Die Rückkehr der Jedi-Ritter
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Die Rückkehr der Jedi-Ritter Alternativtitel Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter |
| Originaltitel | Star Wars: Episode VI – Return of the Jedi |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1983 |
| Länge | Kinofassung: 127 Minuten Special Edition: 129 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12[1] |
| Stab | |
| Regie | Richard Marquand |
| Drehbuch | Lawrence Kasdan George Lucas |
| Produktion | Howard G. Kazanjian |
| Musik | John Williams |
| Kamera | Alan Hume |
| Schnitt | Sean Barton, Marcia Lucas, Duwayne Dunham |
| Besetzung | |
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Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter (Originaltitel: Star Wars: Episode VI – Return of the Jedi) ist der sechste Teil der Star-Wars-Saga von George Lucas, der in Deutschland 1983 unter dem verkürzten Titel Die Rückkehr der Jedi-Ritter erschien.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung [Bearbeiten]
Der in Karbonit tiefgefrorene Körper von Han Solo befindet sich nun im Besitz von Jabba, der ihn in seiner Wüstenfestung auf Tatooine als bizarren Wandschmuck aufgestellt hat. Bei dem Versuch, Han zu retten, wird Prinzessin Leia gefasst und als persönliche Sklavin von Jabba gehalten. In einer Rettungsaktion gelingt es jedoch Luke Skywalker, seine beiden Freunde zu befreien. Luke macht sich danach auf ins Dagobah-System, um seine Ausbildung beim alten Jedi-Meister Yoda zu beenden. Dieser aber erklärt Luke, dass er keiner weiteren Ausbildung bedürfe, um Vader gegenüberzutreten und diesen zu besiegen, was ihn bei Gelingen zu einem Jedi-Ritter machen würde. Auch bestätigt Yoda, dass Vader Lukes Vater ist und dass dieser früher einmal der Schüler von Obi-Wan Kenobi war. Kurz danach stirbt Yoda friedlich an Altersschwäche und wird eins mit der Macht. Nach Yodas Tod erfährt Luke durch den Machtgeist von Obi-Wan Kenobi, der ihm auf Dagobah erscheint, dass Leia seine Zwillingsschwester ist.
Währenddessen sammelt sich die Rebellenflotte, um Vorbereitungen für die entscheidende Schlacht gegen die Streitkräfte des Imperiums zu treffen. Das Imperium steht kurz vor der Vollendung eines neuen, mächtigeren Todessterns, dessen Bau der Imperator persönlich beaufsichtigt.
Eine kleine Kommandoeinheit der Rebellen unter der Leitung von Han, Luke und Leia begibt sich auf den Waldmond Endor, um den Schutzschild, der den Todesstern umgibt, zu zerstören. Doch Luke hat andere Pläne: Er will sich seinem Vater Darth Vader erneut in einem Zweikampf stellen und ihn von der dunklen Seite der Macht zurückholen. Zu diesem Zweck lässt er sich freiwillig gefangen nehmen. Er wird von Darth Vader auf den Todesstern gebracht, wo ihn der Imperator bereits erwartet.
Währenddessen geraten Han und Leia bei dem Versuch den Schutzschild zu sprengen, in einen Hinterhalt und werden gefangen genommen. Als die Rebellenflotte eintrifft, ist der Schild des Todessterns immer noch aktiv und die Imperiale Armada verwickelt sie in eine aussichtslos scheinende Schlacht. Angesichts der Lage der Rebellen greift ein verzweifelter Luke den Imperator an, wird jedoch von Vader daran gehindert, zwischen beiden beginnt ein Kampf mit dem Laserschwert. Auf dem Mond wendet sich unterdessen das Blatt: Die gefangenen Rebellen bekommen unerwartet Hilfe. Die Ewoks, die Ureinwohner des Mondes, halten C-3PO wegen seiner goldfarbenen Metallhülle für eine Gottheit. Der Protokolldroide bringt auf Lukes Anweisung hin die Ewoks dazu, sich mit den Rebellen zu verbünden. Zusammen können sie die Imperialen Truppen schlagen und den Schildgenerator sprengen.
