Brokdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Brokdorf
Brokdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Brokdorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 52′ N, 9° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Steinburg
Amt: Wilstermarsch
Höhe: 1 m ü. NHN
Fläche: 19,79 km2
Einwohner: 981 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 25576, 25554
Vorwahlen: 04829, 04858
Kfz-Kennzeichen: IZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 61 018
Adresse der Amtsverwaltung: Kohlmarkt 25
25554 Wilster
Webpräsenz: www.brokdorf-elbe.de
Bürgermeisterin: Elke Göttsche (CDU)
Lage der Gemeinde Brokdorf im Kreis Steinburg
AasbüttelAasbüttelAebtissinwischAgethorstAltenmoorAuuferBahrenflethBeidenflethBekdorfBekmündeBesdorfBlomesche WildnisBokelrehmBokelrehmBokhorstBorsflethBreitenbergBreitenburgBreitenburgBreitenburgBrokdorfBrokstedtBüttelChristinenthalDägelingDammflethDrageEcklakElskopEngelbrechtsche WildnisFitzbekGlückstadtGrevenkopGribbohmHadenfeldHeiligenstedtenHeiligenstedtenerkampHennstedtHerzhornHingstheideHodorfHohenaspeHohenfeldeHohenlockstedtHolstenniendorfHorst (Holstein)HujeItzehoeKaaksKaisborstelKellinghusenKiebitzreiheKleveKollmarKollmoorKrempdorfKrempeKremperheideKrempermoorKronsmoorKrummendiekKudenseeLägerdorfLandrechtLandscheideLockstedtLohbarbekLooftMehlbekMoordiekMoorhusenMühlenbarbekMünsterdorfNeuenbrookNeuendorf b. ElmshornNeuendorf-SachsenbandeNienbüttelNortorfNuttelnOelixdorfOeschebüttelOldenborstelOldendorfOttenbüttelPeissenPöschendorfPoyenbergPulsQuarnstedtRadeReherRethwischRosdorfSankt MargarethenSarlhusenSchenefeldSchlotfeldSilzenSommerlandStördorfStörkathenSüderauVaaleVaalermoorWackenWarringholzWestermoorWewelsflethWiedenborstelWillenscharenWilsterWinseldorfWittenbergenWristWulfsmoorKarte
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Brokdorf (niederdeutsch: Brokdörp/Brookdörp) ist eine Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brokdorf liegt in der Wilstermarsch am nördlichen Elbufer fünfzehn Kilometer südwestlich von Itzehoe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsbezeichnung geht zurück auf eine der ältesten holsteinischen Familien „von Brockdorff“, der das Dorf seine erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1220 verdankt. Die St.-Nikolaus-Kirche wurde erstmals 1342 erwähnt.[2]

Im November 1976, im Februar 1977, im Februar 1981 und im Juni 1986 fanden in Brokdorf Großdemonstrationen der Atomkraftgegner gegen das in Bau befindliche Kernkraftwerk Brokdorf statt, durch die der Ort bundesweit bekannt wurde. Das Kraftwerk ging 1986 ans Netz. Mit Stand Mai 2014 soll es als Kraftwerk bis Ende 2021 betrieben werden, ein lokales Zwischenlager für radioaktiven Abfall ist seit 2007 in Betrieb und ist bis 2047 bewilligt.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 sechs Sitze, die Wählergemeinschaft WGB drei und die SPD zwei Sitze.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein schräggestellter, silberner fliegender Fisch über zwei silbernen Wellenfäden im Schildfuß.“[4]

Das für das Wappen gewählten Symbol sind sowohl auf historische als auch geographische Gegebenheiten zurückzuführen. Der „fliegende Fisch“ ist fast wörtlich aus dem Wappen der Brockdorffs zitiert. Dieses alte Adelsgeschlecht hatte in diesem Kirchdorf wahrscheinlich sein Stammhaus und nannte sich nach ihm. Die Wellen im Schildfuß zeigen die Nähe des in der Wilstermarsch am Deich gelegenen Ortes zur Elbe. Die guten Marschböden ermöglichten eine ertragreiche Landwirtschaft, die Wassernähe einen bescheidenen Schiffsverkehr. Die blaue Schildfarbe steht für das Wasser.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brokdorf liegt an der Deutschen Fährstraße und an der Grünen Küstenstraße. Der Ort verfügt über einen Elbstrand sowie ein Freizeitbad, das über die Sommermonate geöffnet ist. Das Freizeitbad ist beheizt und öffnet in den Monaten Mai bis meist September des Jahres. In den Wintermonaten ist die Eissporthalle geöffnet. Hinter dem Deich lassen sich Freizeitaktivitäten wie Radfahren, Inlinen oder Jogging ausüben. Hier führt auch der Elberadweg als auch die North Sea Cycle Route entlang. In der Nähe des Feuerwehrhauses befinden sich Stellplätze für Wohnmobile[5]. Die St.-Nikolaus-Kirche steht regelmäßig zu Besichtigungen offen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde befindet sich das von 1976 bis 1986 gebaute Kernkraftwerk Brokdorf. Außerdem haben sich viele kleinere Firme angesiedelt.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brokdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2017 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Brokdorf
  3. http://orf.at/stories/2229625/2229629/ Wirbel um "Bad Bank" für AKWs - Gesamtes Risiko an den Staat? ORF.at vom 12. Mai 2014
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  5. Wohnmobil-Stellplätze | Brokdorf an der Elbe. Abgerufen am 24. Januar 2018.