Antikes Griechenland

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Die Geschichte des antiken Griechenlands, das die Entwicklung der europäischen Zivilisation maßgeblich mitgeprägt hat, umfasst etwa den Zeitraum vom 8. Jahrhundert v. Chr. (u. a. Entstehung der homerischen Epen) bis 146 v. Chr. (Integration Griechenlands ins Römische Reich mit Fortdauer bis in die Spätantike).

Während sich in der archaischen Zeit (ca. 700–500 v. Chr.) das Polissystem etablierte und es zur griechischen Kolonisation des Mittelmeerraums kam, war die klassische Periode (ca. 500–336 v. Chr.) eine Zeit großer kultureller Entfaltung, die ein Fundament für das Abendland legte. Dabei wurden auch zentrale politische Begriffe geprägt, beispielsweise im Zusammenhang mit der Entwicklung der attischen Demokratie.[1] Zu den Leistungen der antiken griechischen Kultur zählen, um nur einige Beispiele zu nennen: architektonische Monumente wie auf der Athener Akropolis, bedeutende Skulpturen, zentrale Werke der Dichtkunst (wie die Ilias und die Odyssee), die Grundlegung der Philosophie und bedeutende prosaische Geschichtswerke (beginnend mit Herodot und Thukydides, die spätere Geschichtsschreiber noch in Byzanz beeinflussten), außerdem maßgebliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Mathematik, der Physik und Formen friedlichen sportlichen Wettstreits wie die Olympischen Spiele.

Griechenland in der archaischen Zeit (ca. 700–500 v. Chr.)

Siehe auch: Archaik und Archaik (Kunst)

Homer und Hesiod

Die archaische Zeit brachte in vielerlei Hinsicht Grundlagen für die klassische Zeit des antiken Griechenlands hervor. Am Anfang standen nach dem „Dunklen Zeitalter“ die als frühes Bindeglied der Hellenen so wichtigen homerischen Epen, die Ilias und die Odyssee, die wohl um 750/730 (Ilias) bzw. ca. 720 v. Chr. bis zur Zeitenwende (Odyssee) in schriftlicher Form niedergelegt wurden (Zeitpunkt in der Forschung umstritten, siehe auch homerische Frage). Wohl noch vor Homer entstanden die für Mythologie und Weltanschauung ebenfalls bedeutsamen Dichtungen des Hesiod.

Die Polis

In dieser Zeit formierte sich in Griechenland ein neues Staatensystem, dessen Ausbildung möglicherweise schon im 12. Jahrhundert v. Chr., spätestens aber in geometrischer Zeit (etwa 900–700 v. Chr.) beginnt: Die Polis (Stadtstaat) wurde die beherrschende Staatsform (außer in Teilen Nordgriechenlands und Teilen der Peloponnes). Der Adel, der zunächst noch kein Geburtsadel war, gewann an Einfluss, gleichzeitig wurde dadurch bedingt die Königsherrschaft immer mehr zurückgedrängt und verschwand größtenteils. So traten unter anderem verstärkt Oligarchien auf, während in anderen Stadtstaaten die Bevölkerung stärker an der Regierung beteiligt war. Die entwickelte Demokratie (siehe auch Isonomie, das Prinzip der Rechtsgleichheit) wie im Falle Athens entstand jedoch erst in klassischer Zeit. Vollbürger waren in der Polis berechtigt, am politischen Leben teilzunehmen. Der Grad der Mitbestimmung war freilich von Stadt zu Stadt unterschiedlich abgestuft. Oft hatten Poleis nur ein eng begrenztes Umland (Chora). Große Poleis mit weitläufiger Chora, wie Athen und Sparta, waren die Ausnahme. In der Regel verfügte jede Polis über eine Akropolis sowie eine Agora, den Marktplatz, der als wirtschaftliches und politisches Zentrum diente.

Die Große Kolonisation

Bereits Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. sollen Griechen an Orte an der kleinasiatischen Küste übergesiedelt sein.[2] Im Zeitraum von ca. 750–550 v. Chr. kam es dann zur Großen Kolonisation, in deren Verlauf in weiten Teilen des Schwarzmeergebiets und in vielen Gegenden des Mittelmeerraums Tochterstädte gegründet wurden. Hier wurden vor allem in Unteritalien und auf Sizilien – nach Thukydides z. B. 735 v. Chr. Naxos und 730 v. Chr. Syrakus – viele Kolonien gegründet (Magna Graecia). Gründe waren neben Überbevölkerung und der Sicherung von Handelswegen auch innenpolitische Gegensätze und Unruhen innerhalb einer Polis. Dabei ist der Begriff der Kolonisation nicht nach modernen Maßstäben auszulegen. Die neu gegründeten Städte waren unabhängig von der Mutterstadt und die Ansiedlung geschah in der Regel dort, wo mit keinem ernsthaften Widerstand durch Einheimische zu rechnen war.

Die griechische und phönikische Kolonisation

Die griechische Besiedlung erstreckte sich damit über den gesamten Mittelmeerraum – mit der Ägäis als Zentrum. Ab 700 v. Chr. verstärkte sich der Einfluss orientalischer Elemente auf die Kunst, wobei zunächst Städte auf Euböa, bald darauf das mächtige Korinth eine wichtige Vermittlerrolle spielten. Die Griechen hatten schon zuvor das Alphabet der Phönizier übernommen und für ihre Zwecke umgestaltet.

In diesem sich weitenden Horizont entstand auch die ionische Philosophie. Zu ihren herausragenden Vertretern zählen u. a. der Naturphilosoph Thales von Milet, der musikverbundene Mathematiker Pythagoras von Samos und der „dunkle“ Dialektiker Heraklit von Ephesos.

In der Zeit um 500 v. Chr. entwickelte sich zudem die antike griechische Geschichtsschreibung. Impulse gingen sowohl von dem erweiterten geografischen Horizont als auch von der ionischen Philosophie aus. Hekataios von Milet, die sogenannten Logographen sowie die Historien Herodots stehen am Beginn der überaus reichen griechischen Geschichtsschreibung, die bedeutende Prosawerke hervorbrachte und thematisch äußerst vielfältig war. Herodot und Thukydides stellten den Maßstab dar, an dem sich viele folgende antike griechische Geschichtsschreiber orientierten. Allerdings ist ein Großteil der antiken Literatur und damit auch der Geschichtsschreibung verloren gegangen (siehe auch Die Fragmente der griechischen Historiker).

Argos und Sparta

Auf dem griechischen Festland rivalisierten währenddessen verschiedene Poleis um eine Vormachtstellung und bekriegten einander oftmals. Auf der Peloponnes war zunächst Argos lange Zeit führend; doch gelang es Sparta, zur führenden Militärmacht Griechenlands zu werden – nach der Eroberung Messeniens in mehreren erbittert geführten Kriegen (bis 640 v. Chr.) sowie auf der Grundlage innerer Reformen. Längst hatte sich das Militärmodell der Bürgerwehren durchgesetzt (Hoplitentaktik). Um 550 v. Chr. gründete Sparta schließlich den Peloponnesischen Bund und zementierte damit seinen Herrschaftsanspruch.