Der Angriff auf den Todesstern beginnt, während Luke noch immer gegen Darth Vader kämpft. Luke weiß, dass er der dunklen Seite der Macht verfallen würde, falls er seinem Hass nachgeben und Vader töten würde. Immer wieder versucht er, sich zurückzuhalten. Als Vader jedoch Leias wahre Herkunft erkennt und androht, sie bekehren zu wollen, gibt Luke seinem Hass nach: Er schlägt wild auf ihn ein und kann ihm seine rechte Hand, in der er sein Laserschwert hielt, abtrennen. Als Vader wehrlos zu Lukes Füßen liegt, fordert der Imperator ihn auf, Vader zu töten. Luke jedoch wirft sein Lichtschwert fort und weigert sich. Als ihn der Imperator daraufhin mit Machtblitzen töten will, ergreift Vader doch noch Partei für seinen Sohn Luke, der ihn unter Schmerzen um Hilfe bittet. Vader packt seinen Meister und schleudert den Imperator in einen Reaktorschacht des Todessterns, was diesen vernichtet. Selbst durch den Ausstrom der dunklen Macht des Imperators tödlich verletzt, bricht Vader zusammen und stirbt, nachdem er sich durch seinen Sohn die schwarze Atemmaske abnehmen ließ, um ihn einmal noch mit seinen eigenen Augen sehen zu können. Luke, der vorhatte, seinen geretteten Vater lebendig mit sich zu nehmen, kann nur noch mit dem Leichnam Vaders vom Todesstern entkommen.
Der Angriff der Rebellen führt kurze Zeit später auch zum Erfolg und der Todesstern wird in einer gewaltigen Explosion vernichtet.
Bei der Siegesfeier auf dem Waldmond trifft Luke wieder mit seinen Freunden zusammen. Auch die Machtgeister von Obi-Wan, Yoda und das gute Abbild seines Vaters Anakin Skywalker sind zu sehen. Der Film endet mit einem Festrausch, bei dem viele Wesen in der Galaxis ihre Befreiung von der Terrorherrschaft des Imperiums feiern.
Hintergründe [Bearbeiten]
- „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ sollte anfangs den Titel „Revenge of the Jedi“ tragen. Paramount drehte allerdings zum selben Zeitpunkt „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ der damals noch „Revenge of Khan“ heißen sollte. Nach langen Verhandlungen entschied sich Paramount für den Titel „The Wrath of Khan“. Kurz vor dem Erscheinen bekam der sechste Teil der Star-Wars-Saga einen neuen Titel: „Return of the Jedi“. George Lucas kommentierte diese Änderung mit der Aussage, dass Jedi keine Rache üben. Ungünstigerweise hatte ein lizenzierter T-Shirt-Hersteller zu diesem Zeitpunkt bereits tausende Fan-Shirts mit dem falschen Namen gedruckt, welche heute bei Fans im vierstelligen Euro-Bereich gehandelt werden.[2]
- Ursprünglich sollte die Konfrontation zwischen Luke Skywalker und Darth Vader auf der imperialen Thronwelt Had Abbadon stattfinden, welche wesentlich später die Grundidee für den Planeten Coruscant lieferte, der ab der Special Edition von 1997 einen Kurzauftritt als imperiale Thronwelt hatte und auch einer der Haupthandlungsorte in den später verfilmten Episoden 1–3 ist. Der Handlungsort der Konfrontation von Rückkehr der Jedi-Ritter wurde jedoch später dann auf den neuen Todesstern und den Waldplaneten Endor verschoben.
- Während der Dreharbeiten trug der Film den Codenamen „Blue Harvest – Horror beyond Imagination“, um für Ruhe vor den Fans und Pressevertretern zu sorgen.[3]
- Wie bereits bei den Dreharbeiten zum zweiten Teil schlug Harrison Ford George Lucas vor, Han Solo sterben zu lassen, um dem Charakter mehr Tiefe zu verleihen, Lucas war jedoch dagegen.
- Die Szene, in der der Imperator von Darth Vader über ein Geländer in den Todessternreaktor geworfen wird, sollte zunächst von einem Stuntman gespielt werden. Nachdem die Szene nach mehreren Versuchen mit Drahtseilen und anderen Tricks noch immer nicht funktionierte, rief man ernüchtert David Prowse an das Set. Trotz einer Schwellung im Knie drehte er die Szene und sie gelang bei der ersten Aufnahme.
- In der DVD-Version von 2004 wurde der Geist des alten Anakin Skywalker durch den von Hayden Christensen dargestellten jungen Anakin aus Episode II und III ersetzt. Ursprünglich war in dieser Szene Sebastian Shaw neben Obi Wan und Yoda zu sehen, der im Abspann auch weiterhin als Anakin Skywalker aufgeführt ist.[4]
Titel und Versionen [Bearbeiten]
1997 wurde der Film als Special Edition in den Kinos wiederveröffentlicht. Diese Version wurde mit den neuen technischen Möglichkeiten erweitert (mehr Spezialeffekte; Ersatz von modellbasierten Effekten durch computergenerierte) und ist auch um einige Minuten länger.
