Bordano

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Bordano
Kein Wappen vorhanden.
Bordano (Italien)
Bordano
Staat: Italien
Region: Friaul-Julisch Venetien
Provinz: Udine (UD)
Koordinaten: 46° 19′ N, 13° 6′ O46.31666666666713.1224Koordinaten: 46° 19′ 0″ N, 13° 6′ 0″ O
Höhe: 224 m s.l.m.
Fläche: 15,2 km²
Einwohner: 761 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einw./km²
Postleitzahl: 33010
Vorwahl: 0432
ISTAT-Nummer: 030012
Volksbezeichnung: Bordanesi
Website: Bordano

Bordano (furlanisch Bordan) ist eine Gemeinde in der Provinz Udine in Friaul, Italien mit 761 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013).

Geografie[Bearbeiten]

Die Ortschaft liegt auf 224 m Seehöhe auf der rechten Seite des Flusses Tagliamento gerade zwischen den Bergen Brancot (1.015 m) im Süden und San Simeone (1.505 m) im Norden. Außer dem Hauptort zählt noch der Ortsteil Interneppo (Tarnèp) zur Gemeinde.

Die Nachbargemeinden sind Cavazzo Carnico, Gemona del Friuli, Trasaghis und Venzone.

Das Gefecht am Monte Festa[Bearbeiten]

Die Festung des Monte Festa wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu dem Zweck erbaut, einen Befestigungsgürtel zur Verteidigung Friauls zu schaffen. Die strategischen Verhältnisse während des Ersten Weltkriegs bewahrte sie jedoch vor dem Frontverlauf und wurde mit ein wenig mehr als 100 Mann Besatzung als Artillerie-Beobachtungsstand genutzt. Mit dem Vorstoß von Karfreit im Jahre 1917 durchbrachen die deutsch-österreichischen Truppen aber die italienischen Linien und begannen mit ihrem Einfall Richtung friaulische Ebene und Piave, und so sah die Festung tausende und abertausende feindlicher Soldaten in die darunter liegenden Täler ausschwärmen. Zu diesem Zeitpunkt erreichte die spärliche Besatzung des Monte Festa der Befehl, auf jeden Fall Widerstand zu leisten. Am 5. November war die Feste zu einer mittelgroßen Insel geworden, von lauter feindlichen Streitkräften umgeben. Die Österreicher griffen in der Nacht vom 5. zum 6. November an, aber die Italiener leisteten mit dem einzigen verfügbaren Maschinengewehr Widerstand, welches sie hier und dort aufstellten, und somit die Angreifer hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Verteidiger täuschten. Als dann die Munition zu verebben begann, dachten sie an den Abwurf von Felsblöcken, die sie auf die Feinde warfen, die die Berghänge zu erklimmen suchten. Alsbald erkannten jedoch die Italiener, dass jeglicher Widerstand zwecklos war. Sie versuchten einen Ausfall, um sich mit dem italienischen Heer und den anderen wieder zu vereinen, nachdem sie das Munitionslager in die Luft gejagt hatten. Als der Ausfall scheiterte kapitulierten sie.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Das Haus der Schmetterlinge steht im Ortszentrum und ist ein richtiges und wahrhaftes lebendiges Museum dieser Insekten. Das Haus, in welchem über 400 von den schönsten Schmetterlings-Arten gezüchtet werden, wird in drei große Gärten unterteilt: Amazonien, tropisch Afrika und Indo-Australien. In den Räumlichkeiten kann man alle Stadien in der Entwicklung von Schmetterlingen kennenlernen, vom Ei zur Raupe, von der Puppe zum Schmetterling. Zu sehen sind die Unterschiede zwischen Tag- und Nacht-Faltern an einigen lebendigen Insekten mit den signifikantesten Kunstgriffen, die als Überlebensstrategie angenommen wurden und die Färbungen, die zur aktiven Verteidigung so wie zur Tarnung dienen.
  • Die mythologische Mauer, dem italienischen Radsport gewidmet, befindet sich an der Verbindungsstraße nach Interneppo. Sie steht nur ein Stückchen westlich des Ortes und wurde aufgrund des Abkommens vom 25. Januar 2001 rep. 2693, von der Provinz Udine ins Leben gerufen. Ausführende Maler waren Giuseppe Brombin und Floreano „Jan“ Franzil. Auf der Straßenmauer gleich nach einer Straßenkehre über den Cartine-Bach sind die berühmten italienischen Radrennfahrer Bottecchia, Binda, Girardengo, Coppi, Adorni, Magni, Guerra, Bartali, Nencini, Gimondi, Moser und Pantani malerisch dargestellt. Antonio Lot mit seinem Mikrofon in der Hand präsentiert die bergwärts pedalierenden Rennfahrer. Bei deren Anstieg werden sie von Duilio Chiaradia, einem bekannten Kameramann des RAI-TV, verkehrt auf einem mitfahrenden Motorrad sitzend, von der Spitze des Feldes aus gefilmt.

Fotogalerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Fabrizio Desio, Ivo Pecile: „Schmetterlingspfad“ der Gemeinde Bordano; entomologischer Führer zum ausgeschilderten Pfad.
  • Furio Bianco, Aldino Bondesan, Paolo Paronuzzi, Michele Zanetti, Adriano Zanferrari: „Il Tagliamento“ (in italienischer Sprache); Copyright 2006, Universität Udine; Cierre Verlag; ISBN 88-8314-372-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bordano – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.