Die Tyrannis

Im 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. verbreitete sich die Regierungsform der Tyrannis. Das geschah zunächst in Korinth, wo die Kypseliden um 660 v. Chr. an die Macht kamen und damit die früheste Tyrannis in Griechenland einrichteten, sowie danach in Sikyon und Samos, später auch in Athen. Der Begriff Tyrannis stammte aus Kleinasien und bezeichnete zunächst ohne Wertung eine Alleinherrschaft. In der Regel übernahm ein mächtiger Aristokrat die Führung innerhalb einer Polis, sicherte seine Macht militärisch ab und suchte zudem Unterstützung bei anderen Tyrannen. Es bestand also keine rechtliche Grundlage, sondern eine rein machtpolitische. Auch im westlichen Mittelmeerbereich kamen in späterer Zeit Tyrannen an die Macht, wobei die Entwicklung auf Sizilien recht spektakulär verlief (siehe Gelon, Agathokles). Im griechischen Kernland stellte sich aber vor allem Sparta dieser Regierungsform entgegen und bekämpfte sie energisch.

Gemeinschaftsstiftende Faktoren

Die antike griechische Welt kannte kein „Nationalgefühl“. Jede Polis, mochte sie noch so klein sein, wachte streng über die eigene Autonomie und war nicht bereit, diese freiwillig aufzugeben. Dadurch bedingt war der Krieg im antiken Griechenland eher der Normalzustand (siehe die Kämpfe zwischen Sparta und Argos oder zwischen Athen und Ägina).

Großereignisse, zu denen Griechen aus den verschiedenen Poleis zusammenströmten und bei denen sie ihr Zusammengehörigkeitsbewusstsein zum Ausdruck brachten, gab es vor allem in Gestalt der Panhellenischen Spiele, deren berühmteste die Olympischen Spiele waren. Hieran nahmen beispielsweise auch Griechen aus Unteritalien teil. Von ähnlicher panhellenischer Bedeutung war außerdem das Orakel von Delphi.

Von grundlegender gemeinschaftsstiftender Wirkung war aber vor allem der aus den homerischen Epen bekannte Götterkanon, auf den sich in archaischer Zeit die ersten Tempelbauten bezogen. Die antiken griechischen Poleis waren stark religiös geprägt. Zwar handelte es sich um keine Buchreligion – die Religion wurde durch Mythen und Heroengeschichten bestimmt –, doch wurden fast alle öffentlichen und privaten Handlungen von Anrufungen an die Götter begleitet.

Ein gewisses Gemeinschaftsgefühl, das auch politisch zum Ausdruck kam, entwickelte sich erst am Vorabend der Perserkriege. 510 v. Chr. wurde die Tyrannis in Athen endgültig beseitigt. Bereits zuvor war Athen zur Vormacht in Attika geworden; Theben strebte später die Vormachtstellung in Böotien an, während die bedeutendste Macht in Griechenland noch Sparta war. In Kleinasien kam es schließlich zum Ionischen Aufstand (500–494 v. Chr.), einem Ereignis, das Weltgeschichte schreiben sollte.

Griechenland in klassischer Zeit (um 500–336/323 v. Chr.)

Demografie

Was die Größe der Bevölkerung betrifft, gibt es nur äußerst grobe Schätzungsversuche. Für den Zeitpunkt, an dem die Bevölkerungszahl ihren Höhepunkt erreichte, schätzt man für das gesamte antike Griechenland 4 Millionen Menschen (davon 2 Millionen in den Kolonien).[3] Die Polis Athen erstreckte sich über ganz Attika auf 2600 Quadratkilometer und hatte im Jahr 435 v. Chr. grob geschätzte 250.000 bis 300.000 Einwohner (darunter 100.000 Sklaven und 60.000 männliche erwachsene Bürger), im Jahr 325 v. Chr. nur noch etwa 150.000 bis 250.000 Personen (darunter 50.000 Sklaven und 20.000 männliche erwachsene Bürger).[4] Die Region Attika hatte die höchste Bevölkerungsdichte Griechenlands, nämlich zwischen 45 und 80 Einwohner pro Quadratkilometer[5] (im Jahr 2005 waren es 3812). Insgesamt kann man von ca. 1000[6] griechischen Poleis im Mittelmeerraum und am Schwarzen Meer ausgehen, von denen weniger als die Hälfte mehr als 2000 Einwohner hatte und nur 15 % mehr als 5000.[7]

Die Lebenserwartung war sehr niedrig. Nur knapp über 50 % aller Menschen überlebten ihr 5. Lebensjahr, nur ca. 40 % wurden mindestens 30 Jahre alt und nur knapp über 20 % starben mit 50 oder mehr Jahren. Das 75. Lebensjahr erreichten nur mehr unter 5 % aller Menschen.[8] Die hohe Sterblichkeit vor allem unter den Jungen ging Hand in Hand mit einer hohen Geburtsrate. Es wird geschätzt, dass jede Frau ca. 5,5 Kinder zur Welt gebracht haben muss.[9]

Städtebau

Zwar waren die Poleis untereinander sehr verschieden, einiges hatten aber alle gemeinsam. Zu fast jeder der ca. 1000 Polis gehörte erstens eine von einer Stadtmauer umgebene Stadt und zweitens ein landwirtschaftlich geprägtes Umland (die chora). Innerhalb der Stadtmauer mit ihren Toren und Türmen gab es Straßen, Häuser und meist auch größere Tempel. Der wohl wichtigste und zentrale Platz dürfte die Agora gewesen sein. Die Agora war ein öffentlicher Platz, auf dem in den demokratischen Poleis auch die politischen Versammlungen und Abstimmungen stattfanden. Direkt an der Agora befanden sich meist auch wichtige öffentliche Gebäude, wie das Rathaus (Buleuterion) und das Prytaneion.

Wirtschaft

Die antike griechische Gesellschaft war keine wohlhabende Gesellschaft. Die meisten Menschen lebten vermutlich in Armut oder knapp darüber.[10] Darüber hinaus wurde das Wenige, das über das Selbstversorgungsniveau erwirtschaftet werden konnte, nicht selten von gesellschaftlichen Eliten konsumiert statt investiert.[11]

Landwirtschaft

Die antike Gesellschaft war unumstritten eine Agrargesellschaft.[12] Man schätzt die Bauern auf 67 %[13] bis 80 %[14] aller Erwerbstätigen. Es besteht ein breiter Konsens, dass die Technik allgemein, also auch die landwirtschaftliche, während der klassischen Periode auf einem niedrigen Niveau war und das – trotz leichter Fortschritte – auch blieb.[15] Die Landwirtschaft war kleinteilig organisiert, das gilt sowohl für die Landparzellierung wie auch für die Betriebsstruktur. So gab es hauptsächlich Kleinbauern mit kleinen Äckern und – im Gegensatz zur römischen Antike – nur sehr selten Großgrundbesitzer. Die Kleinbauern waren Selbständige (auturgoi), die meist kaum mehr erwirtschafteten, als sie selbst verbrauchten (Subsistenzwirtschaft), die wenigen Großgrundbesitzer waren Aristokraten, die oft in Städten lebten und ihre Güter von Aufsehern verwalten ließen.[16] Aufgrund der angeführten Faktoren, zu denen noch die relativ schlechten geographisch-klimatischen Bedingungen für die Landwirtschaft kommen, ist anzunehmen, dass die landwirtschaftlichen Erträge vor allem mit anstrengender körperlicher Tätigkeit erwirtschaftet wurden. Dazu zählte die Kultivierung des Bodens, die Weinlese, die Ernte des Getreides und die der Oliven.[17]

Handwerk, Bauwesen und Bergbau

Bis auf Schmiede, Töpfer und ähnliche Hersteller von erstens nachgefragten und zweitens Spezialisierung erfordernden Produkten waren Handwerker hauptsächlich in den Städten angesiedelt. Wie die Landwirtschaft bestanden auch das Bauwesen und vor allem das Handwerk aus vielen kleinen und selbständigen Betrieben, die kaum technische Neuerungen hervorbrachten und nur selten über den lokalen Bedarf hinaus produzierten.[13] Größere Arbeitsstätten kamen selten vor, noch seltener waren Unternehmer, die von Einkünften aus Manufakturen leben und vielleicht auch noch ein Vermögen anlegen konnten.[18] Der Bergbau (in Attika vor allem Silber und Eisen) nimmt in mancherlei Hinsicht (Massensklaverei, Masseneinsatz von Arbeitskräften) eine Sonderstellung ein.

Handel und Finanzwesen

Aus der Tatsache, dass im dominierenden Wirtschaftszweig, der Landwirtschaft, kaum Überschüsse erwirtschaftet wurden (Subsistenzwirtschaft), ergibt sich schon, dass der Handel mit landwirtschaftlichen Produkten ebenfalls beschränkt blieb. Diese wurden auf lokalen Märkten verkauft und nur selten über weitere Strecken transportiert. Eine Ausnahme bildete der wegen der geografisch-klimatischen Verhältnisse Attikas notwendige ständige Getreideimport Athens (aus Sizilien, Ägypten und dem Schwarzmeergebiet), der zum Beispiel über den Silberabbau in den Bergwerken bei Laureion finanziert wurde. Über weite Strecken gehandelt wurden neben Getreide, Edelmetallen und anderen Rohstoffen auch seltene oder wertvolle Güter wie Wein, Gewürze, Olivenöl und Vasen.[19] Fernhandel wurde selten über Land, sondern meist, was um ein Vielfaches billiger war, über das Meer betrieben. Groß- und Zwischenhandel gab es höchstens in städtischen Zentren. Mit der Zeit entwickelte sich in Athen ein regelrechtes Handelszentrum. Als Folge daraus und wegen der sogenannten Seedarlehen (verzinste Darlehen, mit denen kostenintensiver Seehandel vorfinanziert wurde) wurde Athen außerdem – soweit man in der Antike von so etwas sprechen kann – zum Bankenzentrum.[13] Das Münzwesen entstand im 6. Jh. v. Chr. und breitete sich in den folgenden Jahrhunderten vor allem in den Städten weiter aus.[20]

Gesellschaft

Man nimmt an, dass in etwa zwei bis drei Prozent der Gesamtbevölkerung zur besitzenden Klasse gehörten. Diese bestand aus Großgrundbesitzern, Bergwerkspächtern, Besitzern großer Werkstätten (mit 20-50 Sklaven), Geldverleihern sowie aus Schiffsbesitzern, Haus- oder Wohnungsvermietern und größeren Händlern. Den überwiegenden Teil der Bevölkerung bildete aber eine großteils ärmliche Mittelschicht, die wiederum überwiegend aus Bauern, vor allem aus Kleinbauern bestand. Des Weiteren gehörten ihr Handwerker, kleinere Händler und die Metöken an. Zur „unteren Schicht“ gehörten die Lohnarbeiter (ungelernte Arbeiter auf Baustellen, in Betrieben, usw.; Söldner; kleine Besitzer eines Esels, Karrens, Ochsens, Maultiers, Wagens, Kahns, usw.) und die Zwangsarbeiter (Sklaven; Leibeigene wie die Heloten in Sparta; Schuldknechte, die aber beispielsweise in Athen per Gesetz verboten waren).[21]

Die athenische Demokratie

Hauptartikel: Attische Demokratie

Athen war nicht die einzige demokratische Polis. Hier soll die athenische Demokratie also bloß als Beispiel herangezogen werden, da zu ihr deutlich mehr historische Quellen als zu anderen Poleis vorliegen, wodurch ein besseres Gesamtbild möglich wird.[22] Die wichtigsten Institutionen der demokratischen athenischen Polis waren erstens die regelmäßigen Volksversammlungen der männlichen erwachsenen Bürger, die „gültige, auch die Beamten und die Ratsorgane bindende Beschlüsse“ fasste; zweitens ein oder mehrere Räte mit „festen, in der Regel vorberatenden, geschäftsführenden und kontrollierenden Funktionen“; und drittens permanente Ämter, „mit festen, funktional differenzierten sachlichen Zuständigkeiten, deren Inhaber nach bestimmten Regeln periodisch neu bestellt“ wurden.[23] Dazu kommt als juristische Institution das für die Rechtsprechung zuständige Volksgericht. Diese demokratischen Institutionen wurden in einem Zeitraum von etwa 150 Jahren ständig verbessert, ihre endgültige Gestalt erreichten sie etwa in der Mitte des 5. Jhs. v. Chr.[24]

Volksversammlung

Die Versammlung (ekklesia) war die seit Solon und Kleisthenes ständig weiter entwickelte Hauptinstitution der Demokratie. Teilnahme-, Antrags-, Rede-, und Stimmrecht hatte jeder männliche Bürger nach Vollendung des 18. Lebensjahres.[25] Ihre Kompetenzen waren uneingeschränkt, sie fällte sämtliche Entscheidungen. Die Versammlung war u. a. verantwortlich für die Gesetzgebung, Beschlüsse über Krieg und Frieden, Staatsverträge, alle Fragen der öffentlichen Ordnung und die Wahl: der Strategen, der Schatzmeister, der nicht durch Losentscheid ausgewählten Beamten.[25] Die Tagesordnung war vom Rat festgelegt und die zur Abstimmung kommenden Themen mussten zwingend zuerst von ihm vorbereitet werden. Ein Antrag zur Vorbereitung eines Abstimmungspunktes konnte aber jederzeit von jedem männlichen erwachsenen Bürger eingebracht werden.[26] Auch für Einberufung, Ablauf und Leitung der Versammlung war der Rat zuständig. Die Versammlung trat regelmäßig zusammen (seit dem 4. Jh. 40-mal pro Jahr); abgestimmt wurde (zu Beginn durch Lautstärke der Zurufe, dann) durch Handzeichen oder geheim, mit Stimmkarten; eine Mehrheit setzte sich gegen eine Minderheit durch (Mehrheitsprinzip).[27] Die Teilnahme für männliche erwachsene Bürger, die bis zu 70 Kilometer vom Versammlungsort entfernt wohnten, war durch diese geographische Gegebenheit deutlich erschwert, immerhin wurde aber seit ca. 400 v. Chr. ein Tagegeld für alle Teilnehmer gezahlt. Grundlegende Beschlüsse waren an ein Quorum von 6000 Stimmen (ca. 20 % aller Stimmberechtigten) gebunden.[25]