Für die erneut überarbeitete DVD-Veröffentlichung im Jahre 2004 wurde in der Vermarktung der Zusatz Special Edition fallengelassen. Dennoch ist die Bezeichnung Special Edition inoffiziell auch weiterhin für alle Filmversionen seit 1997 gebräuchlich, um diese digital überarbeiteten von den vorherigen Versionen abzugrenzen. Die Version von 2004 erschien gebündelt mit der Kinoversion von 1983 im Jahre 2006 als Limited Edition auf DVD. Dies stellt das bisher letzte Mal dar, dass George Lucas die nicht digital überarbeitete Version auf einem aktuellen Heimvideoformat veröffentlicht hat, wobei auch dafür schon keine digitale Aufbereitung bzw. Anpassung des Filmmaterials an die Gegebenheiten des Datenträgers DVD vorgenommen wurden. Stattdessen wurde das Filmmaterial früherer Laserdisc-Veröffentlichungen schlicht auf DVD überspielt.[5]
Zum Release der Blu Ray Saga Box im Jahr 2011 wurde der Film ein weiteres Mal an mehreren Stellen digital überarbeitet und stellt die damit vierte Fassung von Die Rückkehr der Jedi-Ritter dar.
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- Sonderoscar für die besten visuellen Effekte für Richard Edlund, Dennis Muren, Ken Ralston und Phil Tippett
- Nominierung in der Kategorie Bestes Szenenbild für Norman Reynolds, Fred Hole, James L. Schoppe und Michael D. Ford
- Nominierung in der Kategorie Beste Filmmusik für John Williams
- Nominierung in der Kategorie Bester Ton für Ben Burtt, Gary Summers, Randy Thom und Tony Dawe
- Nominierung in der Kategorie Bester Tonschnitt für Ben Burtt
British Academy Film Awards 1984
Saturn Award 1983 / Saturn Award 1984
- Bester Science-Fiction-Film für Howard G. Kazanjian, Jim Bloom und Robert Watts
- Bester Hauptdarsteller für Mark Hamill
- Bestes Kostüm für Aggie Guerard Rodgers, Nilo Rodis-Jamero
- Bestes Make-up für Phil Tippett, Stuart Freeborn
- Beste Spezialeffekte für Richard Edlund, Dennis Muren und Ken Ralston
- Nominierung in der Kategorie Beste Regie für Richard Marquand
- Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für Carrie Fisher
- Nominierung in der Kategorie Bester Nebendarsteller für Billy Dee Williams
- dramatischste Präsentation
- Bester Film
- 3 Millionen Zuschauer in 18 Monaten
2006 erschien die originale Kinofassung in einer Limited Edition auf DVD.
Literatur [Bearbeiten]
- James Kahn: Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Wilhelm Goldmann Verlag, 1983, ISBN 3-442-06639-5.
Eine umfangreiche Literaturliste zu der Filmreihe ist im Star-Wars-Hauptartikel zu finden.
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Die Rückkehr der Jedi-Ritter in der Internet Movie Database (englisch)
- Die Rückkehr der Jedi-Ritter in der Open Media Database
- Sammlung von Kritiken zu Die Rückkehr der Jedi-Ritter bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Umfangreiche Video-Dokumentation von einem Fan über die Entstehung des Films
- Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter im deutschsprachigen SW-Wiki Jedipedia
- Vergleich der Schnittfassungen Special Edition – DVD-Edition, Kinofassung – Special Edition, DVD-Edition – Blu-ray-Edition von Die Rückkehr der Jedi-Ritter bei Schnittberichte.com
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Freigabebescheinigung (PDF; 71 kB) der FSK
- ↑ Stephen J. Sansweet, Peter Vilmur: Die Star Wars Collection: 30 Jahre Kult: der einzigartige Bildband mit vielen originalgetreuen Reproduktionen und 2 Audio-CDs. Blanvalet Verlag, 2007, ISBN 978-3-7645-0277-5, S. 66.
- ↑ Stephen J. Sansweet, Peter Vilmur: Die Star Wars Collection: 30 Jahre Kult: der einzigartige Bildband mit vielen originalgetreuen Reproduktionen und 2 Audio-CDs. Blanvalet Verlag, 2007, ISBN 978-3-7645-0277-5, S. 67.
- ↑ Star Wars Union Online
- ↑ Das Datenmaterial der DVD-Veröffentlichung der Prä-1997-Version stammt von der früheren Laserdisc-Veröffentlichung (englisch); Abruf: 28. Juni 2012.
- Star-Wars-Reihe
Episode I – Die dunkle Bedrohung (1999)
Episode II – Angriff der Klonkrieger (2002) | Episode III – Die Rache der Sith (2005)
Episode IV – Eine neue Hoffnung (1977) | Episode V – Das Imperium schlägt zurück (1980) | Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983)
- Weitere Filme aus dem Star-Wars-Universum
Star Wars Holiday Special (1978)
Star Wars: Ewoks – Die Karawane der Tapferen (1984) | Star Wars: Ewoks – Kampf um Endor (1985)
Star Wars: The Clone Wars (2008)
- Fernsehserien aus dem Star-Wars-Universum
Freunde im All (1985–1986) | Die Ewoks (1985−1986)
Star Wars: Clone Wars (2003−2005) | Star Wars: The Clone Wars (seit 2008)