Visp

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Visp
Wappen von Visp
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis VS
Bezirk: Vispw
BFS-Nr.: 6297i1f3f4
Postleitzahl: 3930
UN/LOCODE: CH VIS
Koordinaten: 634225 / 126852Koordinaten: 46° 17′ 32″ N, 7° 52′ 58″ O; CH1903: 634225 / 126852
Höhe: 658 m ü. M.
Fläche: 13,22 km²
Einwohner: 7498 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 567 Einw. pro km²
Website: www.visp.ch
Visp in der Ebene des Rhonetals, im Hintergrund das Vispertal

Visp in der Ebene des Rhonetals, im Hintergrund das Vispertal

Karte
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Visp (französisch Viège, walliserdeutsch Fischp) ist eine politische Gemeinde und Hauptort des Bezirks Visp im Schweizer Kanton Wallis.

Der Ort liegt am Ende des Vispertals an der Mündung der Vispa in den Rotten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kupferstich von Matthäus Merian

Aus der Zeitenwende ist eine kleine, auf Visper Territorium gefundene gallo-römische Statue «Le Dieu de Viège» erhalten. Eine Kopie ist am Brunnen am Bahnhofplatz angebracht.

Im Jahr 1276 wurde der Verkehr über die Pässe Macugnaga und Antrona von sämtlichen Zollabgaben entbunden. Visp war grosser Nutzniesser, erbaute Susten und wurde zum Marktflecken.

Am 23. Dezember 1388 besiegten die Visper ein Heer der Savoyer, indem sie die Altstadt künstlich vereisen liessen und dann die manövrierunfähigen Angreifer mit grossen Steinblöcken attackierten.

1518 zerstörte ein Grossfeuer zahlreiche Gebäude rund um den Burghügel.

Französische Revolutionstruppen plünderten 1799 grosse Teile von Visp. 1810 wurde Visp mit dem Wallis von Frankreich annektiert und kam 1815 infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses mit dem nun zum Kanton erhobenen Wallis zur Schweiz zurück.

Der Name «Visp» wurde 1847 erstmals erwähnt, während vorher die Namen «Vispach», «Vispbach» und «Fischbach» gebräuchlich waren.

1855 wurde Visp von einem Erdbeben heimgesucht. 1860 kam es im Mittel- und Oberwallis zu grossen Überschwemmungen. In deren Folge wurde das Grossprojekt der Rhonekorrektur in Angriff genommen.

1972 fusionierte die frühere Gemeinde Eyholz mit Visp.

2011 gab es einen grossen Waldbrand im Eyholzer Wald.

2013 Fusion der Feuerwehren der Gemeinden Visp, Ausserberg, Baltschieder und Eggerberg zu der Stützpunktfeuerwehr Region Visp.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimatabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Visp
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [2]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Visp
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,7 6,0 12,2 16,1 20,8 24,2 26,7 25,9 21,5 16,2 8,3 3,2 Ø 15,4
Min. Temperatur (°C) -5,4 -3,9 0,1 3,1 7,2 10,1 11,9 11,6 8,4 4,2 -0,7 -4,2 Ø 3,6
Niederschlag (mm) 53 43 50 46 55 44 42 46 41 57 57 62 Σ 596
Regentage (d) 7 5 6 6 8 7 7 8 6 7 7 7 Σ 81
Luftfeuchtigkeit (%) 79 72 62 59 61 62 69 63 77 74 77 81 Ø 69,7
T
e
m
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-3,9
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0,1
16,1
3,1
20,8
7,2
24,2
10,1
26,7
11,9
25,9
11,6
21,5
8,4
16,2
4,2
8,3
-0,7
3,2
-4,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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Quelle: [2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Visp besteht aus neun Mitgliedern. In der laufenden Legislaturperiode (2013–2016) sind folgende Parteien im Gemeinderat vertreten: CSP (3 Sitze), CVP (4 Sitze), FDP (1 Sitz) und SVP (1 Sitz). Das Amt des Gemeindepräsidenten hat Grossrat Niklaus Furger (CVP) inne. Seine Vizepräsidentin ist Carmen Lorenz (CSP).