Rat

Der Rat (bule), von Solon geschaffen (Rat der Vierhundert) und von Kleisthenes weiterentwickelt (Rat der Fünfhundert), übernahm wichtige Funktionen innerhalb der antiken Demokratie. Seit Kleisthenes waren die männlichen erwachsenen Bürger ganz Attikas proportional ausgewogen vertreten, womit für einen Ausgleich der Interessen der Gesamtbürgerschaft wie auch der verschiedenen Regionen gesorgt war. Die Amtszeit der gewählten Mitglieder (buleutai) des Rats der Fünfhundert betrug 1 Jahr,[28] die Hauptaufgabe des im Rathaus (buleuterion) tagenden Rats (bule), war es, die Volksversammlungen vorzubereiten und durchzuführen, welche nur über vom Rat vorbearbeitete Themen (probuleuma) abstimmen durfte.[29] Innerhalb des Rats war jede Phyle mit einer 50 Mann starken Phylensektion (prytaneia) vertreten. Jede dieser 10 Prytanien leitete für ein Zehntel des Jahres den Rat und die Volksversammlung. Im 4. Jh. v. Chr. wurde diese Leitung allerdings – zur besseren Kontrolle – auf ein Kollegium von 9 Vorsitzenden (prohedroi) aus den gerade nicht geschäftsführenden Prytanien übertragen.[30] Weitere Aufgaben des Rats waren die Finanzkontrolle und die Überwachung der Beamten. Da der Rat alle männlichen erwachsenen Bürger gleichmäßig vertrat, war es ihm übrigens in manchen Punkten möglich, „quasi stellvertretend für all diejenigen Bürger [zu] fungieren, die nicht regelmäßig an den Volksversammlungen teilnehmen konnten“.[31]

Ämter

„Dem demokratischen Selbstverständnis der athenischen Bürgerschaft entsprechend sollten die Aufgaben, die alle betrafen, auch von allen getragen werden. Die Bekleidung öffentlicher Ämter (archai) war daher in der Regel dem Prinzip der Losung und der (meist jährlichen) Rotation unterworfen“.[32] Die Beamten erhielten (mindestens ab dem 5. Jh.) einen Lohn, es gab ca. 600 Losbeamte, 100 Wahlbeamte sowie die bereits besprochenen 500 Ratsmitglieder und gelegentlich auch temporär geschaffene Amtsposten (z. B. 700 Beamte zur Verwaltung des Delisch-Attischen Seebundes). Die Zuständigkeiten und Aufgaben waren sehr genau geregelt. Dazu gehörten die Verwaltung der Kulte, des Heeres, sodann Finanzverwaltung, „die Rechtspflege bis hin zu polizeilichen Funktionen und […] Marktaufsicht“.[32] Überprüft und auf Amtsmissbrauch kontrolliert wurden die Tätigkeiten der Beamten von Rat und Volksversammlung.

Volksgericht

Es gab im demokratischen Athen keine Berufsrichter, sondern ein Volksgericht (heliaia). Die Rechtsprechung lag seit Solon in den Händen aller gleichgestellten Vollbürger, aus denen jährlich die Geschworenen ausgelost wurden. Diese mussten sich dabei an die Gesetze und Beschlüsse der Versammlung und des Rats halten sowie gerecht und unparteiisch entscheiden (Heliasteneid). Die Rechtsprechung fand wahrscheinlich im Freien statt, zur Durchführung und Verwaltung gab es Gerichtsbeamte. Seit ca. 450 v. Chr. wurden jedes Jahr 6000 besoldete Geschworene (heliastai) aus den männlichen, mindestens 30 Jahre alten Bürgern ausgelost, die zusammen das Volksgericht bildeten. Den verschieden wichtigen Prozessen wurden verschieden viele Geschworene zugeteilt: mindestens 201, aber auch 501 oder 1501 und in besonders wichtigen Fällen alle 6000. Nach der Anhörung der Parteien erfolgte die Urteilsermittlung in geheimer Abstimmung ohne Debatte.[33]

Geschichte

Ionischer Aufstand, Perserkriege und Athens Entwicklung zur Demokratie

Hauptartikel: Ionischer Aufstand und Perserkriege

Der Ionische Aufstand (ca. 500–494 v. Chr.) der seit Jahrzehnten unter persischer Oberherrschaft stehenden kleinasiatischen und zyprischen Griechen gegen das Achämenidenreich war von Athen nur halbherzig unterstützt worden. Dennoch nutzte der persische Großkönig Dareios I. diesen Anlass zur Rechtfertigung der bereits länger ins Auge gefassten Expansion seines Reiches, die er als „Vergeltungsfeldzug“ bezeichnete. Mit diesem Feldzug begannen für Griechenland die Perserkriege. Herodot, der Vater der Geschichtsschreibung, hat über diese Ereignisse in seinem Werk umfänglich Auskunft gegeben.

Die Perserkriege

Athen siegte zwar bei Marathon 490 v. Chr., doch kam es zehn Jahre später zu einem erneuten Feldzug unter Führung von Dareios’ Sohn Xerxes I. 481 v. Chr. wurde daher der Hellenenbund gegründet, dem neben Sparta und Athen auch mehrere andere, aber keineswegs alle Stadtstaaten des Mutterlandes angehörten; manche waren sogar eher bereit, sich den Persern zu unterwerfen. Nach dem Hinhaltegefecht an den Thermopylen kam es bei Salamis zur Entscheidungsschlacht. Die Griechen vernichteten die zahlenmäßig überlegene persische Flotte (480 v. Chr.). Ein Jahr später wurde auch das persische Landheer in der Schlacht von Plataiai geschlagen. 478 v. Chr. begann die Eroberung Ioniens. Sparta weigerte sich jedoch, den Schutz der Griechen fern der Heimat zu übernehmen. Athen hingegen, bisher der Juniorpartner, nahm sich der Aufgabe an und gründete 478/477 v. Chr. den Attischen Seebund.

Auf den Grundlagen der Reformen Solons und des Kleisthenes sowie der Seeherrschaft Athens in der Ägäis entstand Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. die entwickelte Attische Demokratie mit Perikles als leitendem Staatsmann. Zeitgleich entwickelte sich nach dem Zeugnis des Historikers Thukydides der Dualismus zwischen der Seemacht Athen und der Landmacht Sparta, der schließlich zum Peloponnesischen Krieg führen sollte.

Athen zur Zeit der Attischen Demokratie

Hauptartikel: Attischer Seebund
Die Akropolis von Athen

Während Theben in Böotien die Errichtung einer Hegemonie über die anderen böotischen Gemeinden betrieb, verfolgte Athen unter Perikles eine ähnlich aggressive Politik. Der Seebund, inzwischen längst ein Instrument zur Verfolgung athenischer Interessen, entwickelte sich mehr und mehr zum attischen Reich. 460–457 v. Chr. wurden die sogenannten Langen Mauern errichtet, die Athen mit dem Hafen Piräus verbanden und Athen selbst zur uneinnehmbaren Festung machten. Gestützt auf die Finanzmittel des Bundes, in dem die Bundesgenossen zu Tributpflichtigen Athens geworden waren, wurde die Athener Akropolis durch ein ebenso aufwendiges wie glanzvolles Bauprogramm zu einem repräsentativen Zentrum der neuen Großmacht, die sich nun kulturell als die „Schule Griechenlands“ darzustellen wusste.

Sokrates, der Lehrer Platons
Terrakotta-Statue eines Mädchens, 3. Jahrhundert v. Chr.

Athen entwickelte sich von der Mitte des 5. Jahrhunderts ab auch zum geistigen Magneten und Zentrum Griechenlands, in das die Sophisten mit ihren Lehren und der Einführung der paideia strebten und in dem die Philosophie eines Sokrates, Platon und Aristoteles jeweils Schule machte. Im 5. Jahrhundert entstanden die Tragödien von Aischylos, Sophokles und Euripides, dann auch die Komödien des Aristophanes. Von dem großen Bildhauer Phidias, der das Bauprogramm auf der Akropolis leitete, ist anders als für seinen mit Menschenbildnissen befassten Kollegen Polyklet oder den berühmten Arzt Hippokrates eine längere Anwesenheit in Athen verbürgt. Im 4. Jahrhundert widersetzte sich der Redner Demosthenes wortmächtig, aber machtlos der anhebenden makedonischen Vorherrschaft und blieb damit bis in die Zeit Ciceros ein unerreichtes rhetorisches Vorbild.

Die Attische Demokratie, die allen Vollbürgern vermögensunabhängig eine gleichberechtigte Beteiligung sicherte und sie annähernd eineinhalb Jahrhunderte zu intensiver politischer Mitwirkung anhielt, hatte die Kehrseite, dass Frauen und Sklaven vollständig davon ausgeschlossen waren, wobei die Sklaven auch wirtschaftlich eine wichtige Rolle spielten. Die direkte Demokratie schützte zudem durchaus nicht vor so manchen Auswüchsen äußerer Machtpolitik. Mit der modernen repräsentativen und gewaltenteiligen Demokratie ist sie in vieler Hinsicht nur bedingt vergleichbar.

Machtkämpfe zwischen Perserkriegen und Peloponnesischem Krieg

Athen setzte nach den Perserkriegen als Hegemon im Attischen Seebund den Kampf gegen das Perserreich im östlichen Mittelmeerraum fort. Es unterstützte schließlich sogar eine antipersische Erhebung in Ägypten, wo sich für die Athener in einer sehr verlustreichen Niederlage dann aber die Grenzen der eigenen Machtmittel und Möglichkeiten zeigten. Zu einem Ausgleich mit Persien kam es 449 v. Chr. im Zusammenhang mit dem historisch umstrittenen sogenannten Kalliasfrieden.

In Süditalien und auf Sizilien erwehrten sich währenddessen die seit der großen Kolonisation dort angesiedelten Westgriechen der Bedrohung durch die Etrusker und das mächtige Karthago. In der Schlacht von Kyme 474 v. Chr. wurden die Etrusker vernichtend geschlagen. Auf Sizilien ging der Konflikt mit Karthago weiter, auch wenn die Karthager 480 v. Chr. bei Himera geschlagen worden waren. Dort konnten sich in zahlreichen Poleis auch weiterhin Tyrannen an der Macht halten, wie beispielsweise Gelon, der zeitweise als der mächtigste Mann der griechischen Welt galt.

Zwischen Athen und Sparta kam es 460–446 v. Chr. zum Ersten Peloponnesischen Krieg. Grund war der vorläufige Austritt Megaras aus der spartanischen Allianz und dessen Überwechseln zu Athen. Während der athenischen Flottenexpedition nach Ägypten (460–454 v. Chr.) kam es 457 v. Chr. zu der für Athen verlustreichen Schlacht von Tanagra gegen die Spartaner, aber im Gegenzug zur Bezwingung Aiginas, das ungeachtet seiner geografischen Nähe zu Piräus Mitglied im Peloponnesischen Bund gewesen war, nun aber dem Attischen Seebund beitreten musste.[34] Bei schließlich unentschiedenem Ausgang des Krieges zwischen den beiden griechischen Großmächten wurde 446 v. Chr. ein dreißigjähriger Frieden Athens mit Sparta geschlossen, wobei die latenten Spannungen freilich bestehen blieben.

Der Peloponnesische Krieg

Hauptartikel: Peloponnesischer Krieg

Über den Streit Korinths mit Korkyra bezüglich der Einmischung Athens in den Bürgerkrieg in Epidamnos, der Furcht Athens vor einem Engagement Korinths im Norden und über einen Handelsstreit mit dem mit Sparta verbündeten Megara, aber auch aus der Furcht Spartas vor einem weiteren Machtzuwachs Athens, kam es schließlich zum Peloponnesischen Krieg (mit Unterbrechungen von 431–404 v. Chr.), über dessen Verlauf bis zum Jahr 411 v. Chr. Thukydides in seinem berühmten Geschichtswerk ausführlich berichtete; an ihn schloss dann Xenophon mit den Hellenika an.

432 v. Chr. forderten Megara und Korinth Sparta ultimativ zum Eingreifen auf, doch begann der Krieg eher ungeplant mit einem Überfall der mit Sparta verbündeten Thebaner auf die Stadt Plataiai. Sparta fiel 431 v. Chr. in Attika ein, doch hatte Perikles die Bevölkerung in den Schutz der Langen Mauern zurückgezogen. Währenddessen plünderte die athenische Flotte die Peloponnes. Perikles rechnete mit der Erschöpfung des Gegners, während die Spartaner jedes Jahr in Attika einfielen.

Schlachten und Feldzüge des Peloponnesischen Krieges; die Farbgebung entspricht der Lage bei Ausbruch des Krieges 431 v. Chr., mit Ausnahme des halbbarbarischen Makedoniens, das zunächst neutral war

Nach dem Tod des Perikles 429 v. Chr. kam eine neue Generation von Politikern ans Ruder, wobei Kleon für eine aggressive, Nikias hingegen für einen ausgleichende Politik gegenüber Sparta standen. 425 v. Chr. schien Sparta aufgrund der Gefangennahme mehrerer Spartiaten zum Frieden bereit, doch wurde dies von Kleon abgewiesen. Sparta reagierte jedoch und marschierte unter Führung des Brasidas 424 v. Chr. in Thrakien ein und bedrohte so die athenische Versorgung mit Getreide. 421 v. Chr. kam es zu einem Friedensvertrag (Nikiasfrieden), der jedoch nicht alle Streitigkeiten ausräumte. Sparta bekämpfte seine Erzrivalin Argos, während Athen unter dem Einfluss des Alkibiades die folgenschwere Sizilienexpedition unternahm (415–413 v. Chr.). Diese endete in einem Desaster für Athen. Die Einnahme von Syrakus misslang, und das athenische Heer wurde vernichtet, während in Griechenland Alkibiades, der zu den Spartanern übergelaufen war, diese zu einer neuen Taktik gegen Athen überredete. In Dekeleia wurde nun auf Dauer ein lakedaimonischer Stützpunkt errichtet, und zudem gewann Sparta die Unterstützung Persiens. Mit Hilfe persischen Goldes baute Sparta eine leistungsstarke Flotte auf. Immer mehr Seebundmitglieder, die von Athen wie Kolonien behandelt wurden, fielen vom Attischen Seebund ab. Im Zuge der Bestrafung abgefallener Bündner und in dem Bestreben, das Seereich als Herrschaftsinstrument auszubauen, kam es von athenischer Seite im Verlauf des Peloponnesischen Krieges vermehrt zu Gräueltaten und Übergriffen, wofür insbesondere das Beispiel der kleinen Ägäis-Insel Melos steht. Auch die Demokratie wurde zu Zwecken der Herrschaftsstabilisierung nach dem Muster Athens innerhalb des Seebunds verbreitet und als Mittel zum Erreichen politischer Ziele der Führungsmacht eingesetzt. 411 v. Chr. kam es wegen der durch den Krieg angespannten Situation in Athen selbst zu einem oligarchischen Verfassungsumsturz, der aber schon 410 v. Chr. rückgängig gemacht wurde – mit Hilfe des wieder zu Athen übergelaufenen Alkibiades.

