Arft

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Arft
Arft
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Arft hervorgehoben
Koordinaten: 50° 23′ N, 7° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Vordereifel
Höhe: 550 m ü. NHN
Fläche: 5,83 km2
Einwohner: 258 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56729
Vorwahl: 02655
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 006
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kelberger Straße 26
56727 Mayen
Webpräsenz: www.arft.eu
Ortsbürgermeister: Carlo Groß
Lage der Ortsgemeinde Arft im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte

Arft ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Vordereifel an, die ihren Verwaltungssitz in Mayen hat.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft liegt nordwestlich von Mayen zwischen Laacher See und Nürburgring in der Nähe der Hohen Acht, der höchsten Erhebung der Eifel.

In Arft entspringt der Arfter Bach, einer der beiden Quellflüsse der Nette. Höchster Punkt ist der Raßberg mit 668 m ü. NN, an dessen Fuße sich ein Skigebiet mit Skilift und 500 m langer Piste befindet.

Außer dem namengebenden Ort gibt es den kleineren Ortsteil Netterhöfe. Arft grenzt (im Uhrzeigersinn) an die Ortsgemeinden Hohenleimbach, Kempenich (beide Landkreis Ahrweiler), Weibern, Langscheid, Langenfeld, Acht, Siebenbach und (mit einem schmalen Streifen) Kaltenborn (Landkreis Ahrweiler).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arft gehörte zum Kirchspiel Langenfeld und mit diesem bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Kurfürstentum Trier. Nach 1792 hatten französische französische Revolutionstruppen das sogenannte Linke Rheinufer eingenommen. Nach der Einführung der französischen Verwaltungsstrukturen gehörte Arft von 1798 bis 1814 zum Kanton Virneburg im Rhein-Mosel-Departement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Arft gehörte zur Bürgermeisterei Virneburg im 1816 errichteten Kreis Adenau des Regierungsbezirks Koblenz und von 1822 an zur Rheinprovinz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Arft, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 141
1835 226
1871 229
1905 293
1939 291
1950 264
Jahr Einwohner
1961 246
1970 284
1987 254
1997 292
2005 297
2015 258

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Arft besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtliche Beschreibung: „In Gold unter vier balkenweise gestellten roten Rauten ein blauer Dreipaß mit Dreiblättern.“

Die vier Rauten deuten auf das Wappen der Grafen von Virneburg hin, der Dreipaß auf die Schutzpatrone der Kapelle.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arft gehört kirchlich zur katholischen Gemeinde Langenfeld (Eifel). Die Kapelle in Arft ist der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht und wurde 1959 erbaut.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemarkung Arft führen zwei als Traumpfad prämierte Wanderwege, die kombiniert werden können.

Ein Wanderziel bietet die unter Naturschutz stehende Bergheide mit ihrer Vielfalt an Gräsern und Sträuchern. Der prämierte Wanderweg Bergheidenweg führt über die Wacholderheide und durch Kiefernhaine; Teile des Weges auch entlang der Nette und des Selbachs. Schwierigkeitsgrad: leicht - Länge 10,3 km - Start/Ende: Parkplatz unterhalb des Raßberg.

Als weiteres Ziel für Wanderer ist der Dr. Heinrich-Menke-Park, eines der Naturschutzgebiete des Landkreises Mayen-Koblenz. Naturfreunde schätzen seine Wacholderheide, die vom Wacholderweg[4] touristisch erschlossen wird, der auf 8,8 km Länge auch durch die benachbarten Wacholderschutzgebiete Heidbüchel, Raßberg, Büschberg, Wolfsberg und Wabelsberg (Nachbargemeinde Langscheid) führt.

Die Europäische Kommission unterstützt (zusammen mit dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt und Forsten und der Umweltstiftung des Kreis Mayen-Koblenz) Maßnahmen des Naturschutzes auf ausgewählten Wacholderheiden der Osteifel. Teile des LIFE-Projektes betreffen auch die oben genannten Schutzgebiete.

Naturschutzgebiete

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arft – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Wacholderweg