Gonzalo Higuaín

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Gonzalo Higuaín

Higuaín (2012)

Spielerinformationen
Voller Name Gonzalo Gerardo Higuaín
Geburtstag 10. Dezember 1987
Geburtsort BrestFrankreich
Größe 184 cm
Position Sturm, Flügelspieler
Vereine in der Jugend
2002–2005 River Plate
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2005–2007
2007–2013
2013–
River Plate
Real Madrid
SSC Neapel
35 0(15)
190 (107)
39 0(17)
Nationalmannschaft2
2008
2009–
Argentinien U-23
Argentinien
1 00(2)
45 0(23)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 19. Oktober 2014
2 Stand: 14. Oktober 2014

Gonzalo Gerardo Higuaín (* 10. Dezember 1987 in Brest, Frankreich) ist ein argentinisch-französischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Higuaín im Trikot von Real Madrid (2009)

Verein[Bearbeiten]

Higuaín kam im französischen Brest zur Welt. Sein Vater Jorge Higuaín war zu diesem Zeitpunkt bei Stade Brest als Spieler aktiv. Seine Eltern siedelten mit ihm nach Argentinien über, als er zehn Monate alt war. Bis zum Ende des Jahres 2006 spielte Higuain für den argentinischen Topclub CA River Plate, in dessen Jugendmannschaften er auch seine Ausbildung zum Fußballer absolviert hatte. Er kann im Sturm, aber auch im offensiven Mittelfeld aufgestellt werden. Bei CA River Plate trug er zuletzt die Rückennummer 19.

Bereits im Sommer 2006 gab es viele Spekulationen um einen Wechsel des Youngstars zu einem der europäischen Topteams. Unter anderem war der FC Liverpool an ihm interessiert. Doch erst im Dezember des gleichen Jahres unterzeichnete er einen Vertrag bei Real Madrid. Dieser lief ursprünglich bis Juni 2013. Die Ablösesumme betrug 13 Millionen Euro.[1]

Der Durchbruch gelang Gonzalo Higuaín in der Saison 2008/09, in der er für Real Madrid 22 Ligatore erzielte. Mit dieser Leistung wurde der Offensiv-Allrounder Fünfter der Torjägerliste in Spanien.[2] In der Saison 2009/10 traf er 27 Mal und belegte hinter Lionel Messi den zweiten Rang der Torschützenliste in der spanischen Meisterschaft. Am Saisonende verlängerte Higuaín seinen Vertrag bei den Königlichen vorzeitig um drei Jahre bis Juni 2016.[3]

Zu Beginn der Saison 2010/11 stand Higuaín in den ersten zwölf Ligaspielen in der Startformation und schoss sieben Tore. Im Dezember 2010 wurde bei ihm jedoch ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert, der eine Operation erforderlich machte und eine viermonatige Zwangspause zur Folge hatte.[4] Im April 2011 feierte Higuaín sein Comeback. Er beendete die Spielzeit mit 17 Ligaspielen und zehn Toren.

Die Saison 2011/12 begann Higuaín als Einwechselspieler, da Trainer José Mourinho die Sturmposition Karim Benzema anvertraute, der während Higuaíns Abwesenheit in der Vorsaison Pluspunkte hatte sammeln können. Am sechsten Spieltag bestritt er wieder eine Ligapartie von Beginn an und schoss in den folgenden vier Spielen prompt acht Tore, darunter zwei Hattricks gegen Espanyol Barcelona und Betis Sevilla. Daraufhin teilte er sich die Position im Angriff mit seinem französischen Teamkollegen. Insgesamt bestritt er im Laufe der Spielzeit 35 Ligaspiele und kam bei 18 Startelfeinsätzen auf 22 Tore. Mit Real Madrid gewann er zum dritten Mal die spanische Meisterschaft.

In der Saison 2012/13 schoss Higuaín am 23. Februar 2013 im 179. Spiel sein 100. Tor in der Primera División. Er beendete die Spielzeit mit 16 Toren in 28 Ligaspielen. Am Saisonende kündigte er nach sechseinhalb Jahren Vereinszugehörigkeit seinen Abschied von Real Madrid an.[5]

Zur Saison 2013/14 wechselte Higuaín für rund 40 Millionen Euro zur SSC Neapel in die Serie A. Er unterschrieb einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2018.[6][7]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Weil Higuaín in Frankreich auf die Welt kam, besitzt er einen französischen Pass. Im November 2006 wurde er vom französischen Teamchef Raymond Domenech für ein Spiel der Nationalmannschaft gegen Griechenland nominiert, lehnte jedoch einen Einsatz ab, weil er es vorzog, für Argentinien zu spielen. Am 10. Oktober 2009 feierte er schließlich gegen Peru sein Debüt in der Nationalelf Argentiniens.

Erwartungsgemäß wurde er für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 nominiert. Im zweiten Gruppenspiel der argentinischen Auswahl erzielte er gegen Südkorea drei Tore beim 4:1-Erfolg. Im Achtelfinale gegen Mexiko schoss er das zwischenzeitliche 2:0 (Endstand 3:1). Im Viertelfinale scheiterte er mit Argentinien an Deutschland. Vier Jahre später nahm er an der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 teil. In der Qualifikation waren Lionel Messi mit zehn Higuaín mit neun Toren die zweit- und drittbeste Torschützen der CONMEBOL. Argentinien hatte sich als Gruppensieger qualifiziert. Higuaín stand in jedem der sieben argentinischen Spiele auf dem Platz und schoss im Viertelfinale das Siegtor gegen Belgien (hier wurde er auch zum Man of the Match gewählt). Im Finale verlor sein Team gegen Deutschland. Dennoch war die Teilnahme Argentiniens beste Leistung bei einem WM-Turnier seit 1990.

Titel und Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gonzalo Higuaín – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ESPN.com: Real sign Argentine striker Higuain from River, 14. Dezember 2006 (englisch)
  2. weltfussball.de: Primera Division 2008/09 – Torschützenliste (weltfussball.de)
  3. realmadrid.com: Gonzalo Higuain's contract extended to 2016, 7. Juni 2010 (englisch)
  4. realmadrid.com: Higuain will have surgery in Chicago on Tuesday, 5. Januar 2011 (englisch)
  5. fifa.com: Higuain confirms Madrid departure, 1. Juni 2013 (englisch)
  6. sscnapoli.it: Il Napoli ufficializza l'acquisto di Gonzalo Higuain, 27. Juli 2013 (italienisch)
  7. Marca.com: Higuaín ya es jugador del Nápoles, 27. Juli 2013 (spanisch)