Heltersberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Heltersberg
Heltersberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Heltersberg hervorgehoben
49.3122222222227.7136111111111427Koordinaten: 49° 19′ N, 7° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Waldfischbach-Burgalben
Höhe: 427 m ü. NHN
Fläche: 28,15 km²
Einwohner: 2098 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67716
Vorwahl: 06333
Kfz-Kennzeichen: PS
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 015
Adresse der Verbandsverwaltung: Friedhofstraße 3
67714 Waldfischbach-Burgalben
Webpräsenz: www.heltersberg.de
Ortsbürgermeister: Harald Jung (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Heltersberg im Landkreis Südwestpfalz
Darstein Dimbach (Pfalz) Hauenstein (Pfalz) Hinterweidenthal Lug (Pfalz) Schwanheim (Pfalz) Spirkelbach Spirkelbach Wilgartswiesen Wilgartswiesen Clausen Donsieders Leimen (Pfalz) Merzalben Münchweiler an der Rodalb Rodalben Bottenbach Eppenbrunn Hilst Kröppen Kröppen Lemberg (Pfalz) Obersimten Ruppertsweiler Schweix Trulben Vinningen Bobenthal Bruchweiler-Bärenbach Bundenthal Busenberg Dahn Erfweiler Erlenbach bei Dahn Fischbach bei Dahn Hirschthal (Pfalz) Ludwigswinkel Niederschlettenbach Nothweiler Rumbach Schindhard Schönau (Pfalz) Biedershausen Herschberg Hettenhausen (Pfalz) Knopp-Labach Krähenberg Obernheim-Kirchenarnbach Saalstadt Schauerberg Schmitshausen Wallhalben Weselberg Winterbach (Pfalz) Geiselberg Heltersberg Hermersberg Höheinöd Horbach (Pfalz) Schmalenberg Steinalben Waldfischbach-Burgalben Althornbach Battweiler Bechhofen (Pfalz) Contwig Dellfeld Dietrichingen Großbundenbach Großsteinhausen Hornbach Käshofen Kleinbundenbach Kleinsteinhausen Mauschbach Riedelberg Rosenkopf Walshausen Wiesbach (Pfalz) Höheischweiler Höhfröschen Maßweiler Nünschweiler Petersberg (Pfalz) Reifenberg Rieschweiler-Mühlbach Thaleischweiler-Fröschen Pirmasens Zweibrücken Saarland Saarland Frankreich Landkreis Südliche Weinstraße Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landau in der Pfalz Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

Heltersberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben an.

Geographie[Bearbeiten]

Heltersberg liegt am Rande des Pfälzerwaldes. Der größte Teil der Gemarkung ist von forstwirtschaftlich genutzten Mischwäldern bedeckt. Der Ort liegt auf einem breiten Hügelsattel, der von den Tälern von Schwarzbach und Hembach umgeben ist.

Zu Heltersberg gehören auch die Wohnplätze Hundsweihersägemühle, Lindenbrunnerhof und Westrichhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

1272 erstmals urkundlich erwähnt, unterstand der Ort zusammen mit Waldfischbach, Geiselberg, Schmalenberg und Schopp als Teil des Holzlandes dem Kloster Hornbach. Mit der Säkularisierung des Klosters (1557) kamen die Orte an das Kurfürstentum Pfalz, deren weiteres Schicksal sie teilten. Im Dreißigjährigen Krieg weitgehend verwüstet erfolgte der Aufbau zunächst nur zögerlich und wie in anderen Gemeinden des Holzlandes durch Zuwanderer aus der Schweiz.

Religion[Bearbeiten]

2012 waren 45,0 Prozent der Einwohner katholisch und 41,3 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Heltersberg besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 8 4 4 16 Sitze
2009 5 9 2 16 Sitze
2004 6 10 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Schwarz rechts ein linksgewendeter rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe, links ein aufgerichteter zugewendeter silberner Fisch mit goldenen Flossen, wovon der Löwe einer mit der rechten Vorderpranke berührt“.

Es wurde 1949 vom Ministerium des Innern in Koblenz genehmigt.[5] Der goldene Löwe repräsentiert das Kurfürstentum Pfalz zu dem Heltersberg bis zur Annexion durch Frankreich 1793 gehörte. Der Fisch stammt aus dem Wappen von Waldfischbach, das bis zur Zusammenlegung mit Burgalben ein fast identisches Wappen führte, und weist auf den Fischreichtum der Bäche Schwarzbach und Moosalb hin.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Zimmerkopfhütte des Heimat und Pfälzerwaldverein Heltersberg

Verkehr[Bearbeiten]

Heltersberg ist nur indirekt durch überregionale Verkehrswege erschlossen: im Westen tangiert die B270 Kaiserslautern – Pirmasens das Ortsgebiet. Einige Kilometer weiter westlich führt die einspurige A 62 von Pirmasens über Landstuhl nach Trier. Ebenso verläuft im westlich gelegenen Moosalbtal eine einspurige Eisenbahnstrecke von Pirmasens nach Kaiserslautern. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Waldfischbach und Steinalben. Ein kleiner Flugplatz befindet sich etwa 20 km westlich des Ortes (Flugplatz Pirmasens-Pottschütthöhe). Daneben ist der internationale Flughafen Zweibrücken nur gut eine halbe Stunde entfernt.

Ortsansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Im 20. Jahrhundert entstanden zunächst mehrere Schuhfabriken, später folgte eine Großbäckerei. Heute verfügt Heltersberg insbesondere über eine bedeutende kunststoffverarbeitende Industrie (Tehalit, heute zur Hager Group gehörend).

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Vor Ort: Holzland-Grundschule Heltersberg

In Waldfischbach: Hauptschule Waldfischbach-Burgalben und Max-Wittmann-Realschule

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Wilhelm von Brockhausen (1773–1858), preußischer General, war bei einem Gefecht bei Heltersberg anwesend
  • Johannes Storck (1829–1914), lebte zeitweise in Heltersberg
  • Jakob Knauber (1869–1950), Pfarrverweser vor Ort
  • Martin Walzer (1883–1958), war vor Ort zeitweise Pfarrer
  • Verena Bechtluft (* 1986), Keglerin, wurde mit der Mannschaft der Tehalit Heltersberg Deutsche Mannschaftsmeisterin der A-Jugend in Sangerhausen
  • Uwe Benkel (* 1960), Vermisstenforscher, wurde 1998 mit der Verdienstmedaille des Landes ausgezeichnet
  • Dorothee Martin (* 1978), Politikerin (SPD), wuchs in Heltersberg auf.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gemeinde Heltersberg (Hrsg.): Heltersberg 1272-1972. Festbuch zur 700-Jahr-Feier. Waldfischbach-Burgalben 1972
  • Uwe Benkel: Gefallen - vermisst, den Heltersberger Gefallenen, Vermissten und zivilen Opfern beider Weltkriege. „Damit sie nicht vergessen werden ...". Heltersberg 2008
  • Reinhold Fremgen (Bearb.): Bürger- u. Familienbuch von 1798-1850 der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben mit den Orten: Geiselberg, Heltersberg, Hermersberg, Höheinöd, Horbach, Schmalenberg und Steinalben sowie die nicht mehr dazugehörige Gemeinde Schopp, diese nur bis 1818. Waldfischbach-Burgalben 1998.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heltersberg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 109 (PDF; 2,3 MB)
  3. RLP Direkt, Gemeindestatistik Waldfischbach-Burgalben, Ortsgemeinde Heltersberg, Stand: 31. Juli 2012
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2014, Gemeinderat
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3