Spartas neue Flotte unter dem fähigen Lysander bedrohte jedoch weiterhin Athens Lebensnerv. 406 siegten die Athener noch bei den Arginusen, doch unterlag die Flotte 405 in der Schlacht von Aigospotamoi. Athen kapitulierte 404 v. Chr. vor Sparta, wurde aber nicht zerstört, da Sparta ein Gleichgewicht der Kräfte aufrechterhalten wollte. Korinth und Theben fühlten sich jedoch um die Erfüllung ihrer Kriegsziele betrogen und verfolgten nun eigene Ziele, auch und vor allem gegen Sparta.

Thebens Aufstieg und Kampf mit Sparta um die Hegemonie

Sparta konnte nach dem Sieg von 404 v. Chr. trotz einiger Anstrengungen die Führungsrolle Athens nicht übernehmen; dafür fehlten ihm sowohl die Ressourcen als auch der institutionelle Rahmen. Zudem kam es zwischen Sparta und Persien zum Krieg um Kleinasien (400–394 v. Chr.), da Sparta sich weigerte, die dortigen griechischen Städte den Persern auszuliefern, wie es der Vertrag von 412 v. Chr. vorgesehen hatte. Aber auch in Griechenland brachen die Kampfhandlungen nicht ab. Im Korinthischen Krieg (395–387 v. Chr.) kämpften Argos, Athen, Korinth und Theben gegen die Spartaner. 387/386 v. Chr. kam es schließlich zum sogenannten Königsfrieden, der in Wirklichkeit ein persischer Diktatfrieden war, der den Krieg im griechischen Mutterland aber wenigstens zu einem vorläufigen Ende brachte. Persien erhielt Kleinasien und Zypern, während Athen nur einige seiner alten Kleruchien behalten durfte. Alle anderen Poleis sollten autonom sein.

Auf dem Prinzip von Autonomie und Gleichberechtigung basierte die Idee der Koine Eirene, des Allgemeinen Friedens, die in den Folgejahren starke politische Wirkung entfaltete und neben dem Panhellenismus der prägende politische Gedanke dieser Zeit war. Am Ende scheiterte aber auch diese Friedensidee immer wieder an der Unmöglichkeit, sie ohne die Garantie einer starken Hegemonialmacht durchzusetzen. Der Königsfriede wird von einigen Forschern als erste Verwirklichung einer Koine Eirene angesehen.

Griechenland zur Zeit der Hegemonie Thebens,
371–362 v. Chr.

Zum Wächter über den Königsfrieden warf sich zunächst Sparta auf, um seine eigene Position zu verteidigen. Es geriet aber zusehends in die Defensive. Athen, welches sich von der Niederlage im Peloponnesischen Krieg langsam erholt hatte, begründete 378/77 v. Chr. den Attischen Seebund neu, allerdings verkleinert und weniger von der athenischen Vormachtstellung geprägt. Tatsächlich waren aber sowohl Sparta als auch Athen über das Anwachsen der thebanischen Machtstellung besorgt und versuchten, den thebanischen Einfluss einzudämmen. Doch während sich die beiden alten Feinde annäherten, kam es 371 v. Chr. zur Schlacht von Leuktra, in welcher das spartanische Heer in offener Feldschlacht von den Thebanern vernichtend geschlagen wurde. Dies bedeutete das endgültige Ende der spartanischen Hegemonie. Auch der Höhenflug Thebens endete bereits nach wenigen Jahren, als 362 v. Chr. der wichtigste thebanische Stratege Epameinondas fiel. Sparta verlor jedoch Messenien und wurde somit zu einer Macht zweiten Ranges, zumal die dringend notwendigen inneren Reformen auch danach nicht verwirklicht wurden.

Auf Sizilien blühte währenddessen die reiche Polis Syrakus und erreichte eine quasi-hegemoniale Stellung unter Dionysios I. Im Laufe des 4. Jahrhunderts v. Chr. jedoch wurde Syrakus von schweren Bürgerkriegen heimgesucht. Bereits seit dem frühen 5. Jahrhundert lieferten sich Karthago und die sizilischen Griechen teils heftige Kämpfe (siehe oben), wobei sich beide Seiten in etwa die Waage hielten. Tatsächlich waren es gerade die Randgebiete – das sogenannte Dritte Griechenland abseits von Athen und Sparta –, die nach dem Peloponnesischen Krieg eine Blütezeit erlebten, wie eben Böotien mit Theben, aber auch Thessalien, Korinth und Megara, die sich vom Krieg erholten und vom Handel profitierten.

Büste Alexanders des Großen

Aufstieg Makedoniens

Im Norden Griechenlands bestieg 359 v. Chr. Philipp II. den Thron von Makedonien. Ihm gelang es, den größten Nutzen aus den Vormachtkämpfen der griechischen Poleis zu ziehen. Die streitenden makedonischen Adelsfamilien vermochte er stärker als zuvor an das Königshaus zu binden. Vor allem aber schuf er ein stehendes und professionell geschultes Heer, wodurch Makedonien zur führenden Militärmacht in Griechenland wurde. In den 50er Jahren kämpfte er gegen die Phoker und erwarb 352 v. Chr. die Vorherrschaft in Thessalien. 343 v. Chr. folgte die Eroberung Thrakiens samt den dortigen Goldbergwerken, die den wirtschaftlichen Grundstock für den weiteren Machtzuwachs legten. Athen fühlte sich von der expansiven Politik Philipps ernsthaft bedroht. Vor allem Demosthenes versuchte die Athener davon zu überzeugen, dass Philipp sie unterjochen wollte, hatte zunächst jedoch keinen Erfolg. 340 v. Chr. kam es endlich zur Bildung eines Abwehrbundes, doch unterlag das Heer 338 v. Chr. bei Chaironeia dem Heer Philipps. Dieser gründete 337 v. Chr. den Korinthischen Bund, ließ sich zum Hegemon ernennen und wurde de facto zum Beherrscher Griechenlands. Seine Pläne zu einem Feldzug gegen Persien konnte er jedoch nicht mehr verwirklichen: Er wurde 336 v. Chr. ermordet.

Der Feldzug Alexanders

Sein Sohn Alexander, später der Große genannt, setzte Philipps ehrgeizige Pläne jedoch in die Tat um: Er zwang die aufständischen griechischen Städte in die Knie und zerstörte Theben. Mit seinem legendären Alexanderzug (ab 334 v. Chr.) öffnete er zugleich den Griechen das Tor zu einer neuen Welt: Er besiegte die persischen Armeen und stieß bis nach Indien vor. Damit endete das klassische Zeitalter Griechenlands.

