Sankt Margarethen (Holstein)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sankt Margarethen
Sankt Margarethen (Holstein)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sankt Margarethen hervorgehoben
Koordinaten: 53° 53′ N, 9° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Steinburg
Amt: Wilstermarsch
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 13,24 km2
Einwohner: 875 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25572
Vorwahl: 04858
Kfz-Kennzeichen: IZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 61 095
Adresse der Amtsverwaltung: Kohlmarkt 25
25554 Wilster
Webpräsenz: www.wilster.de
Bürgermeister: Volker Bolten (UWStM)
Lage der Gemeinde Sankt Margarethen im Kreis Steinburg
Karte
Blick vom Elbdeich

Sankt Margarethen (niederdeutsch: Sankt Margrethen) ist eine Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein. Sie gehört zum Amt Wilstermarsch in der Metropolregion Hamburg. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Stuven und Osterbünge.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Margarethen liegt am Unterlauf der Elbe acht Kilometer östlich von Brunsbüttel und der Mündung des Nord-Ostsee-Kanals. Durch die Gemeinde verläuft die Bundesstraße 431 und die Deutsche Fährstraße.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Margarethen wird 1344 erstmals als Elredeluete urkundlich erwähnt. Die Gemeinde hieß vormals Elredefleth, wurde aber von der Strömung der Elbe so sehr bedroht, dass man sie abriss und an die heutige Stelle verlegte. Eingeweiht wurde die neue Gemeinde im Juli 1500 am Margarethentag.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl 2013 hält erneut die Wählergemeinschaft UWStM alle elf Sitze der Gemeindevertretung.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Wappens von Sankt Margarethen stammt von dem Wappenzeichner Lothar Leissner aus Itzehoe, der auch schon die Wappen von Altenholz, Brokdorf, Glückstadt und vielen anderen Ortschaften in Schleswig-Holstein entworfen hat. Das Wappen wurde am 9. März 1993 genehmigt.[2]

Wappen von Sankt Margarethen (Holstein)
Wappenbeschreibung: „Von Silber und Blau im Wellenschnitt geteilt. Oben wachsend die rot gekleidete heilige Margaretha mit goldener Märtyrerkrone, in der Rechten ein gesenktes goldenes Schwert, in der Linken ein goldenes Buch haltend und beiderseits begleitet von jeweils zwei sechsstrahligen blauen Sternen übereinander. Unten ein auf dem Rücken liegender, rot gezungter silberner Drache, mit der Spitze des Schwertes überdeckt.“[3]
Wappenbegründung: Die Heilige im Wappen der Gemeinde St. Margarethen bezieht sich sowohl auf den auf sie zurückgehenden Namen des Ortes als auch auf dessen Vergangenheit. Die Märtyrerin Margaretha wurde wegen ihres christlichen Glaubens in einen römischen Kerker geworfen und gemartert. Den Versuchen, sie dem Heidentum zurückzugewinnen, widerstand sie; dieser Kampf wird im Wappen durch den Drachen symbolisiert. Der Widerstand der Einwohner gegen die zerstörenden Gewalten des Wassers ist mit dem Kampf der Margaretha gegen den Drachen der Versuchung vergleichbar. Die vier Sterne im Wappen vertreten die Gemeindeteile Heideducht, Kirchducht, Osterbünge und Stuven. Zugleich spricht die Vierzahl die engen Beziehungen zwischen St. Margarethen und den Nachbargemeinden Büttel, Kudensee und Landscheide an. Die untere blaue Schildhälfte symbolisiert das Wasser der Elbe. Im übrigen sind die im Wappen dominierenden Farben Blau, Silber und Rot die Landesfarben Schleswig-Holsteins.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Detlef Krey (1866–1928), deutscher Pionier der Bodenmechanik
  • Otto Siemen (1881–1966), deutscher Ingenieur, Erfinder und Fabrikant

Personen die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Kulturdenkmale in Sankt Margarethen (Holstein)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Margarethen (Holstein) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Martin Reißmann: Die Wappen der Kreise, Ämter, Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein. Von: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Husum 1997, Seite 297 und 394, ISBN 3-88042-815-8
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein