als Cheftrainer tätig, ab 2009 als Trainer für das Deutsche Fußball Internat in Marl.[4] Im Sommer 2013 übernahm er den Trainerposten beim Kreisligisten TSV Meine 09 in Meine bei Gifhorn in Niedersachsen.[1]

Statistik[Bearbeiten]

Die DFB-Berufungen[Bearbeiten]

  • 4 Spiele in der Jugend U 15
  • 25 Spiele in der Jugend U 18
  • 3 Spiele Junioren U 23
  • 10 Spiele in der Amateurnationalmannschaft
  • 12 Spiele in der B-Nationalelf
  • 7 Spiele in der A-Nationalelf (Verein: MSV Duisburg)

Bundesligaspiele[Bearbeiten]

  • 231 für den MSV Duisburg
  • 149 für Eintracht Braunschweig

Bundesligatore[Bearbeiten]

  • 71 für den MSV Duisburg
  • 48 für Eintracht Braunschweig

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Als Ronny Worm nach 14 Sekunden traf, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalteil Duisburg, 13. Oktober 2014
  2. Interview in RevierSport 72/2011, S. 46
  3. vgl. Interview in: RevierSport 81/2011, S.33
  4. vgl. Interview in: RevierSport 81/2011, S.33