Es begann das Zeitalter des Hellenismus, in dem die griechischen Poleis gegenüber den hellenistischen Großreichen, die sich nach Alexanders Tod 323 v. Chr. bildeten (siehe auch Diadochen), sowie den sich formierenden Bundesstaaten (siehe etwa Achaiischer Bund) nur eine untergeordnete Rolle spielten, während die griechische Kultur sich bis nach Indien verbreitete.

Griechenland in hellenistischer Zeit (336–30 v. Chr.)

Die Diadochenreiche und ihre Nachbarn nach der Schlacht von Ipsos 301 v. Chr.

Griechenland blieb das Schlachtfeld der hellenistischen Großmächte. Vor allem die Antigoniden versuchten, die alte makedonische Hegemonie zu erneuern. Athens Versuch, nach dem Tod Alexanders wieder eine Macht zu werden, scheiterte kläglich (Lamischer Krieg, 323–322 v. Chr.). An die Stelle der Polis traten als Machtfaktor die griechischen Bundesstaaten. Die beiden wichtigsten waren der Aitolische Bund und der Achaiische Bund. In kultureller Hinsicht verlagerte sich der Schwerpunkt mehr in den Osten, wo vor allem Alexandria in Ägypten, später auch Pergamon in Kleinasien, eine bedeutende Rolle spielten (siehe auch Diadochen).

Infolge der Kämpfe zwischen den griechischen Klein- und Mittelmächten untereinander sowie mit und gegen Makedonien kam es zum Eingreifen des Römischen Reiches gegen Philipp V. von Makedonien. Im Zweiten Makedonisch-Römischen Krieg (200–197 v. Chr.) wurde Makedonien vernichtend geschlagen. 196 v. Chr. verkündete der römische General Titus Quinctius Flamininus die Freiheit Griechenlands, Rom blieb aber Protektoratsmacht. Da die Lage weiterhin instabil war, sah sich Rom in der Folgezeit immer wieder gezwungen einzugreifen. Nach der Schlacht von Pydna 168 v. Chr. war Makedonien, welches unter König Perseus noch einmal versucht hatte, die Vorherrschaft in Griechenland gegen Rom zu erkämpfen, als Machtfaktor ausgeschaltet. Rom engagierte sich nun dauerhaft in Griechenland. Dies führte nach der Zerstörung Korinths zur Umwandlung Griechenlands in eine römische Provinz (146 v. Chr. als „Macedonia“, 27 v. Chr. als „Achaea“).

133 v. Chr. wurde auch das Reich von Pergamon durch Rom annektiert, 64/63 v. Chr. folgte das Reich der Seleukiden in Syrien (welches aber bereits seit dem 2. Jahrhundert nur noch von regionaler Bedeutung war und seine reichsten Provinzen längst verloren hatte) und 30 v. Chr. schließlich die letzte hellenistische Macht, das Ägypten der Ptolemäer.

Teil des Römischen Reiches bis zum Ausgang der Antike

Die politische Geschichte des unabhängigen Griechenland war spätestens 146 v. Chr. für fast zwei Jahrtausende beendet; erst im 19. Jahrhundert sollte das Land wieder ein eigener Staat werden. Doch lebte die griechische Kultur im Rahmen des Römischen Reiches fort und prägte seit dem 2. vorchristlichen Jahrhundert zunehmend auch die römische Zivilisation. Wirtschaftlich gedieh das Land während der langen, weitgehend ungestörten Friedenszeit in den ersten beiden Jahrhunderten n. Chr. (die Pax Romana). Kaiser Nero (54–68 n. Chr.) war zudem ein großer Philhellene und gewährte Griechenland zahlreiche Privilegien, die seine Nachfolger aber wieder zurücknahmen. Auch Kaiser Hadrian förderte Hellas und ließ insbesondere Athen besondere Wohltaten angedeihen. Griechisch blieb derweil die lingua franca im gesamten östlichen Mittelmeerraum, und bis in die Spätantike war es für die Eliten Roms auch im Westen nahezu selbstverständlich, neben Latein auch Griechisch zu beherrschen. Die klassische griechische Bildung (paideia) blieb zumindest in der östlichen Reichshälfte auch nach dem Sieg des Christentums noch lange lebendig.

Die sogenannte Reichskrise des 3. Jahrhunderts nach Christus betraf dann auch Griechenland, das insbesondere in den 260er Jahren unter Barbareneinfällen zu leiden hatte, sich aber wieder einigermaßen erholen konnte und zudem mit dem Neuplatonismus die letzte bedeutende philosophische Strömung der Antike hervorbrachte. Gerade Athen blieb bis ins 6. Jahrhundert nach Christus ein bedeutendes Zentrum antiker Bildung. Seit etwa 580 n. Chr. drangen dann slawische Völker in die oströmischen Balkanprovinzen ein; um 650 n. Chr. war Griechenland bis zur Peloponnes zu großen Teilen slawisch besiedelt und konnte erst im Mittelalter wieder für das griechischsprachige Byzantinische Reich gewonnen werden. In Byzanz lebten die griechische Sprache und griechisches Denken, wiewohl christlich überformt, noch jahrhundertelang fort.

Die Eroberung der römischen Orientprovinzen durch die islamischen Araber (seit 636 n. Chr.) besiegelte das Ende der Antike, da Ägypten und Syrien nun dem griechischen Sprach- und Kulturraum entzogen wurden: 698 n. Chr. wurde im gesamten Reich der Kalifen die griechische Amtssprache durch das Arabische ersetzt. Allerdings zeigten sich die Eroberer offen für viele Errungenschaften der griechischen Zivilisation; so wurde nicht weniges davon nur durch die Araber für die Nachwelt bewahrt und schließlich über Sizilien und Spanien wieder dem Abendland vermittelt.[35]

Siehe auch

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Geschichte
Leben
Kunst
Archäologie

Literatur

Einführend und übergreifend

Einführend (weitere Angaben sind in der Bibliografie Antike zu finden sowie vor allem den Bibliografien der Bände der Cambridge Ancient History, 2., grundlegend veränderte Auflage. für die Zeit nach 30 v. Chr. vgl. die Artikel Römisches Reich, Byzantinisches Reich und Spätantike):

Weiterführende Literatur

  • Vinzenz Brinkmann (Hrsg.): Zurück zur Klassik. Ein neuer Blick auf das alte Griechenland. Hirmer, München 2013, ISBN 978-3-7774-2008-0.
  • Paul Cartledge: Kulturgeschichte Griechenlands in der Antike. Stuttgart 2000.
  • Geoffrey de Ste Croix: The Class Struggle in the Ancient Greek World. From the Archaic Age to the Arab Conquests. Duckworth, London 1982, ISBN 0-7156-1701-X (Studie aus marxistischer Perspektive).
  • Moses Israel Finley: The Ancient Economy. University of California Press, Berkeley/Los Angeles 1973.
  • Hellmut Flashar, Friedrich Ueberweg (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike. 4 Bde. Schwabe, Basel 1983–1998.
  • Jonathan M. Hall: A History of the Archaic Greek World. Blackwell, Oxford u. a. 2007.
  • Simon Hornblower: The Greek world 479–323 BC. 4. Auflage. Routledge, London/New York 2011, ISBN 978-0-415-60292-1.
    (Empfehlenswerte Darstellung der klassischen Zeit.)
  • Simon Hornblower (Hrsg.): Greek Historiography. Oxford 1994.
  • Christian Meier: Kultur, um der Freiheit willen: Griechische Anfänge – Anfang Europas? Siedler, München 2009.
  • Christian Meier: Athen. Ein Neubeginn der Weltgeschichte. Siedler, Berlin 1993.
    (Sprachlich hervorragende Darstellung, aber ohne wissenschaftlichen Apparat.)
  • Christian Meier: Die Entstehung des Politischen bei den Griechen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980.
  • Klaus Meister: Die griechische Geschichtsschreibung. Kohlhammer, Stuttgart 1990.
  • Robin Osborne: Greece in the Making. Routledge Ancient History, London/New York 1996.
  • Thomas Paulsen: Geschichte der griechischen Literatur. Ditzingen 2005.
  • Rosa Reuthner: Wer webte Athenes Gewänder? Die Arbeit von Frauen im antiken Griechenland. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-593-38029-2
  • Peter J. Rhodes: A History of the Classical Greek World. 478–323 BC. Blackwell, Malden Mass./Oxford 2006.
    (Gesamtdarstellung der klassischen Zeit mit hilfreichen Quellenangaben.)
  • Graham Shipley: The Greek World after Alexander. Routledge, London/New York 2000.
    (Mit die beste neuere Überblicksdarstellung bezüglich der hellenistischen Zeit.)
  • Michael Stahl: Gesellschaft und Staat bei den Griechen. 2 Bde., Paderborn 2003.
    (Gut lesbare, problemorientierte Darstellung.)
  • Lawrence A. Tritle (Hrsg.): The Greek world in the fourth century. From the fall of the Athenian Empire to the successors of Alexander. London u. a. 1997.
  • Karl-Wilhelm Welwei: Das klassische Athen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1999.
  • Karl-Wilhelm Welwei: Sparta. Klett-Cotta, Stuttgart 2004.

Weblinks

Anmerkungen

  1. Im politischen Bereich entstanden neue Denkweisen, für die die Entdeckung des Politischen und eines Könnens-Bewußtseins durch die Griechen charakteristisch sind. Vgl. Christian Meier: Die Entstehung des Politischen bei den Griechen. Frankfurt am Main 1980 (zum „Könnens-Bewußtsein“ ebd. S. 435 ff.).
  2. Milet z. B., der Überlieferung nach, die archäologische Stütze durch Funde submykenischer und früh-protogeometriescher Keramik erfährt, 1053 v. Chr. durch Ionier gegründet, vorher jedoch bereits Jahrhunderte mykenisch besiedelt; oder Smyrna (Besiedlung in so früher Zeit jedoch bisher nicht nachgewiesen)
  3. Scheidel: The Cambridge Economic History of the Greco-Roman World. Cambridge University Press, 2007, S. 44.
  4. Scheidel: The Cambridge Economic History of the Greco-Roman World. Cambridge University Press, 2007, S. 45. Rachel Sargent gibt für das 5. und 4. Jh. v. Chr. eine Zahl von 100.000 bis 150.000 Freien in Athen an (Rachel L. Sargent: The size of slave polulation at Athens during fifth and fourth centuries before Christ, Greenwood Press, Westport, 1924, S. 114), Der Neue Pauly spricht von 21.000 bis 30.000 erwachsenen männlichen Bürgern im 4. Jh. v. Chr. in Athen (Wiesehöfer in: Der Neue Pauly: Artikel „Bevölkerung, Bevölkerungsgeschichte“).
  5. Scheidel: The Cambridge Economic History of the Greco-Roman World. Cambridge University Press, 2007, S. 46.
  6. Scheidel: The Cambridge Economic History of the Greco-Roman World. Cambridge University Press, 2007, S. 75. In der Geschichte der Antike wird geschätzt, dass es über 800 Poleis gab; vgl. Funke in: Geschichte der Antike (2000), S. 98.
  7. Scheidel: The Cambridge Economic History of the Greco-Roman World. Cambridge University Press, 2007, S. 77.
  8. Scheidel: The Cambridge Economic History of the Greco-Roman World. Cambridge University Press, 2007, S. 40.
  9. Scheidel: The Cambridge Economic History of the Greco-Roman World. Cambridge University Press, 2007, S. 41.
  10. Zum Beispiel Hahn in: Der Neue Pauly: Artikel „Armut“.
  11. Scheidel: The Cambridge Economic History of the Greco-Roman World. Cambridge University Press, 2007, S. 62.
  12. Zum Beispiel Gehrke (1986), S. 18.
  13. a b c Alonso-Núñez in Der Neue Pauly (1996–2007): Artikel „Wirtschaft“.
  14. Funke in Geschichte der Antike (2000), S. 140 und Der Neue Pauly (1996-2007): Artikel „Arbeit“ und Gehrke (1986), S. 18.
  15. Zum Beispiel die Landwirtschaft betreffend: Lexikon der Antike (1990): Artikel „Landwirtschaft“.
  16. Lexikon der Antike (1990): Artikel „Landwirtschaft“ und Funke in Geschichte der Antike (2000), S. 140 und Gehrke (1988), S. 23.
  17. Gehrke (1988), S. 21
  18. Burford-Cooper in Der Neue Pauly (1996–2007): Artikel „Handwerk“ und Funke in Geschichte der Antike (2000), S. 141 f.
  19. Funke in Geschichte der Antike (2000), S. 144.
  20. Funke in Geschichte der Antike (2000), S. 143.
  21. Dieser Abschnitt zur Gesellschaftsstruktur folgt: Geoffrey de Ste. Croix: The Class Struggle in the Ancient Greek World. From the Archaic Age to the Arab Conquests, Duckworth, London 1981.
  22. Die auf Athen beschränkte Darstellung griechischer Geschichte bezeichnet Millet als „Athenocentricity“ (Millet 1990, S. 18).
  23. K.-J. Hölkeskamp in Geschichte der Antike (2000), S. 65
  24. Zur Eigenwahrnehmung der Athener: „Athenians of the later fifth century and the fourth century had differing views about the beginning of the democracy. Some even traced the origins back to their legendary king Theseus, but for most, Solon, the lawgiver of the late 590s, was a key figure.“ Sinclair (1988), S. 1.
  25. a b c Funke in Geschichte der Antike (2000), S. 148.
  26. Rhodes in Der Neue Pauly. (1996–2007): Artikel „Ekklesia“.
  27. K.-J. Hölkeskamp in Geschichte der Antike (2000), S. 69 f.
  28. E. Stein-Hölkeskamp in Geschichte der Antike. (2000), S. 95
  29. Lexikon der Antike (1990): Artikel „Bule“.
  30. Rhodes in Der Neue Pauly (1996–2007): Artikel „Bule“.
  31. Funke in Geschichte der Antike (2000), S. 149.
  32. a b Funke in Geschichte der Antike (2000), S. 150.
  33. Lexikon der Antike (1990): Artikel „Heliaia“ und Funke in Geschichte der Antike (2000), S. 149.
  34. Christian Meier: Athen. Ein Neubeginn der Weltgeschichte. Erweiterte Taschenbuchausgabe, München 1995, S. 392.
  35. John Freely: Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam. Stuttgart 2012.