Die Gemeindepräsidenten seit 1925:

  • 1925–1932: Lot Wyer (CVP, 1880–1965)
  • 1933–1937: Karl Anthamatten (CVP, 1897–1957)
  • 1937–1945: Alex Mengis (CVP, 1896–1951)
  • 1945–1960: Adolf Fux (DP, 1901–1974)
  • 1961–1976: Hans Wyer (CSP, 1927–2012)
  • 1977–1992: Peter Bloetzer (CSP, * 1933)
  • 1993–2000: Ruth Kalbermatten (CVP, 1950–2014)
  • 2001–2011: René Imoberdorf (CSP, * 1950)
  • 2011–2016: Niklaus Furger (CVP, * 1953)

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Visp ist das Wirtschaftszentrum des deutschsprachigen Oberwallis und bildet zusammen mit Brig-Glis ein Ballungsgebiet. Visp ist mit der Chemieindustrie (Werk Lonza) sowie weiteren kleineren Unternehmen das Zentrum der Oberwalliser Industrie. Visp hat rund 1300 Zupendler aus benachbarten Gemeinden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Visp ist ein wichtiger Knotenpunkt der Matterhorn-Gotthard-Bahn, die 2003 aus der Fusion der Brig-Visp-Zermatt-Bahn und der Furka-Oberalp-Bahn entstand. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2007 wurde der neue Lötschberg-Basistunnel eröffnet. Visp ist seither wichtiger Umsteigebahnhof der Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT) auf der Lötschberglinie Bern–Lötschberg–Brig zur Simplonlinie Lausanne–Brig–Domodossola. Die Reisezeit nach Bern ist damit auf 55 Minuten verringert worden.

Visp ist auch bekannt als das Nadelöhr vom Oberwallis. Im Strassenverkehr sind zu Stosszeiten, beidseitig der Stadt, jeweils an der Hauptstrasse 9 längere Staus zu beobachten. Eine Lösung des Problems wurde schon in den 1970er Jahren erstellt, doch wegen politischer Querelen immer wieder verworfen. Seit 2001 wird nun an der 8,8 km langen vierspurigen Südumfahrung von Visp gearbeitet. Das Teilstück der Nationalstrasse A9 kann voraussichtlich im Jahre 2016 in einem zweispurigen Tunnel mit Gegenverkehr in Betrieb genommen werden. Der Vollausbau wird voraussichtlich im Jahr 2019 vollendet sein. Die vorgesehenen Kosten werden sich auf etwa 1.775 Mia. Franken belaufen.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Visp befindet sich der Sitz des Senders Radio Rottu Oberwallis.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist der 1939 gegründete Eishockey Club EHC Visp. Dieser wurde 1962 einmal Schweizer Meister in der National-Liga A und 1960, 2011, sowie 2014 Schweizer Meister in der National-Liga B. Seit 1999 spielt der Club wieder in der National-Liga B. Zum Club zählen 14 Mannschaften: 3 Aktive, 1 Damen, 1 Senioren, 9 Nachwuchs. Es spielen 300 aktive Spielerinnen und Spieler (Stand August 2011).

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrere römisch-katholische Kirchengebäude und Kapellen prägen das Stadt- und Landschaftsbild. Hauptkirche ist St. Martin. Seit 1951 hat Visp auch eine reformierte Kirche.

Eines der kulturellen Zentren des Oberwallis ist das La Poste – Kultur und Kongresszentrum im Zentrum der Stadt. Dessen Fassade ist mit dem Kalpetranquarzit aus St. Niklaus und Embd verkleidet.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine und religiöse Gemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Stadt hat viele sportliche, musikalische, literarische, religiöse und andere kulturelle Vereine anzubieten.

Zwischen dem Albanischen Kulturzentrum Visp sowie dessen Moschee, die im Osten der Stadt liegt, und dem Forum Migration Oberwallis besteht ein sehr guter Kontakt und Austausch. Die albanischsprachige Diaspora-Gemeinde in Visp kommt mehrheitlich aus der mazedonischen Stadt Tetovo und dessen Region. Diese albanisch-muslimische Gemeinde zählt ca. 220 Mitglieder und ist sunnitisch geprägt. Mit Hilfe einiger regionaler Pfarreien, der Gemeinde Visp und Spenden der Emigranten-Gemeinde wurde die Moschee errichtet. In Visp und in den umliegenden Gemeinden leben heute ca. 1000 Muslime.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panorama über Visp, Blick Richtung Süden

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert Schmid, Peter Steinmann, Jutta Glanzmann: Der neue Bahnhof Visp. Mobilität und urbane Transformation. 1. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel 2009, ISBN 978-3-0346-0076-7.
  • Wanderkarte Visp. 1:25.000, Region Bürchen, Moosalp, Augstbordregion, Turtmanntal, Visperterminen, Nanztal, Simplonpass, Sonnige Halden. Rotten, Visp 2009, ISBN 978-3-905756-63-0.
  • Walter Ruppen: Visp VS. Siedlung und Bauten. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 356). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1984, ISBN 978-3-85782-356-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Visp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. www.meteoschweiz.admin.ch
  3. Der Dirigent der Visper. In: Tages-Anzeiger vom 13. September 2012