Francesco Moser

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Francesco Moser (2011)
Bahnrad von Francesco Moser im Nationaal Wielermuseum Roeselare

Francesco Moser (* 19. Juni 1951 in Palù di Giovo, Trentino) ist ein ehemaliger italienischer Radrennfahrer. In den 1970er und 1980er Jahren war er einer der erfolgreichsten italienischen Radrennfahrer. Heute stellt Moser, der auch eine Zeit lang regionalpolitisch aktiv war, Fahrräder her.

Karriere[Bearbeiten]

Moser wurde 1973 Profi. Er galt als Spezialist für Zeitfahren und konnte in seiner Karriere auch viele wichtige Eintagesrennen für sich entscheiden, so die italienischen Klassiker Mailand-San Remo 1984 sowie die Lombardei-Rundfahrt 1975 und 1978. Der mal in Folge 1975 bis 1978 gewann er das Kopfsteinpflasterrennen Paris-Roubaix. Weitere vier Mal stand Moser auf dem Podium. 1977 wurde Moser in Venezuela Straßenweltmeister vor Dietrich Thurau.

1984 gewann Moser den Giro d’Italia, obwohl er aufgrund seines Körperbaus kein hervorragender Kletterer war und seinen Vorsprung beim Zeitfahren herausholen musste. Insgesamt holte Moser 19 Etappensiege beim Giro sowie zwei bei seiner einzigen Teilnahme bei der Tour de France 1975, die er auf dem siebten Platz beendete. Beeindruckend seine Serie beim Giro: 12-mal nahm er teil, einmal wurde er Sieger, dreimal Zweiter, zweimal Dritter, drei weitere Male platzierte er sich unter den ersten zehn.

1984 übertraf Moser mit einem speziell konstruierten Zeitfahrrad und der erstmaligen Nutzung eines "Bullhorn"-Lenkers von 3ttt in der Höhe von Mexiko-Stadt den zwölf Jahre alten Stundenweltrekord von Eddy Merckx. Er fuhr 50,808 km und steigerte diese Marke vier Tage später auf 51,151 km, eine Leistung, die erst neun Jahre später von Graeme Obree übertroffen wurde. Moser beendete seine Karriere 1987.

Bis heute legendär ist Mosers Rivalität mit seinem Landsmann Giuseppe Saronni. Die beiden Weltklassefahrer spalteten die italienischen Tifosi in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren in zwei konkurrierende Fangruppen, vergleichbar nur mit der Konkurrenz zwischen Gino Bartali und Fausto Coppi über dreißig Jahre zuvor.

Von 1994 bis 1999 war Moser für den Partito Autonomista Trentino Tirolese Abgeordneter im Trentiner Landtag.

Moser war von 1999 bis 2007 Präsident der Cyclistes Professionnels Associés (CPA), der Vereinigung der Radprofis.

Familie[Bearbeiten]

Francesco Moser stammt aus einer Radsportfamilie: Er ist der jüngste von vier Brüdern, die Rennfahrer waren. Außer ihm selbst ist der bekannteste sein ältester Bruder Aldo. Auch mehrere seiner Neffen sind Radrennfahrer, darunter Leonardo Moser, der inzwischen seine Laufbahn beendete, sowie dessen Bruder Moreno Moser, der seit 2012 als Neoprofi für das Team Liquigas-Cannondale fährt.

Erfolge (Auszug)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Francesco Moser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien