Hausten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hausten
Hausten
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hausten hervorgehoben

Koordinaten: 50° 24′ N, 7° 7′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Vordereifel
Höhe: 418 m ü. NHN
Fläche: 3,56 km2
Einwohner: 376 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56745
Vorwahl: 02655
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 034
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kelberger Straße 26
56727 Mayen
Website: www.vordereifel.de
Ortsbürgermeister: Norbert Klapperich
Lage der Ortsgemeinde Hausten im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte
Kapelle St. Anna
Kreuz an der Kapelle St. Anna
Blick auf Hausten von Westen

Hausten ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Vordereifel an, die ihren Verwaltungssitz in Mayen hat.

Geographische Lage[edit | edit source]

Hausten liegt in einem Nebental der Nette an der nördlichen Grenze des Landkreises Mayen-Koblenz südlich der B 412 in der Hocheifel, östlich des Nürburgrings und westlich des Laacher Sees. Über ein Drittel der Gemarkung ist Wald (ca. 126 Hektar). Zu Hausten gehört auch der Ortsteil Morswiesen.[2]

Geschichte[edit | edit source]

Hausten wird erstmals 1425 erwähnt, als Reinhard Snitz von Kempenich die Hälfte des Zehnten zu Huysteden zu Lehen besaß. Morswiesen ist 1376 als Morshusin und 1404 als Moirswesen belegt. Hausten gehörte zur Herrschaft Kempenich, seit 1277 ein Lehen Kurtriers. Nach dem Aussterben der Familie von Kempenich im Mannesstamm im Jahr 1424 folgten Auseinandersetzungen um das Erbe und verschiedene Verpfändungen, ehe die Herren von Eltz sich 1581 in den Pfandbesitz der Herrschaft Kemphausen setzen konnten. 1776 wurde das Pfand von Kurtrier eingezogen und die Herrschaft als Amt Hausten im Oberamt Mayen verwaltet. 1794 wurde das linksrheinische Gebiet französisch besetzt und in der Folge von Frankreich annektiert. Durch den Wiener Kongress kam Hausten zu Preußen und gehörte ab 1816 zum Kreis Adenau, der ab 1822 zur Rheinprovinz gehörte. Bei der Auflösung des Kreises 1932 kam die Gemeinde zum Kreis Mayen (ab 1939 Landkreis), gehörte ab 1946 zum Land Rheinland-Pfalz und infolge der Kreisreform von 1970 zum Landkreis Mayen-Koblenz.

Politik[edit | edit source]

Gemeinderat[edit | edit source]

Der Gemeinderat in Hausten besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Bürgermeister[edit | edit source]

Norbert Klapperich ist Ortsbürgermeister von Hausten. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 86,22 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[4]

Wappen[edit | edit source]

Wappen von Hausten
Blasonierung: „In Gold ein schräglinker blauer Wellenbalken, oben ein schwebendes rotes Kreuz, unten ein fünfspeichiges rotes Mühlrad, links darüber zwei grüne Ähren, die linke abgewinkelt.“

Infrastruktur[edit | edit source]

Kirche[edit | edit source]

Hausten besitzt im Ortsteil Morswiesen eine kürzlich renovierte Kapelle (St. Anna) und gehört zur Pfarrei St. Barbara in Weibern.

Bildung[edit | edit source]

Eine eigene Grundschule gibt es in Hausten nicht mehr. Die Kinder besuchen die Schule in Weibern im benachbarten Landkreis Ahrweiler.

Siehe auch[edit | edit source]

Weblinks[edit | edit source]

Commons: Hausten – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[edit | edit source]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019[Version 2021 liegt vor.]. S. 41 (PDF; 3 MB).
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Vordereifel, Verbandsgemeinde, neunte Ergebniszeile. Abgerufen am 13. Februar 2020.