Manfred Burgsmüller

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Manni Burgsmüller
Personalia
Name Manfred Burgsmüller
Geburtstag 22. Dezember 1949
Geburtsort EssenDeutschland
Sterbedatum 18. Mai 2019
Sterbeort EssenDeutschland
Größe 177 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
0000–1967 VfB Rellinghausen 08
1967–1968 Rot-Weiss Essen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1967–1971 Rot-Weiss Essen 12 00(0)
1971–1974 Bayer 05 Uerdingen 101 0(80)
1974–1976 Rot-Weiss Essen 64 0(32)
1976 Bayer 05 Uerdingen 7 00(1)
1976–1983 Borussia Dortmund 224 (135)
1983–1984 1. FC Nürnberg 34 0(12)
1984–1985 Rot-Weiß Oberhausen 50 0(36)
1985–1990 Werder Bremen 115 0(34)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1975–1978 Deutschland B 8 00(8)
1977–1978 Deutschland 3 00(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2004–2006 SSV Hacheney
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Manfred „Manni“ Burgsmüller (* 22. Dezember 1949 in Essen; † 18. Mai 2019 ebenda) war ein deutscher Fußballspieler. Der Stürmer spielte zwischen 1969 und 1990 in 447 Spielen für Rot-Weiss Essen, Borussia Dortmund, den 1. FC Nürnberg und Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga.[1] Nach seiner Fußballkarriere spielte er noch sechs Jahre American Football als Kicker.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seinen 213 Toren steht er auf Platz 5 der Ewigen Bundesliga-Torschützenliste.[2] Die 135 Bundesligatore für Borussia Dortmund bedeuten auch heute noch Vereinsrekord. Er war zwar seit 1974 immer wieder unter den zehn besten Torschützen der Liga platziert (zweimal auf Platz 2: 1980/81 mit 27 Treffern und 1981/82 mit 22 Toren), allerdings wurde er in der Bundesliga nie Torschützenkönig.

In der Nationalmannschaft spielte Burgsmüller von 1977 bis 1978 drei Mal.[3] 1978 nahm ihn Bundestrainer Helmut Schön nicht zur Weltmeisterschaft nach Argentinien mit, weil er den 28-Jährigen für zu alt hielt.

Als Burgsmüller 1984 vom 1. FC Nürnberg zu Rot-Weiß Oberhausen in die 2. Bundesliga wechselte, schien die Bundesliga-Karriere des damals 34-Jährigen beendet. In der folgenden Saison wurde er mit 29 Treffern Torschützenkönig der Zweiten Liga. Ende 1985 holte Otto Rehhagel den fast 36-Jährigen daraufhin zu Werder Bremen in die Bundesliga zurück. Mit Werder holte Burgsmüller 1988 im Alter von 38 Jahren seinen ersten Titel und wurde Deutscher Meister. 1989 und 1990 erreichte er mit Werder jeweils das Finale des DFB-Pokals.

Nach seiner aktiven Karriere als Fußballspieler wurde er von 1996 bis 2002 Kicker bei Rhein Fire und dadurch mit 52 Jahren der älteste aktive Footballprofi der Welt. Mit dem Team spielte er zunmächst in der World League of American Football und anschließend in der NFL Europe und erzielt dabei über 300 Punkte. Mit zwei gewonnenen Titeln und mehreren Vizemeisterschaften kann er durchaus mit seinem „Nachfolger“ als Doppelsportler, Axel Kruse, mithalten, der weniger Punkte erzielte. Im Jahr 2000 wurde er nach 18 Ehejahren von seiner Frau geschieden.[4] 2004 sollte er beim FC Schalke 04 eine Footballmannschaft für die NFL Europe aufbauen, um die Arena AufSchalke besser auszulasten.[5] Diese Pläne wurden aber 2004 wegen niedriger Zuschauerzahlen bei den Spielen von Rhein Fire in der Arena AufSchalke verworfen.[6]

In der Saison 2004/05 versuchte Burgsmüller als Manager vergeblich, den SSV Hacheney (Dortmund) vor dem Abstieg zu retten. Vermarktet wurde das Vorhaben durch die dokumentarische Sendung Helden der Kreisklasse des TV-Senders Kabel eins. Er war ab 2004 Gesellschafter einer Sportbekleidungskette und versuchte sich dann im Sportmarketing.[7] Burgsmüller litt an Arthrose in den Füßen und musste einen Gehstock verwenden.[8]

Manfred Burgsmüller starb am 18. Mai 2019 in seiner Wohnung in Essen. Er hinterließ drei Töchter.[9]

Länderspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

American Football[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manfred Burgsmüller war weder verwandt noch verschwägert mit seinem Namensvetter Willi Burgsmüller, der ebenfalls für Borussia Dortmund spielte.

Manfred Burgsmüllers Neffe Marius Burgsmüller war ebenfalls im American Football aktiv. Er studierte an der University of Idaho und spielte im Vandals Football Team.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Arnhold: Manfred Burgsmüller – Matches and Goals in Bundesliga. In: rsssf.com. 23. Juli 2015, abgerufen am 30. Juli 2015.
  2. Matthias Arnhold: (West) Germany – Top Scorers. In: rsssf.com. 4. Juni 2015, abgerufen am 30. Juli 2015.
  3. Matthias Arnhold: Manfred Burgsmüller – International Appearances. In: rsssf.com. 23. Juli 2015, abgerufen am 30. Juli 2015.
  4. Alexis Mirbach: Manfred Burgsmüller: Bankrott im Pott trotz sexy Shirts. In: Focus Online. 22. Dezember 2009, S. 2, abgerufen am 23. Mai 2019.
  5. Burgsmüller wird Football-Koordinator auf Schalke. In: RevierSport. 4. Februar 2004, abgerufen am 23. Mai 2019.
  6. Kein neues Football-Team Auf Schalke. In: RP Online. 22. April 2004, abgerufen am 23. Mai 2019.
  7. Was machen eigentlich die früheren Fußballprofis? In: Spiegel Online. 4. August 2013, archiviert vom Original am 29. August 2013; abgerufen am 29. Mai 2019.
  8. Ex-Stürmer starb überraschend mit 69 Jahren in Essen: BVB-Rekordtorschütze „Manni“ Burgsmüller ist tot. In: kicker online. 20. Mai 2019, abgerufen am 29. Mai 2019.
  9. Bundesliga-Legende Manfred Burgsmüller stirbt überraschend. In: Focus Online. 20. Mai 2019, abgerufen am 29. Mai 2019.
  10. Daniel Fleckenstein: Mohr: „Gleich vier Deutsche in der NFL – der absolute Wahnsinn“. In: ran.de. 3. September 2014, abgerufen am 29. Mai 2019: „Es stehen ja bereits weitere deutsche Talente in den Startlöchern für nächstes Jahr (u. a. Marius Burgsmüller in Idaho, der sich auch bei uns im MPC Gym auf die kommende College Saison vorbereitet hat).“
    Congratulations! In: govandals.com. University of Idaho Athletics, 16. Mai 2015, abgerufen am 3. Oktober 2017 (englisch).
    Marius Burgsmueller: Bio. In: University of Idaho Athletics. Abgerufen am 29. Mai 2019 (englisch).