Athabasken

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Die Athabasken oder Athapasken (Eigenbezeichnung: Dene), sind ein indigenes Volk, das in Kanada und Alaska beheimatet ist. Sie werden in fünf Bands eingeteilt: Chipewyan, Dogrib, T'atsaot'ine, North Slavey und South Slavey.

Erforschung und Aufzeichnung[Bearbeiten]

Die Geschichte der Athabasken ist wenig bekannt, da erst seit Anfang 1900 ernsthafte Versuche gemacht wurden, sie zu erforschen. Die Chipewyan wurden kurz nach ihrer Entdeckung als einer von wenigen Stämmen durch Europäer erforscht und sind der am besten dokumentierte Stamm der Athabasken. Trotzdem sind die Informationen ziemlich dürftig im Vergleich zu denen über andere Indianerstämme Amerikas.

Im Jahre 1908 reiste der Anthropologe Robert H. Lowie nach Kanada, um die Lebensweise der Chipewyan zu erforschen und eventuell deren Geschichte zu rekonstruieren. Signifikant ist, dass Lowie nicht in der Lage war, mehr als nur Legenden herauszufinden. Im Nachhinein sagte Lowie: „Wissenschaftlich gesehen, war es der unfruchtbarste Forschungstrip meiner Karriere.“

Heutige Situation[Bearbeiten]

Athabasken leben heute weniger in Reservaten, sondern meist als normale Bürger. Dennoch gibt es immer noch zahlreiche abgelegene Dörfer mit vorwiegend athabaskischen Einwohnern.

Athabasken haben als Indianer das Privileg einer freien Sozialversicherung sowie eigene Vertretungen, sogenannte Native Corporations, die eingeschränkt eigene Gesetze erlassen können. Dies hat zur Folge, dass manche Native Corporations das Glücksspiel legalisiert haben, obwohl es in dem Staat, in dem sie sich befinden, verboten ist. Dies und die Tatsache, dass sich zahlreiche erdölreiche Ländereien im Besitz von Native Corporations befinden, hat manchen zu Wohlstand verholfen.

Schreibweisen[Bearbeiten]

Es existieren zwei Schreibweise der Athabasken, 'Athabasken' und 'Athapasken' im deutschen wie auch im englischen. Beide sind nicht falsch, dennoch präferieren die meisten Stämme die Schreibweise 'Athabasken'.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]